Inside VC #4: An Investor’s view on Liquidation Preferences

Inside VC #4: An Investor’s view on Liquidation Preferences

Bei ihrem VC-Podcast Inside VC sprechen Christian Leybold und Joel Kaczmarek regelmäßig über Venture-Capital-Themen aus einer Insiderperspektive. In dieser Ausgabe unterhalten sich die beiden über eines der beliebtesten Diskussionsthemen bei Venture Capital Deals: Liquidation Preferences. Dabei gehen Christian und Joel nicht nur auf das Grundprinzip von so genannten Liq Prefs ein, sondern erörtern auch die verschiedenen Ausgestaltungsmöglichkeiten und Spielarten dieses Instrumentariums.

Liq Pref – die präferierte Verteilung des Exit-Erlöses

Hinter dem Begriff der Liquidation Preference (auf Deutsch: Liquidationspräferenz oder auch einfach Liq Pref) versteckt sich ein Element, welches jeder Gründer kennen sollte. Der Begriff kommt üblicherweise dann ins Spiel, wenn ein Unternehmen verkauft wird. Während des Liquidity Events, also im Falle des Verkaufs oder der Auflösung des Unternehmens, regelt eine Liquidation Preference, wer wieviel Geld bekommt. Es ist eine Vereinbarung, die innerhalb der Term Sheets festsetzt, dass der Investor bei der Verteilung von Exit-Erlösen vorrangig berücksichtigt wird. Dabei wird grundsätzlich zwischen einer einfachen, mehrfachen oder verzinsten Liquidation Preference unterschieden.

Aber eins nach dem anderen: wozu braucht man überhaupt eine Liq Pref? In erster Linie dient eine solche Vereinbarung vor allem dem Investor, der damit sein investiertes Geld schützen möchte. Dies geschieht entweder als eine Absicherung dagegen, dass man Geld verlieren wird oder mittels einer vertraglich festgelegte Mindestrendite. In jedem Fall dient eine Liquiditätspräferenz vor allem auch als Downside Protection, die den Investor davor schützen soll, dass andere Teilhaber des Unternehmens (z.B. die Gründer) bei einem Verkauf Geld verdienen, während er selbst konkret Geld verliert. Dies kann unter anderem der Fall sein, wenn der Exit unter der Post-Money-Bewertung bei seinem Einstieg erfolgt, ohne vorab eine Liq Pref vereinbart zu haben. Eine solche Liquiditätspräferenz dient also grundsätzlich als risikominderndes Element für den Investor, sozusagen als eine Art Sicherheitsvereinbarung.

Im Podcast erklärt Christian Leybold unter anderem, welche verschiedenen Arten von Liq Prefs es gibt und wie diese eingesetzt werden können. Dabei geht er auch auf die Unterschiede zwischen einer (Fully) Participating Liquidation Preference und einer Non Participating Liquid Preference ein und wie man eine Liq Pref strategisch richtig einsetzt. Zudem erklärt Christian Leybold, was es mit Begriffen wie stock mechanics, last in – first out sowie pari passu auf sich hat.

Im Inside VC Podcast werden diese Themen rund um Liquidation Preferences behandelt (Links führen direkt zur Stelle im Track):

 

Dauer: 23 Minuten

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Über Christian Leybold: Christian Leybold ist General Partner bei e.ventures (Webseite) und seit 2003 im Unternehmen, wobei er einen wesentlichen Teil seiner Zeit im Silicon Valley verbracht hat. Seit Herbst 2015 ist er wieder schwerpunktmäßig in Europa tätig und investiert in Unternehmen im Bereich Consumer Internet und Software. Christian hält einen Master of Science in Elektrotechnik der Universität Illinois at Urbana Champaign und war vor seiner Zeit als Investor als Managementberater in Berlin und Paris tätig.

Über Joel Kaczmarek: Joel Kaczmarek ist Gründer und Chefredakteur von digital kompakt, einem Online-Magazin zur Digitalwirtschaft. Zuvor leitete er vier Jahre die Fachpublikation Gründerszene und verfasste die erste Biografie über die drei Internetunternehmer Alexander, Marc und Oliver Samwer.

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Bildmaterial: Lana Petersen


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