Diese Probleme muss Homebell lösen, um Index zu überzeugen

20. Januar 2016 Analysen 11
Diese Probleme muss Homebell lösen, um Index zu überzeugen

Was muss die Malerplattform Homebell bei seinem Geschäftsmodell vollbringen, um wirklich vom sie umwerbenden Top-Investor Index finanziert zu werden? Digital kompakt wagt einen Vorausblick auf die Stromschnellen des Geschäftsmodells.

Homebells Aufgaben in Sachen Geschäftsmodell

Zum einen wäre da das adversative Selektionsproblem (Handwerker unterbieten sich gegenseitig), dem auch bereits MyHammer zum Opfer gefallen ist: Homebell will angeblich durch algorithmische Preisfindung bei Malern punkten, die für Kunden Berechen- und Vergleichbarkeit schafft. Dabei muss aber verhindert werden, dass Maler sich gegenseitig unterbieten, sodass am Ende die Qualität leidet und wirklich gute Handwerker ihre Auslastung woanders suchen.

Felix Swoboda, Homebell, Interview, Podcast
Homebell-Gründer Felix Swoboda im Podcast-Interview

Zum anderen stellt sich die Frage, warum ein guter Maler mit gewöhnlich hoher Auslastung zu flexiblen Preisen sich auf eine Onlineplattform zum Festpreis einlassen sollte. Vermutlich kalkulieren die Homebell-Macher hier, dass Maler einen Großteil ihrer Zeit in Vertrieb und Abrechnung stecken und womöglich bereit sind, auf einen Teil ihrer Marge zu verzichten, wenn ihnen diese Posten effektiv abgenommen werden.

Wenn Vertrieb 30% der eigenen Aufwände ausmacht, ist es schon vorstellbar, dass ein Maler auf 15 bis 20% seiner Marge verzichtet. Vor allem soll diese Situation in Auslandsmärkten wie Großbritannien noch schwieriger sein, weil dort angeblich oft nicht mit Quadratmeterzahlen, sondern nur mit der Raumanzahl kalkuliert wird. Homebell könnte hier per Algorithmus die grobe Größe bestimmen und Abhilfe schaffen.

Ob dies alles so zutrifft, wird aber die Realität zeigen müssen, immerhin scheinen sich vergleichbare Anbieter aus anderen Bereichen (etwa Helpling im Putzbereich) derzeit schwer zu tun. Und im Gegensatz zu Helpling & Co., die mit ihren Kunden eher dauerhafte Beziehungen schaffen, dürfte Homebell eher ein One-Off-Geschäft sein, was bedeutet, man müsste auf die erste Transaktion profitabel sein.

Bildmaterial: Pixabay


11 Gedanken zu “Diese Probleme muss Homebell lösen, um Index zu überzeugens”

  • 1
    Hellmich am März 2, 2016 Antworten

    Ich hatte drei Termine mit dem Maler der mir vermittelt wurde und alle drei Termine wurden vom dem Maler verschoben und der letzte dann komplett abgesagt!!! Keine zuverlässigkeit, kann ich nicht empfehlen!! Ich habe mich sehr geärgert!!

  • 2
    Grünes am April 1, 2016 Antworten

    hi hatte heute die Maler Firma Design Malerei von der Firma Homebell bei mir. Ich war sehr zufrieden, die arbeit wurde sehr zügig und sauber ausgeführt. Vielen Dank nochmal

  • 3
    Meier am Juli 18, 2016 Antworten

    Firma Homebell ist nicht ehrlich gegen über den Firmen .. Da die Firmen nicht die Wahrheiten erfahren vom Kunden..zum Auftrag.
    Alles bekommt man nur vom Kunden direkt zu erfahren.
    Sie sehen nur ihren Provit.
    Angebote können sie nicht erstellen.. Und auch die Zahlungsweise ist sehr schlecht von den.
    Jeder Kunde bestätigt mir das das sie nur im Verkauf aus sind.
    Vom Bau haben die keine Ahnung.

  • 4
    Daniel - Toptestsieger.de am September 22, 2016 Antworten

    Seriös geht anders. Transparenz und Kritikfähigkeit gehen auch anders:

    http://www.toptestsieger.de/homebell-erfahrungen-wenn-die-fakes-gleich-5x-klingeln/

  • 5
    Gerd Jacobsen am Oktober 13, 2016 Antworten

    Ich weiss nicht, wo die guten Bewertungen herkommen – die Realität sieht anders aus. Unser Haus sollte im Juni 2016 gestrichen werden. Es ist bis heute nicht gestrichen ! Die erste ausführende Firma war auf einmal nicht mehr vorhanden, die zweite Firma hält uns hin, da sie angeblich kein Gerüst haben. HomeBell hat uns 2x verbindliche Termine genannt, worauf wir unsere Urlaubsplanung umgestellt haben, aber es geschieht definitiv nichts. Kein Mensch bei HomeBell kümmert sich darum; es ist fast schier unmöglich einen Ansprechpartner ans Telefon zu bekommen und jedes mal gibt es einen neuen Ansprechpartner, der sich bemühen will – aber denkste – es geschieht nichts !
    Diese Firma ist überhaupt NICHT empfehlenswert !

  • 6
    Gerd Jacobsen am November 1, 2016 Antworten

    Frecher geht es nicht mehr !

    Ich hatte bereist darüber berichtet, dass HomeBell es nicht geschafft hat unser Haus zu streichen zu lassen. Grund sind die Firmen mit denen zusammen gearbeitet wird, die nicht in der Lage sind, einen Auftrag auszuführen und laufend den Termin verschieben. Man glaubt es nicht, aber die Firma HomeBell hat keine vernünftige Planung und es fehlt auch der Durchblick. Heute bekam ich zum dritten Mal eine Anfrage von HomeBell, die sich erkundigen wollten, wie denn die Arbeiten umgesetzt wurden. Wenn das alles nich so traurig wäre, könnte man darüber lachen.

  • 7
    Helmut K. am November 11, 2016 Antworten

    Ich liess im Juli unser Haus streichen. Mit der Abwicklung gab es kein Problem.
    Zwar wurde mir zunächst ein Maler aus München genannt, letztendlich wurden die Arbeiten
    aber von einem Maler in unserer Nähe ausgeführt. Mit der Ausführung war ich bis auf einige
    Kleinigkeiten, die ausgebessert wurden , zufrieden.
    Geärgert hab ich mich jetzt nur über die Rechnung: das Gerüst wird als Komplettpreis ausgewiesen.
    Lt. Internet sind jedoch ca. 80% Arbeitskosten für Aufbau und Transport. Nur diese Kosten können
    von der Steuer abgesetzt werden. Die Firma Homebell ist jedoch nicht bereit diese Kosten einzeln
    auszuweisen, behautet sogar es wären die reinen Mietkosten….haha . Im Internet kann man es
    schön ausrechnen lassen. Also besteht vor der Auftragserteilung auf die getrennte Ausweisung
    sonst habt ihr nur Ärger und das Finanzamt wird Euch die Kosten nicht anerkennen.
    Im Zweifelsfall lasst einfach die Finger von der Firma.

  • 8
    Susana am Januar 10, 2017 Antworten

    Ich habe Tapeten bekommen. Sie wurden (unten), abgerissen und zerfetzt ,angeklebt. Teilweise auf der Scheuerleiste, teilweise darüber. Das gesamte Zimmer sieht so aus. Ich muss jetzt die Tapeten entfernen und neue ankleben. Es ist zum heulen. Nie wieder beauftrage ich diese Firma .

  • 9
    Thomas am Februar 8, 2017 Antworten

    Ihr alle da draußen vergesst dass Homebell Handwerker vermittelt. Wenn der Handwerker den Auftrag verkackt, hat Homebell damit doch nichts zu tun.
    Der Handwerker hat sich bereit erklärt die Arbeiten durchzuführen und hat es anschließend „verkackt“.
    Was heißt das? Entschädigung!
    Homebell holt einen zweiten Handwerker der den Schaden beseitigt und es wird nochmals versucht es durchzuführen. Die Mehrkosten hat Homebell getragen.
    So war das jedenfalls bei mir.
    Ich würde wieder bei Homebell was machen lassen und mir die Garantie, dass die Arbeit am Ende sauber durchgeführt werden, gerne in Anspruch nehmen.

  • 10
    Friedr.W. Wittner am Juli 9, 2017 Antworten

    Habe vier Wochen auf meinen Wunschtermin gewartet. Per Telefon immer wieder andere Inkompetente Leute. Als der Termin verstrichen war, ist plötzlich der geplante Handwerker krank geworden!!
    Nun warte ich schon seit einer Woche auf die Erstattung meiner Anzahlung.
    Die Beratung und das Angebot Klasse, aber vermutlich lässt sich kein Handwerker auf die Preisvorgaben ein, schon gar nicht in der Urlaubs- und Ferienzeit.

    Ein enttäuschter Renovierer

  • 11
    Malermeister B. am August 26, 2017 Antworten

    Meine Erfahrung mit dem Konzept der Fa. Homebell ist alles andere alls zufriedenstellend. Der Kunde gibt der Fa. Homebell die einzelnen Handweksgewerke an und die dazugehörigen Flächen. Dann wird ein völlig Laienhaftes Leistungsverzeichnis erstellt und dann werden von Homebell Preise kalkuliert, die alles andere als Marktüblich sind. Vermutlich My Hammer Preisniveau.

    Der Kunde zahlt vermutlich einen Preis, der unter dem Normalpreis eines seriösen Malerbetriebes liegt. Wenn es anders wäre würde sich der Auftraggeber seinen Maler selber aussuchen. Dann werden Malerbetriebe ausgesucht die zu der Ausführungszeit keine Aufträge haben. So wird der Preis auf ein Niveau festgelegt, für welches ein normaler Handwerksbetrieb gar nicht arbeiten würde und auch auf dauer nicht kann. Es sei er beschäftigt Billiglöhner.

    Wenn ein Betrieb mal ein Loch hat, dann kann man sich mal darauf einlassen, um wenigstens die Kosten für die Angestellten im Rahmen zu halten. Das größte Manko dabei ist, das der ausführende Malerbetrieb, erst den wahrem Umfang der Arbeiten sieht, wenn er den Auftrag zu einem Einheitsfestpreis angenommen hat. Die Daten des Kunden werden erst nach Vertragsabschluss herrausgerückt. Bis dahin hat der Auftragnehmer die auszuführende Arbeiten nur in einem sehr fragwürdigen und Laienhaften Leistungsverzeichnis gelesen und dementsprechend kalkuliert.

    Spätestens beim Kunden/Auftraggeber zeigt sich dann, ob der Auftrag auch den Angaben dieses Leistungsverzeichnisses entspricht. Dabei ist es für den ausführenden Betrieb unerheblich, ob die Schuld bei Kunden/Auftraggeber liegt. Weil er einfach wesentliche und zeitaufwändige Vorarbeiten weggelassen hat. Oder die Fa. Homebell diese nicht aufgenommen hat. Der ausführende Betrieb wird diese zusätzlichen Arbeiten kaum kostenlos durchführen. Dieser Vermittlungsauftrag sollte ja zumindest die Lohnkosten decken. Und da schon der Preis für die bekannten Leistungen auf Messers Spitze kalkuliert sind. Ist der Ärger vorprogrammiert.

    Mein Betrieb hatte einen Auftrag von der Fa. Homebell, der sich vor Ort, ganz anders darstellte als auf dem Papier. Es ging um 20% Mehrarbeit+Material. Arbeiten die gar nicht oder gänzlich falsch im Leistungsverzeichnis widergegeben waren. Der Kunde wollte es nicht bezahlen, da er ja einen Festpreis hat, wollte aber das die Arbeiten nach seinem Wunsch durchgeführt werden. Ich hatte keine Lust zusätzliche 3 Tage kostenlos zu Arbeiten. Und dementsprechend einen Auftrag auszuführen, wo die Lohnkosten letztendlich höher sind als der Auftrag einbringt. Also wird dieser Auftrag bis zur Klärung gar nicht erst angefangen. Und das kann dauern. Den jede Partei versucht aus der Sache möglichst Schadlos rauszukommen. Bei Terminaufträgen, wo der Einzugstermin feststeht, ganz besonders ärgerlich.
    ein Malermeister

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