So viel war Lieferandos Takeaway-Exit wert

So viel war Lieferandos Takeaway-Exit wert

Mit dem Börsengang der Takeaway Group wurden eine Reihe interessanter Einsichten verfügbar, zu denen auch der Kaufpreis des deutschen Übernahmeobjektes Lieferando zählte. Digital kompakt gibt einen Einblick und rechnet aus, wie viel Lieferando-Gründer an Takeaway in etwa verdienen könnten.

Takeaway übernahm Lieferando für 62,9 Mio.

Bislang konnte in der deutschen Digitalbranche nur spekuliert werden, für wie viel Geld der deutsche Lieferdienstvermittler Lieferando (Webseite) im März 2014 verkauft wurde, als dieser von seinem niederländischen Wettbewerber Takeaway.com (Webseite) geschluckt wurde. Nun offenbart der Börsenprospekt von Takeaway die genaue Summe:

„The acquisition of Yourdelivery for a purchase price of 62.9 million was important for the Company to enhance its position in Germany. It also resulted in the Company’s entry into the Polish market, in which it subsequently has been able to attain a market leading position.“

Lieferando-Gründer an Takeaway beteiligt

Ferner zeigt der Börsenprospekt auch, wie die Lieferando-Gründer an Takeaway beteiligt sind („Ordinary Shares immediately prior to Settlement“):

ShareholderProzentanteilWert bei 1,03 Mrd. Marktkapitalisierung
Christoph Gerber (Gerber Capital GmbH)2,59%26,6 Mio.
Jörg Gerbig (Gerbig Ventures GmbH)1,73%17,8 Mio.
Kai Hansen (Mercurius Ventures GmbH)1,12%11,5 Mio.
Rheingau Ventures0,65%6,6 Mio.
STAK1,18%12,1 Mio.
STAK = options granted for the direct or indirect benefit of Jörg Gerbig, Christoph Gerber, Kai Hansen and Matthias Laug and which have vested prior to Settlement

Wirklich starke Aussagen lässt diese Betrachtung jedoch nicht zu, unterliegt das Management laut Börsenprospekt doch angeblich zu wesentlichen Teilen einer Lock-up-Periode von 360 Tagen, während gleichzeitig zum Teil noch nicht alle Shares gevested wurden. Darüber hinaus zählen die Beteiligten mitunter auch zu den „Selling Shareholders“, die im Zuge des Börsenganges offenbar Anteile abgaben.

Einen schönen Eindruck der Zahlen hinter dem Lieferando-Exit vermittelt das vorliegende Zahlenmaterial dennoch. Und auch für die australische Investmentbank Macquarie, welche bei einer 15-Millionen-Runde im Juni 2012 eingestiegen war, dürfte sich das Investment gelohnt haben, entspräche dessen Anteilspaket an Takeaway doch einem Gegenwert von zirka 135 Millionen Euro.

digital kompakt, PaypPal Me

Disclaimer: Für die Richtigkeit der aufgeführten Inhalte wird keine Gewähr übernommen. Die Zusammenstellung der Informationen hegt darüber hinaus keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die Anteile der Gesellschafter wurden auf ganze Prozente gerundet, weshalb diese von den realen Verteilungen abweichen können. Zum Teil wurden Anteile, die durch Unternehmen gehalten werden, einem oder mehreren Hauptgesellschaftern jener Firmen zugeschrieben. Dies muss nicht der tatsächlichen Verteilung entsprechen. Darüber hinaus sind auch treuhänderische und virtuelle Anteils-Konstrukte (etwa für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme) denkbar. Bewertungen wurden zum Teil basierend auf Datenmaterial dritter ausgerechnet und können falsch oder verzerrt sein. Börsenkursschwankungen können ebenfalls zu Veränderungen in den Werten führen und Anteile können bereits verkauft worden sein oder umgekehrt aufgrund von Lock-up-Perioden erst später verkäuflich werden.

Siehe auch: „Die Milchmädchenrechnung mit den Pre- und Post-Money-Bewertungen“.

Bildmaterial: Takeaway, Lieferando (Montage)


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