Deep Dive #45: Wie das Buchhaltungstool SevDesk die papierlose Zukunft anstrebt

10. Januar 2019 Podcasts 2
Deep Dive #45: Wie das Buchhaltungstool SevDesk die papierlose Zukunft anstrebt

In seinem Unternehmer-Podcast Deep Dive spricht digital kompakt in regelmäßigen Abständen mit erfolgreichen Unternehmern aus der Digitalbranche. In dieser Folge verrät uns SevDesk-Gründer Fabian Silberer, wie er die Welt der Buchhaltung vereinfachen will, wie das Unternehmen mit kleinem Preispunkt dennoch gut verdient und warum bei der Digitalisierung der Steuerbranche noch viel Luft nach oben ist.

SevDesk – Buchhaltung ohne viel Stress

Kaum jemand macht sie gerne und doch kommt kein Selbstständiger darum herum: Buchhaltung. Gerade Freiberufler verzweifeln regelmäßig daran. Weil die Belege nicht sortiert sind, weil die Ein- und Ausgänge mühsam zusammen gesucht werden müssen.

Die Buchhaltungssoftware SevDesk (Website) ermöglicht es Freiberuflern und kleinen Unternehmen, ihre Rechnungslegung und Buchhaltung an einem Ort übersichtlich zu verwalten. Ohne große Buchhaltungskenntnisse. Von der Rechnungslegung bis zum Mahnwesen, vom Kassenbuch bis zum Einbinden der Konten – SevDesk verspricht alles zentral in der Cloud.

Auch künstliche Intelligenz soll im Spiel sein: Nutzer können ihre Belege fotografieren und die SevDesk-App erkennt automatisch die Daten, macht Vorschläge was noch fehlen könnte, ordnet Belege zu und speichert sie ab. Damit hat das Unternehmen aus Offenburg offenbar einen Nerv getroffen und ist seit dem Launch der Software 2014 stetig gewachsen. 2015 nutzen schon 45.000 Kunden die SaaS-Lösung aus Baden-Württemberg, mittlerweile sind es über 65.000 User. Bei solchen Zahlen werden Kapitalgeber hellhörig und so schafften es die Unternehmer 2017 3,1 Millionen in einer Series-A-Finanzierungsrunde einzusammeln.

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So hat SevDesk die Buchhaltung digitalisiert

Fabian Silberer erzählt uns heute, was SevDesk kann und wie sein Unternehmen nach und nach den Markt erobern will. Dabei interessiert uns selbstverständlich, wie Buchhaltung digitalisiert werden kann und wieviel Artificial Intelligence dafür notwendig ist. Preaccounting funktioniere mit SevDesk beispielsweise bereits ziemlich gut auf dem Handy – von einer Mobile-Only-Lösung sei man aber noch weit entfernt.

„Es gibt viele Steuerberater, die den Wandel mitgestalten wollen, für einen Mobile-Only-Ansatz ist der Markt jedoch noch nicht bereit.“

Es überrascht wohl wenig, dass noch einiger Nachholbedarf in Deutschland sowie der Branche insgesamt besteht. Noch immer stehen viele Steuerberater der Digitalisierung eher skeptisch gegenübe. Welche Marketingzugänge SevDesk dennoch gefunden hat und wie es mit kleinem Preispunkt versteht steigende Umsätze zu erzeugen, können Interessierte im Podcast nachvollziehen.

Im Deep Dive Podcast werden diese Themen rund um SevDesk behandelt (Links führen direkt zum Track):

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Dauer: 35 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt


2 Gedanken zu “Deep Dive #45: Wie das Buchhaltungstool SevDesk die papierlose Zukunft anstrebts”

  • 1
    David am Januar 19, 2019 Antworten

    Hi Joel, ich muss zugeben, dass ich mir diese Folge des Podcasts heute nur zufällig unterwegs angehört habe, da mich das Thema eher weniger interessiert, bzw. bei mir/uns aktuell nicht auf der Agenda steht. Dennoch war das Gespräch mit Fabian sehr kurzweilig und informativ.

    ABER: und das ist überhaupt der Grund für meinen Kommentar; bei einem Teil des Podcasts hab ich dann doch fast eine Vollbremsung auf der Autobahn hingelegt, weil (sofern ich es, und ich hab es anschließend noch mehrmals nachgehört, richtig verstanden habe) ich die an dieser Stelle getroffenen Aussagen für mich als unglaublich und aus meiner Sicht – „Nahe eines Todesurteils für SevDesk“ – interpretiere. Also, worum geht es: Du stellst Fabian an einer Stelle die Frage, ob auch in Richtung Cross-Selling und weiterer Vermarktungs-/Monetarisierungsmöglichkeiten bei SevDesk nachgedacht wird, z.B. in dem man Kunden auf Grund der analysierten Belege und der daraus gewonnenen Erkenntnisse für diese vorteilhaftere Vertragsangebote (z.B. für einen anderen Mobilfunkanbieter, etc) unterbreitet und in weitere Folge verkauft/vermittelt!???

    An dieser Stelle ist mir plötzlich ganz heiß geworden, zumal Fabian dieser potentiellen Option auch nicht sofort vehement widersprochen hat!? Mein Problem: Wie zum Teufel kann es überhaupt möglich sein, dass SevDesk als Softwareanbieter überhaupt Überlegungen anstellt, die kritischen Geschäftsdaten seiner Kunden zu analysieren? Wie kann es überhaupt sein, dass SevDesk als Firma überhaupt Zugriff auf diese Daten erlangt!? Ist es bei einer Softwarelösung, welche einen aus meiner Sicht überaus sensiblen Bereich eines jeden Unternehmens behandelt, nicht selbstverständlich, dass die vom Kunden erfassten Daten auch ausschließlich beim Kunden verbleiben und wenn es sich um eine CloudLösung handelt, dass auch auf Kunden externen Servern /SevDesk Servern ausschließlich der jeweilige Kunde Zugriff auf seine Daten hat. Sprich das diese Daten für SevDesk selbst verschlüsselt abgelegt und nicht auslesbar sind!?

    Für mich bestätigt Fabian mit seiner Antwort auf deine Frage in diese Richtung ganz klar, dass SevDesk potentiell in der Lage ist, alle Daten die ich als Kunde in der Software erfasse, seien es Kundenstammdaten, Bankverbindungen, Rechnungsbelege, etc.. analysieren und damit einsehen zu können!? Wenn dies tatsächlich der Fall ist, hat SevDesk in meinen Augen ein massives rechtliches Problem…

    Ich bzw. wir als Company würden in jedem Fall keine Buchhaltungs-Software einsetzen, welche die damit verarbeiteten Daten in dieser Art und Weise analysiert und für eigene Geschäftszwecke „missbraucht“!? Potentiell kann SevDesk dann ja gleich anfangen und die Daten an die Schufa, Banken, etc.. zu verkaufen! Oder aber selbst gleich ein zweites Standbein im Bereich Kredit Scoring aufmachen 😉

    Das wäre ja so, als ob z.B. SAP sich ein Geschäftsfeld schafft, indem es die Unternehmensdaten seiner Konzernkunden analysiert und daraus Ertragsquellen generiert – Stichwort Insiderinformationen, Wettbewerbsvorteile, …

    Vielleicht hab ich es auch komplett falsch verstanden (was ich fast hoffe), aber eine Buchhaltungssoftware, welche die Buchhaltungsdaten seiner Kunden analysiert und weiterverarbeitet, ist ein absolutes No-Go! Sorry!

  • 2
    Fabian am Januar 23, 2019 Antworten

    Lieber David,

    zunächst einmal möchte ich mich für dein kritisches Feedback bedanken. Ich kann dich jedoch beruhigen, denn wir bei sevDesk schreiben Datenschutz und Datensicherheit groß und sind uns der Verantwortung bewusst, wenn unsere Kunden uns ihre sensiblen Finanzdaten anvertrauen. Um unseren Kunden bestmögliche Unterstützung zu leisten, analysieren wir Daten nur innerhalb ihres sevDesk Accounts. Ich versichere dir, dass die erhobenen Daten weder intern – noch extern – irgendwie anderweitig verwendet werden. Wir geben natürlich auch keinerlei Daten an Integrationspartner weiter, außer der Kunde möchte das explizit. Beispielsweise bei einer Freigabe für ein Addon. Ich hoffe sehr, dass ich dir damit ein paar Fragezeichen beantworten konnte und möchte mich entschuldigen, dass es im Podcast wohl falsch rüber kam.

    Viele Grüße
    Fabian

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