Legal & Tax #7: Wie bereitet man einen Exit vor?

28. September 2017 Podcasts 2
Legal & Tax #7: Wie bereitet man einen Exit vor?

Bei seinem Anwalts-Podcast Legal & Tax spricht Joel Kaczmarek regelmäßig mit herausragenden Anwälten, Steuerberatern und Notaren über Rechts- und Steuerfragen aus Unternehmersicht. In dieser Ausgabe diskutieren er und und der renommierte Wirtschaftsanwalt Jörg Zätzsch über des Gründers spannendstes Thema – den Exit. Wie bereitet man den Exit vor, was gibt es dabei zu tun und was muss man beachten?

Vorbereitung ist der halbe Exit

Zu den grundlegendsten Buzzwords des Gründer-ABCs gehört zweifelsohne der Exit. Als Exit bezeichnet man dabei den geplanten Ausstieg eines Investors oder Gründers aus dem (eigenen) Unternehmen. Aufgrund der Finanzierungsstruktur im Venture Capital-Bereich wird der Exit von einem oder mehreren Beteiligten oftmals schon von Anfang an mit einkalkuliert und zielt darauf ab, durch den Verkauf von Unternehmensanteilen möglichst viel Gewinn zu erzielen. Neben dem Verkauf der eigenen Unternehmensanteile an andere Gesellschafter oder Dritte gibt es viele weitere Möglichkeiten eines Exits (Buy Back, Buy-In, Buy-Out, Trade Sale, etc.).

Auf die unterschiedlichen Exit-Strategien soll in diesem Podcast jedoch gar nicht wesentlich eingegangen werden, da der wichtigste Teil der Arbeit, die für einen gewinnbringenden Exit notwendig ist, viel früher beginnt. Zuerst einmal sollte man sich darüber im Klaren werden, wann der richtige Zeitpunkt für den Verkauf gekommen ist, zu welchem Preis ich die eigenen Anteile anbieten kann bzw. möchte, wie man taktisch klug mit potentiellen Käufern kommuniziert, welche Dokumente offengelegt werden müssen und wann man sich Hilfe von außen – beispielsweise durch einen M&A-Berater – holen sollte.

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Fragen über Fragen – wie geht Exit?

Digital kompakt und der M&A-Experte Jörg Zätzsch von der Wirtschaftssozietät CMS Hasche Sigle erörtern im Podcast die wichtigsten Fragen, die sich in Vorbereitung auf einen Exit zwangsläufig stellen: Wie setzt man den richtigen Preis für seine Unternehmensanteile, ohne sie unter Wert zu verkaufen? Welche Seite setzt die Verträge auf – der Käufer oder der Verkäufer? Was beinhaltet die Due Diligence und welche Bedeutung hat sie in den Vertragsverhandlungen? Wie bereitet man die Due Diligence vor? Wann braucht man einen M&A-Berater, wie werden diese bezahlt und was kostet so ein Berater? In welchem Zusammenhang stehen Earn-Outs, Put-Optionen, Call-Optionen oder andere nachlaufende Posten zu Unternehmensverkäufen? Diese und viele weitere Fragen werden im Podcast-Interview besprochen.

Im Legal & Tax Podcast werden diese Themen rund um den Exit aus einem Unternehmen behandelt (Links führen direkt zur Stelle im Track):

Gesprächsführung: digital kompakt; Produktion: Danke CMS Hasche Sigle für einen Produktionskostenzuschuss (Was heißt das?)

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Dauer: 24 Minuten

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Über Jörg Zätzsch: Jörg Zätzsch ist Partner bei CMS Hasche Sigle (Webseite), mit über 600 Rechtsanwälten und Steuerberatern eine der führenden Anwaltssozietäten auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts. Er berät stark wachstumsorientierte Start-Ups/Unternehmen ebenso wie Venture-Capital- und Private-Equity-Fonds sowie strategische Investoren, die in solche Unternehmen investieren, vom Start-up bis zum Exit. Der Fokus seiner Praxis liegt auf Finanzierungsrunden, Transaktionen, Gesellschaftsrecht und Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen, häufig mit internationalem Bezug. Über besondere Branchenexpertise verfügt er in den Sektoren Technologie, Digital Media, eCommerce, IT und Life Sciences. Jörg Zätzsch wird besonders für Exits empfohlen.

Über Joel Kaczmarek: Joel Kaczmarek ist Gründer und Chefredakteur von digital kompakt, einem Online-Magazin zur Digitalwirtschaft. Zuvor leitete er vier Jahre die Fachpublikation Gründerszene und verfasste die erste Biografie über die drei Internetunternehmer Alexander, Marc und Oliver Samwer.

Disclaimer: Die hier und im Podcast kommunizierten Informationen erfolgen nicht im Rahmen eines konkreten Vertragsverhältnisses und stellen keine Rechtsberatung dar. Diese Informationen dienen lediglich der Information, enthalten Meinungen der jeweiligen Verfasser, beziehen sich lediglich auf die Rechtslage in Deutschland und werden weder an eine geänderte Rechtslage angepasst oder aktualisiert. Juristische und steuerliche Informationen werden teilweise gekürzt oder verkürzt dargestellt, um eine bessere Verständlichkeit zu erreichen. Die Verfasser übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Verfasser, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. 

Bildmaterial: Lana Petersen


2 Gedanken zu “Legal & Tax #7: Wie bereitet man einen Exit vor?s”

  • 1
    Jannick am September 29, 2017 Antworten

    Sehr interessanter Podcast. Ich hätte zu Bewertungen zwei Fragen:
    1. Wann wird ein E-Commerce-Unternehmen eigentlich nach Multiple x Umsatz und wann per Multiple x Gewinn bewertet ? Gibt es da eine goldene Regel oder ist es mal so und mal so ?
    2. Wie hoch ist das branchenübliche Multiple beim Umsatz bzw. Gewinn bei einem herkömmlichen Retail-E-commercler ?

    • 2
      Joël Kaczmarek am Oktober 18, 2017 Antworten

      Zu 1.: Ich würde sagen, das hängt ganz wesentlich von deiner Phase und dem Typ Investor ab, mit dem du sprichst. In einer späten Phase und wenn du zum Beispiel mit einem Private Equity sprichst, wirst du eher über Gewinn-Multiples sprechen, in den frühen VC-Phasen eher über Umsatz Multiples.

      Zu 2: Zu den Zahlen kannst du dir mal die Noah Bible anschauen, die gibt dazu einen ganz guten Eindruck:

      https://www.noah-conference.com/media/newsletter/NOAH-Bible-September-17.pdf

      In Europa lag der Multiple bei den Top-Firmen demnach im Schnitt bei 38,3 mal EBITDA. Da werden ja aber auch wirklich die Top-Brands wie Zalando betrachtet. Ich finde diesen Wert auch durchaus etwas stramm, in den USA liegt dieser demnach ja sogar recht deutlich niedriger. Was ich so höre, sind die Umsatz-Multiples derweil sehr konservativ, irgendwo zwischen 1,3 und 1,9.

      Lieben Gruß

      Joel

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