E-Commerce Crossover #7: Stitch Fix – ein Fashionriese auf Expansionskurs

E-Commerce Crossover #7: Stitch Fix – ein Fashionriese auf Expansionskurs

In ihrem Podcast E-Commerce Crossover sprechen Jochen Krisch, Alexander Graf und Joel Kaczmarek über Geschäftsmodelle aus dem E-Commerce und den Handel von morgen. In dieser Folge analysieren sie das Geschäftsmodell hinter Stitch Fix – ein rasant wachsendes US-amerikanisches Unternehmen, welches per Algorithmus ausgewählte Klamotten an seine shoppingfaulen Kundinnen verschickt. 

Daten + Kuratierung = Absatz

Fashionboxen mit handverlesenen und individuellen Klamotten sind stark im Trend. In Deutschland sind es derzeit vor allem noch Outfittery (Website) und Modomoto (Website), die ihren Kunden den unliebsamen Gang durch die Shoppingmeilen abnehmen wollen und ihnen deshalb von Stylisten ausgewählte Klamotten bequem per Post zukommen lassen. Mit Zalando (ZALON, Website) und Amazon (Echo Look, YouTube-Link) ziehen nun zwei weitere Handelsriesen in die Schlacht um die Online-Shopper mit Beratungsbedarf.

Ein Unternehmen, das dieses Geschäftsmodell besonders gut beherrscht, ist das US-amerikanische Unternehmen Stitch Fix (Website). Ähnlich wie ihre deutschen Pendants handelt Stitch Fix mit Fremd- und Eigenmarken, allerdings mit besonders stark ausgeprägten Individualisierungsansätzen, die nicht zuletzt auf sehr effizient arbeitenden Algorithmen basieren. Innerhalb nur weniger Jahre schaffte Stitch Fix im November 2017 nicht nur den Sprung an die Börse, sondern bringt es mittlerweile auch auf einen Market Cap von 2,02 Milliarden Dollar (Stand: 25. Januar 2018).

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Was macht Stitch Fix so besonders?

Wodurch sich Stitch Fix vor allem von Modomoto & Co. unterscheidet, ist einerseits die konsequent datengetriebene Ausrichtung des Unternehmens. So kann Stitch Fix – neben der obligatorischen Selbstauskunft des Nutzers – unter anderem das Pinterest Board des Kunden auslesen, um Erkenntnisse über dessen bevorzugte Garderobe zu bekommen. Durch diese Fokussierung auf Daten kann das Unternehmen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Ware beim Kunden bleibt. Und falls nicht, weiß man im Idealfall wenigstens, warum sie zurückgeschickt wurde. Zudem weiß Stitch Fix die Kundinnen mit unerwarteten Vorschlägen zu überraschen, die durch einen gut ausgeklügelten Mechanismus den Interessen der Nutzer zugeordnet werden können. Mittels dieser Mischform aus Daten und persönlicher Kuratierung soll vor allem die Convenience der Kunden maximiert werden.

Andererseits betreibt Stitch Fix eine Art Soft-Abo bzw. einen Lieferplan, wie man es hierzulande zum Beispiel von MyMuesli kennt. So bekommen die Kunden in regelmäßigen Abständen Pakete mit fünf Teilen, die sie entweder komplett (mit 25 Prozent Rabatt), teilweise (ohne Rabatt) oder gar nicht (lediglich Styling-Fee wird fällig) behalten können.

Im Podcast sprechen wir deshalb insbesondere über das Geschäftsmodell hinter Stitch Fix, über Lead Generation ohne Vorhandensein eines tatsächlichen Shopsystems, Preis- und Gebührenstrukturen, das Wettbewerbsumfeld, mögliche Internationalisierungsmöglichkeiten und vieles mehr.

 

 

Im E-Commerce Crossover Podcast werden diese Themen rund um Stitch Fix behandelt (Links führen zum Track):

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Dauer: 48 Minuten

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Über Alexander Graf: Alexander Graf ist Experte für die Digitalisierung von Handelsmodellen, nachdem er von 2007 bis 2011 als Senior-­Berater die Konzeption, Bewertung und M&A-Aktivitäten digitaler Geschäftsmodelle der Otto Group verantwortet hat. Er baute ein Unternehmensnetzwerk auf, aus dem das Kernteam des Start­ups Collins (About You) und Spryker Systems, ein Technologie­anbieter für E-­Commerce­-Akteure, hervorgegangen sind. Außerdem ist er Herausgeber des renommierten Blogs Kassenzone (das ebenfalls einen sehr empfehlenswerten Podcast führt) sowie Autor zahlreicher Fachartikel und Bücher.

Über Joel Kaczmarek: Joel Kaczmarek ist Gründer und Chefredakteur von digital kompakt, einem Online-Magazin zur Digitalwirtschaft, das sich durch tiefgreifende Analysen und unterschiedliche Podcastformate hervortut. Zuvor leitete er vier Jahre die Fachpublikation Gründerszene bis zu ihrem Verkauf an den Axel Springer Verlag und verfasste die erste Biografie über die drei Internetunternehmer Alexander, Marc und Oliver Samwer.

Über Jochen Krisch: Jochen Krisch ist einer der profiliertesten Branchenexperten für E-Commerce-Themen. Der Diplom-Informatiker befasst sich seit 1995 mit Handels- und Verkaufskonzepten in den elektronischen Medien und ist seit 2001 als unabhängiger Branchenanalyst und Berater tätig. Seine Leidenschaft für den elektronischen Versandhandel hat er beim Shoppingsender HSE24 entdeckt, wo er die Fachbereiche Planung und Analyse leitete. Seit 2005 betreibt er das Branchenblog Exciting Commerce (das mit den Exchanges ebenfalls einen sehr empfehlenswerten Podcast führt) und veranstaltet regelmäßig die renommierte K5 Konferenz für den Online-Handel.

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Bildmaterial: Digital kompakt


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