Deep Dive Wissen #6: PR-Drecksau Johst über Tricks der Krisenkommunikation

Deep Dive Wissen #6: PR-Drecksau Johst über Tricks der Krisenkommunikation

In seinem Experten-Podcast Deep Dive Wissen spricht digital kompakt regelmäßig mit versierten Experten zu Digitalthemen. In dieser Folge teilt der PR-Experte Marcus Johst sein Wissen rund um das Thema Krisenkommunikation. Mit ihm sprechen wir über selektive Wahrnehmung, das Erzeugen von Aufmerksamkeit und über das Scheitern von klassischer PR.

Krisenkommunikation – was tun, wenn’s brennt?

Krisenkommunikation ist etwas, das jeder Unternehmer tunlichst zu vermeiden sucht. Denn wenn sie notwendig wird, ist das Unheil in der Regel schon geschehen. Ob die Probleme dabei hausgemacht sind, zufällig entstehen oder von außen an das Unternehmen herangetragen wurden, spielt in diesem Moment keine Rolle mehr. Das Unternehmen steht nun unter öffentlichem Zugzwang und muss sich schnellstmöglich in den Medien positionieren. Handelt die Chefetage nun falsch, kann das fatale Folgen für das Firmenimage haben. In solchen Fällen holt man sich am besten einen PR-Spezialisten ins Haus, der sich mit Krisen-Management auskennt.

Einer dieser Spezialisten ist Marcus Johst. Der clevere Österreicher knackt mit seiner Berliner „Societät für strategische Beratung“ (Website) regelmäßig die besonders harten PR-Nüsse. Wenn es brennt und klassische PR nicht mehr hilft, ruft man ihn. Johsts kreative Umsetzungen sind radikal, wenn es darum geht, Aufmerksamkeit für einen Auftraggeber zu generieren oder – was oftmals wichtiger ist – unerwünschte Aufmerksamkeit umzulenken.

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Klischees und Überraschung als Taktik

Um die Mechaniken und Wirkungsweisen der öffentlichen Wahrnehmung für seine Zwecke zu nutzen, bedient sich der Berater unter anderem einer Kommunikationstechnik, die während des Korea-Krieges von US-Strategen entwickelt wurde, um feindliche Kampfmanöver vorherzusagen. Anhand des so genannten OODA-Loops kann man vorausahnen, welchen Verlauf eine Nachricht nimmt und wie sie die öffentliche Meinung prägen wird.

„Angst ist immer noch das Leitmotiv der Unternehmer, wenn sie sich der PR bedienen.“

Doch es geht in der Krisen-PR nicht nur um Krieg, Kampf und Feinde. Vielmehr geht es darum, die selektive Wahrnehmung der Menschen in Bezug auf das Abstraktum „Wirklichkeit“ zu nutzen, ohne sich einer Lüge zu bedienen. „Denn PR, die lügt, ist zum Scheitern verurteilt“, erklärt Johst. Ebensowenig dürfe man Angst vor der medialen Wirklichkeit haben – doch seiner Erfahrung nach ist Angst noch immer das Leitmotiv der Unternehmer, wenn sie auf PR zurückgreifen.

Deshalb haben wir Marcus Johst gefragt, wie man Aufmerksamkeit erzeugt, wie man negative PR umlenken kann, wie man Journalisten anspricht und die richtigen Fachmedien findet, wieviel Psychologie in der PR steckt, wie der OODA-Loop aufgebaut ist und wieviel Zeit und Geld eigentlich PR kostet. Diese und viele weitere Fragen diskutieren wir in einem spannenden Podcast mit dem PR-Berater Marcus Johst.

Im Deep Dive Wissen Podcast werden diese Themen rund um Krisenkommunikation behandelt (Links führen direkt zum Track):

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Dauer: 36 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt, Nora Tabel


2 Gedanken zu “Deep Dive Wissen #6: PR-Drecksau Johst über Tricks der Krisenkommunikations”

  • 1
    Nora Tabel am Mai 17, 2017 Antworten

    Ahoi ihr Lieben,

    das Portrait von Herr Johst habe ich geschossen. Ich bitte um Vermerk. Danke. 🙂

    • 2
      Julian Hohlfeld am Mai 17, 2017 Antworten

      Wurde selbstverständlich umgehend angepasst. Vielen Dank für den Hinweis!

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