People First #7: Wie ART+COM interdisziplinäre Arbeit kultiviert

08. August 2019 Podcasts 0
People First #7: Wie ART+COM interdisziplinäre Arbeit kultiviert

In unserem HR-Podcast People First sprechen wir darüber, wie sich Personalwesen, Unternehmensführung und Recruiting unter dem Vordach der digitalen Transformation verändern. In dieser Folge haben wir Andreas Wiek von ART+COM zu Besuch und sprechen mit ihm über Interdisziplinarität im Tech-Bereich und die kreative Arbeit von Digitalagenturen.

  • ART+COM – Die Raumübersetzer

    ART+COM (Webseite) zu definieren ist nicht leicht. Seit 1988 bewegt sich das Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Kunst, Design, Wissenschaft und Technologie. Das Ziel: Inhalte in den Raum zu übersetzen. Andreas Wiek ist seit 2000 bei ART+COM mit dabei.

    Er versteht sein Team als Inszenierer, die die analoge und digitale Gestaltung eines Ortes übernehmen. Neue Technologien werden eingesetzt oder sogar eigens für einen Auftrag entwickelt.

    Ganz wichtig: Der Mensch beziehungsweise Nutzer oder Kunde wird immer mitgedacht, denn die Ergebnisse sollen interaktiv und greifbar bleiben. Die wichtigsten Aspekte der Arbeit von ART+COM sind:

    • Einsatz und Entwicklung neuer Technologien

    • Finden passender Teams für die digitale und mediale Umsetzung

    • Kundenzentrierung

    Eine unsichtbare Macht

    Technologie als Gestaltungsmittel, um Räume zu formen und Inhalte zu vermitteln, ist Hauptwerkzeug von ART+COM.

    Das Unmögliche reizt uns. Wir wollen das Unmögliche in den Raum transportieren. (Andreas Wiek | ART+COM)

    Die interdisziplinären Teams gestalten Räume, die nicht übertechnologisiert wirken. Auch wenn im Hintergrund große Rechenleistungen benötigt werden, soll das nicht offensichtlich sein. Denn der Einsatz von Technologie sollte laut Firmenphilosophie vor allem

    • haptisch sein

    • nicht auffallen

    • eine Verbindung zwischen dem Außergewöhnlichen und dem Machbaren darstellen

    • Menschen an Inhalte heranbringen

    So war ART+COM beispielsweise an der Gestaltung des Dinosaurierraums im Naturkundemuseum (Webseite) in Berlin beteiligt. Ein Team entwickelte dafür eine Art Augmented Reality-Fernrohr. Wenn man durch das Fernrohr blickt, verwandeln sich die ausgestellten Skelette scheinbar in lebendige Dinos. Die Welt der Urriesen wird so greifbar.

    Ein anderes Vorzeigeprojekt ist die Umgestaltung des Landesmuseums in Dänemark (Webseite). Ausstellungskonzepte wurden interaktiver gestaltet und neue Technologien eingesetzt. Die Besucherzahlen stiegen von 12.000 auf 150.000 jährlich.

    Die Kunst, unterschiedliche Menschen an komplexe Themen heranzuführen, beherrscht ART+COM seit Langem. Ein Faktor ist sicherlich die Unerschrockenheit, mit der neue Themen angegangen werden.

    Bei der Umsetzung ist besonders wichtig, die unterschiedlichsten Menschen und Kulturen mitzudenken. Die immer rasantere Entwicklung im digitalen Bereich hängt einige Menschen ab. Hier gilt es, Strategien parat zu haben, um auch technologieferne Personen mit einzubeziehen – und somit AR und KI einfach erfahrbar zu machen.

    Einer für Alle, Alle für Einen

    Entwickelt werden die Konzepte für mediale und digitale Erlebnisse im Raum in interdisziplinären Teams. Diese bestehen u.a. aus Entwicklern, Programmierern, Wissenschaftlern und Gestaltern. Generell sind die Mitarbeiter von ART+COM:

    • hoch (aus)gebildet

    • neugierig

    • interdisziplinär orientiert

    Durch die Spannweite der Projekte und die Möglichkeit, sich immer wieder in neue Themen einzuarbeiten, können Mitarbeiter sich bei ART+COM jederzeit neu finden und erfinden. Für eine gute Arbeitsatmosphäre sorgt darüber hinaus eine bestimmte Arbeitshaltung (Besser:Arbeitskultur), die geprägt ist von:

    • Fairness

    • Authentizität

    • Verantwortungsbewusstsein

    • Vertrauen

    Das Team arbeitet mit flachen Hierarchien: Es gibt keine Titel. Juristisch gesehen hat das Unternehmen zwei Vorstände – einer von ihnen ist Andreas Wiek. Oftmals bekommen die unternehmenseigenen Kernteams Unterstützung von externen Experten. Durch die lange Firmengeschichte besitzt ART+COM ein starkes und verlässliches Netzwerk.

    Das hauseigene Team selbst ist fast 100 Mitarbeiter stark. Um Strategien für die Umsetzung von Projekten zu entwickeln, setzen sich zunächst alle zusammen und lernen. In Workshops und durch den Austausch mit anderen Experten nähert man sich dem Themenkomplex, der umgesetzt werden soll.

    Es gilt: Gemeinsam uns zusammen als Team so zu verschweissen, dass man keine Vorbehalte vor der anderen Disziplin hat. Wenn du es schaffst, dass alles gerne zusammenarbeiten, kriegst du das interdisziplinäre viel besser hin. (Andreas Wiek | ART+COM)

     

  • Darum solltest Du reinhören

    Dieser Podcast gibt Dir einen guten Überblick, über die Arbeit einer Digitalagentur an der Schnittstelle zwischen Kunst und Technologie. Du verstehst…

    • …welche neuen Technologien eine Digitalagentur einsetzt
    • …wie interdisziplinäre Teams funktionieren
    • …welche Rolle Neugier in der digitalen Arbeit spielt
    • …warum einige Trends sich langsamer durchsetzen, als wir annehmen
    • …was Kundenzentrierung in der digitalen Arbeit im Kreativbereich bedeutet
    • …wie man Technologie haptisch macht
    • …warum man kulturelle Unterschiede mitdenken sollte

    Last, but not least: Nach dieser Folge weißt Du, was sich seit 1000 Jahren in der Arbeitswelt nicht geändert hat.

  • Darüber sprechen wir mit Andreas Wiek von ART+COM

    Im People First Podcast werden diese Themen rund um die kreative Arbeit einer Digitalagentur behandelt (Links führen zum Track):

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Dauer: 44 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt


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