Smarter PR-Move eines Zalando-Strippenziehers

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Boris Radke ist eine dieser spannenden Figuren der Berliner Internetszene mit ungewöhnlichem Werdegang und extrem guter Vernetzung: Seit August 2012 fungiert er als Head of Corporate Communications beim Fashionriesen Zalando und hat sich dort als geschickter Medienkenner mit sehr breiter Rollendefinition profiliert.

Zalando: Ein Blick hinter die Schrei-vor-Glück-Kulissen

Wie dieser Werdegang seinen Lauf nahm und was dabei eigentlich alles an Zalando-Superlativen zustande kam, dokumentiert er nun anlässlich seiner fünfjährigen Firmenzugehörigkeit in einem lesenswerten Blogartikel:

„So when a bunch of young managers decided to invest roughly 140 Million Euro into a logistics center in eastern Germany, with a 10 year plus renting contract, willing to hire more than 500 people (not in tech or online marketing or business development) in the logistics, the reaction of, in my opinion, every investor in the world would have been: No. No further discussion. But what happened at Zalando? Rubin, Jan and David explained the case to Alex Samwer (managing partner at Rocket Internet). He shot a few great questions back at us, challenging the whole concept deeply. But one meeting later he was convinced. Next day he called and said: All investors are on board. Go ahead.“

[…]

„We closed the deal with the developing company, with the city (Erfurt, central Germany), had to adapt the concept slightly (from 80% shoes beginning of 2011 to 50% apparel in middle of 2012 — imagine this in capacity planning) and so on.“

[…]

„Zalando’s growth continued to outpace any other business of that kind at that time. So actually before we commenced operations in our first self-constructed warehouse in Erfurt, we decided to build another one. The second one of its kind. So even before we made any kind of experiences with the first one, we started building a new one.“

Zalando-Botschaften zwischen den Zeilen

Neben den interessanten Hintergrundfakten und den vermittelten Eindrücken ist Radkes Aufbereitung aber insbesondere als geschickte PR-Maßnahme spannend, die Anlegern und potentiellen Mitarbeitern vermittelt, wie agil Zalando doch selbst angesichts seiner Größe noch ist und dass man sich traut, selbst völliges Neuland recht hemdsärmelig zu betreten.

Vor allem lässt sich herauslesen, dass es der Berliner Fashionriese exzellent versteht, kompetente Führungskräfte zu halten und durch unterschiedliche Unternehmensbereiche zu führen. Während interessierten Jobsuchenden so signalisiert wird, dass bei Zalando praktisch jede Karriere denkbar ist, erhalten Anleger ein Gefühl von Beständigkeit.

Dass Radke dazu nicht etwa den firmeneigenen Blog, sondern Medium.com gewählt hat, um dort in englischer Sprache zu veröffentlichen, verdeutlicht darüber hinaus auch, dass den Berlinern dabei durchaus an einer internationalen Ausrichtung und einem modernen Auftreten gelegen ist.

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