Digital by Design #1: Design Thinking ist tot, lang lebe Design Thinking

Digital by Design #1: Design Thinking ist tot, lang lebe Design Thinking

In der neuen Podcast-Reihe Digital by Design diskutieren Christopher Böhnke und digital kompakt regelmäßig über Innovationsentwicklung und digitale Transformation im operativen Geschäft. In der ersten Episode sprechen sie über Stärken und Schwächen von Design Thinking als Innovationsmethode und warum es sich lohnt, Kreativität als elementaren Bestandteil eines Geschäftsmodells zu betrachten.

Was kann Design Thinking?

Als ein Ansatz, um nutzerseitige Probleme zu identifizieren und entsprechend anwendungsorientierte Lösungen zu finden, gilt Design Thinking als äußerst vielversprechende Innovationsmethode. Das ursprüngliche Konzept des Design Thinking geht dabei auf die Design- und Innovationsagentur IDEO zurück und orientiert sich in seiner Grundstruktur an der Arbeit von Designern. Mit der kreativen Kombination aus Verstehen, Beobachten, Ideenfindung, Feinjustierung, Prototyping und Lernen sollen damit vor allem Prozesse innerhalb der Produktentwicklung agiler und zielführender gestaltet werden. Insbesondere im Bereich der Produktentwicklung wird dieses Konzept gerne angewandt, um die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zu identifizieren und Motivationen offenzulegen, die letztlich zum Kauf führen.

Einer der elementaresten Vorteile des Design Thinking ist dabei der kreative Austausch über verschiedene Disziplinen hinweg. Das bedeutet, dass das Firmengeflecht aus den verschiedenen und eigentlich unabhängig voneinander agierenden Fachbereichen aufgebrochen und eine fruchtbare Kollaboration aller Mitarbeiter angestoßen wird.

Die Schwächen und Risiken von Design Thinking als Innovationsmodell ergeben sich aus dem digitalen Aktionismus deutscher Unternehmen und Corporates. Während innovative, vornehmlich junge Unternehmen auf der digitalen Welle surfen und zeigen, was technisch und wirtschaftlich möglich ist, drehen sich etablierte Unternehmen oftmals im Kreis und versuchen mit allen Mitteln, ebenfalls innovativ zu sein, indem die alten Geschäftsmodelle einfach einen digitalen Anstrich verpasst bekommen – sei es durch Social Media, eine App oder andere Schnellschusslösungen. Das Aufkochen gestalterischer Innovationsmethoden steht also auch symptomatisch für die digitale Ideenlosigkeit, vor der die etablierten deutschen Unternehmen bereits jetzt stehen oder in naher Zukunft stehen werden.

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Kreativität als Motor für Geschäftsmodelle

In diesem Zusammenhang steht auch besonders eine zentrale Frage über dem Podcast: Wie sehr hängt Kreativität mit der Umsetzungsfähigkeit eines Geschäftsmodells zusammen?

Um also den Zusammenhang zwischen Business Case und kreativer Innovation herauszufinden, haben wir uns mit einigen Fragestellungen beschäftigt, die sich aus dieser Kernfrage ergeben: Wo ist Deutschland zu Beginn des digitalen Zeitalters verortet? Was braucht es, um in einer digitalen Welt zu arbeiten? Wie findet man die Bedürfnisse der Nutzer heraus? Wie entwickelt und testet man einen Prototypen? Über diese und viele weitere Fragen sprechen Joel Kaczmarek und Christopher Böhnke im Podcast.

Im Digital by Design Podcast werden diese Themen rund um Design Thinking behandelt (Links führen zum Track):

Inhalte: digital kompakt; Produktion: Danke an Accenture Interactive für einen Produktionskostenzuschuss (Was heißt das?)

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Dauer: 51 Minuten

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Links zum Thema:

Über Christopher Böhnke: Christopher Böhnke ist Business Design Director bei Fjord Berlin (Webseite), der Design- und Innovationsagentur von Accenture Interactive. Christopher Böhnke verantwortet damit die Kombination aus Business Design und gestalterischen Prozessen, um seine Kunden auf dem Weg zu geschäftlichen Innovationen zu begleiten. Zusammen mit seinem Team bereitet Christopher Böhnke die Kunden auf den operativen Wandel zu einem digitalisierten Unternehmen vor und verknüpft damit kreative Prozesse und Beratungsleistungen. Die Zeitschrift Advertising Age zeichnete Accenture Interactive 2017 wiederholt als größte und am schnellsten wachsende Digitalagentur weltweit aus.

Über Joel Kaczmarek: Joel Kaczmarek ist Gründer und Chefredakteur von digital kompakt, einem Online-Magazin zur Digitalwirtschaft. Zuvor leitete er vier Jahre die Fachpublikation Gründerszene und verfasste die erste Biografie über die drei Internetunternehmer Alexander, Marc und Oliver Samwer.

Bildmaterial: digital kompakt, University of Vermont, Bo Soremsky


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