Deep Dive #19: Florian Meissner erklärt den Erfolg von EyeEm

Deep Dive #19: Florian Meissner erklärt den Erfolg von EyeEm

Mit seiner Foto-App will das Berliner Start-Up EyeEm die beste Fotosuche der Welt bauen und damit sogar Platzhirsch Google angreifen. Authentisch, emotional und international sind die Schlagworte, die sich das rapide wachsende Unternehmen auf die Fahnen geschrieben hat. In seinem Unternehmer-Podcast Deep Dive sprach digital kompakt mit Co-Founder & CEO Florian Meissner über Erfolge, Niederlagen, den ewigen Instagram-Vergleich und was Schönheit in einer Bildersuche verloren hat.

Kunst vs. KI – wie Schönheit messbar wird

In puncto Nutzerzahlen hat sich die Foto-App EyeEm in den vergangenen Jahren zu einem echten Kraftmeier entwickelt. Sage und schreibe 22 Millionen Nutzer weltweit (Stand März 2017) verzeichnet das Unternehmen derzeit in seinen Statistiken. Doch die Berliner sind hungrig und denken gar nicht an einen Exit. Ganz im Gegenteil. Das Ziel sei es, langfristig zu denken und eine neue Generation von Fotografiefirma aufzubauen, die es mit den etablierten Playern der Branche aufnehmen kann und über die die Nutzer sogar noch Geld verdienen können. Ihr Konzept: Real Photography. So nennt man im Hause EyeEm authentische und kreative Fotografien, die das echte Leben darstellen – im Gegensatz zu langweiligen und gestellten Stock-Fotos der gängigen Verkaufsplattformen.

Möglich machen soll das vor allem der technische Fortschritt. Immer kleinere Sensoren und immer leistungsfähigere Smartphones sorgen einerseits dafür, dass die Qualität mobiler Fotografie sukzessive zunimmt. Gleichzeitig erzeugt diese Entwicklung aber auch eine immense Flut an digitalen Bildern, die völlig wahllos und unsortiert im World Wide Web herumgeistern, während man nicht einmal des Bilderchaos‘ auf dem eigenen Handy Herr wird. Diese Kombination will sich EyeEm zunutze machen und ein Produkt bieten, welches Suchmaschine, Verkaufsplattform und Community vereint.

„Die besten Gründer sind die, die verstehen, was sie nicht können.“

Florian Meissner 

Nach Ansicht der vier Gründer Florian Meissner, Lorenz Aschoff, Ramzi Rizk und Gen Sadakane sind die gängigen Methoden der Fotosuche überholt. Einerseits könne man Bilder bisher nach Zeit und Ort sortieren, darüber hinaus aber auch nach qualitativen Maßstäben wie Auflösung, Pixelabstand oder Rauschverhalten. Es gebe jedoch keine vernünftige Suchmaschine, die nach ästhetischen Merkmalen sortieren könne. Dabei bezieht EyeEm eine klare Position zu den gängigen Plattformen wie flickr, shutterstock und Konsorten: „Hashtag ist das dümmste Datenkonzept der Welt. Es ist manuell, statisch und linear“, so Florian Meissner. Dies will EyeEm unter anderem durch Kooperationen mit Schwergewichten wie Getty Images und Adobe und den Einsatz von Deep Learning-Mechanismen und intelligenter Suchalgorithmen ändern. Damit will man es sogar möglich machen, Ästhetik und Schönheit zu personalisieren und in die eigenen Suchergebnisse einzubeziehen.

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Aber wie passt der persönliche Geschmack in die Suchmetrik und Internationalisierung von EyeEm? Wie kann man Schönheit messbar machen? Wie lukrativ ist EyeEm für Fotografen? Wie ist es um die Nutzungsrechte bestellt? Und wie sieht überhaupt das Geschäftsmodell und die Investitionsstruktur von EyeEm aus? Diese und viele weitere Fragen diskutieren digital kompakt-Macher Joel Kaczmarek und Florian Meissner im Podcast-Imterview.

Im Deep Dive Podcast werden diese Themen rund um EyeEm behandelt (Links führen direkt zur Stelle im Track):

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Dauer: 55 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt, Pixabay, Pixabay (Montage)


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