Business Building #8: Was bedeutet die Digitalisierung für Unternehmen?

Business Building #8: Was bedeutet die Digitalisierung für Unternehmen?

In ihrem Gründer-Podcast Business Building sprechen Florian Heinemann und Joel Kaczmarek regelmäßig über den Aufbau von Digitalunternehmen. In dieser Folge behandeln sie eines der am heißesten diskutierten Themen derzeit – die Digitalisierung. Vor diesem Zusammenhang steht vor allem die Frage, ob Corporates die digitale Transformation durch eine gezielte Zusammenarbeit mit innovativen Start-Ups meistern können.

Zwischen Okkultismus und Digitalisierung

Während die gesamte Wirtschaftswelt über Digitalisierung spricht, ist es doch ein Begriff, der wie kaum ein anderer bedeutungsschwanger mystifiziert wird und beinahe schon alchimistisch aufgeladen zu sein scheint. Beinahe reflexartig versuchen etablierte Unternehmen derzeit, ihre Bretter so schnell wie möglich ins Wasser zu bekommen, um noch einen Platz auf der sich auftürmenden Digitalisierungswelle zu ergattern, von der überall die Rede ist.

Dabei ist es mehr als fraglich, ob die digitale Transformation klassischer Geschäftsmodelle von kapital- und umsatzgetriebenen Unternehmen aus der Old Economy überhaupt Sinn macht oder ob sich Corporates nicht vielmehr der Frage stellen müssen, wie sie selbst den Spagat schaffen zwischen der digitalen Transformation bereits bestehender, „nicht-digitaler“ Infrastrukturen und der Schaffung vollkommen neuer digitaler Geschäftsfelder.

Das Erlangen von Digitalkompetenz

Um sich bei diesem Spagat aber nicht zu übernehmen und sich mit einer Zerrung vom Wettkampf zu verabschieden, muss das Unternehmen über ein bestimmtes Maß an Digitalkompetenz verfügen – also über (wie auch immer geartete) Ressourcen, die es dem Unternehmen ermöglichen, sinnvolle und vor allem zielführende Entscheidungen hinsichtlich des digitalen Wandels zu treffen.

Wie also überführt man als Corporate die Digitalisierung in die eigene Firmen-DNA? Was macht Digitalkompetenz eigentlich aus? Wie können Unternehmen am besten von innovativen Gründern und Startups profitieren? Sollten sich Corporates an VC-Fonds beteiligen oder gar eine eigene VC-Aktivität ins Leben rufen? Sollten Unternehmen als Inkubatoren oder als Acceleratoren auftreten und vor allem wann? Wie wird ein Unternehmen innovativ? Und kann man Know-How kaufen?

Diesen und weiteren Fragen gehen die Venture-Koryphäe Florian Heinemann und Joel Kaczmarek in einer neuen Folge von „Business Building“ auf den Grund. Dabei sprechen sie über die Bedeutung von Leuchtturmprojekten, Nutzerorientierung und Business Intelligence.

Im Business Building Podcast werden diese Themen rund um Digitalisierung behandelt (Links führen direkt zum Track):

  • 00:00 – 06:31 | Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema
  • 06:32 – 13:39 | Digitale Transformation oder digitales Neugeschäft?
  • 13:40 – 20:23 | Die Rolle von Startups bei der Digitalisierung
  • 20:24 – 24:38 | Umsatz vs. Know-How – woran sich der Wert eines Startups bemisst
  • 24:39 – 31:22 | Der Teufel steckt im Detail: Strategische Startup-Finanzierung
  • 31:23 – 35:40 | Menage à trois: Dealflows zwischen Startups, VCs und Corporates
  • 35:41 – 39:51 | Was unterscheidet Acceleratoren und Inkubatoren voneinander?
  • 39:52 – 45:10 | Das Problem der adversen Selektion im Innovationsprozess

Dauer: 45 Minuten

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Über Florian Heinemann: Florian Heinemann ist ein viel geschätzter Experte zum Thema Internet- und Digitalwirtschaft und gilt als Online-Marketing-Koryphäe. Er war langjähriger Geschäftsführer bei Rocket Internet, dem Internet-Inkubator der Samwer-Brüder, und ist Gründer und Geschäftsführer des Frühphasen-Investors Project A (Webseite).

Über Joel Kaczmarek: Joel Kaczmarek ist Gründer und Chefredakteur von digital kompakt, einem Online-Magazin zur Digitalwirtschaft. Zuvor leitete er vier Jahre die Fachpublikation Gründerszene und verfasste die erste Biografie über die drei Internetunternehmer Alexander, Marc und Oliver Samwer.

digital kompakt, PaypPal Me

Bildnachweis: Project A, Pixabay, Andreas David (Montage)


1 Gedanke zu “Business Building #8: Was bedeutet die Digitalisierung für Unternehmen?”

  • 1
    Peter Lustig am Januar 31, 2017 Antworten

    Sehr gute Frage, Joel: Wie schaffen es Corporates, sich in solche Deals einzukaufen?

    Die meisten Synergie-Potenziale, die es zwischen Corporates und Start-Ups gibt, sind im Grunde genommen immer auf die bestehende Reichweite und dem bestehenden Trust eines Corporates bzw. deren „Brand“ zurückzuführen, welche ein Startup de facto einfach nicht hat (unfair advantage anyone? ;-)).

    Florian Heinemann gibt genau die richtige Antwort, wenn auch verklausuliert 😉 : Sobald diese Assets eines Corporates (in Form von Kundenbeziehungen, simpelstes Business Development) richtig enabled werden, wird dieses Corporate Erfolg haben.

    Stattdessen kann man feststellen, dass der Schrei nach Innovation & Digitalisierung simpelste Versuche des Eingehens von Partnerschaften mit Corps in ein anderes Licht gerückt hat. Vor zehn Jahren mag es nahe gelegen sein, als Automobilhersteller die Wertschöpfungskette zu erweitern und einen Reifenhersteller zu akquirieren oder zumindest eine semi-exklusive Partnerschaft einzugehen.

    Heutzutage ist es anders. Der Hype um UBER, Airbnb und Facebook hat dafür gesorgt, dass simpelstes Business-Development (heutzutage halt digital, aber trotzdem noch Biz-Dev) nahezu negiert wird und alles auf die Frage nach Innovation zurückgeführt wird. Die Strategie der vertikalen Integration ist stark in den Hintergrund gerückt, da Corporates jetzt komplett versuchen, das Rad neu zu erfinden. Das mündet dann in blindem Aktionismus wie bspw. das viel zu teure Invest von Volkswagen in Gett.

    Das Problem ist nicht, dass Corps es nicht schaffen, die digitale Transformation zu bewältigen, sondern dass selbst inkrementellste Schritte unter einem geradezu stigmatisierendem Postulat nach Innovation stehen, weshalb keine Kooperation zwischen Startup und Corp jemals diesem gerecht werden kann. Dadurch versperren sich viele Corporates der eigentlich naheliegenden Erweiterung der Wertschöpfungskette.

    Entsprechend bleibt auch der Portfolio-Ansatz von Florian Heinemann absolut auf der Strecke (was nicht unbedingt zu seinem Nachteil ist ;-)).

    Um es plakativer zu formulieren: Wenn ein Airbnb sich dazu entscheidet, Touren zu verkaufen, ist das sonderlich innovativ, oder eine lapidare Vorwärtsintegration der Wertschöpfungskette?

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