People First #11: Das Futurium in Berlin

14. Februar 2020 Podcasts 0
People First #11: Das Futurium in Berlin

In unserem HR-Podcast People First sprechen wir darüber, wie sich Personalwesen, Unternehmensführung und Recruiting unter dem Vordach der digitalen Transformation verändern. In dieser Folge ist Futurium-Direktor Stefan Brandt zu Gast und berichtet über das Haus der Zukünfte und digitale Kompetenzen.

  • Zukunftsvisionen von allen für alle

    In Berlin hat im September 2019 das Futurium (Webseite) eröffnet. Das “Haus der Zukünfte” setzt sich mit der Frage auseinander, wie wir in Zukunft leben werden, wie wir Zukunft schon heute erlebbar machen und – vor allem – mitgestalten können. Dabei will das Futurium nicht Wahrsager sein, sondern verschiedene Optionen zu den folgenden Themen aufzeigen:

    • Klima
    • Technologie
    • Digitalisierung
    • Soziales

    Das Ziel: Eine möglichst ganzheitliche Perspektive auf die Zukünfte werfen und Debatten anregen.

    Wichtig für das Futurium ist die Vermittlung des Gefühls, dass die Zukunft noch nicht entschieden, sondern voller Gestaltungsmöglichkeiten ist. Denn auch wenn wir im Durchschnitt, was unsere persönliche Zukunft betrifft, eher positiv nach Vorne blicken, die gesellschaftliche Zukunft wird eher pessimistisch gesehen. Das Futurium will Ängste und Ohnmachtsgefühle durch möglichst (inter)aktive Angebote nehmen.

    Das Futurium ist keine Zentrale eines rosarot Sehens. Zukunft geht uns alle an, das ist das Prinzip. (Stefan Brandt | Direktor des Futuriums)

    Der Aufbau des Futuriums

    Aufgeteilt ist das Futurium in drei Hauptbereiche:

    • Ausstellungen
    • Futurium Lab
    • Forum

    In das Forum werden Wissenschaftler und andere Experten eingeladen, um über aktuelle und zukünftige Debatten zu diskutieren und zu informieren. Zudem werden in dessen Rahmen Konferenzen veranstaltet.

    Das Futurium Lab deckt die Bildungskomponente durch Workshops ab. Es bietet einen interaktiven Erlebnisraum, um Themen selbst zu bearbeiten und zu erforschen bzw. auszuprobieren.

    Die Ausstellungen gliedern sich in drei Bereiche:

    • Mensch
    • Natur
    • Technik

    Die hohen Besucherzahlen zeigen, dass ein großes Interesse an den bearbeiteten Themen vorhanden ist: Innerhalb der ersten drei Monate kamen 300.000 BesucherInnen. Um das Futurium möglichst vielen Menschen zu öffnen ist der Eintritt noch bis 2022 kostenlos.

    Der Gedanke der größtmöglichen Offenheit einem breiten Publikum gegenüber hat sich schon früh in der Entstehungsgeschichte des Futuriums abgezeichnet. Zunächst sollte es eine Art Vorzeigeort für Deutschlands technologische Innovation in Forschung und Industrie sein. Doch schnell wurde das Sichtfeld ausgeweitet.

    Denn Zukunft hört nicht auf. Und bietet eine schier endlose Möglichkeit an Themenfeldern, die bearbeitet werden können. Das Futurium muss ständig aktuell bleiben. Trotz allem aber darf der rote Faden nicht verloren gehen. Informationen müssen verständlich aufbereitet werden. Eine große Herausforderung.

    Auch Bildung ist ein wichtiger Faktor. In allen drei Bereichen, den Ausstellungen, dem Lab und dem Forum, wird darauf Wert gelegt, das Bildungsangebot zu stärken. In der Ausstellung geschieht dies beispielsweise durch die mit einem RFID Chip ausgestatteten Armbänder, die die Besucher erhalten. Mit ihnen können sie von zu Hause aus auf tiefergehende Informationen rund um die Ausstellung zugreifen.

    Bildungsformate wie Workshops für Schulen sind so nachgefragt, dass sie derzeit bis ins Frühjahr hinein komplett ausgebucht sind. Aber auch hier sorgt das Futurium für einen bestmöglichen Zugang: Alle Bildungsmaterialien sind in Form der Zukunftsbox online und kostenfrei als Download zu erhalten.

    Wir brauchen mehr Visionäre. (Stefan Brandt | Direktor des Futuriums)

    Im Hintergrund des Futuriums selbst zeichnet sich ebenfalls ein großes Vorhandensein an Wissensdurst und Diversität ab. Das 50 Mitarbeiter umfassende Team setzt sich aus Personen unterschiedlicher Disziplinen zusammen, um möglichst viele Kompetenzen zu versammeln. 

    • Kritikkompetenz
    • Reflexionskompetenz (u.a. auch die richtige Einschätzung von Potenzialen)
    • Interdisziplinarität

    Wichtig jedoch sei die Bereitschaft für ein großes Engagement für die Einrichtung. In Zukunft will das Haus der Zukünfte sich noch stärker national und international etablieren. Die anfänglichen Reaktionen waren bereits ohne viel eigenes Zutun beeindruckend, sind aber ausbaufähig. Auch sollen internationale Kooperationen stärker forciert werden. Mit anderen, ähnlichen Einrichtungen, aber auch mit Wissenschaftlern und Forschern.

    Zudem soll das Futurium mobil werden. Und so Regionen außerhalb der Metropolen erreichen. Besonders dort, wo Zukunft bisher kein großes Thema ist, sollen Debatten angeregt und die Angst vor neuen (technologischen und digitalen) Entwicklungen genommen werden. Längerfristig soll das Futurium eine digitale Anlaufplattform für jegliche Zukunftsthemen werden. Eine zukunftsweisende Mission.

  • Darum solltest Du reinhören

    Dieser Podcast gibt Dir einen guten Überblick, über das Futurium und digitale Kompetenzen in der Zukunft. Du verstehst…

    • … wie das Futurium arbeitet
    • … welche (digitalen) Kompetenzen in Zukunft wichtig sind
    • … wie digital Bildung sein sollte
    • … welche Rolle analoge Kompetenzen spielen
    • … wie Zukunftskonzepte entwickelt werden
    • … wer am Futurium mitwirkt
    • … wie die Zukunft des Hauses der Zukünfte aussieht

    Last, but not least: Nach dieser Folge weißt Du, welche anderen Institutionen an der Zukunft forschen.

  • Darüber sprechen wir mit Stefan Brandt vom Futurium

    Im People First Podcast werden diese Themen rund um das Futurium und digitale Kompetenzen der Zukunft. (Links führen zum Track):

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Dauer: 28 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt


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