KI-Agenten: Die wichtigsten Do's und Don'ts bei der Erstellung

27. April 2026, mit Joël Kaczmarek

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Joel Kaczmarek (00:05.994) High five, Leute, hier ist Joel. Und ihr wisst, am Money Monday geht es fleißig Wachstum im Business. Und da ist ja AI eins der Themen der Stunde. Ganz genau gesagt sind das ja heutzutage vor allem AI-Agents. Und ich hab heute den lieben Rupert Bodmeier bei mir. Rupert ist ja mit seiner geilen Firma Disrooptive supersteil am Wind unterwegs. Der kennt sich halt aus mit Innovationen und nutzt ganz viel KI, diese Innovation hervorzubringen. Dann haben Rupert und ich uns drüber unterhalten.

Naja, ist ja irgendwie so bisschen schwierig gerade. Wie ist das eigentlich mit KI-Agenten gerade? Bringen die mein Business eigentlich voran oder bringen sie das eher Weil allerortens hört man ja, ach du Kacke, deine Firma kannst du eigentlich einstellen, weil wenn du dich nicht schnell genug mit KI anpasst, dann hast du ein Problem oder es macht einer anders oder die Agenten ersetzen dich oder oder oder oder. Also es gibt ganz viele Narrative, die uns erzählen wollen, warum KI uns eigentlich gerade so richtig platt macht. Und wir haben heute mal drei Dinge gesammelt, die ich in einer AI-First-Welt können sollte, zu überleben.

Also ist ja schon mal dankbar. Drei Dinge, die sollten wir im Blick behalten, dann hat man da ganz solide Chancen. Und welche das sind, da handeln wir uns jetzt mal ran. Wir werden also drüber reden. Was ist denn eigentlich dran an dem Thema? Wir werden natürlich darüber sprechen, wie man sowas produktiv kriegt. Wie baue ich eigentlich als Unternehmen, Agenten und dann, wie gesagt, über diese drei Dinge. So, that being said. Lieber Rupert, da bin ich aber froh. Da freue ich mich drauf. Das wird gut. Schön, dass du da bist. Hallo.

Ruppert Bodmeier (01:19.67) Ja, vielen Dank! Immer wieder schön hier zu sein und mega Intro! Ich wünsche, könnte das selber immer so auf den Punkt bringen, was ich eigentlich denke.

Joel Kaczmarek (01:29.422) Ach, ich glaub, das kriegst du auch ganz gut hin. Und lass uns doch mal straight reintauchen. So, der Satz, man noch allerordens gerade irgendwie hört, ist, in drei Monaten bist du tot. Also, nicht du als Mensch, sondern deine Firma ist tot, man damit immer sagen. So nach dem Motto, entweder ersetzen dich die KI-Agenten sozusagen straight oder, wenn du nicht hinkriegst, selbst mit KI-Agenten dein Business auf ein nächstes Level zu heben, dann machst du die Grätsche. Oder was ich auch ganz viel höre, ist

Ja, in meinem Umfeld sterben ganz viele Firmen, weil die sich alle nicht mehr schnell genug anpassen können. Die Geschäftsmodellanpassung ist durch KI auf Wochen oder Monate runtergedrückt worden, nicht mehr auf Jahre, da kommen viele nicht mehr mit und gehen out of Business. Das ist so das Drama, was man hört. Wie erlebst du das? Glaubst du auch an diese Thesen?

Ruppert Bodmeier (02:15.542) Also zunächst einmal ist es echt wirklich wichtig, sich von diesem ganzen Lärm zu verabschieden, diesem ganzen Scheiß darum zu Vor sechs Monaten, wenn du da irgendwo auf YouTube rumgegeißelt hast und rund das Thema AI, dann war es, ey, Gemini, die neue Superlative, hast du noch nicht gesehen, weltbewegende Veränderung, etc. etc. Na, haben sie gar nicht mehr toppen können und allein in den letzten sechs Monaten ist neu dazu gekommen, Entropic Cowork, OpenClaw,

Dann eben Entropic Code auf einem völlig neuen Level. frag dich lieber Joel, was ist die Steigerungsform von Superlativ? Gibt es doch gar nicht, schon gar nicht. Deswegen, ey, lass diese Idioten da einfach mal labern, weil die einfach nur dann Aufmerksamkeit kriegen, wenn sie glauben, das ist jetzt hier das Todbringende oder die absolute Superlative.

Und jetzt übrigens drei Monate später habe ich die Superlative von der Superlative und bla bla bla. Also erstmal nicht fuchsig werden machen lassen, sondern nicht hingesehen muss man einfach mal draußen am Markt vielleicht auch nicht mit Leuten, die da in dieser Bubble abkleben sprechen, sondern vielleicht mit ganz normalen Leuten. Und dann merkt man von 100 Leuten sind vielleicht ein Prozent, vielleicht zwei Prozent, aber ganz sicher nicht mehr als fünf Prozent, die so hardcoremäßige unterwegs sind. Ich würde sagen ein Prozent, wenn überhaupt.

die da beginnen ihren gesamten Alltag zu automatisieren. da würde ich auch noch mal in Frage stellen, was automatisiere ich denn eigentlich und ist auch automatisierungswürdig. Ich kenne ja Leute, die ja selbst schon die Gute Nacht Geschichten generieren lassen und von der KI vorsprechen lassen für ihre Kinder. Ob das eine sinnvolle Sache ist, können wir mal echt hinterfragen. Deswegen insofern nicht wahnsinnig nachlachen lassen, sondern ich glaube, es ist absolut entscheidend, diesen Nebel hindurchzuschauen und zu gucken, was ist denn wirklich relevant, worauf kommt es denn wirklich an.

Und wo oder wie darf ich mich nicht wahnsinnig werden. Ich glaube, Leute, Orientierung haben unter dem Kompass, die sind in der Phase, wo wir uns jetzt aktuell befinden, ganz klar im Vorteil, die sich fokussieren können und ein Stück weit dann einfach mal ein, zwei, drei Jahre nach vorne denken können.

Joel Kaczmarek (04:21.389) Okay, also so ein bisschen die Suppe wird nicht so heiß gegessen, sie gekocht wird. Also ich erlebe das auch so FOMO auf Steroiden. Man hat immer so das Gefühl, alle Welt um einen rum ist schon productive und man selber ist noch so völlig im Hintertreffen. Kann man vielleicht so ein bisschen vielleicht von zurücktreten. Okay. Und trotzdem ist es ja so, du und ich haben auch gerade im Vorgespräch uns zu unterhalten über unseren Text-Dac, wie wir arbeiten, was wir machen. Und dann haben wir festgestellt, okay, wir benutzen beide das gleiche CRM.

Ruppert Bodmeier (04:31.119) Anstrengend ist das. Wirklich, das ist echt anstrengend.

Joel Kaczmarek (04:47.373) Ja, eines, was fleißig mit Kanbanboards arbeitet, wo man Deals durchschieben kann. Und kam dann auf den Gedanken, ich weiß nicht, ob ich diese 40, 45 Euro pro Monat zahlen will, ob ich mir das nicht stelle, selber Vibe-Code. Es gibt schon Cases, wo man sagt, und ich glaube, wenn wir das Kind beim Namens, weil wir die Pipe Drive geredet haben, da ich bisschen nervös an deren Stelle. Es gibt auch im E-Commerce einige, der nervös ist. Long story short, was sind Modelle, gefährdet sind? Es gibt welche, die ersetzungsgefährdet sind.

Ruppert Bodmeier (05:17.43) Ich bin ja normalerweise immer ein großer Fan von Nischen. Ich bin der größte Fisch in einem kleinen Tümpel als kleiner Fisch in einem riesigen Meer. Aber ich sage jetzt mal so Hardcore-Spezialisten, die so ein Feature nehmen und daraus ein Business-Modell gestrickt haben. Ich glaube, die sind echt wirklich massiv unter Druck.

Ein Calendly, ein Typeform, ein Pipedrive, wo du eigentlich letzten Endes nüchtern gesehen ja eigentlich auch nur in einem Kanban Board irgendwie Deals links und rechts hin und her schiebst. Das sind natürlich jetzt alles so Software orientierte Startups, die du wirklich schnell kopieren kannst. Also wenn deine Kern DNA, dann ist das in eines Geschäftsmodells nüchtern gesehen ein Feature ist, dann würde ich sagen, bist du unter Druck.

Wenn du jetzt aber meinetwegen ein SAP bist und da hängen hunderttausende Schnittstellen dran und es hat fünf Jahre gedauert, überhaupt einzuführen, dann bist du unter Druck, ja, weil natürlich Erwartungshaltung an so eine Software ist, AI-tauglich zu werden und mir Arbeit abzunehmen. Aber ich würde jetzt mal sagen, dass du ausgetauscht und ersetzt wirst. Da ist jetzt erst mal ein Stück weit weniger Druck da, als wenn ich so eine rein feature-driven Firma bin, wie es vielleicht ein Pipedrive ist.

Joel Kaczmarek (06:36.697) Dann war's bei mir so, hab Anfang des Jahres zwei Predictions voll gemacht. Ich einmal erfolgreiche Männer sagen lassen, was sie dieses Jahr erwarten, und einmal erfolgreiche Frauen. Speziell bei den Männern kam mehrfach diese Aussage von sehr relevanten Leuten, da drin waren, Chef von Amazon, Chef von eBay und so weiter und so fort. Hey, wer irgendwie es jetzt nicht schafft, diesem Jahr KI produktiv zu kriegen, der hat ein richtiges Problem. Und ich hab den Eindruck ...

Das gelingt aber ganz vielen noch gar nicht. Das war wieder mein Fomo-Moment, wo ich dachte, ach Scheiße, selbst die Tanker haben jetzt schon den Punkt mit, ich muss das produktiv kriegen ansonsten, und ich fühl mich da noch voll im Hintertreffen. Warum ist es so, dass viele das gar nicht produktiv kriegen, mit KI zu arbeiten?

Ruppert Bodmeier (07:19.026) Es liegt daran, dass sie immer nur auf Tätigkeiten gucken, aber nie auf Output. Denn was nützt es jetzt, wenn ich jetzt mit Mitarbeitern ein Chat-GPD an die Hand gehe und damit generieren die jetzt halt noch schneller Mails und noch viel, können die noch schneller beantworten und dann geistern in der Firma noch mehr Mails rum oder können die Meetings noch schneller vorbereiten oder können noch schneller Powerpoints generieren und so weiter und so fort.

Das ist ja immer nur tätigkeitsgetrieben, aber nie Output getrieben. Die Frage ist, wenn wir sozusagen jetzt agentisch an etwas rangehen, schafft das mehr Umsatz? Ja oder nein? Senkt das Kosten? Ja oder nein? Kriegen wir Dinge schneller auf die Straße? Ja oder nein? Niemand hat doch daran Vorteil, wenn die Leute schneller Mail schreiben können. Niemand hat einen Vorteil, dass die Leute mehr PowerPoints machen können, selbst wenn die besser werden.

Deswegen trifft die Firma trotzdem nicht schneller Entscheidungen oder bessere Entscheidungen, sondern sie drückt sich ja weiterhin vor den Dingen, die gemacht werden müssen. Also wenn ich das halt nicht im Griff habe, wenn ich eine nicht entscheidungsfreudige Firma bin, die auch Risiken aushalten kann, dann löst KI kein Problem. Dann komme ich halt nicht einen einzigen Stück voran und man muss einfach mal auch sehen,

Was nützt es denn, wenn ich auf der Individual-Ebene die Leute enable und karrierisiere? Aber jeder macht es es für richtig hält. Die andere hat da ihre Gewohnheiten und ihre Marken und Routinen und tut die agentisch irgendwie automatisieren und der nächste, Hampty Dumpty, hat wieder ganz andere Gewohnheiten, schon wieder ganz andere Marken und wieder ganz andere Routinen und macht es wieder komplett anders. Und dann haben alle ihre Marketing-Sheets und jeder baut sein eigenes, persönliches Dashboard.

Und dann geistet in dieser Firma wie viele tausend oder zehntausend verschiedene unterschiedliche Dashboards drin. Das ist ja eigentlich der Horror, was theoretisch auch passieren kann. Also wenn du nicht aufpasst, kann KI die Leute auch fucking unproduktiv machen. Und deswegen gibt es halt eben sozusagen diese wirklichen Effekte in den Firmen nicht. Also wenn ich nicht explizit hingehe, schaffe ich es eine Tätigkeit, die für uns im Business essentiell ist, die Umsatz generieren kann oder Kosten produzieren und so weiter.

Ruppert Bodmeier (09:33.038) Faktor 10 schneller zu kriegen. Wenn das nicht meine Zielorientierung ist, werde ich keine KI-Effekte sehen. Und das müssen sich einfach Firmen immer wieder vor Augen führen. Darum geht es. Was ist der Output, wenn ich das einführe? Mehr Mails? Dann sage ich nur, ich kündige das letzte, was diese Firma, was ich von dieser Firma will, ist noch mehr Mails.

Joel Kaczmarek (09:57.241) Okay, ist ja schon mal eine interessante Perspektive. Ich hab mich auch gar nicht über nachgedacht. Du hast das Problem vom Tool-Zoo. Also Leute holen sich irgendwelche Lizenzen von irgendwelchen Software-Sachen unabgestimmt und dann hat jeder so seine Tools und KI setzt sich einen drauf. Dann hast du nicht nur gekaufte Tools, sondern hast sogar noch selbst gebaute Tools, die das Ganze nochmal verschlimmern. Trotzdem hab ich noch eine Nachfrage, was das Thema mit den Tätigkeiten angeht. Also...

Klar, mehr Mails macht eher mehr Schmerz, aber man kann ja schon argumentieren, dass man sagt, na ja, wenn jetzt hier irgendwie meine Mitarbeitenden nicht irgendwie sieben Stunden in der Woche mit dem Schrubben von Folien da verbringen oder Excel-Tabellen zu schreiben oder zu formatieren oder oder, dann werden die ja produktiver, dann können wir ja sozusagen die productive an eine Stelle bringen, wo sie uns mehr Wert als Firmware schaffen. Das ist doch eigentlich ganz plausibel, findest du nicht?

Ruppert Bodmeier (10:45.366) Ja, was soll das sein? Die Firmen wissen ja gar nicht, was sie den Leuten dann geben sollen. Das ist doch das entscheidende Problem. Die stellen ja permanent Leute rein, weil sie ja mit der Arbeit, die ja irgendwie da ist, ja nicht zurechtkommen, anstatt dass sie sich mal den Prozess mal genauer angucken, der sie eigentlich so lehnt und langsam macht. Der erste Impuls ist immer Leute einzustellen. So, und jetzt ist halt der nicht so erlassene, nicht Leute einstellen, sondern das keine Ahnung, irgendwie KI einführen. Aber das löst doch einfach nicht den Schmerz. Also das, was den Schmerz auslöst, das ...

Kriegen wir damit irgendwie Kosten gesendet? Kriegen wir damit Tools ersetzt, die heute richtig viel Geld kosten? Kriegen wir damit irgendwie mehr Produkte gelancht oder eingeführt? Schaffen wir es, die Produkte, die wir im Portfolio haben, besser damit zu machen? Das müssen noch die Fragen sein. Aber das stellen ja diese Firmen nicht. Die sagen so, ich nehme den Leuten das ab, nehme ich Mailverkehr, PowerPoint und dann können sie sich mit sinnvollen Tätigkeiten beschäftigen. muss ich sagen, Entschuldigung, dafür brauche ich nicht KI, das kann ich auch schon so machen. Hätte ich eigentlich auch schon alle Jahre vorher machen sollen.

Das ist doch absurd, weil das heißt ja, ich will ja gar nicht die Anzahl der Mails reduzieren, ich will einfach nur, dass die automatisiert laufen. Das ist doch einfach ein totaler Quatsch. Die Diskussionslogik, die kapiere ich halt einfach nicht. Man muss einfach mal sagen, viele Tätigkeiten heute in der Firma sollte man eigentlich nicht als Arbeit bezeichnen. Man sollte sagen, jede Mail ist eigentlich nicht Arbeit. Jedes Meeting ist eigentlich nicht Arbeit. Wenn du in der Denke mal reingetan, dann müsstest du ja eigentlich mal gucken, wie viel Stunden am Tag oder in der Woche arbeiten die Leute denn tatsächlich.

Dann würdest du auf eine absolut niedrige Zahl kommen. Dann ist die Frage, was sollen die Leute machen, wenn sie nicht mails oder PowerPoint schruppen? Diese Frage stellen sich die ganzen Firmen nicht. Aber das sind die Fragen, auf ein Tableau kommen müssen. Wenn du die Output getrieben kriegst, müsste man von der Logik her Mailverkehr PowerPoints reduzieren. per Definition, weil der Fokus woanders hingeht. Deswegen ...

Und wenn wir jetzt hier über vollautonome Agenten reden, das ist auch so, das ist ja der absolute Totalhorror, wenn jetzt 1000 Leute ihre vollautomatisierten Agenten durch die Firma geistern lassen und völlig unkoordiniert, ohne irgendwie an einer Strategie folgend. Also was ist denn die Strategie, die diese Agenten einhalten sollen? Was ist denn die drei OKRs, meinetwegen, an denen sich solche Agenten orientieren können, die eingehalten werden und woranach sie auch

Ruppert Bodmeier (13:05.936) bewertet und gemessen werden, ob sie uns weiterbringen oder nicht. Ich würde sagen, die meisten Firmen können das gar nicht sagen oder definieren. Die könnten ja nicht mal die Rahmenbedingungen bauen und definieren und erarbeiten, die ich eigentlich brauche, diese koordiniert zu kriegen. Dann was die Leute einfach nicht checken ist, wenn ich jetzt zum Beispiel Entropic nehme, damit das so cool läuft und cozy ist.

Da laufen über Tausende von Befehlen im Hintergrund ab, die halt alle Entropic definiert, damit Output rauskommt, wie er Output rauskommt. Aber wenn du mit diesen Modellen mal mit API-basiert arbeitest und du schickst was drüber und du kriegst das wieder zurück, dann merkst du, wie sau dumm das eigentlich ist. Und wie viele Befehle im Hintergrund da eigentlich ablaufen, damit da gute Antworten rauskommen. Wenn du API-basiert arbeitest, dann merkst du das. Und das müssen sich Leute halt auch immer wieder vor Augen führen. Du kannst natürlich ChatGPT nutzen als Firma.

Aber letzten Endes ist es so, du hast eigentlich eine möblierte Wohnung gebucht. Die ist schon fertig eingerichtet. Und du kannst natürlich die Wand streichen, kannst da Poster reinhängen und so weiter und so fort. Aber wie diese Wohnung eigentlich funktioniert und abläuft, hat für dich Entropic oder Open AI definiert. Und du hast da auch keine Möglichkeit, was dran zu ändern, weil das alles cozy im Hintergrund läuft. Das heißt also nüchtern gesehen...

Wo ist denn bitteschön der Wettbewerbsvorteil, wenn ich sage, ich kann Entropic ein Ticken besser anwenden als Konkurrent B. Das ist ja wie, wenn ich sage, wir sind stärker als Firma B, weil bei uns können die Leute Excel besser bedienen. würden auch alle Leute sagen, den macht er doch nichts vor. Letzten Endes, selbst wenn ich jetzt hier hingehe und KI in großen Stil bei mir in der Firma einführe, es ist ein Anwendervorteil. Und Anwendervorteile sind immer temporär oder wenn alle dieses

Teil nutzen nur mit marginal. So und das müssen Firmen schon nochmal für sich begreifen. Ja aktuell ist es wahrscheinlich ein Wettbewerbverurteil, weil niemand ChatGPT, Claude Cowork oder CodeSoup intelligent nutzt wie wir. Aber ich muss ja davon ausgehen, in drei bis vier fünf Jahren gibt es ganz ganz ganz ganz viele Firmen, die das super schlau nutzen. Und dann, wo ist denn dann wieder mein Wettbewerbverurteil? Dann ist der halt geschluckt.

Ruppert Bodmeier (15:12.662) Der ist ja jetzt nur da, weil alle bei Null angefangen haben und manche sind halt schon weiter und andere sind immer noch bei Null. Es ist aber nicht mein, welchen USP habe ich in einer AI-First- und Agentenwelt? Warum sollten Kunden zu mir als Firma kommen und nicht alles mit Cloud Code oder mit ChatGPT regeln? Welche Daseinsberechtigung habe ich in einer Welt, wo Tätigkeiten Faktor 10 nach unten gehauen werden oder Faktor 10 schnell

Das sind die Fragen, aufs Diplom müssen. Und daraus muss ich doch Maßnahmen ableiten, die mich dahinbringen. Und das kann ich dann gerne mit KI machen. Aber die meisten Firmen können das ja nicht mal für sich artikulieren.

Joel Kaczmarek (15:53.928) Das finde ich eine geile Beschreibung, die Tools sozusagen als publizierte Wohnung, weil es stimmt vollkommen, dass du quasi schon so eine Voreinstellung hast. Also du hast quasi alles schon definiert, was dich herum passiert und dass dieser Anwendervorteil abnimmt. Also stimmt, das wäre ein geiler, geiler Take. Warum sind sie der beste? Weil ich Excel so gut bedienen kann. Und dann kommen wir jetzt aber mal zum

Ruppert Bodmeier (16:11.598) Ja, weißt du, der eine wohnt halt lieber in der Gemini Wohnung, der andere wohnt halt lieber in der Atropic Wohnung. ist ja nicht eine Performance-Frage, Joel, es ist eigentlich nüchtern gesingende Geschmacksfrage. Ich kann Leute, liegen, die antworten, also die Gemini Wohnung mehr als die von Atropic und kann Leute, die sind es wiederum anders. Geschmäcker sind halt verschieden.

Joel Kaczmarek (16:33.475) Ja, oder sie liegt verkehrsgünstig sozusagen. hey, wir haben ja die Suite von XY, und dann ist das mit drin. Ja, es war ... So, dann kommen wir zu der spannenden Frage, wie baue ich als Unternehmen Agenten? Wir können jetzt zwei Sachen unterscheiden. Das eine ist, glaub ich, Da sind wir bei diesem, können wir schneller Mails machen? Und wie können wir jenen Prozess ein bisschen abgraden? Aber ich glaube, uns geht's jetzt mehr den externen Faktor. Also eigentlich zu sagen, wie kann ich Agenten schaffen, die mein Geschäft so signifikant ändern?

Ruppert Bodmeier (16:35.584) Ich die nicht mehr in die Tasche

Joel Kaczmarek (17:02.739) dass daraus ein Mehrwert entsteht, der mich von meinem Wettbewerb differenziert und der mich kaufattraktiv für Kunden macht. Darauf zielt es ja so ein Stück weit ab. Produktiver werden nach innen ist eine Achse, die gucken uns nicht an, sondern eigentlich eher wettbewerbsstärker nach außen. So, was würdest du dann sagen, worauf kommt es dabei an?

Ruppert Bodmeier (17:19.964) Ich glaube, man halt, wir haben ja gerade schon darüber diskutiert, Gemini, Entropic, Open AI, ist weniger eine Performance-Frage, es ist mehr eine Geschmacksfrage. Und was einfach passiert ist, diese Modelle haben sich von der Performance mehr, immer mehr angenähert und sie sind unfassbar billig geworden. Und wie alles, wenn es besser und günstiger wird, dann wird es halt einfach auch austauschbar.

Das haben wir ja schon in zig Branchen, wenn man heute in der Automobilbranche ist, die wenigsten entscheiden ein Auto aufgrund von dem Motor, sondern die meisten entscheiden eigentlich ein Auto aufgrund von Design, Marke, Werte, die eben dastehen. Und das ist glaube ich exakt so Punkt Nummer eins, dass man so ein Stück weit eben begreifen muss.

Wenn ich heute nehme an, möchte eine Serviceleistung, eine AI Serviceleistung machen, die möchte ich zu einem Business Modell erheben. Ich möchte in einer AI First Welt darum ein Geschäftsmodell bauen und meine Umsätze generieren. Dann kann ich nicht mit einem Bot, der Texte generiert antreten, gegen einen Bot, der Texte generierte. Weil die Leute werden natürlich immer bei Gemini, Entropic und et cetera bleiben. Allein, weil es eben schon eine Gewohnheit, Routine ist.

Und ich glaube auch, dass die meisten auch gar nicht Text versus Text vergleichen können. Also der Text, der, der und deren Gene wird ja noch mal ein Pünktchen besser als das, was mir Anthropics serviert. Deswegen gehe ich, wenn ich den Case habe, gehe ich immer zu dem Textbord. Das ist sozusagen was man verstehen muss. glaube, du musst, damit du im ersten Step wirklich wahrnehmbar differenzierbar ist, musst du eigentlich in Interface Layern bauen. Also wie kann ich all diese Faszination, diese Magie, diese

diese einzigartigen Möglichkeiten, mir all diese Modelle ermöglichen, kann ich drum herum ein Gerüst bauen, dass mir eine bestimmte Tätigkeit, bestimmte Fertigkeit, bestimmtes Thema auf so eine coole intuitive und spannende Art und Weise zugänglich macht, dass ich auf den ersten Blick sofort erkenne. Das ist ganz anders als das, ich es von Entropic und eben meinetwegen auch von irgendeinem Gemini kenne. Und diese Plattform, die gibt es ja.

Ruppert Bodmeier (19:32.016) Loveable ist ja eine Sache, das ist ein hoch spezialisierter Agent, wo ich schon ein bisschen Chatbot-Mathic da reingehe, aber wenn ich in den Editor-Modus gehe, in den Interface-Editor, dann habe ich da einfach eine völlig andere Art, das Ding zu bedienen, zu coden und damit zu arbeiten. Wenn ich mir Gamma anschaue, zum Beispiel meine Wegen Präsentation zu generieren oder meine Wegen Social-Media-Inhalte und so weiter und so fort, da kommt ein Bot überhaupt gar nicht vor. Also habe ich ein Thema, wo ich drum herum eine agentische Tätigkeit

bauen kann, die mir ein so cooles, individuelles, leicht bedienbares Interface zur Verfügung stellt und es mir auf eine Art und Weise präsentiert wie ein ultimative Generalist wie ein Chatchipi-T, es mir niemals darstellen kann, weil der hunderttausende unterschiedliche Themen abfrühstücken muss, nur aber nicht. Da liegt sozusagen die eine große Differenzierungsmöglichkeit, wie sieht der Interface-Layer

und was du unter der Motorhaube dann drin hast, ob du das dann mit Gemini baust oder mit Chachipiti oder mit Entropic oder mit einem ganz anderen Modell oder vielleicht auch wo du all diese Modelle zusammenarbeiten lasst, ist irrelevant. Die meisten würden ein Mercedes Motor wahrscheinlich nicht von einem BMW Motor unterscheiden können, aber wenn sie ihn optisch sehen, merken sie sofort den Unterschied. So und ich glaube in der Ära sind wir jetzt. In den ersten drei Jahren hat sich alles Modelle gedreht.

in dieser neuen Welt. Den Motor, wenn du so willst. Aber da sind wir jetzt auf einem Level bekommen. Es gibt jetzt schon so viele Motoren, die alle auch so ähnlich gut sind. Der eine ist da ein Ticken besser, der andere ist dort vielleicht ein Ticken besser. Dass es jetzt eigentlich dran geht, was baue ich drum rum?

Joel Kaczmarek (21:14.094) Okay, also sind wir mitten in den drei Dingen, die wir gesagt haben, wichtig sind, in der AI-First-Welt klarzukommen. Interface-Layer. Damit ich das noch einmal sauber verstehe, meinst du Interface jetzt wirklich im Bezug auf den Kunden, also wie der Kunde mich sieht und erlebt, oder meinst du das beim entwickeln, wie wir das bauen als Team?

Ruppert Bodmeier (21:27.478) Ja.

Nein, meine wirklich wie der Kunde es sieht und eben erlebt, welche Kundenerfahrung hat meine wegen jetzt irgendeine Zielgruppe, die ich erreichen möchte und ist die im ersten Moment schon so genial und cool und atmosphärisch und einfach, dass die Leute sagen, wow, das habe ich so noch nie gesehen, das hebt es von allem ab, was ich bisher eben irgendwo kannte.

Und das macht es mir so leicht zugänglich, dass selbst wenn ich jetzt nicht super nerdy bin und total drauf stehe, mit Cloud Code in einem Terminal auf Mac-Ostern irgendwie rumzueiern, dass ich es massentauglich mache. Ohne diesen ganzen Nerdy-Shit. Wo halt einfach gewisse Leute mega spaß haben, sich reinzufuchsen. Aber für 95 Prozent der Leute ist das völlig ... obsolet. Also, weißt die kommen gar nicht auf die Idee, so an die Sache heranzugehen.

Joel Kaczmarek (22:26.396) Hast du ein schönes Beispiel aus deiner Erfahrung, wo das jemand gut umgesetzt hat? Weil du lebst ja davon, dass du immer schön Übertragungsleistungen liefern kannst. sagst, okay, in der Branche hat derjenige dies gemacht, so lässt sich das und das davon übertragen. Fällt dir jemand ein, der sich rund diesen Gedanken des Interface Layers mit Ruhm bekleckert hat?

Ruppert Bodmeier (22:43.638) Also, wir sind ja ganz in den Anfängen. Also, es ist ja nicht schon so, wo wir jetzt hier irgendwie schon 20 Jahre iPhone haben und ein gigantischer App Store und du hast halt 100.000 von Apps und da liegt ja diese riesige Chance. Aber ich finde Gamma ein megagutes Beispiel. Also, es nimmt dir wirklich eine Tätigkeit ab, die zeitaufwendig ist, die total häufig gebraucht wird und erledigt.

Joel Kaczmarek (23:05.955) Hol mal Line ab, was das ist, Gamma, weil ich kann das zum Beispiel auch nicht.

Ruppert Bodmeier (23:07.826) Also Gamma ist letzten Endes eine AI Plattform, die dir zum Beispiel einfach Social Media Elemente baut.

Joel Kaczmarek (25:36.038) Okay, gut. Also Thema eins, Haken hinter. Was würdest du sagen, was ist so das zweite Differenzierungsmerkmal, das du Wert legst, wenn es Karriereagenten geht?

Joel Kaczmarek (30:28.396) Und was würdest du sagen ist der beste Weg, diese Fakten zu schließen? Weil viele machen sich ja auch über das Thema Datenschutz oft Gedanken, also die Daten nicht in die USA geben. Souveränität ist ein großes Thema. Was ist denn dein Pfad, wie ich das hinkriege, dass mein Unternehmen nicht in solche Fallen tappt und nicht gefährdet ist in irgendeiner Art und ich trotzdem schaffe diesen Wettbewerbsvorteil, du gerade beschrieben hast, halt in diese Anwendung mit reinzubringen?

Joel Kaczmarek (33:20.57) Aber hast du auch noch so eine gewisse Lernkurve, du teilen kannst? Weil du hast ja jetzt schon mehrfach beschrieben, dass dieser API Zugang einer ist, der sehr schmerzhaft ist, weil man quasi viel mitgeben muss und viel, ja ich würde fast mal sagen kuratieren auf eine Art. da bist du ja auch durchgegangen mit deinem Tool des RoopDiv. Was sind so die wichtigsten Faktoren, die du dabei hast?

Joel Kaczmarek (38:00.116) Okay, also auch wieder eine andere Form von Souveränität. Gar nicht, wo die Server stehen, sondern dass ich sozusagen souverän vom Tool bin. Und jetzt haben wir ja zwei Punkte schon durch. Also wir haben das Interfacelayer besprochen, diese Massentauglichkeit, und wir haben darüber gesprochen, diese Faktenlücke zu schließen. Was ist denn so der dritte und letzte Faktor, den ich brauche, in der AI-Welt da gut klarzukommen, wenn Sachen erkennt.

Joel Kaczmarek (40:05.286) Hm.

Joel Kaczmarek (41:04.71) Hahahaha

Joel Kaczmarek (43:17.952) Ende des Tages, was ich so merke, ist, dass es, glaube ich, darum geht, was ist im Prinzip die Anwendungsqualität oder die Intensität, die Problemlösungsintensität, die damit sich verbindet. Wenn du sozusagen marginal was veränderst, dann hilft es halt nicht. du große Relevanz, also eigentlich geht Relevanz, eigentlich geht es Problemrelevanz, vielleicht kann man es so zusammenfassen.

Joel Kaczmarek (44:32.94) Aber gut, also das finde ich spannend, was du beschrieben hast. Also nochmal zusammengefasst, die drei Defensierungsfaktoren waren das Interfacelayer, dass man eine Massentauglichkeit herstellt, die Faktenlücke zu schließen, also die Modelle auch mit dem eigenen proprietären Wissen schlau zu machen und als drittes, dass Gewohnheit immer Qualität schlägt, sich also auch mal wirklich zu fragen, wo bin ich da dran, an welcher Problemrelevanz feile ich denn eigentlich für meine KundInnen? Spannend!

Und auch so, ich nehme das mit, der Anwendungsvorteil mit, ich kann besser Excel als du, das hat's mich auch noch mal sehr schön bildlich gemacht. Lieber Rupert, ganz, ganz herzlichen Dank. Ich hör da ganz viel Lernkurve raus und ganz viel Schmerz, den du auch durchgegangen bist, aber der ist ja manchmal nötig, so Barriers of Entry, wie man so neudurchsagt, aufzubauen. Ganz, ganz herzlichen Dank dir. Hm?

Joel Kaczmarek (45:37.798) Geiles Schlusswort. diesem Sinne, danke dir.