Deep Dive #51: MTMfair – die Messe für nachhaltige Produkte

10. September 2019 Podcasts 0
Deep Dive #51: MTMfair – die Messe für nachhaltige Produkte

In seinem Unternehmer-Podcast Deep Dive spricht digital kompakt in regelmäßigen Abständen mit erfolgreichen Unternehmern aus der Digitalbranche. Das Startup „Meet the Makers Fair“ möchte das Messemodell in die Zukunft katapultieren und setzt dabei auf nachhaltige Produkte. Mit welchem Geschäftsmodell die Gründer durchstarten wollen, erklären sie im neuen Deep Dive Podcast.

  • MTMfair – die digitale Messe

    Messen brauchen einen Ort, einen physischen Ort. Unternehmen präsentieren an Ständen ihre Produkte, Verkäufer informieren sich über Produktentwicklungen, begutachten Prototypen und oft werden dort die Verträge für das Jahr geschlossen. Kurz: es ist ein B2B Geschäftsmodell, das auf persönlichen Beziehungen und Materialität beruht. Dieses Geschäftsmodell scheint online kaum abbildbar zu sein.

    Mit MTMfair (Webseite) wollen die Gründer Benjamin Rüggeberg, Andreas David und Dino Santangelo zeigen, dass es funktioniert. MTMfair ist, so steht es auf der Webseite, „Die Fachmesse für nachhaltige Wohnaccessoires und Lifestyle-Produkte“. 

    Wozu eine Online-Messe?

    Die Gründer haben für die Makers von nachhaltigen Produkten mehrere Needs gefunden:

    • Messen sind oft teuer, kleinere Labels können sich das nicht leisten
    • Messen finden zu bestimmten Zeiten statt, oft können Unternehmen nicht präsent sein
    • Messen sind für Maker aus Schwellenländer kaum zu erreichen

     

    B2B-Kunden sind mit diesen Problemen konfrontiert:

    • Haben nicht immer Zeit, auf Messen zu gehen
    • Finden auf Messen oft kaum nachhaltige Produkte
    • Überangebot von Produkten

    Zudem sei eines der größten Probleme, dass ein Ort fehle, an dem die Produkte nach der Messe präsentiert werden können. Bei der Online-Messe sind die Produkte natürlich 24/7 verfügbar.

    Wie funktioniert MTMfair?

    Das Startup bietet drei Zugänge:

    1. Maker (Produzenten)
    2. Representatives (Distributoren und Agenten)
    3. Fachbesucher

    Die Nutzer zahlen einen jährlichen Beitrag, der je nach Paket variiert. Dafür erhalten die Makers einen digitalen Ort, an dem sie ihre Produkte präsentieren können. MTMfair bietet seinen Makern eine mehrsprachige Produktpräsentation und Einstellungen, die nach Ländern variieren können.

    Das Angebot wird ergänzt durch einen Showroom mit den Highlights der Angebotspalette, sozusagen ein Online-Messestand. Kostenersparnis, weltweiter Kundenzugang und produktgenaues Storytelling sind die weiteren Versprechen an diese Kundengruppe.

    Das gilt umgedreht für die Businesskunden. Die B2B-Kunden erhalten zudem im Gegenzug kuratierten Zugang zu nachhaltigen Produkten aus aller Welt.

    Mit KI zu neuen Messeerlebnissen?

    Unter der Haube des B2B-Netzwerkes soll in Zukunft ein intelligenter Algorithmus namens Selma laufen. Selma kuratiert die Angebote auf der Plattform nach Vorlieben und Wünschen, sodass Besucher nicht den Überblick verlieren.

    Selma wird ergänzt durch Georg. Georg funktioniert ähnlich wie Google Alerts als persönlicher Suchagent. Er soll Suchergebnisse liefern, die Besucher vorher definiert haben, so bleiben die Kunden rund um die Uhr auf dem aktuellen Stand.

  • Darum solltest Du reinhören

    Dieser Podcast gibt Dir einen guten Überblick über MTM Fair. Du verstehst…

    • …warum eine Messe einen digitalen Raum braucht
    • …wie MTMfair eine Messe für Nachhaltigkeit bauen will
    • …was Nachhaltigkeit bei MTMfair bedeutet
    • …mit welchen Geschäftsmodellen die Gründer durchstarten wollen
    • …warum die Gründer auf einen Algorithmus names Selma setzen

    Last, but not least: Nach dieser Folge weißt Du, was Psychologie und Messe gemein haben.

  • Darüber sprechen wir

    Im Deep Dive Podcast werden diese Themen rund um das Messebusiness behandelt (Links führen zum Track):

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Dauer: 46 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt


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