Fresh VC: Join Capital setzt auf global angelegte B2B-Techunternehmen

Fresh VC: Join Capital setzt auf global angelegte B2B-Techunternehmen

In seiner Mini-Reihe Fresh VC stellt digital kompakt kurz und knapp neue VC-Fonds vor und zeigt deren Fokussierung auf. In dieser Woche: Join Capital, das auf global angelegte B2B-Technologiethemen setzt.

Eine klassische Micro-VC-Strategie?

Inhaltlich konzentriert sich der Geldgeber aus Berlin auf B2B-Geschäftsmodelle, insbesondere von Techies entwickelte Unternehmen in Bereichen wie Cloud oder Mobile, die auf Netzwerktechnologien fußen. Diese sollen als „Micro-Multinational“ agieren – Produkte, die lokal entwickelt und unmittelbar global distribuiert werden. Erfüllt ein Unternehmen diese Anforderungen, investiert Join Capital in der Early-Stage-Phase.

Die Strategie dahinter liegt nahe: Viele derzeit aufgelegte Frühphasenfonds erstreben kleine Fondsgrößen, zumal die Return-Generierung mit steigender Fondsgröße erschwert wird, während die Upside der General Partner nicht sonderlich zunimmt. Bei kleinen Fondsgrößen ist ein VC dann jedoch darauf angewiesen, Themen zu selektieren, die keinen übermäßig hohen Kapitalbedarf aufweisen, um über die Zeit nicht zu stark zu verwässern. Am ehesten ist dies gegeben, wenn auf Basis technologisch bedingter Wertschöpfung geringer Personalbedarf und hohes Skalierungspotenzial bestehen.

Das Team hinter Join Capital

Hinter Join Capital stehen Jan Borgstädt und Tobias Schirmer, die in der Vergangenheit bei Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI) wirkten und den europäischen VC- und M&A-Markt speziell im Medienbereich gut kennen dürften. Mit Hubert Saint Olive blickt das Gespann darüber hinaus offenbar bereits auf einen Partner, den es für die langfristige Zukunft von Join Capital aufbaut.

Jenseits seines vor allem zahlengetriebenen Personalapparates etabliert Join Capital darüber hinaus ein Platform-Team, das in den Spezialdisziplinen Technologie, Finance, Legal und Design Kenntnisse einbringt. Speziell der Fokus auf Technologiekompetenz ist hier ein begrüßenswerter Faktor, den viele deutsche VCs offenbar unterbewerten, wenngleich entsprechende Kompetenz insbesondere auch auf Partner-Level wünschenswert wäre.

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Bildmaterial: Join Capital (Montage)


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