Deep Dive #23: Was kann Movinga nach dem Reboot wirklich? Ein Zwiegespräch.

Deep Dive #23: Was kann Movinga nach dem Reboot wirklich? Ein Zwiegespräch.

In seinem Unternehmer-Podcast Deep Dive spricht digital kompakt in dieser Woche über das Thema Umzüge. Zu Gast sind zwei Experten der Speditionsbranche: Movinga-Geschäftsführer Christoph Müller-Guntrum und Dierk Hochgesang, Geschäftsführer des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik (AMÖ). Beide diskutieren kritisch über die Digitalisierung der Umzugsbranche und die Entwicklung von Movinga & Co..

Movinga nach dem GAU – was hat man gelernt?

Nach einem turbulenten Jahr 2016 mit einem Ermittlungsverfahren, 200 Entlassungen, medialen Stürmen und einer groß angelegten Restrukturierung des Unternehmens zeigt sich Movinga (Webseite) nun deutlich geerdeter und setzt auf gesundes Wachstum in seinen Kernmärkten. Dennoch wird die geschäftliche Entwicklung des Berliner Umzugsunternehmens weiterhin von vielen Augen kritisch verfolgt. Ein besonders kritisches Augenpaar ist das des Geschäftsführers des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik (AMÖ, Webseite), Dierk Hochgesang. Als Vertreter und Sprachrohr einer Branche, die wie kaum eine andere von Traditionsbewusstsein und Familienbande geprägt ist, kennt er den deutschen Umzugsmarkt wie seine Westentasche und beobachtet das Treiben des Berliner Umzugsriesen umso genauer.

Digital kompakt lud die beiden Geschäftsführer deshalb zu einer Diskussionsrunde ein, die spannender wohl kaum sein könnte. Dabei wollten wir nicht nur Movingas renoviertem Geschäftsmodell nach der Restrukturierung des Unternehmens auf den Zahn fühlen, sondern auch eine branchennahe Einschätzung seitens des Bundesverbandes, wie sinnvoll und nachhaltig dieses Geschäftsmodell für den deutschen Umzugsmarkt ist. Zudem wollten wir herausfinden, ob die Strategie und Umsetzung hinter Movinga tatsächlich so neu und revolutionär ist, wie es das Unternehmen gerne nach außen trägt. Denn von Movingas Werbeslogan, bis zu 70 Prozent bei einem Umzug sparen zu können, ist mittlerweile nicht mehr viel geblieben.

 

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Die AMÖ blickt kritisch auf Movinga

Tatsächlich scheint bei Movinga eine erhöhte Wachsamkeit vor unkalkulierbaren Risiken, aber auch eine gewisse Besonnenheit bei großen Entscheidungen eingekehrt zu sein. Man habe einem (vor-)schnellen Wachstum in sieben Ländern nunmehr abgesehen und fokussiere sich nur noch auf drei Kernmärkte, so Müller-Guntrum. So richtig nachhaltig scheint Movingas Geschäftsmodell in den Augen der Gegenseite dennoch nicht zu sein. Insbesondere die individuelle Wohnsituation der Deutschen führe dazu, dass der Umfang der zu bewegenden Frachtgüter schnell unterschätzt wird und die Selbstauskunft des Kunden auf Movingas Website somit ungenau und mangelhaft sei, führt AMÖ-Geschäftsführer Dierk Hochgesang ins Feld. Demnach sei es auch kaum möglich, Umzugsdienstleistungen noch günstiger anzubieten, als sie ohnehin schon sind, ohne sich eklatanten Qualitätseinbußen auszusetzen.

In einer von großem gegenseitigem Respekt geprägten Diskussion unterhalten sich Dierk Hochgesang, Christoph Müller-Guntrum und Joel Kaczmarek über die vergangenen und zukünftigen Herausforderungen des Umzugsmarktes, über Margen und Marken, über Net Promoter Scores und Kundenbeziehungen, über Digitalisierung in einer unterdigitalisierten Umgebung und Preisberechnungen per Algorithmus.

Im Deep Dive Podcast werden diese Themen rund um Movinga und die AMÖ behandelt (Links führen direkt zum Track):

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Dauer: 78 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt, Pixabay (Montage)


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