Business Building #18: Venture Debt – Frisches Cash für dein Start-Up

Business Building #18: Venture Debt – Frisches Cash für dein Start-Up

In ihrem Gründer-Podcast Business Building sprechen Florian Heinemann und Joel Kaczmarek regelmäßig über den Aufbau von Digitalunternehmen. In dieser Folge geht es darum, was ein Venture Debt ist und warum diese Art von Kredit eine interessante Alternative für dein Start-up ist.

  • Venture Debt: Eine attraktive Finanzierungsmöglichkeit

    Kurz gesagt: Venture Debt ist Fremdkapital für Dein Unternehmen. Es ist ein Kredit, der von Investoren an Deine Firma vergeben wird. Venture Debt bildet das Risiko mit höherer Verzinsung ab. Venture Debt werden meist nicht isoliert verwendet, sondern in Kombination mit anderen Finanzierungsformen, wie zum Beispiel als Teil einer Equity-Runde.

    Venture Debt ist meistens erst nach einer oder mehreren Finanzierungsrunden eine Option – idealerweise wenn bereits ein Business Modell entwickelt wurde und  es einen Finanzierungsplan gibt, der die Rückzahlung des Kredites abdeckt.

    Im Gegenzug dazu erhalten die Kreditgeber unmittelbar die Rückzahlungsraten und die Zinsen. Der Zinssatz kann dabei zwischen 10% und 15% variieren. Darüber hinaus können Garantien ausgehandelt werden und gegebenenfalls die Option, zukünftig in das Unternehmen zu investieren.

    Warum Venture Debt für dein Startup sinnvoll ist?

    Eines bleibt wahr: Schulden sind billiger als Eigenkapital. Der Hauptvorteil von Venture Debt: Eigenkapitalerhöhung bei gleichzeitiger Senkung durchschnittlichen Kapitalkosten, welche zur Finanzierung des Start-ups erforderlich sind, wenn dieses mehr Bargeld „verbrennt“ als es generiert.

    Ein sekundärer Vorteil ist die Flexibilität der Ausgestaltung des Start-ups, welche unter anderem auf die aktuelle Finanzlage und den Finanzierungszweck im konkreten Einzelfall abgestimmt werden muss.

    In der Regel entscheiden sich Startups für Venture Debt…

    • wenn sie entweder eine Verlängerung der finanziellen „Start- und Landebahn“ ihres Start-ups anstreben oder sich mehr Flexibilität wünschen.
    • um ihr Wachstum mit kostengünstigem Kapital zu unterstützen, zum Beispiel, wenn das Unternehmen auf einem klaren Weg zur Profitabilität, aber nicht in der Lage ist, eine weitere Eigenkapitalrunde zu starten.
    • um die Eigenkapitalrendite zu steigern oder die Eigenkapitalfinanzierung insgesamt zu ersetzen

    Ein Konzept aus der USA

    Venture Debt wurde erstmalig Ende der neunziger Jahre in Europa genutzt und kommt ursprünglich aus den USA. Dort unterstützen Venture Debts seit mehr als 30 Jahren junge Unternehmen, vor allem aus der Technologie- und Kommunikationsbranche. Heute finanzieren sich 70% der größten Unternehmen im Silicon Valley über Venture Debts.

    In Europa hingegen ist diese Art des Fremdkapitals nach wie vor ein relativ neues Konzept, welches sich hier im letzten Jahrzehnt als eine der wichtigsten Finanzierungsformen für Start-ups etabliert hat. Heute werden zwei Drittel aller Start-ups in Europa durch Venture Debt finanziert. Trotz dieser Zahlen ist dieses Konzept vielen bisher unbekannt. Eine Prüfung dieser Finanzierungsform lohnt sich aber durchaus.

  • Darum solltest Du reinhören

    Dieser Podcast gibt Dir einen guten Überblick darüber, was ein Venture Debt ist. Du verstehst…

    • … was ein Venture Debt ist und wie es in der Regel verwendet wird
    • … was die Vorteile eines Venture Debts gegenüber einem private Equity sind
    • … in welcher Phase Deines Start-ups ein Venture Debt sinnvoll ist
    • … welche potenziellen Risiken mit der Aufnahme eines Venture Debts verbunden sind
    • … woher Du die schnelle Geldspritze bekommst

    Last, but not least: Nach dieser Folge weißt Du, wann in Berliner Start-ups der Wecker klingelt. 

  • Darüber sprechen wir mit Florian Heinemann

    Im Business Building Podcast werden diese Themen rund um Venture Debt behandelt (Links führen zum Track):

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Dauer: 26 Minuten

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Bildmaterial: digital kompakt


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