AI unplugged #7: AI Readiness ins Unternehmen bringen

24. September 2019 Podcasts 0
AI unplugged #7: AI Readiness ins Unternehmen bringen

Bei seinem KI-Podcast „AI unplugged“ spricht KI-Experte und Solvemate-Gründer Erik Pfannmöller regelmäßig mit Experten und Unternehmern über innovative Themen, Gründungen und Trends aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen. In dieser Folge hat er AI Evangelist Julia Butter zu Gast, die AI Readiness in die Scout24 Group bringt. Sie teilt ihre Learnings und gibt Tipps für Dein Unternehmen.

  • Mit AI Kompetenz zukunftssicher

    Künstliche Intelligenz wird unser Leben maßgeblich verändern: KI und AI sind die Buzzwords der Gegenwart. Was genau es damit auf sich hat und wie sich daraus spannenden Anwendungen ableiten lassen, wissen die Wenigsten. Viele Unternehmen sind schlichtweg noch nicht AI Ready. Die Unternehmensberatung McKinsey urteilt in einer Studie (Webseite), dass Europa seinem Digital Gap noch ein AI Gap hinzufügt. Doch es gibt auch Vorbilder: Julia Butter unterstützt seit Dezember 2018 die Mitarbeiter der Scout24 Group (Webseite) bei der Auseinandersetzung mit dem Thema maschinelles Lernen. Als AI Evangelist weiß sie: AI Readiness ist eine Kernkompetenz für die Zukunft von Unternehmen.

    Was bedeutet AI Readiness?

    AI Readiness bedeutet, die Mitarbeiter mit dem nötigen Grundlagenwissen zum Thema maschinelles Lernen zu versorgen. Einerseits, um alle im Unternehmen auf den gleichen Wissensstand zu bringen und so Diskussionen zu ermöglichen. Andererseits, um auf dieser Basis aufbauend zu verstehen, wie AI im Unternehmen neue Produkte ermöglicht.

    AI Readiness heißt, ein Fundament an Wissen im Unternehmen aufzubauen und AI Inspiration ins Unternehmen zu bringen. (Julia Butter | AI Evangelist Scout24 Group)

    Welche Schritte sind notwendig für AI Readiness?

    1. Pilotprojekt initiieren
    2. Team aufbauen
    3. AI Curriculum erstellen

    Welche Methoden helfen beim Aufbau von AI Kompetenz?

    Als initialer Start für AI Kompetenz in Unternehmen können Workshops dienen. Bei der Scout24 Group hatten die Mitarbeiter dafür zwei Tage Zeit:

    Tag 1: „AI Usecase Discovery Workshop“

    • Innerhalb eines Tages viele Informationen zu AI aufnehmen
    • Grundlagen schaffen

    Tag 2: Big Bang Tag

    • Kreative Anwendung der erworbenen Grundlagen
    • Out-of-the-box Denken fördern

    Bei den Workshops sind Use Cases aus anderen Bereichen hilfreich. So denken die Mitarbeiter in Businessproblemen und das Wissen wird relevanter. (Julia Butter | AI Evangelist Scout24 Group)

    Gibt es einen AI Readiness Check?

    Am einfachsten wäre es, das Wissen mittels eines Online Quiz abzufragen. Davon können sich Mitarbeiter aber kontrolliert fühlen. Bei Scout24 ist das Team um Julia Butter einen anderen Weg gegangen, um den AI Readiness Check zu machen. Sie haben Mitarbeiter befragt, ob das angebotene Wissen hilfreich war und  ob sie dieses anwenden.

    Naturgemäß können an solchen Workshops nicht alle Mitarbeiter teilnehmen, sodass es guter Multiplikatoren bedarf, die das neue Wissen in die Abteilungen tragen. Zwei mögliche Rollen, die als AI Multiplikatoren fungieren können. 

    1. AI Ambassador – Der Botschafter bringt das Wissen in seinen Bereich und ist Ansprechpartner
      • Problem sind die divergenten Unterschiede im Wissensstand
      • Verantwortung für viele Kollegen
      • Hoher Zeitaufwand neben dem Tagesgeschäft
    2. AI Buddy – Der Wissensträger sucht sich einen Buddy, den er unterstützt
      • Wissen wird nicht so sehr in die Breite getragen
      • Hoher Zeitaufwand neben dem Tagesgeschäft

    Die größte Hürde ist tatsächlich das Zeitinvest der Mitarbeiter, sodass der Multiplikatoreneffekt hinter den Erwartungen zurückbleiben kann. Das muss aber nicht für alle Unternehmen gelten.

    Eine andere Möglichkeit, das Wissen für möglichst viele Mitarbeiter verfügbar zu machen, sind thematische Sessions. Diese können als Vortrag oder interaktiv gestaltet sein. Geschieht dies über eine E-Learning Lösung, sind die Mitarbeiter unabhängig was Standort und Zeit betrifft.

    „Readiness for AI“ ist nicht nur über einen Weg zu erreichen. Unternehmen sollten ihre eigene Geschwindigkeit und den passenden Methodemmix finden. Gleichwohl gibt es einige Learnings aus dem Prozess bei der Scout24 Group.

    Fünf Praxistipps für AI Readiness im Unternehmen

    1. Mache es einfach und knackig
    2. Halte konstant die Aufmerksamkeit hoch
    3. Meetups, um diejenigen abzuholen, die schnell vorankommen wollen
    4. Trainingshäppchen, die sich neben dem Job konsumieren lassen
    5. Konkrete Beispiele aus anderen Branchen vertiefen das AI Verständnis

    Idealerweise entsteht aus den Workshops und den Multiplikatoren eine AI Community im Unternehmen, die eine Sprache spricht und sich so besser über neue Produkte austauschen kann. Wenn sich viele Mitarbeiter auf diesem Weg ein KI Mindset zulegen, ist AI kein Buzzword mehr, sondern wird Teil der Denkkultur.

     

  • Darum solltest Du reinhören

    Dieser Podcast gibt Dir einen guten Überblick zu AI Readiness. Du verstehst…

    • …was AI Readiness in Unternehmen heißt
    • …welches Mindset hinter AI Readiness steht
    • …wie Unternehmen das Wissensfundament für AI schaffen
    • …wer die Zielgruppe für AI Schulungen sind
    • …worin sich AI Readiness und AI First unterscheiden
    • …welche Methoden bei der Implementierung von AI Readiness helfen

    Last, but not least: Nach dieser Folge weißt Du, wie mit einem AI Buddy eine AI Freundschaft entsteht und warum ein AI Ambassador keine Visa verteilt.

  • Darüber sprechen wir mit Julia Butter

    Im „AI unplugged“-Podcast werden diese Themen rund um Künstliche Intelligenz behandelt (Links führen zum Track):

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Dauer: 33 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt


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