E-Commerce Powwow #6: Versagt Amazon im Fashionbereich?

18. Oktober 2019 Podcasts 0
E-Commerce Powwow #6: Versagt Amazon im Fashionbereich?

In ihrem E-Commerce-Podcast E-Commerce Powwow diskutieren digital kompakt und PAYBACK regelmäßig mit wichtigen Entscheidern über Strategien und Entwicklungen im E-Commerce. In diesem Podcast diskutieren die beiden die druckfrischen Zahlen zu Amazon aus digital kompakts neuem E-Commerce Germany Report: Was sich aus den Daten ableiten lässt und welche Möglichkeiten Händler haben, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen? Als Best practice Unternehmen gibt Tim Dressler von Johnny Urban einen Einblick in die Strategien, die gut funktionieren.

  • E-Commerce Powwow #6

    Mit dem E-Commerce Powwow haben Payback und digital kompakt einen Think Tank zu E-Commerce-Themen gestartet, der inhaltlich darauf abzielt, mit unterschiedlichen Akteuren und Kennern der Branche über Strategien für die im E-Commerce zunehmende Plattformökonomie zu diskutieren. Besondere Aufmerksamkeit erhalten in diesem Kontext freilich Handelsriesen wie Amazon und aus den vielschichtigen Diskussionen entstehen regelmäßig Podcasts, welche das Gesagte detailliert aufarbeiten.

    Nach der vergangenen Ausgabe zum Thema Onlinehandel mit Möbeln dreht sich der sechste E-Commerce Powwow um den Marktriesen Amazon und dessen Stand im Modebereich. Dazu stellten Payback und digital kompakt ein Panel aus erfahrenen Akteuren zusammen:

    • Yara Molthan – Engagement Lead eTribes
    • Timm von Dressler – Geschäftsführer Ecom Brands
    • Stefan Bures– CEO metoda
    • Dominik Dommick – Geschäftsführer PAYBACK
    • Joel Kaczmarek – Gründer von digital kompakt

    Aus der Mode? Amazon und Fashion

    Der Amazon Bericht – Fokus: Mode

    Schon letztes Jahr hat digital kompakt einen ausführlichen Bericht zu den Zahlen hinter Amazon herausgegeben. Es wurde beleuchtet, wie viel Umsatz welche Kategorie erbracht hat. Das wird mit dem neuen E-Commerce Germany Report in diesem Jahr fortgesetzt. Besonderer Fokus diesmal: der Modebereich.

    Mit Bekleidung werden in Deutschland 32,3 Milliarden Euro umgesetzt. Davon laufen 1,05 Milliarden, also 3,3%, über Amazon.

    • 15% aller Bestellungen auf Amazon sind im Bereich Fashion zu verorten
    • das bedeutet einen Dominanzindex von 3 von 10

    Der Modevertrieb ist nicht Amazons Stärke. Viele Händler setzen zwar auf Amazon als zusätzliche Verkaufsplattform, nach wie vor fällt es Amazon aber schwer, bedarfsweckende Impulse beim Käufer zu setzen. Andere Marktplätze wie Zalando und About You sind da besser aufgestellt.

    In Fashion geht es viel um Inspiration. Es ist nicht cool bei Amazon zu kaufen. Man interessiert sich in Fashion auch dafür, wo man kauft. (Yara Molthan | Engagement Lead eTribes)

    Das schlechte Image will Amazon ändern. Und setzt deshalb verstärkt auf Sponsoring im Modebereich. So investiert der Onlineriese beispielsweise in Startups oder fördern die Tokyo Fashion Week.

    Produktaufbau und andere Verkaufstaktiken

    Normalerweise werden auf online Modemarktplätzen Kunden über ansprechend gestaltete Landing Pages zum Kauf inspiriert. Auch Influencer werden eingesetzt, um z.B. bestimmte Outfits zu bewerben. Das passiert bei Amazon nicht, da der Aufbau der Plattform gänzlich anders ausgerichtet ist. Auch technisch ist Amazon nicht optimal auf den Modebereich eingestellt.

    Der Algorithmus ist nicht gut in saisonalen Produkten. Deshalb gibt Amazon raus: Hier ist Werbung sinnvoll. (Stefan Bures | CEO metoda)

    Werbung auf Amazon zu schalten, hat für Händler mehrere Vorteile. Zunächst einmal kann die eigene Sichtbarkeit plattformübergreifend gesteigert werden. Zudem stehen die gewonnenen Daten zur Analyse bereit. Bei der Überlegung, wie man als Händler Werbung auf Amazon nutzt, sind zwei Ansatzpunkte hilfreich:

    • was möchte der Kunde (Trends bedienen)
    • was bieten wir (Kundendaten von Amazon nutzen)

    Der Aufbau von erfolgreichen Strategien sollte sich aus drei Faktoren zusammensetzen:

    1. der eigene Marktanteil
    2. Werbung
    3. Sichtbarkeit

    Auf Amazon gibt es einen eigenen Bereich für Händler und Unternehmen, um Rezensionen und Suchbegriffe zu analysieren. Das hilft vor allem am Anfang der Produktentwicklung. Besonders für kleine, unbekannte Marken sind die von Amazon angebotenen Dienste wertvoll. Anstatt in Dinge wie ein Inhouse-Team für Logistik und Kundenservice zu investieren, können die amazoneigenen Dienste genutzt werden. Und dann gibt es noch Amazons DSP (Demand-Side-Plattform). Durch diesen automatisierten Werbeservice können wertvolle Daten erhoben und Werbeanzeigen aufseiten außerhalb von Amazon angezeigt werden.

    Generell gilt: Der Underdog-Status Amazons im Modebereich hat auch Vorteile. Die Rucksackmarke Johnny Urban ist ein gutes Beispiel für starke Markenentwicklung auf Amazon. Als unbekannte Marke konnten sie die von Amazon bereit gestellten Dienstleistungen ohne große zusätzliche Ausgaben nutzen. Zudem gab es wenig Wettbewerb. Somit bleibt Amazon trotz einiger Schwächen im Modebereich eine wertvolle Plattform für Händler.

  • Darum solltest Du reinhören

    Dieser Podcast gibt Dir einen guten Überblick über die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen im Bereich Fashion auf Amazon. Du verstehst…

    • … welche Schwächen Amazon im Bereich Mode aufzeigt
    • … wie Händler erfolgreiche Verkaufsstrategien entwickeln
    • … auf welche Weise ein Produktaufbau funktioniert
    • … welche Entwicklungen im Modebereich auf Amazon zu erwarten sind
    • … wie wichtig die richtigen Suchbegriffe sind
    • … welche Rolle Werbung auf Amazon spielt

     

  • Darüber sprechen wir im Podcast

    Im E-Commerce Powwow Podcast werden diese Themen rund um Amazon und Fashion behandelt (Links führen zum Track):

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Dauer: 45 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt


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