Black Box: Tech #9: Wie funktionieren Versionskontrollsysteme wie Git & Co.?

Black Box: Tech #9: Wie funktionieren Versionskontrollsysteme wie Git & Co.?

Bei ihrem Tech-Podcast Black Box: Tech sprechen Johannes Schaback und Joel Kaczmarek regelmäßig über IT- und Techthemen. In dieser Ausgabe tauchen die beiden in die Untiefen der Versionskontrolle ein, diskutieren über die Technik und die Hintergründe von Systemen wie Git, BitKeeper oder Subversion und decken Vor- und Nachteile auf.

Was ist eine Versionskontrolle?

Diesmal wird es auf digital kompakt höchst technisch: wir sprechen über Versionskontrollsysteme (VCS). Diese Systeme – im Deutschen auf ganz unprätentiös „Versionsverwaltung“ genannt – dienen dazu, jegliche Änderungen an Dokumenten oder Dateien zu erfassen und nachvollziehbar zu machen. Doch nicht nur das: ein Versionskontrollsystem ermöglicht es, dass mehrere Teammitglieder gleichzeitig an einem Dokument arbeiten können und die jeweiligen Änderungen, ohne weiteres Zutun der Teammitglieder, automatisch und reibungslos in das Master-Dokument implementiert werden.

Typischerweise werden Versionskontrollsysteme in der Softwareentwicklung eingesetzt, um Quelltexte zu verwalten. Weitere Einsatzgebiete sind Office-Anwendungen oder Content-Management-Systeme. Die Hauptaufgaben einer Versionsverwaltung sind in erster Linie die Protokollierung von Änderungen, Wiederherstellung alter Arbeitsstände, Archivierung der einzelnen Arbeitsstände, Koordinierung der gemeinsamen Arbeit sowie die gleichzeitige Entwicklung und Zusammenführung einzelner Verästelungen (sog. Branches) eines Projektes.

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Die Komplexität eines Versionskontrollsystems

Das klingt nun erstmal relativ trivial und verständlich. Schaut man sich aber an, welche hochkomplexen technischen Vorgehensweisen, historischen Entwicklungen und Algorithmen unter der Motorhaube eines Versionskontrollsystems stecken, bekommt man eine leise Ahnung davon, wieviel Hirnschmalz in den vergangenen Jahrzehnten in diese Systeme geflossen ist. Die Unterscheidung zwischen zentralen und verteilten Versionskontrollsystemen ist dabei nur die erste simple Unterscheidung zwischen den Speichermodellen. Ein paar Ebenen tiefer wird eifrig gebrancht, gemerged und geforkt, da gibt es Snapshots und Repositories, Trunks und Masters. Da ist es umso ironischer, dass „Git“ im Englischen umgangssprachlich „Schwachkopf“ bedeutet.

Im Podcast setzen sich Johannes Schaback und Joel Kaczmarek damit auseinander, wie ein Versionskontrollsystem überhaupt funktioniert, welche Technik dahinter schlummert, wie sich Github von anderen Systemen unterscheidet, wie das Thema Datenschutz und Intellectual Property dabei zu bewerten sind und wie man sich als Arbeitgeber und Arbeitnehmer über Github selbst „branden“ kann. Zudem spricht Johannes noch einige Vor- und Nachteile an und gibt wertvolle Tipps zum richtigen Einsatz von Versionskontrollsystemen.

Im Black Box: Tech Podcast werden diese Themen rund um Versionskontrollsysteme behandelt (Links führen direkt zum Track):

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Dauer: 27 Minuten

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Über Johannes Schaback: Johannes Schaback ist Gründer und CTO der Plattform LadenZeile.de (Webseite), die er 2009 zusammen mit Robert Maier aus Rocket Internet heraus gründete und 2011 an Axel Springer verkaufte. Johannes studierte Informatik an der TU Berlin und Shanghai Jiao Tong University. Nebenbei arbeitete er am Fraunhofer Institut für Softwaretechnik, wo er sich insbesondere mit maschinellem Lernen beschäftigte. Seit 2013 ist Johannes als Business Angel aktiv im Verbund der Saarbruecker21-Gruppe.

Über Joel Kaczmarek: Joel Kaczmarek ist Gründer und Chefredakteur von digital kompakt, einem Online-Magazin zur Digitalwirtschaft. Zuvor leitete er vier Jahre die Fachpublikation Gründerszene und verfasste die erste Biografie über die drei Internetunternehmer Alexander, Marc und Oliver Samwer.

Bildmaterial: Lana Petersen


1 Gedanke zu “Black Box: Tech #9: Wie funktionieren Versionskontrollsysteme wie Git & Co.?”

  • 1
    Martin Leichter am März 30, 2017 Antworten

    Sehr guter Einstieg auch für Nicht-Techies, denke ich. Ich hätte mir aber zusätzlich noch einen Abschnitt zum Thema Git Hub Enterprise oder ähnliche Tools als zentrale Werkzeuge vieler Strategien zur digitalen Transformation insbesondere in der „Old Economy“ gewünscht. Gerade in Zeiten von Everything-as-a-Code und Everything -as-a-Service sowie Social Collaboration, sicherlich ein wichtiger Faktor. Dazu kommt, dass, beflügelt durch agile Methodiken à la Scrum, Tech immer wichtiger wird und mehr Raum gegenüber vielen anderen Rollen im klassischen Enterprise einnimmt. Gefühlt ist das schon die 2. Welle der damals so hoch postulierten Enterprise2.0 Bewegung, die aber nie so Richtig ins Rollen gekommen ist.

    Ansonsten bin ich großer Fan Eurer Podcasts. Macht weiter so!

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