Launch: Number Four startet als Enfore und lüftet den Vorhang

Launch: Number Four startet als Enfore und lüftet den Vorhang

Digital kompakt hatte nach einer Pilotphase bereits darüber spekuliert und nun ist es soweit: Nach sieben Jahren Stealth Modus ist Number Four offiziell gestartet und präsentiert dabei nicht nur seine Entwicklungen, sondern auch einen neuen Produktnamen.

Aus Number Four wird Enfore

Punktgenau zur Euroshop-Messe in Düsseldorf wagt sich Number Four nun aus seiner Deckung und kommuniziert dabei auch gleich die erste Änderung: Ab sofort wird das von Open-Office-Gründer Marco Börries gestartete Unternehmen den Namen Enfore (Webseite) tragen – wohl als Anspielung auf „N4“, immerhin stellt der B2B-Betrieb die vierte Gründung von Börries dar. Seine Lösung beschreibt Enfore dabei wie folgt:

enfore has built an open business platform to develop solutions that help small businesses around the world to run their business – and turn them into a connected business. By combining innovative hardware, powerful and easy to use software, as well as comprehensive services. enfore delivers a unique solution to connect all aspects of a small business.

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Alleskönnersystem für kleine Unternehmen

Eine Beschreibung, die den Ausführungen von Marco Börries im Exklusivinterview mit digital kompakt in weiten Teilen gleicht und als erste Zielgruppen finden sich mittlerweile die drei Sparten Hospitality, Retail und Services auf Enfores Strategieplan. Diesen bietet das Unternehmen mit dem enforePOS ein Bouquet aus unterschiedlichen Modulen in Bereichen wie Sales, Reservierungen, Payment Processing, Inventarmanagement, Einkauf, Order Fulfillment und Logistik.

Enfore adressiert also in der Tat nicht nur einen unfassbar großen Markt mit zahlreichen, diversifizierten Akteuren, sondern versucht dabei auch unmittelbar verschiedene komplexe Anwendungsfälle auf einmal abzubilden – und dies alles integriert in ein zentrales Ökosystem, das auf iOS, Android, macOS, Windows10 und eigenen enfore Business Devices funktioniert. Damit hat sich also bestätigt, dass Enfore in der Tat eigene Hardwareprodukte entwickelt hat:

  • enforeDasher: Das enforeDasher ist ein POS-Terminal, mit dem Geschäfte Produkte kassieren können, inklusive Warenscan und Quittungsdruck
  • enforeComet: Das enforeComet ist ein installierbares POS-Terminal
  • enforePayPad: Das enforePayPad ist ein auf die POS-Systeme von Enfore abgestimmtes Abrechnungsgerät, dass etwa Kellner mit sich tragen können und das per W-Lan mit den POS-Terminals kommuniziert

Dabei soll Enfore auf extrem hochwertige Produkte setzen: Allein das POS-Terminal enforeDasher kommt mit einem Full HD Touchdisplay sowie einem Retina Display daher, erlaubt W-Lan- und Bluetooth-Kommunikation und enthält einen eingebauten Thermaldrucker und Barcodescanner sowie Ports für USB, Ethernet, HDMI und Kassenschubladen. Es wird also spannend zu beobachten sein, inwieweit Hardware einen Anteil am Geschäftsmodell von Enfore ausmachen wird.

Wohin tendiert das Geschäftsmodell?

Die Seite des Dienstes verspricht als Startangebot die Software von Enfore bisher kostenlos. Es stellt sich also die Frage, was passieren würde, wenn dieses Angebot permanent würde? Enfore könnte auf diesem Weg mit einem überdurchschnittlichen Produkt einen unterdigitalisierten Markt erschließen, der sich entsprechendes bisher nicht zu leisten vermochte.

Und so abwegig ist dieser Gedanke nicht: Eine am Enfore-Piloten teilhabende Quelle hat gegenüber digital kompakt berichtet, dass neben der hochwertigen Hardware insbesondere die günstigen Kosten des Dienstes positiv auffielen. So sollen etwa die Payment Processing Kosten von Enfore signifikant billiger sein als bei vergleichbaren Anbietern. Und auch aus dem Unternehmen heißt es, dass erste Tests signifikante Kundenkonvertierungen aufgrund eines sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses gebracht hätten.

In dieser Logik könnte Enfore also als ein Enabler fungieren, der durch einen Umsatzanteil an der Vermittlung extrem günstiger Abwicklungskonditionen mitverdient und für Reseller ein Hardware-Lineup bereithält, das Anreize für Bundling-Partnerschaften schafft. So entstünde eine Win-win-Situation, bei der Reseller ein attraktives Produktportfolio vermarkten, Enfore fremde Sales-Kapazitäten erschließen und Kunden günstig an hochwertige Digitallösungen gelangen könnten.

Marco Börries zu Number Four

So funktioniert Number Four:

Geschäftsmodell und Go-to-Market von Number Four:

Artikel zum Thema Number Four / Enfore:

Bildmaterial: Enfore


2 Gedanken zu “Launch: Number Four startet als Enfore und lüftet den Vorhangs”

  • 1
    Uwe Scheid am März 7, 2017 Antworten

    Macht das Inventorum nicht schon seit vielen Jahren erfolgreich? Was soll denn der Mehrwert der o.g. Lösung gegenüber Inventorum sein?

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