People First #9: Die digitale Transformation des 1. FC Köln

08. November 2019 Podcasts 0
People First #9: Die digitale Transformation des 1. FC Köln

In unserem HR-Podcast People First sprechen wir darüber, wie sich Personalwesen, Unternehmensführung und Recruiting unter dem Vordach der digitalen Transformation verändern. Diese Folge wird sportlich. Mathias hat sich mit Philipp Liesenfeld getroffen. Er ist Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung und eSports bei dem Traditionsverein 1. FC Köln. Mathias ist deshalb unser Mann für Insights zu der Frage, wie der 1. FC Köln Tradition und Zukunft vereinen möchte.

  • Der 1. FC Köln wird digital

    Die Fußballleidenschaft war lange Zeit eine Art Generationenvertrag. Der Vater gab seine Begeisterung an die Kinder weiter und so weiter. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Fußballvereine müssen längst auch neue Wege suchen, um eine junge, digitale Zielgruppe zu erreichen.

    Die digitale Zukunft – was heißt Digitalisierung im Fußball?

    Deswegen suchen Fußballvereine neue digitale Geschäftsmodelle. Der 1. FC Köln (Webseite) hat sich auf dem Weg in die digitale Zukunft als ersten Schritt seine Assets und bisherigen Geschäftsmodelle angeschaut und sich überlegt, was bereits digital ist.

    Wir sind ein Fußballverein, der schon immer mutig war, auch im Bereich Innovation. (Philipp Liesenfeld | Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung und eSports 1. FC Köln)

    Schon jetzt ist der 1. FC Köln ein Player im E-Commerce Business. Der Merchandising-Umsatz liege immerhin bei 14 Millionen Euro. “Wenn man sich den 1. FC Köln und seine Geschäftsmodelle anschaut, dann ist da bereits vieles digital”, fasst Philipp Liesenfeld die Ergebnisse zusammen. Klar wurde auch, dass gerade das Serviceangebot im Stadion noch viel Luft nach oben hat und die Digitalisierung enorm zu einer verbesserten Fan Experience beitragen kann.

    Mögliche Digitalisierungsfelder im Sport:

    1. Sponsoring
    2. Übertragungsrechte (Streamingplattformen als neue Player)
    3. Match Day: Alles rund um den Stadiontag
    4. Interaktionen während des Spiels: aktuelle Spiel- und Spielerdaten
    5. Healthangebote für Spieler: Verletzungsprävention, Nutrition

    In einem anderen Schritt ging es darum zu begreifen, was die digitale Transformation für den Sport und dessen Ökosystem bedeutet. Im letzten Schritt wurden dann neue Geschäftsmodelle entwickelt und Geschäftsfelder abgeleitet. Eines dieser Geschäftsfelder ist für den 1. FC Köln der eSport.

    Warum investiert ein Traditionsverein in eSport?

    Der eSport hat mittlerweile eine Relevanz erreicht, sodass sich kaum ein Club noch leisten kann, sich nicht mit dem Thema auseinanderzusetzen. Der globale Umsatz im digitalen Sport betrage um die 2 Milliarden, so entschied sich Schalke 04, eine eigene Mannschaft aufzubauen. Beim 1. FC Köln fiel die Entscheidung gegen ein eigenes eSports-Team. Vielmehr setzen die Verantwortlichen auf strategische Partnerschaften. Die Wahl fiel dabei auf Daimler (Webseite) und die E-Sport Organisation SK Gaming (Webseite).

    Im Transformationsprozess ist es nicht mehr wichtig alles selber zu wissen, sondern den richtigen strategischen Partner zu finden und sich zu ergänzen. (Philipp Liesenfeld | Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung und eSports 1. FC Köln)

    Das Investment in den eSport soll neben wirtschaftlichem Erfolg mehrere Vorteile bringen. So sei der eSport sehr interaktiv, tausende User kommunizieren ständig miteinander, und das global. Davon ließe sich auch für den analogen Fußball lernen.

    Zudem sei der eSport eine Möglichkeit, jene junge Zielgruppe zu erreichen, die in den Stadien fehlt, der durchschnittliche Fan sei beim FC Köln 42 Jahre alt. Über den Umweg eSport könne der Verein eine junge Zielgruppe erreichen und diese später ins Stadion holen.

    Wir lernen gerade, was die Zielgruppe will. (Philipp Liesenfeld | Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung und eSports 1. FC Köln)

    Die Idee der Partnerschaft prägt ein weiteres digitales Standbein des Vereins. Der 1. FC Köln Hype Startup Accelerator ist das Innovationslabor, in dem Startups ihre Ideen validieren können.

    Wir haben die Assets rund um den Fußball: wir können alles validieren und sofort tun. Davon profitieren die Startups enorm. (Philipp Liesenfeld | Abteilungsleiter Unternehmensentwicklung und eSports 1. FC Köln)

    In der letzten Runde bewarben sich 124 Startups aus der ganzen Welt, um an dem viermonatigen Programm teilzunehmen. Zehn wurden ausgewählt, um ihre Ideen gemeinsam mit dem Verein zu entwickeln.

    In dieser Vielfalt wäre das inhouse sehr schwer zu stemmen. Beim Accelerator gehe es nicht um Upfront Investments, wenn aber ein Startup sich gut entwickelt, dann kann es sein, dass wir investieren, so Philipp Liesenfeld. Grundsätzlich versuche der 1. FC Köln Startups zu entwickeln, die der Verein direkt für das Tagesgeschäft nutzen kann.

  • Darum solltest Du reinhören

    Dieser Podcast gibt Dir einen guten Überblick über die digitale Transformation des Fußballs. Du verstehst…

    • …wie sich ein Fußballverein digital transformiert
    • …wo sich im Fußball Chancen für Startups bieten
    • …die Digitalisierungsfelder von Sportvereinen
    • …wie das digitale Stadion Customer Experience verändert
    • …warum der 1. FC Köln in eSport investiert
    • …weshalb eSport eine Möglichkeit ist, sich junge Zielgruppen zu erschließen
    • …was eSportler können müssen
    • …wieso der FC Köln einen Accelerator betreibt
    • …was der Fußballverein Startups anbietet

    Last, but not least: Nach dieser Folge weißt Du, wie viele Handbewegungen eSportler in der Minute machen.

  • Darüber sprechen wir mit Philipp Liesenfeld

    Im People First Podcast werden diese Themen rund um E-Sport behandelt (Links führen zum Track):

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Dauer: 33 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt


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