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Oliver Mack: Die traurigsten Fälle sind wirklich dann die, Da muss ich mich zurückhalten, dass mir nicht die Tränen ins Gesicht kommen, weil mich das so berührt, wenn Leute kommen und sagen so, Sie sind meine letzte Hoffnung. Und ich denke mir, das kann doch nicht sein. Also, es geht hier nicht um Gewalt. Und das unterscheidet für mich halt auch die amerikanische Chiropraktik von dem, was halt leider so ein bisschen trendy ist, auf TikTok, Instagram und überall so diese Knack-Videos, wo vieles halt einfach nicht vom Fach ist. Ein normaler Mensch wird nicht mit Kraft, sondern mit Technik justiert. Der große Segen der Natur hilft ihr ein bisschen und sie ist viel effektiver in einem Heilungsprozess. Und es geht viel schneller, als es entstanden ist. Und das war für mich der Game Changer.
Intro & Outro Speaker: 5 oder mehr, Gib Mir alles, was Du mir sagen kannst und sag, was hast du gelernt? Vom Fallen und Aufstehen, Suchen und Plasen. Und jetzt Du Hi five Leute,
Joël Kaczmarek: hier ist Joël und herzlich willkommen zu einem Feel Good Friday. Und ihr wisst, Da reden wir immer über Gesundheitsthemen. Und ich weiß nicht, wie es bei euch ist, bei mir ist es so, Ich hab öfters mal Probleme mit dem Rücken und hab schon gefühlt. Fast alles ausprobiert. Ich war beim Orthopäden. Ich war beim Osteopathen, ich war bei der Physio, und irgendwann habe ich mir mal das Thema Chiropraktik angeguckt. Genauer gesagt amerikanische Chiropraktik. Und weil die auf sehr interessante Art und Weise wirkt, sehr, sehr vielschichtig. Und anders, als man es vielleicht zuerst denkt, dachte ich mir, hey, das ist ein Thema, das möchte ich mal mit Publikum teilen. Und da derjenige, der das mit mir macht, Auch derjenige ist, der das meiste Wissen dazu hat, habe ich den einfach mal eingeladen. Und zwar ist das der Liebe Oliver Mack, der heute neben mir sitzt. Der ist Chiropraktiker, wie gesagt, mit Fokus auf amerikanische Chiropraktik. Und er kann auch noch allerlei Dinge mehr. Er ist auch noch Heilpraktiker, Er ist Yoga-Lehrer, Yoga-Therapeut, Also wirklich das Schweizer Armeemesser in Sachen Gesundheit. Und wir gehen heute mal durch, Wie funktioniert denn das eigentlich? Was sind so die fünf wichtigsten Dinge, die ich vielleicht über Chiropraktik wissen sollte, Wie die wirkt, wie die funktioniert und wobei Sie mir helfen kann? Ja, und ich bin schon neugierig, was ich da noch so weiteres lerne. Also schön, dass du erstmal da bist. Moin, Moin Hallo Joël, Herzlichen Dank für die Einladung. Und vielleicht auch ganz lustig für euch, da draußen, Ich wurde gerade justiert. Also, ich habe gerade Chiropraktik gemacht, ich kann das noch ganz präsent. Hier alles teilen. Ja, fangen wir vielleicht mal ganz bodenständig an. Hilf mir als erstes mal, dem Publikum so zu vermitteln, was würdest du sagen, was genau ist amerikanische Chiropraktik? Wie wirkt die? Wie wendet man die an? Und vielleicht auch, Wann ist die sinnvoll?
Oliver Mack: Okay, was jeder in meiner Arbeit kennt, ist ja das Knacken. Aber das ist nur die Spitze des Eisberges. Letztendlich arbeiten wir mit dem Nervensystem. Und das ist auch die Wissenschaft, die dahinter steht. Weil eine sogenannte Subluxation, können wir ja noch weiter ausführen, Eine Nervenstörung, erzeugt. Und das bringt einen ganzen Rattenschwanz an Konsequenzen mit sich. Und deswegen haben wir den Schwerpunkt auf dem Nervensystem. Also, das Nervensystem ist sogar wichtiger als das Gelenk selbst.
Joël Kaczmarek: Also, es geht gar nicht so sehr um die Statik, dass da was schief ist. In der Achse, sage ich mal, sondern es geht vielmehr, Der größte Effekt kommt natürlich dadurch, dass das Gehirn quasi Reize und Botschaften kriegt, was du gerade beschrieben, hast über das Nervensystem.
Oliver Mack: Ja, es hängt ja alles zusammen. Also, die Statik wird ja bei uns auch vermessen. Wir gucken genau, ist die Statik korrekt oder nicht? Und da haben wir schon mal erste Rückschlüsse. Aber wer steuert die Statik? Das ist das Gehirn. Das ist das zentrale Nervensystem. Und wenn das zentrale Nervensystem nicht mal Informationen aus der Peripherie vom Körper bekommt, kann die Berechnung nicht mehr stimmen. Und dann kann alles Mögliche an Symptomen kommen. Natürlich auch eine Fehlhaltung oder eine Schutzverspannung, oder wie auch immer man das dann nennen will.
Joël Kaczmarek: Also eigentlich könnte man sagen, hat der Körper ganz gute Selbstheilungswege, Nur weil die Information oben nicht mehr ankommt, kann er quasi nichts machen und ist sozusagen ein bisschen im Blindflug unterwegs. Übersetze ich das richtig?
Oliver Mack: Im Wesentlichen ja. Also, man muss es zweigleisig sehen. Natürlich geht es hier um das Gelenk, weil das erzeugt. Ja, die Nervenstörung. Also kann man nicht sagen, es geht nur ums Nervensystem. Aber auf der anderen Seite ist es natürlich eine einseitige Betrachtungsweise oder eine Symptombehandlung, wenn ich nur das Gelenk behandle, weil dahinter steht das Nervensystem. So gesehen muss man den Menschen da ein bisschen ganzheitlicher betrachten, wenn man da wirklich Erfolg haben will.
Joël Kaczmarek: Jetzt hast du uns ja schon einen Fachbegriff mitgebracht, Subluxation. Was darf ich mir darunter vorstellen?
Oliver Mack: Also wissenschaftlich definiert ist eine Subluxation, eine Fehlstellung, Die ist fixiert und erzeugt eine Nervenstörung. Und letztendlich entsteht Sowas durch Stress. Wissenschaftlich definiert durch Stress. Und Stress kann ja alles sein. Das kann ja sein. Trauma, ein Unfall. Das kann sein toxischer Stress wie falsche Ernährung, Umweltgifte und so weiter, zu wenig trinken. Kann aber auch geistig-emotionaler Stress sein, Weil wir ja im zentralen Nervensystem einen Mechanismus haben, der uns das überleben, sichert, nämlich Kampf- und Fluchtmechanismen. Und das hat, was mit dem sympathischen Nervensystem zu tun. Und wenn ich jetzt eine Subluxation habe durch ein Trauma, dann bin ich erstmal natürlich im Überlebensmodus. Und irgendwann wird der Körper aber anfangen zu sagen, okay, das ist gar nicht so schlimm, Ich kann damit ganz gut leben, kompensiert. Aber die Störung im Gelenk, die bleibt. Auch wenn man sie nicht spürt. Und die Macht auf Dauer, Wochen, Monate, eine Kommunikationsstörung. Und dann wird das fürs Gehirn ein blinder Fleck. Und dann stimmt die ganze Berechnung nicht mehr. Dann kann man statisch überall Probleme kriegen, also Plantarfasziitis, Fersensporn, Knieprobleme, Hüftprobleme, Rückenprobleme, Schulter, Arm, Karpaltunnel, Alles Mögliche. Aber das ist ja nur ein Symptom, Wenn die Statik nicht stimmt und die Berechnung nicht stimmt und die Steuerung nicht stimmt, Die motorische. Dann kann alles Mögliche als Problem eben entstehen.
Joël Kaczmarek: Ich denke gerade darüber nach, dass wir auch mal den Menschen sozusagen, so Deine. Praxis im Kopf Mal so ein bisschen zeigen. Also wenn ich bei dir reinkomme, dann finde ich so zwei Sachen, die sind so, Die fallen sofort ins Auge. Das eine ist natürlich so eine Liege, kommen. Wir bestimmt gleich auch mal zu, dass man mal erklärt, wie das genau alles funktioniert, was du machst. Und das andere ist, dass zur Linken zwei Wagen sind und dann so eine Art. Gerüstaufbau mit Fäden, die man ziehen kann. Und ich fand den Teil lustigerweise so mit das Spannendste. Also, als ich das kennengelernt habe, hat mir eine Freundin, das so erzählt, dass sie gesagt hat, du, ich stelle mich auf so eine Waage, einen Fuß links auf einer Waage, der andere rechts auf der anderen. Dann habe ich festgestellt, ich bin total schief. Also Meine Statik ist so, ich habe links trägt, mein Fuß mehr Gewicht als der rechte. Geht es so ein bisschen darum, Also ist das ein wichtiger Aspekt deiner Arbeit, dass die Menschen sozusagen in Balance sind, Was jetzt die reine Statik angeht?
Oliver Mack: Ja, wobei sich Balance jetzt eben muss man differenziert betrachten. Das eine ist, Diese Wagen zeigen ja, wenn das Gehirn nicht mehr weiß, wo ist die Mitte. Also, das ist wieder so ein klassisches neurologisches Phänomen. Wenn einer 10 Kilogramm Schlagseite hat auf der Plattform, also, dann kann man sagen, okay, Das Gehirn verrechnet sich deutlich. Und die Fäden, die du genannt hast, die zeigen ja, okay, Wie sind denn die Körperachsen? Also wie weit bin ich statisch aus meiner Mitte heraus? Und das Zusammen mit der Fehlberechnung von dem Gehirn gibt uns jetzt zum Beispiel neurologisch viele Rückschlüsse. so. Zum Beispiel im Nervensystem, Wie stark die Störung ist. Und das ist jetzt erstmal aber nur ein Hinweis, Es ist natürlich keine Diagnostik, aber es gibt uns schon mal den ersten Einblick, okay, was ist denn da in der Statik los?
Joël Kaczmarek: Ich finde das ganz spannend, weil es macht es, so visibel, wenn man hinterher diese Fäden sieht. Und wenn ich es richtig erinnere, du bist der Profi, korrigiere mich, Ich glaube, eine war auf Schulterhöhe, eine war auf Hüfthöhe. Kopf war, glaube ich, auch nochmal betrachtet, sag du gerne mal. Und wenn man es dann so sieht, Schwarz auf weiß, okay, Linker Fuß trägt irgendwie 46 Kilo, der Rechte irgendwie, keine Ahnung, 58. Da denkst Du so, Wahnsinn, 12 kilo Schieflage. Und dann siehst du auch noch die Statik, wenn man sozusagen so völlig schief, steht. Ich glaube, diese Sichtbarmachung, also, das war sowas, was mir sehr geholfen hat. Wie hilft dir das denn in deiner Arbeit?
Oliver Mack: Also erstmal, weil es mir wichtige Rückschlüsse gibt. tatsächlich, wo kommt das Problem primär her, Denn wenn einer eine Schlagseite hat, auf der rechten Seite beispielsweise, Und der ganze Körper zieht nach rechts, Dann ist das natürlich eine ganz andere Aussagekraft, als wenn einer, sage ich jetzt mal, nach links zieht und hat rechts mehr Gewicht. Also, so kann ich schon mal neurologisch ein bisschen differenzieren und statisch. Und das Zweite ist natürlich, Ich kann dem Patienten ganz deutlich zeigen, guck, mal, so stehst du. Und dann sagt er, oh, das hätte ich nicht gedacht, Aber ich habe schon immer gefühlt, dass rechts immer mehr Belastung ist, auf meiner Hüfte oder sonst irgendwie. Das heißt, ich kann es transparent machen. Und das hilft natürlich auch dem Patienten, das besser einschätzen zu können oder besser zu verstehen, Warum er sich vielleicht so fühlt, wie er das wahrnimmt. Und der dritte Benefit, den ich noch anschließen möchte, ist natürlich, Ich kann natürlich nach zehn Behandlungen beweisen, dass die Arbeit funktioniert. Oder Nach fünf bis zehn Behandlungen mache ich dann quasi nochmal in der Regel, wenn die Leute so kommen, wie es der Careplan eigentlich idealerweise zeigt. Dann nochmal eine Kontrollvermessung, und dann habe ich das Schwarz auf weiß. Das heißt also Jeder sieht sofort, wow, Ich habe hier meine zwei Zentimeter. Schlagseite im Kopfschiefstand, ist plötzlich weg. Also, jetzt bin ich wieder gerade. Jetzt kann ich wieder gerade ausschauen. Und das sind natürlich so Sachen, die sind sehr hilfreich. Wie gesagt, für mich, für den Patienten und natürlich auch fürs Protokoll.
Joël Kaczmarek: Jetzt robben wir uns mal ran, wie das sozusagen so abläuft. Ich habe ja an so Eingangs, erzählt, dass ich mir auch schon vieles angeguckt habe. Dann habe ich irgendwann mal so verstanden, alles klar. Osteopathen arbeiten eher mit den Faszien, also mit dem Bindegewebe. Dann gibt es irgendwie die Orthopäden, die machen irgendwie, so nix. Bisschen Knochen, bisschen Bindegewebe. Die Physiotherapeuten arbeiten mehr mit den Muskeln. Wie ist das bei euch Chiropraktikern? Arbeitet ihr an den Gelenken, an den Knochen? Arbeitet ihr auch mit den Faszien? Womit geht Ihr da vor?
Oliver Mack: Also Wir arbeiten in der amerikanischen Chiropraktik mit dem Nervensystem. Wir gehen zwar an das Gelenk ran, das irgendwo festgemacht hat, ABER letztendlich... Wie vorhin anfangs schon erwähnt, geht es ja um die Neurologie dahinter. Denn man muss sich so vorstellen, das Gelenk selber ist ja fest. Also, es sind zwei Knochenenden, die letztendlich hart sind. Die werden bewegt durch Muskulatur. Und wer steuert die Muskulatur? Das ist das Nervensystem. Also der oberste Player eigentlich in diesem Spiel, der, der alles kontrolliert und der eigentlich alles managt, ist das Nervensystem. Und deswegen, Jeder denkt immer, Wir arbeiten mit den Knochen oder Gelenken, aber das ist die geringfügigste Sache. Und manchmal sind Menschen auch irritiert, wenn ich dann mit so einem Aktivator komme, mit so einem Klickinstrument. Und die Leute sagen, ja, aber wie, das knackt doch jetzt gar nicht. Oder Ich mache eine Justierung in einem Gelenk und das knackt. Nicht so offensichtlich. Darum geht es gar nicht. Also, das Gelenk ist natürlich muskulär, irgendwo in einer Schonhaltung, vielleicht, Ich würde jetzt mal sagen, zementiert, weil es sich wirklich nicht mehr gut bewegt. Und dieser neurologische Impuls reicht oft aus, um das Gelenk wieder beweglich zu machen. Also, es geht hier nicht um Gewalt. Und das unterscheidet für mich halt auch die amerikanische Chiropraktik von dem, Was halt leider so ein bisschen Trendy ist, auf TikTok, Instagram und überall so diese Knack-Videos. Wo vieles halt einfach nicht vom Fach ist. Also, es geht nicht um Kraft, Es geht nicht darum, einen Knacken zu erzeugen, Sondern es geht darum, das Nervensystem korrekt anzusprechen, also mit einer bestimmten Technik zu arbeiten, die so schnell und korrekt ausgeführt wird, Damit es einen afferenten Impuls ins Gehirn gibt, ins zentrale Nervensystem. Und damit stecken wir den Stecker wieder rein. Und das Gehirn sieht wieder, Was ist los? Und dann kann das Gehirn das Gelenk wieder sauber steuern. Also die Geschwindigkeit, wie du das machst, spielt auch eine Rolle? Ja, das ist sogar eine ganz wesentliche Rolle. Es ist nicht die Kraft, sondern Speed. Wir arbeiten zwischen einer Zehntel- und Hundertstelsekunde beim Justieren. Crazy. Und warum ist es wichtig? Um das Gehirn zu erreichen. Ich erreiche sonst neurologisch, kommunikativ, nicht die Bereiche im Gehirn, wenn ich zu langsam arbeite.
Joël Kaczmarek: Das heißt, wie so ein Klick, wie so ein Flashlight, Das Gehirn kriegt mit, Da ist was los, da ist, was passiert.
Oliver Mack: Genau. Also durch diesen Subluxationsprozess, durch diesen Subluxationsstress, der in der Kapsel stattfindet. Ist ja so, dass das Gehirn den Kontakt verliert. Und wenn wir es jetzt richtig justieren, dann senden wir quasi genau, Wie du es schön formuliert, hast, einen kleinen Blitz hoch ins Gehirn. Und plötzlich sagt das Gehirn, oh, da ist ja wieder eine Information, die vorher nicht da war. Und plötzlich stimmt das wieder. Also plötzlich kann das System wieder seine Arbeit aufnehmen. Und die neurologischen Studien zeigen ja noch was ganz anderes, nämlich, dass diese Fehlinformation ein Defizit im Gehirn auslöst. Auf Dauer. Das heißt, das Gehirn wird unterfordert, Weil ja bestimmte Informationen nicht mehr ankommen. Und damit unterfordern wir das Gehirn. Und es baut ab. Also, es ist interessant, wenn man dann so auf die Alzheimer-Studien oder jetzt mal auf die neuen Themen geht, weil das alles mit der Neurologie. Ja auch, sag ich jetzt mal, begründet ist und zusammenhängt. Und ein Defizit entsteht immer, wenn keine Anforderung, da ist. Einfache Trainingslehre, Atrophie oder Hypertrophie. Also, wenn ich keinen Sport mache, dann baut meine Muskulatur ab. Wenn ich mal Sport mache, baut Sie auf. Also, es gibt in der Natur ja nur in der Trainingslehre die zwei Aspekte. Und für den neurologischen Impuls gilt, letztendlich. Das Gleiche ist. Ein Naturprinzip.
Joël Kaczmarek: Also, was ich nicht benutze, sozusagen verkümmert.
Oliver Mack: Richtig.
Joël Kaczmarek: Auch im Gehirn. Und jetzt hangeln wir uns sozusagen weiter durch. Wir haben jetzt schon gelernt, okay, ich komme bei dir rein, links werde ich vermessen. So, dann sind wir bei diesem Thema Knacken, was du gerade gesagt hast. So, nicht lang schnacken, Lass dich knacken, Fand ich einmal einen witzigen Spruch von dir. Gleichzeitig hast du aber auch schon, was anderes angesprochen, nämlich, dass wenn ich irgendwie das Internet aufmache, bei TikTok, Gucke auf YouTube, wherever, sieht man ja immer diese brachialen Videos. Also, ich sehe da Leute, die so ein Handtuch um den Hals gewickelt haben. Kommen und so hochgeruckt werden. Ich sehe Leute, da schmeißen, die sich drauf oder der Kopf wird... Da habe ich manchmal Angst, dass die, die nicht gleich in der Hand haben. Ich verstehe, dass es bei Menschen Ängste macht. Geht mir auch so. Also, wir sollten auch gleich mal drüber reden. Kann da auch was kaputt gehen. Aber das, was man da so sieht, ist das, wie du auch arbeitest? Nein, auf keinen Fall.
Oliver Mack: Man muss jetzt unterscheiden. Also seriöserweise muss man sagen, wenn jetzt mein schwerster Patient wiegt. 200 Kilo. So, ne? Ich wiege gerade mal um die 70. Also, wenn ich jetzt meinen 200 Kilo... Patienten justieren will, Dann brauche ich natürlich einen gewissen Kraftaufwand. Und dann sieht das aber natürlich eher lustig aus. Wahrscheinlich, wenn das von außen jemand filmen würde, wie ich versuche, wie ich, dem die Brustwirbelsäule justiere. Das ist natürlich dann mit einem gewissen Aufwand verbunden. Aber ich sage mal, Ein normaler Mensch wird nicht mit Kraft, sondern mit Technik justiert. Da haben wir vier davon. Die kann ich ja gleich noch gerne näher erläutern. Und letztendlich, das, was du jetzt beschrieben hast, ist aus meiner Sicht nicht vom Fach. Also A, weil ich so weder im Campus noch im Studium gelernt habe. Und auch, dass es bei uns nicht gemacht wird, also in Fachkreisen, weil es ein hohes Risiko darstellt, tatsächlich ein Verletzungsrisiko. Wenn ich unspezifisch einfach mal an der Halswirbelsäule ziehe, dann weiß ich ja nicht mal, was ich da tue. Wenn einer vom Fach an die Halswirbelsäule geht, Dann sucht er sich den Wirbel raus. Oder findet den Wirbel, der eine Subluxation hat. Und er löst diese auf die sanfteste Art und Weise. Und das kann ein Aktivator sein, ein Klickinstrument. Es kann also SOT sein, Das heißt, ich lasse einfach nur die Wirbelsäule leicht rotiert. Auf Polstern liegen und löse damit die Spannung in der Dura, also im Wirbelsäulenkanal und Löse damit das Problem. Also, es geht sehr sanft bis hin, natürlich mit Hand und Technik, so die klassische alte Chiropraktik, also praktizieren mit Hand, und das kann man auch damit lösen, Aber man macht das sehr gezielt, sehr punktuell. Sehr stressfrei, Deswegen darf es eigentlich auch nicht wehtun, und es ist kein Risiko, weil man exakt nur das macht, was gebraucht wird, anstatt groß mit Gewalt reinzugehen, zu rotieren, irgendwelche komischen Kraftaufwendungen, die über dieses Gelenk oder über dieses Gelenkspektrum hinausgehen.
Joël Kaczmarek: Bevor wir jetzt mal zu diesen vier Techniken kommen, die du gerade schon angedeutet, hast, woher weißt du denn, wo du drücken musst?
Oliver Mack: Das möchte ich jetzt mal so eher mit meinem Yoga-Hintergrund formulieren. Was mir schon früh aufgefallen ist, Wir können viel lernen, Wir können rein kognitiv viel verstehen und lernen und umsetzen, körperlich. Aber das ist für mich so eine motorische Sache, wie so ein Roboter. Und das war mir nie, Wie soll ich sagen, das war mir nie angenehm oder das hat für mich nie gepasst. Und im Yoga lernt man halt, dass der Mensch, sage ich jetzt mal, Mehrere Ebenen hat. Es gibt eine geistig-emotionale, eine energetische Ebene, eine kausale Ebene und eine physische Ebene, Also ganz materiell. Und wenn wir jetzt arbeiten, Und das finde ich so schön auch in der amerikanischen Chiropraktik, dass da so holistisch gedacht wird. Also, es wird quasi der ganze Mensch gesehen und eben nicht nur das statische Gelenk. Es gibt auch medizinische Zweige, auch in der amerikanischen Chiropraktik, Also, es haben sich zwei große Zweige gebildet. Das eine ist Der medizinische, ist wieder so, Es dürfen nur Ärzte machen, und die machen das auch nur so, wie die Schulmedizin das vorgibt. Und die anderen sind halt, so die ein bisschen die Freidenker, die sagen, Mensch, der Begründer, D. D. Palmer hat schon gesagt, das ist sowas wie Innate, Das ist eine Kraft, die in uns wirkt. Und wenn wir die wieder dazu bringen, dass die wieder Ordnung im System schafft, dann macht der Körper das selber. Oder quasi in Verbindung mit dieser Kraft. Und wir sind quasi gar nicht die großen Macher, sondern wir erlauben nur ODER wir... Ermöglichen, dem System wieder zu funktionieren. Wir helfen dem System, mehr nicht. Und mit dieser Intention sozusagen, Das habe ich in der Yogatherapie gelernt und habe natürlich dann mich zu Hause gefühlt. Sofort am Campus in Hamburg, Weil die das genauso unterrichten, Auch mit diesem philosophischen Aspekt. Und wenn ich jetzt justiere, dann fließen mehrere Sachen mit ein. Also, natürlich habe ich diese kognitiven Informationen, wie die Statik, Was bringt jemand gerade mit, hat jetzt eine halbe Stunde einen Parkplatz gesucht und ist völlig abgekämpft. Wenn er bei mir zur Tür reinkommt oder ist der Tiefen entspannt, weil er schon seit einer halben Stunde im Kaffee sitzt oder gesessen hat, vorher. Und dann gehe ich aber auch hin und habe ein Gefühl, eine Intention. Und dann teste ich erstmal den Körper neurologisch, weil das Nervensystem hat. Tausend Informationen mehr, als ich physisch überhaupt von außen abtasten kann oder sehen kann. Deswegen müssen sich bei mir die Patienten auch nicht ausziehen, weil Die neurologischen Tests sind viel zuverlässiger.
Joël Kaczmarek: Was heißt neurologischer Test? Mal kurz zwischengefragt.
Oliver Mack: Das heißt, ich kommuniziere über neurologische Tests mit dem Körper. Wir können letztendlich über neurologische Tests jedes Gelenk auf Stress prüfen, wenn man so will. Und wenn ich dann einen Status habe, dann nehme ich die anderen Informationen noch mit. Okay, was habe ich für eine Intention? Also was nehme ich wahr? Mein System geht auf Resonanz. Wenn ich mich so aufmache als Kanal, wenn ich...
Joël Kaczmarek: Du ja, als derjenige,
Oliver Mack: der das macht, genau. Also ich als Chiropractor, wenn ich jetzt hingehe und sage, okay, Ich habe jetzt eine Information vom Nervensystem, dann gehe ich natürlich nochmal hin, auch mit Kontakt, teilweise mit Körperkontakt und Lasse. Einfach mal gucken, Was kommt da für eine Information aus diesem System. Ich spreche jetzt mal gar nicht von dem Körper, sondern auch von dem Mensch, der da liegt, von dem Wesen, von dem Energiesystem, VON dem... Das ist schon sehr subjektiv. Subtil manchmal, Aber es ist eine Information. Es ist jetzt nicht, Wie soll ich sagen, dass das der Schwerpunkt wäre, nein, Es ist aber eine wichtige Zusatzinformation in meiner Arbeit. Und wenn ich dann noch drüber taste und mein Tastbefund mit dem Sichtbefund, Mit dem energetischen oder intuitiven Befund und dem neurologischen Befund übereinstimmt, Dann habe ich eine Erfolgschance von 100 Prozent.
Joël Kaczmarek: So, jetzt hast du gesagt, es gibt vier Wege, wie man jemanden justiert. Welche sind das?
Oliver Mack: Okay, also einmal Full Spine, Das ist so auch die älteste, Das heißt Full Spine, Spezifiktechnik, Man arbeitet mit der Hand, findet ein Listing, Was nicht in Ordnung ist und behebt das durch eine Handkorrektur, aber eben durch eine neurologisch basierte Handkorrektur.
Joël Kaczmarek: Also Listing ist, was du gerade gesagt hast, Da gibt es eine Fehlstellung.
Oliver Mack: Genau, das heißt, wie finde ich raus, was ist da los im System, Was stimmt nicht.
Joël Kaczmarek: Okay.
Oliver Mack: Das Zweite ist Thompson Terminal Point Technique, Das heißt also Wir arbeiten mit Drops. Wir haben wieder ein anderes Listing, um herauszufinden, wo sind wirbel, vielleicht in einer Fehlstellung, Wo hat das System ein Problem. Und dann nutzen wir die Schwerkraft des Patienten mit sogenannten Table Drops. Und das kennt man vielleicht auch schon von den Videos. Das heißt, wir lösen, wir stellen einen Körper Drop. ein, wo der Patient drauf liegt, wo die Subluxation drüber liegt. Und damit kann ich dann mit dem Eigengewicht des Körpers sehr sanft justieren, weil ich quasi keinen Druck brauche. Ich löse den Drop nur aus. Vielleicht helfe ich noch ein bisschen nach, aber der Körper macht quasi 50 Prozent. Das ist jetzt fiktiv, also ich das wahrnehme ungefähr, mache das von selber. Und dadurch brauche ich weniger Kraft und es ist weniger anstrengend für mich und für den Patienten. angenehmer.
Joël Kaczmarek: Also Drop heißt, du stellst den Tisch so ein bisschen auf, Die Problemstelle liegt drauf und sozusagen mit leichtem Druck fällt der Körper runter und durch den Schwergewichtsabfall, Durch dieses ruckartige, löst in der Hälfte der Fälle der Körper von selbst ein Problem.
Oliver Mack: Er löst es mit zur Hälfte. Also, ich muss das schon einstellen, ich muss die Richtung vorgeben und die Dropstärke. Also Wann löst der Drop aus? Aber wenn ich das dann mache, macht der Körper quasi gefühlt die halbe Arbeit. Also von daher braucht es weniger Kraft, weniger Druck. Und es ist angenehmer, wenn die Patienten das kennen, weil es weniger Input braucht. Aber es geht ja um die Geschwindigkeit. Und der Drop hilft jetzt eben wieder auf der neurologischen Ebene, das perfekt umzusetzen.
Joël Kaczmarek: Okay, also Nummer eins manuell, Nummer Zwei Drop. Du hast gesagt, es gibt vier.
Oliver Mack: ACT, also die Aktivator-Technik. Das heißt,
Joël Kaczmarek: hast du, was in deiner Schweinepistole, liebe Fangine?
Oliver Mack: Ja, das sieht lustig aus. Das sieht so ein bisschen aus wie so eine Spritze aus Metall. Und der Arlan Fuhr, der das entwickelt hat, war ein ganz heller Kopf. Der hat gesagt, Mensch, Manchmal ist der Mensch einfach nicht in der Lage, diesen Speed aufzubringen, um einen neurologischen Impuls beim Justieren auszulösen. Plus, wenn ich da jetzt ein Baby liegen habe, da ist ja noch nichts hart und fest. Also nach dem Wochenbett, wenn die Schwangeren mit ihren Babys kommen oder eben nach der Schwangerschaft. Dann sind die Knochen alle noch weich. Und dann gerade geht es ja darum, den neurologischen Stress der Geburt rauszunehmen. Das heißt, da braucht es ja null Kraft. Und mit diesem Instrument kann man einen neurologischen Impuls setzen, der natürlich genau da am Gelenk ansetzt, wo das Problem ist, Aber löst es eben quasi, ich sag mal, bis jetzt fiktiv, zu 80, 90 Prozent, rein neurologisch. Und das macht die Technik natürlich extrem sanft und beliebt. Bei Säuglingen, bei Kindern, bei alten Leuten, die vielleicht hochgradig Osteoporose haben, wo man sagt, okay. Den möchte ich eigentlich so gar nicht mehr anfassen, wo wir vom Fach eigentlich keine Hemmschwelle haben, weil wir ja sanft arbeiten können. Also, es ist kein Risiko. Und mit so einem Aktivator bin ich da halt nochmal ganz anders unterwegs. Also viel sanfter, auch für die Patienten viel angenehmer. Und mein einschneidendstes Erlebnis mit dem Aktivator war tatsächlich ein 90-Kilo-Mann. Der ist heute noch Patient von mir. Und der wiegt heute ein bisschen weniger, Aber den habe ich damals, bei einem Kollegen behandelt, der einen mit den Händen justiert hat. Und den habe ich, nachdem da schon ein Jahr oder zwei auch in Behandlung war, habe ich den mit dem Aktivator an der Hüfte justiert. Also sehr sanft, eigentlich, wo man denkt, da passiert ja gar nichts. Und er hat gesagt, seine Hüfte hat sich noch nie so gut angefühlt. hinterher. Und das war für ihn so die wichtigste Justierung. Und dann war das für mich nochmal so ein Augenöffner. Also, es muss nicht immer... Man muss da nicht immer, wie du es anfangs gesagt. hast, wie man es in den Videos sieht, reinzimmern. Nein, man muss das Nervensystem erreichen. Und das ist, so magic, weil mit ganz wenigen Impulsen, sanft, kann man so viel erreichen. Weil letztendlich ist das Nervensystem, die perfekte Software, die unsere Hardware, den Körper, Die Statik steuert.
Joël Kaczmarek: Also Ich glaube, es gibt Dinge im Leben, Da ist es wichtig, die mal selber erfahren zu haben. Ich will damit gar nicht sagen, ob jetzt Chiropraktik für jeden das Richtige ist, Aber mir war es auch so. Dass ich mal von dir behandelt wurde. Ich hatte so eine Phase, da war mir dieses Draufdrücken zu, Also hat mein Körper zu Intensiv darauf reagiert. Dann hast du mich nur mal mit dieser Pistole mit dem Aktivator den ganzen Rücken behandelt. Und ich fand das total absurd, wie soft auf einmal, alles war. Also, das war wirklich sozusagen der physisch erfahrene Beweis für das, was du gerade gesagt hast. Es geht gar nicht ums Knacken oder um das Dolle Drücken, sondern um den Impuls, der oben stattfindet. Und dieser Aktivator, Also, wir können ja gucken, wenn wir einen Film gleich nochmal einblenden. Der macht ja wirklich so klack, klack, einfach mit so einer ganz ständigen Bewegung.
Oliver Mack: Ja, es ist nur ein Auslöser. Also, ich kann den mehrfach auslösen, Aber im Prinzip ist es ein Klick an der richtigen Stelle, um dem Nervensystem, die Aufmerksamkeit zu geben, um da wieder hinschauen zu können. Und das reicht aus. Das reicht in den meisten Fällen sogar aus. Ich habe meine ersten zwei Jahre in diesem Beruf rein nur mit dem Aktivator gearbeitet. Egal, wer da lag. Ich habe die anderen Techniken gar nicht angewandt, weil ich sage, das ist nicht nur eine sehr Nice Technik, sondern die ist. Für mich auch die komplexeste Technik. Also, ich kann jedes Gelenk damit justieren, jedes. Und ich kann das vor allem auch sehr sauber in diesem Listing rausfinden, Welches Fingergelenk ist es denn jetzt. Also, ich kann wirklich jedes Gelenk sehr sauber damit testen. Das hat das umfangreichste Listing, was es bei uns in der Chiropraktik überhaupt gibt. Also sehr komplex, sehr genau, sehr umfangreich. Und ich kann jede Ebene eines Gelenks damit auch bestimmen. Die nicht in Ordnung ist. Also, es ist phänomenal.
Joël Kaczmarek: Und die vierte Technik, die wir noch vergessen haben, da fehlt ja noch eine.
Oliver Mack: Ja, das ist die Sacro-Occipital-Technik, Die SOT. Das heißt, da arbeiten wir primär mit der Dura, also mit der Hirnhaut im Rückenmarkkanal. Weil wenn Wirbel, sage ich jetzt mal, fixiert sind, erzeugt das auch natürlich mit der Dauer, eine Verspannung und manchmal auch eine Verklebung in der Dura. Und dann habe ich natürlich auch nochmal neurologische Probleme, die dadurch entstehen. Und das kann man teilweise ganz sanft lösen, indem man jetzt einfach Keile unterlegt. Und die Wirbelsäule... Also die Dura? In eine bestimmte Spannung bringt, damit sich diese Punkte lösen. Damit erreiche ich auch natürlich das zentrale Nervensystem. Das besteht ja aus Gehirn und Rückenmark. Also Die Dura ist ein wesentlicher Bestandteil vom Nervensystem. Und ich kann ganz sanft über nur die Lagerung. Sogar Subluxation lösen. Also, wenn man so will, Ist das sogar noch sanfter als ACT. Also noch eine sanftere Technik. WOBEI wir... Wenn wir am Campus alle vier lernen, also der eine Zertifikatsausbildung macht oder dann hinterher das Studium auch, Der lernt ja alle vier Techniken, weil das die Basis ist. Und das Schöne ist, Damit haben wir nachher einen Werkzeugkasten und wir können auf jeden eingehen, Egal, ob da ein Säugling liegt oder jemand, der schon 95 ist oder vielleicht ein junger sportlicher Fußballer, der sagt, ich will aber das knacken.
Joël Kaczmarek: Und wir reden die ganze Zeit über amerikanische Chiropraktik. Gibt es auch noch die spanische und die niederländische oder die ganarische? Also was ist sozusagen, Was macht die Aus im Vergleich zu anderen?
Oliver Mack: Gut, ich habe jetzt nicht Geschichte studiert, Von daher will ich mich da mal nicht aus dem Fenster lehnen. Aber es heißt amerikanische Chiropraktik, weil der Begründer, D. D. Palmer, hat, tatsächlich in den Staaten darauf gekommen ist, Dass Störungen wie zum Beispiel Gehörverlust, Sehverlust und solche Sachen nicht unbedingt, was mit dem Organ zu tun haben. Und er hat sozusagen die Chiropraktik mitbegründet, wobei Im alten Griechenland gab es ja auch schon, also Hippokrates, hat ja auch schon gesagt, Die Wirbelsäule ist so das, was den Menschen Stabilität gibt und was wichtig an Bedeutung hat. Mit Sicherheit gibt es Chiropraktik schon viel länger, Aber die amerikanische Chiropraktik jetzt vom Begriff her würde. Ich sagen, geht auf D. D. Palmer zurück und B. J. Palmer sein Sohn, der das dann weitergetragen hat. Und daraus ist dann auch dieser holistische Zweig entstanden. Wovon sich später auch wieder Leute abgekatzelt haben und gesagt haben, Wir wollen das aber rein naturwissenschaftlicher haben und nicht mit diesem ganzheitlichen Ansatz. Und deswegen, wie Anfang schon gesagt, Diese zwei Zweige, auch in Amerika. Aber jeder spricht eigentlich von D. D. Palmer, weil er hat einfach seinen Hausmeister behandelt, der war Taub, und die Neurologen haben gesagt, okay, der Hirnnerv, der das Ohr versorgt, Einer der zehn Hirnnerven ist in Ordnung, also, und das Ohr selber ist organisch auch in Ordnung, Keiner wusste, warum der Taub ist. Und er hatte damals als Therapeut ihm die Halswirbelsäule behandelt. Und dann hat das geknackt. Und plötzlich konnte der wieder hören. Und das war natürlich dann plötzlich, so, wo er verstanden hat, Moment, mal, Der Halswirbel sitzt gar nicht im Gehirn, wo der Hirnnerv sitzt und der das Ohr versorgt. Was hat denn Bitte ein Halswirbel, jetzt mit dem Ohr zu tun? Und dann hat er angefangen, zu forschen, und dann ist drauf gekommen, Dass quasi die Gelenke tatsächlich so einen großen Einfluss auf das Nervensystem nehmen können, Dass so eine gravierende Störung zutage kommt. Und das hat dann diesen ganzen Stein ins Rollen gebracht. Und das war natürlich so unglaublich. Und ja, das war natürlich auch ein harter Weg. Also wurde dann natürlich auch nicht unbedingt gleich akzeptiert. Er war ja ein Alternativmediziner. Zu seiner Zeit war das natürlich dann auch schwierig und noch nicht anerkannt. 18. Jahrhundert. Und dann, ja, so Anfang 19. Jahrhundert. Und so gab es dann auch eine Gegenbewegung. erstmal. Natürlich aus der wissenschaftlichen Riege. Er wurde sogar verfolgt und es wurde ihm verboten, zu behandeln, weil er so große Erfolge hatte. Das war den Leuten dann nicht Suspekt. Und so hat sich das durchgesetzt. letztendlich, weil letztendlich die Erfolge so gravierend waren, dass man es nicht mehr verstecken und verbergen konnte.
Joël Kaczmarek: Und ich meine, wenn du gerade sagst, es war Leuten suspekt, lass uns doch auch mal offen über Risiken reden. Gibt es auch Gefahren, wenn man damit arbeitet? Hast du ja gerade auch Osteoporose, erzählt. Ich finde, wenn man so da liegt. Und dieses Knacken sieht, Also auch, wenn es jetzt nicht wie bei den Videos ist, wo du dann gefühlt gleich. Die Liege durchbrichst und der Typ wird bis auf den Boden durchgedrückt. Gibt es trotzdem Risiken, die ich dabei eingehe, wenn ich sowas mache? Also ein Risiko gibt es ja in allem.
Oliver Mack: Also ein Risiko gibt es ja auch, wenn ich zur Tür rausgehe, dass mich ein Fahrradfahrer anfährt oder so. Aber ich sage mal so, Campus, und das wird bei uns auch immer groß geschrieben, ist Sicherheit an erster Stelle und eben die korrekte Justierung. Und wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe, ich glaube, Es gibt seit über 30 Jahren Statistik darüber und es ist noch nie bei einem vom Fach, Ich sage jetzt mal von einem, der es richtig gelernt hat, ist noch nie Was passiert. Die Fälle, die durch die Medien gehen, sind halt immer die Leute, die es nicht gelernt haben, Die denken, oh, es sieht einfach aus, das probiere ich mal, die nicht wissen, was Sie tun. Und von daher, sage ich jetzt mal, Ist das für uns gar kein Thema, weil wir so sicher arbeiten und eben nicht. Ich sage mal, mit dem EgO arbeiten, also nicht. Ich will jetzt unbedingt den Wirbel korrigieren. Bei dir, sondern wir arbeiten ja, so, dass dein System sagt, was darf, ich machen. Also letztendlich sage ich mal, dein Körper gibt mir das okay, Dein Nervensystem, Jetzt da eine Justierung reinzugeben. Und wenn ich mir nicht sicher bin, dann frage ich den Körper nochmal, dann mache ich einen Test, Dann sage ich, okay, möchtest du das? Und wenn der Körper dann sagt, nee, ändert jetzt nichts dran, ich bin immer noch im Stress, Dann brauche ich da auch nichts machen und da werde ich auch nichts machen. Im anderen Fall, wenn ich jetzt aber dein Nervensystem frage, so hey, willst du das? Und es gleicht sofort aus. Ich merke, Dein Körper reagiert also mit einer positiven Ansprache. Dann ist das genau das Richtige. Und dann geht es nur noch um die Art, wie ich das justiere. Und dann sind wir auf der sicheren Seite. Weil nicht ich von außen irgendwas machen will mit dir, sondern dein System mir genau, sagt, was ich zu tun habe.
Joël Kaczmarek: Aber wirst du nicht trotzdem, wenn du einen neuen Patienten aufnimmst, irgendwas haben müssen, wovor du ihn warnst? Also, was dir passieren kann, ist doch garantiert auch... Bei deiner Gilde so, dass man irgendwie was unterschreiben muss. Mit hier folgendes, jenes, welches kann passieren. Gibt es da nicht Dinge?
Oliver Mack: Doch, doch. Also vielleicht erinnerst du dich. Ich meine, du kommst ja auch schon lange. Vielleicht ist das nicht mehr ganz auf dem Schirm, aber jeder, der zu mir kommt, unterschreibt eine Aufklärung. Aber das ist mehr, weil es gesetzlich vorgeschrieben ist. Wie gesagt, also? Statistisch ist die Wahrscheinlichkeit, mit einem Flugzeug abzustürzen, weiß ich nicht, um ein Tausendfaches höher als das bei einer chiropraktischen Behandlung, Was passiert. Und Flieger kommen verdammt selten runter. Also das ist so. Wir müssen es machen, weil der Gesetzgeber das vorschreibt. Und das finde ich sogar gut, Weil Chiropraktik steht heute auf vielen Türschildern, aber keiner weiß, was er bekommt. Und das merke ich im Ausland auch zunehmend. Da gibt es diese strengen Regularien gar nicht. Und dann weißt du nicht, was da passiert. Und wenn du Glück hast, setzt dir einer nur Nadeln, Aber wenn du Pech hast, macht einer was ganz anderes mit dir. Und von daher finde ich das gut, dass die Leute aufgeklärt werden. Falls ein Laie mal was macht, was nicht passt, dass das auch ein Risiko ist. Bei uns existiert dieses Risiko faktisch quasi nicht, Aber ich finde es trotzdem gut, die Patienten aufzuklären. Und ich finde es wichtig, sie aufzuklären, weil das wiederum in meiner Aufklärung ja auch den Leuten zeigt, okay, der weiß, was er tut. Also nicht die Aufklärung selber, sondern natürlich das Gespräch, Aber die Aufklärung selber ist eigentlich rechtlich vorgeschrieben. Und das finde ich, wie gesagt, unterm Strich sogar sehr sinnvoll.
Joël Kaczmarek: Weil ich glaube, wo viele Menschen Angst haben, die das sehen, ist, Ob man sich eine Querschnittslähmung holen kann. Durch sowas. Also der knackt mir im Rücken oder der dreht an meinem Kopf und am Ende, zack, ist irgendwas durchtrennt, und ich funktioniere nicht mehr.
Oliver Mack: Dazu müsste ja was ausgerenkt werden. Also, das wäre ja natürlich eine krasse Nummer. Das heißt, also, damit würde man jemanden grob verletzen. Und wie gesagt, das ist in Fachkreisen schon die letzten Jahrzehnte nie vorgekommen. Und davor bin ich mir sicher auch nicht, weil ja da eine konkrete Wissenschaft und eine Herangehensweise dahinter steht. Die Fälle, Wie gesagt, wo was passiert ist und die dann so durch die Medien gehen, wie Schlaganfall und so, Das waren alles Leute, die hatten keine Ahnung. Das waren irgendwelche Reiki-Leute oder so, die halt mal am Kopf rumgerissen haben. Und dabei hat sich ein Blutgerinnsel gelöst. Aber das passiert nicht, wenn man weiß, was man tut, Weil der Körper ist, so intelligent, dass er einem das ja sagen kann. Also der Körper sagt ja nicht zu mir, du hast hier einen falschen Wirbel, sondern der Körper sagt mir einfach ein Nein. Und was dieses Nein bedeutet, kann ja multifaktoriell sein. Das kann sein, dass da vielleicht eine Arterie... Qual ist irgendwie zu betoniert, ist mit Ablagerung. Es kann aber auch sein, dass der Körper sagt, so will ich gerade nicht. Aus welchen Gründen auch immer. Und das, sage ich jetzt mal, dabei, Wie gesagt, ist halt nachweislich die letzten Jahrzehnte nie. Was passiert. Und deswegen fühle ich mich auch so sicher. Vor allem, weil ich ja auch auf vier verschiedenen Ebenen arbeite. Weil ich quasi rein fühle und nicht nur rein mechanisch arbeite, sondern wen habe ich da vor mir? Wie fühlt er sich? Und wir kommunizieren viel beim Justieren, und das machen manche Patienten auch. Und das mache ich übrigens auch, wenn ich unsicher bin. Wenn ich zwar ein positives Feedback kriege, aber mein Gefühl, meine Intuition, sagt, Irgendwas stimmt da nicht, Dann frage ich den Patienten, Wie fühlt sich das an für dich? Bevor ich justiere. Und er sagt, ist alles super. Ja, dann war es vielleicht halt keine Ahnung. Dann war es das falsche Essen bei mir oder sonst irgendwas. Kann ja auch was anderes gewesen sein.
Joël Kaczmarek: Und wie erkenne ich jetzt als Laie, ob das jemand ist, der es kann, vom Fach hast du jetzt immer gesagt, Oder ob es ein ungelerntes ist? Woher kann ich das von außen unterscheiden?
Oliver Mack: Also witzigerweise, zuerst mal an der Aufklärung. Denn wenn jemand so eine ordentliche Aufklärung macht, dann weiß er im Prinzip auch, Warum er das tut und dass er es tun muss und dass das ja einen organisatorischen und rechtlichen Hintergrund hat. Dann kommt natürlich noch hinzu, wo hat derjenige gelernt. Also Ich empfehle den Patienten, nur Kollegen aus den eigenen Reihen, weil ich weiß, was die gelernt haben, weil ich selber seit Jahren da am Campus bin, auch jährlich auf Weiterbildung mehrfach. Und es gibt einfach da die Gewissheit, Die Leute wissen, was sie tun. Also ich habe viele Leute, die aus Hamburg zu mir kommen oder hier beruflich in Berlin tätig sind. Oder in der Welt rumtingeln? Und ich sage, denen immer, schaut, wo haben die Leute die Ausbildung gemacht, okay? Also ist das ein Berufsverband, der Qualitätsrichtlinien sicherstellt, der Ausbildungsrichtlinien stellt, Der sagt, okay, was muss jemand denn können, um auf die Menschheit losgelassen zu werden? Und nicht umsonst dürfen das eigentlich in Deutschland nur Ärzte und Heilpraktiker, also große Heilpraktiker. Weil es braucht einfach eine gewisse medizinische Grundkenntnis. Und das ist halt nicht der Physiotherapeut oder der Osteopath, oder sonst irgendwas. Sondern das ist halt. derjenige, der sich auf dieses Fach spezialisiert hat, auf ein medizinisches Grundwissen aufgebaut.
Joël Kaczmarek: Ich frage mich aber auch immer, wie macht Ihr das? Wenn man sich mal so Körperzeichnungen anguckt in so einem Biologiebuch, dann hast du so die ganzen Knochen. Das sind ja schon unglaublich. viele. Dann hast du die Muskeln, die da drüber liegen, Das ist ja auch schon Komplexität. Dann hast du noch die Faszien, also das Bindegewebe um die Muskeln. Dann wird es ja ganz schwer. Dann hast du ja teilweise Ganzkörperfaszien, Die laufen von dort nach dort. Dann hast du noch irgendwie Bänder und alles. Also wie kriegst du, wo du ja eigentlich nur haut siehst, wo du sozusagen gar nicht weißt, was drunter ist jetzt visuell, Wie kriegst Du da so eine Navigation? rein, dass Du weißt, wenn ich da drücke, passiert dies, wenn ich dort drücke, das ist irgendwie nicht richtig. Weißt du, was ich meine? Wie navigierst du über so einen Körper?
Oliver Mack: Ja, gut, Es sind 206 Knochen, in der Regel sind es über 650 Muskeln. Und natürlich noch viel mehr Faszien. Und da hast du schon recht. Aber man muss das Ganze eben nicht so kompliziert sehen. Auf der einen Seite ja, Man sollte natürlich mal den Kapandji irgendwie studiert haben, also, das ist einfach funktionelle Anatomie. Man sollte schon wissen, wie der Körper aufgebaut ist, Was für ein Bewegungsradius ein Gelenk hat. Und so. Also, es ist schon sehr, sehr schulmedizinisch, anatomisch, ja. Aber auf der anderen Seite, wenn wir das Nervensystem einbeziehen, geht es viel schneller und effektiver. Also, ich muss schon wissen, was ich tue und wie der Körper da aufgebaut ist. An der Struktur, wo ich arbeite. Das macht den Fachmann ja aus, okay? Der weiß, Welchen Facettenwinkel hat ein Lendenwirbelkörper Nummer 4. Okay, Das unterscheidet sich von einem Brustwirbelkörper, von einem Halswirbelkörper. Ich muss die Line of Drive, also genau in dieser Facettenrichtung, wie ich justiere, das muss ja sicher sein. Weil ansonsten würde ich ja Stressen oder Gelenke aufeinander drücken. Das wäre unangenehm. Also, es gehört schon enormes anatomisches Wissen dazu, und diese Feinheiten zu kennen. Und da auch immer am Ball zu bleiben und da nicht bequem zu werden. Aber letztendlich ist es das Nervensystem, Was sagt, was zu tun ist oder wo nicht. Und wenn ich mir nicht sicher bin, ist es jetzt tatsächlich die Rechte oder die Linke Facette, dann finde ich das einfach mit Tests, so aus.
Joël Kaczmarek: Und gibt es Befunde oder Menschentypen oder Dinge, die bei einem los sein können, wo du sagst, dann sollte ich lieber nicht mit Chiropraktik arbeiten. Oder gibt es auch umgekehrt? Wege, wo du sagst, hier folgende Liste an Punkten kann man ganz hervorragend damit bearbeiten?
Oliver Mack: Ja, das würde ich jetzt so pauschal nicht sagen, sondern ich würde sagen, ich arbeite viel mit Osteopathen und Physiotherapeuten zusammen. Und die Grundfrage, die sich für mich immer stellt, was braucht es denn? Also, was ist die Ursache des Problems? Wenn einer, sage ich jetzt mal, Solche Sorgen hat, dass sein Organ so einen Zug auf die Faszien bringt, dass dem immer ein Wirbel rausspringt. Also nicht rausspringt, aber ich sage mal subluxiert, Dann sollte man vielleicht auch mal auf die organische Ebene gehen oder auf die viszerale Ebene. Und dann würde ich den natürlich zum Osteopathen schicken, weil ich dann sage, okay, der ist der Profi, was, sag ich jetzt mal, Kraniosakrale und viszerale Arbeit angeht. Und der kann die Spannung mal auf eine ganz sanfte Art und Weise mit Körperfrequenzen rausnehmen. Das unterscheidet die ja von uns, dass wir sehr schnell und korrekt justieren und die Arbeiten eher langsam, also zumindest mal so von den Grundzügen her. Und ein Physiotherapeut arbeitet dann halt mehr auch mit Faszien und Muskeln, um wieder Gelenksmobilität reinzubringen. Und das ist nach dem Justieren zum Beispiel hervorragend. Also mich fragen ja auch immer die Leute, dann, soll ich jetzt überhaupt noch zu einem Physio gehen? Da sage ich, ja unbedingt. Wenn du jetzt noch ein Rezept hast oder sage ich mal, das tut dir gut. Oder du gehst gerne zu deinem Physio, dann ist das doch super, wenn wir den Gelenkstress lösen. Diese Schutzverspannung lässt dann los. Das heißt, Der Körper ist viel weicher, viel entspannter. Auch die Kollegen viel besser rein und können auch von den Muskelschichten, die du jetzt angesprochen hast, da über 650 Muskeln, Dann können die auch mal die tieferen Schichten viel besser prüfen und da vielleicht noch eine fasziale Verklebung oder Spannung rausholen. Und das ist natürlich eine wunderbare Sache. Deswegen arbeite ich viel mit anderen Therapien zusammen, oder ich denke da eher im Netzwerk als, Was ist jetzt rein für Chiropraktik sinnvoll und was nicht. Meistens ist es ja eine Kombination.
Joël Kaczmarek: Und mal rein über Zahlen gesprochen. Wie oft sollte ich sowas machen, damit es mir besser geht? Ist es so, Ich habe ein Problem, ich komme einmal zu dir und ich gehe übers Wasser und brauche nicht mehr wiederkommen? Oder brauche ich eine bestimmte Anzahl an Sitzungen? Oder gibt es eine Frequenz, wie du zum Beispiel auch? Also lässt sich zum Beispiel wahrscheinlich auch selber behandeln, Tippe ich mal. Was ist da sozusagen? so der Erfahrungswert, wissend, dass jeder Mensch anders ist und dass jedes Problem individuell ist?
Oliver Mack: Also vor drei Jahren. Im Studium kam eine neue Studie raus, Die besagt hat, dass die neuesten Untersuchungen gelenkspezifisch gezeigt haben, dass nach einer Subluxation, wenn die bereits 14 Tage besteht, also nur 14 Tage, kann man mikroskopisch und arthrotische, also degenerative Prozesse im Gelenk nachweisen. Zwar auf mikroskopischer Ebene, also relativ gering, aber es ist ein Verschleiß, ein nachweisbarer Verschleiß. Und deswegen lasse ich mich alle 14 Tage justieren. Gar kein Thema, weil ich keinen Bock auf Verschleiß habe. Das kann ich jetzt nicht meinen Patienten erzählen, Die denken, der Spinnt ja. Aber zu deiner Frage zurück, wie oft macht es Sinn? Es ist natürlich aus dem, was wir jetzt besprochen haben, sinnvoll, natürlich, sich regelmäßig checken zu lassen. Die Frage ist ja, wie lange läuft jemand schon, sag ich mal, Krumm durchs Leben? Also der erste Stress ist Geburt, werde ich nie vergessen. Ich habe mit Gyn-OP, also meine Ausbildung, angefangen. In der Uni und Geburten waren für mich damals noch so ganz normal. Aber als ich dann Chiropraktik gelernt habe, habe ich das Ganze mehr und mehr in Frage gestellt, Weil eine leichte Bewegung am Kopf bei einem Säugling schon Stress ins Rückenmark bringen kann, zervikal, und den Stress nimmt keiner raus. Und wenn jetzt einer 20, 30 Jahre, sag ich mal, Krumm durchs Leben geht und der Körper kompensiert in jungen Jahren wunderbar. Und dann kommt der zu mir. Und dann wünsche ich dem, dass nach einer Behandlung wieder alles an Ort und Stelle steht. Und so bleibt. Aber die Erfahrung zeigt leider, was anderes. Das heißt, Statistisch gesehen ist es sogar so, Für ein Jahr der Fehlstellung, wo wir durchs Leben gehen, Braucht es etwa einen Monat Behandlungszeit, um das wieder zu korrigieren. Das ist jetzt irgendwo…
Joël Kaczmarek: Das heißt 30 Behandlungen sozusagen?
Oliver Mack: Nein, nicht. 30 Behandlungen. Das ist mal so grob gesagt. Wir gehen von der Behandlung aus, sage ich jetzt mal, ein bis zweimal die Woche in der Akutphase. Wenn jetzt jemand kommt und sagt, mir geht es gar nicht gut, Mein Körper funktioniert nicht mehr, und er hat auch neurologische Auffälligkeiten, Justieren wir den ein bis zweimal die Woche, solange, bis er aus der Akutphase raus ist. Meistens geht das ganz schnell, vielleicht schon nach ein, zwei, drei, vielleicht mal nach vier Wochen. Dann ist jemand aus der Akutphase raus, und wir stellen fest, Dem geht es nicht nur gut, sondern der bringt auch nur noch die Hälfte der Subluxationen mit. Und dann sehen wir ja, es hat einen nachhaltigen Erfolg, und dann streckt man das Ganze. Dann schaut man mal, okay, hält es jetzt zwei Wochen, hält es vier Wochen, sechs Wochen, acht Wochen, zwölf Wochen. Und wenn jemand mal im Dreimonatsrhythmus angekommen ist, dann hat er es eigentlich geschafft, also beschwerdefrei. Weil dann ist er im präventiven Level. Und da geht es auch schon lange Statistiken darüber, dass nach drei Monaten hat jeder eine Subluxation drin, Weil das Leben halt normal aus Stress besteht. Auch damit wir uns evolutionär weiterentwickeln. Wie hat Hans Elje so schön gesagt, Stress ist die unspezifische Reaktion des Körpers an jede Anforderung, die an ihn gestellt wird. Das heißt, Stress kann alles sein und Stress haben wir immer im Leben. Und dementsprechend kann es auch immer zu Subluxationen kommen. Die Frage ist, wie lange die besteht, weil die Länge entscheidet? Ja, dann die Dauer, wie weit es dann zu einer bis zur Nervenstörung kommt. Und dann muss man halt vielleicht auch mal ein bisschen dran arbeiten, wie bei einem sportlichen Training. Das macht man ja auch nicht nur einmal, sondern wenn wiederholt ist. Und so trainieren wir quasi, wenn man so will, neurologisch und physisch, den Körper wieder geradeaus zu gehen. Und dann, Wenn man die Muskeln aufgebaut hat, dann ist das leicht, das zu halten. Dann macht das richtig Spaß, Man muss nicht mehr viel tun und man hat eigentlich ein gutes Gesundheitslevel erreicht. Und so ist das beim Justieren letztendlich auch. Also wir empfehlen dann im präventiven Bereich, so drei, Vier Mal im Jahr, sich auf jeden Fall prüfen zu lassen, weil ja dann alles wieder funktioniert.
Joël Kaczmarek: Okay, also präventiv treib es vier Mal im Jahr. Prüfen lassen. Du sagst, du Bist im Streber-Modus, weil du deine Mikrogeschichten verhindern willst. Du gehst sogar alle zwei Wochen. Jetzt hast du eben gesagt, pro Jahr der Fehlstellung Ein Behandlungsmonat, damit ich das einmal sauber verstehe. Du hast gesagt, In der Aktivphase hat man teilweise ein bis zwei oder Intensivphase, hat man ein bis zwei Behandlungen pro Woche. Das heißt, es werden im Monat also vier bis acht. Das heißt, wenn du sagst, ein Behandlungsmonat pro Jahr, dann würde das also heißen, Pro Jahr Fehlstellung irgendwas zwischen vier und acht Behandlungen. Habe ich das richtig gerechnet?
Oliver Mack: Ja, man kann es ja nicht so sagen. Also Die Fehlstellungen sind ja nicht alle gleich und haben nicht das gleiche Ausmaß. Es gibt stabilere Nervensysteme, es gibt labilere Nervensysteme, anfälligere. Das ist ja jetzt nur mal so, um das grob ins Verhältnis zu setzen. Für mich hat das damals am Campus so ein Bild ergeben. Wow, Es geht zwölfmal so schnell, wie es eigentlich entstanden ist. Also, wenn es jetzt zwölf Jahre gedauert hat, bis mein Körper anfängt, zu meckern, dann kriege ich das quasi innerhalb von einem Jahr wieder raus. Das heißt, ich bräuchte mit 50 oder 60 nicht mehr anfangen. Dann muss ich sagen, wenn es genauso lange dauert, das Problem zu beheben, wie es gekommen ist, Dann habe ich schlechte Papiere. Dann kann ich mir mit 60 zurücklegen und sagen, Pech gehabt, schlechtes Karma. Aber zum Glück ist das nicht so. Das ist für mich damals schon, so habe ich das auch gesehen, Der große Segen der Natur, hilf ihr ein bisschen. Und sie ist viel effektiver in dem Heilungsprozess, und es geht viel schneller, als es entstanden ist. Und das war für mich der Game Changer eigentlich, wo ich sage, wow, also, ich behandle ein paar Mal, Leute haben jahrelang Beschwerden oder es gibt dann nur noch die Option, Spritzen oder Operieren. Und ich behandle die ein paar Wochen. Und plötzlich sagen die, ey, ich bin zum ersten Mal schmerzfrei. Und da denke ich mir, wow, wie toll ist die Natur. Also letztendlich... Die Natur ist ja das Geniale oder die Schöpfung, wenn man will. Und es geht, wie anfangs gesagt oder wie D. D. Palmer, das auch verstanden hat, es geht ja nur darum, Support zu geben. Also, wir stecken nur den Stecker wieder rein, damit es wieder funktioniert. Und was ich wirklich seit einem Jahr meinen Patienten immer gerne Sage im Erstgespräch, Wir sind doch alle, so schlau, Wenn ein Computer nicht mehr funktioniert, den nicht sofort aufzumachen und die Platinen rauszuheben und fünfmal eine neue Tastatur reinzubauen, sondern wir gucken doch als erstes, Humboldt. Brauche ich ein Update, okay, oder Lad? Die App Neu oder Ruf einen Systemadministrator. Aber in der Schulmedizin ist es heute, Wo tut es weh, aha, Knie, okay, Arthroskopie, bringt Geld, geht schnell, ist ambulant, Aber das ist genau, wie wenn ich den Computer aufschrauben würde als ersten Schritt, das macht überhaupt keinen Sinn. Ich muss doch erstmal gucken, Kann die Software, die Hardware überhaupt noch steuern, ja, Und wenn da schon das Problem besteht, dann ist doch das Knie nur das Symptom. Und zusätzlich noch, wenn einer Krumm zur Tür reinkommt, ja, dann ist doch klar, dass das Knie mal nach Jahrzehnten anfängt, zu meckern. Aber dann muss ich mir nicht als Erstes das Knie angucken, also ich nicht. Ich gucke mir dann halt die Statik an, wie anfangs gesagt vom Mesti, Schau mal, Wie groß ist die Disbalance? Und dann schauen wir mal, wo das Problem herkommt.
Joël Kaczmarek: Also ein bisschen wirklich, Ich habe gerade das Gefühl, wie beim Computer, Man tritt eigentlich mal gegen oder macht einen Ausfall wieder an. Ich finde es insofern nett, weil auf der einen Seite macht es deutlich, dass. Es glaube, ich nicht so ein Fall ist von Ich mache einmal was. Und es ist wieder super, weil du hast es vielleicht mal Jahre mit dir rumgetragen. Bei mir war es zum Beispiel so, Ich habe mir irgendwann im Teenager-Alter beim Fußball anscheinend. Irgendwie das Kreuzbein verdreht. Also Ich hatte eine Torsion im Kreuzbein und habe das mit, keine Ahnung, 32 erst festgestellt. Oder Ende 20 oder so. Das heißt, du hast da eine 16 Jahre lang im Prinzip Schieflage drin gehabt. Aber auf der anderen Seite, hast du ja vollkommen recht, geht es sozusagen zwölfmal, so schnell, es wieder zu beheben. Also, es ist nicht so Wunderwaffe, Ich mache was und es ist sofort weg. Aber es ist auch nicht so, ey, Es ist jetzt in Stein gemeißelt, sondern... Man arbeitet quasi mit dem Körper, das finde ich interessant. Was würdest du so abschließend noch sagen, wie gehen Menschen raus, wenn es bei denen sozusagen, ansteckt, wenn die so eine Behandlung hatten? Was ist hinterher anders als vorher?
Oliver Mack: Puh, da müssen wir jetzt noch einen Podcast machen. Das Thema ist ja wirklich, wenn man jetzt versteht, dass diese Gelenkstörung das zentrale Nervensystem nachhaltig beeinflusst, also negativ, Dann sprechen wir ja von sympathischem, parasympathischem Nervensystem. Und durch diesen Subluxationsstress, Das haben wir so ja noch gar nicht so ausgemalt, ist ja der Parasympathikus, der Gegenspieler, immer leicht, unterdrückt. Weil solange eine Stimulation im Sympathikus ist, ist immer überleben. wichtiger. Und der Parasympathikus regelt Blutdruck, Hormonsystem, Immunsystem, Verdauungsstoffwechsel. Das heißt, also Leute kommen ja auch mit einer Hypothyreose, also mit einer Schilddrüsenunterfunktion. Oder mit einem Bluthochdruck, der nicht diagnostiziert ist. Also natürlich als Hypertonie. Aber manchmal weiß man nicht mehr, Ist es eine arterielle, ist es eine renale, also von den Nieren herkommt oder woher kommt die Aile? Und das ist ja das Spannende, dass wenn man das Nervensystem, das Zentrale wieder in Balance bringt, Dass das dann auch solche Sachen wieder besser steuern und regeln kann. Ich sage jetzt nicht, dass man damit jetzt die Schildgröße in den Griff kriegt. wieder, Aber die Werte sind dementsprechend für sich, wenn man dann Laboruntersuchungen macht. Dann, wo man sagt, wow, ja, wenn die Leute, Die berichten, dass sie plötzlich eine bessere Verdauung haben, Weniger allergische Reaktionen, dass Sie besser schlafen, dass Sie besser drauf sind, wieder eine andere Lebensqualität haben, dass Sie wieder Spaß haben, am Leben, dass Sie wieder Golf, Fußball, sonst Was spielen können. Wow, also allein das ist es schon wert, diesen Job zu machen. Aber es ist die Lebensqualität, Es ist nicht das Einzelne, oh, ich kann jetzt mein Knie wieder bewegen, Ich kann wieder kicken, sondern es ist wirklich viel, viel mehr, was da dran, hängt. Und das kriegen wir auch immer wieder als Feedback. Dass alles besser funktioniert. Und wenn es einem besser geht, dann geht es einem natürlich physisch besser, Es geht einem emotional besser, es geht einem energetisch besser, weil, das heißt, kennst du vielleicht selber auch, wenn so eine Subluxation gelöst wird, Ich sehe das immer, weil die Leute plötzlich einen Flush kriegen, Das heißt also, Blut fließt wieder ins Gehirn und ins Gesicht, Das heißt, Plötzlich ist wieder die Gesichtsfarbe gut, was vor der HWS-Justierung einfach noch nicht so war. Und die Leute spüren das auch, Die sagen, boah, jetzt kann ich wieder klar denken, klar sehen. Höher, besser oder mein Tinnitus ist plötzlich weg oder besser, oder wie auch immer. Es hat einfach so multifaktoriell, Es hat so viel Einfluss auf das gesamte System. Ja, wie fühlt sich jemand, wenn es anschlägt? Ich sage mal, es schlägt bei jedem an, aber vielleicht nicht bei jedem gleich schnell. Also beim einen, Ich hatte eine Dame, da war ich selber, schon kurz davor aufzugeben. Und bin heute so was von dankbar, dass ich das nicht gemacht habe. Die kam wirklich vier oder fünf Termine hintereinander und hat mir, erzählt, sie merkt gar nichts. Da habe ich mich immer so an meine Ausbildung erinnert und so und an das Nervensystem. Und naja, wenn du ein paar blinde Flecken im Körper hast, du nimmst das auch erstmal gar nicht so wahr. Du musst ja erstmal wieder Kontakt herstellen. Und das ist manchmal gar nicht so einfach, wenn du quasi ignorierst, dass Du da überhaupt ein Gelenk oder irgendwas hast. Und bei der hat das wirklich sechs Behandlungen gedauert. Heute sagt sie, das ist das Beste, was ihr hätte passieren können. Und ich war kurz davor zu sagen, ja, okay, dann brauchen wir was anderes. Müssen wir nochmal eine Diagnostik machen, brauchen wir nochmal eine MRT, müssen gucken, Warum schlägt das nicht an. Also, wenn wir so effektiv arbeiten und immer ein gutes Outcome haben. Und plötzlich hast du einen Patienten, wo gefühlt zumindest nichts anspricht, Dann stellst du natürlich auch erstmal deine Therapienfrage und sagst, bin ich überhaupt der Richtige? Und das ist nicht verkehrt, das zu machen, aber... Ich bin so froh, dass ich nicht aufgegeben habe, weil dann wirklich bei der sechsten oder siebten Behandlung. Plötzlich hat sie gesagt, boah, Jetzt war sie zum ersten Mal schmerzfrei. Und ich dachte, Gott sei Dank. Ich dachte schon so, ich mache nicht das Richtige. Oder wie auch immer. Man ist ja nicht perfekt, wie gesagt. Wir lassen uns ja mehr Leiten von dem, okay, was braucht dieses System, das zu mir kommt, Als dass ich jetzt mich über jemanden Stelle und sage, ich weiß genau, was du brauchst. Das wäre vermessen, das wäre egoistisch, Das wäre...
Joël Kaczmarek: Was würdest du denn noch sagen, was sind denn so die Hauptursachen, weswegen Menschen zu dir kommen? Bei mir ging es so, ich habe das oft gemacht und es kam immer wieder. Dann habe ich festgestellt, es ist bei mir über Nacht, glaube ich, immer sowas. Mittlerweile habe ich so den Eindruck, alles klar, das ist bei mir ein Nervensystem. Also Mein Stresssystem ist auch nachts so, dass ich angespannt schlafe. Und dann baue ich mir sozusagen alles wieder zurück, was da manchmal durch so eine Behandlung hingebaut wird. Deswegen mache ich mich jetzt daran, mein Nervensystem zu beruhigen. Doch mal aus deiner Warte Gehörst du. Was sind denn so typische Pfade, die du siehst? Also kommen die meisten Leute, weil sie irgendwie umgeknickt sind, Einen Unfall hatten, weil sie eine falsche Matratze hatten? Gibt es da so Strömungen, die du sehen kannst? Oder ist das hyperindividuell?
Oliver Mack: Im Prinzip kann man schon so ein bisschen einordnen. Also die meisten kommen halt, weil sie physische Beschwerden haben und weil sie natürlich austherapiert, sind. Also, weil sie frustriert sind, weil quasi jeder geht ran, Aber das Problem ist nicht gelöst. Also, dann waren die Halt schon beim Orthopäden Zigmal. Und der tut das schon ab, als vielleicht bildest du Dir das nur ein. Weil er natürlich irgendwie klassisch, diagnostisch, vielleicht gar nichts findet. Und dann stellt man irgendwann den Patienten halt in Frage. Oder Leute, die Halt dann auch schon, was weiß ich, zwei, drei Rezepte Physiotherapie hinter sich haben. Aber das Problem ist nicht weg. Nichts gegen Physiotherapie, ist eine gute Therapie. Aber wie vorhin schon erwähnt, man muss ja mal gucken, wo kommt denn die Ursache her? Also, was ist die Ursache des Problems? Dann kommen natürlich Leute, die sagen, ja, mir geht es so schlecht, ich weiß mir keinen Rat mehr. Manche kommen jetzt gar nicht, weil sie konkret irgendwas haben, sondern weil sie einfach nur merken, dass ihr System nicht mehr funktioniert. Und die traurigsten Fälle sind wirklich dann die, Da muss ich mich zurückhalten, dass mir nicht die Tränen ins Gesicht kommen, weil mich das so berührt, wenn Leute kommen und sagen, Sie sind meine letzte Hoffnung. Da denke ich mir, das kann doch nicht sein. Wir leben in so einer modernen Welt und die Leute, die sind... Manchmal wirklich kurz davor aus dem Fenster zu springen, weil sie nur noch schmerzen haben, nicht mehr wissen, wo oben unten ist, Schlafen schlecht, Verdauung ist schlecht, quälen sich nur noch durchs Leben, können sich nicht mehr konzentrieren in ihrem Job. Also quasi, Was macht das Leben noch für einen Sinn? Und dann sagt dir so jemand, Sie sind meine letzte Hoffnung. Und du denkst aber, wie kann das sein? Ich bin ja auch nur ein Fachidiot wie alle anderen auch, sag ich mal. Natürlich klar mit einem holistischen Hintergrund und durch meine 30 Jahre Yoga-Erfahrung habe ich natürlich eine bestimmte Sicht auf den Menschen und nehme mir auch immer die Zeit. Auch vielleicht anders als Kollegen. Mir ist das Gespräch immer wichtig. Wen habe ich da vor mir? Was bringt er mit? Damit ich das auch besser einordnen kann oder dem besser helfen kann, mehr auf den eingehen kann. Während der Behandlung. Aber das zeigt schon, wie dringend manche Leute einfach Hilfe brauchen. Und ich sage nicht, dass die Chiropraktik jetzt besser ist als irgendwas anderes. Aber ich sage mal, Für mich ist das einer der grundlegenden Bausteine mittlerweile im Thema Gesundheit. Und natürlich gibt es noch mehr, Weswegen wir ja auch Stressbewältigungsstrategien anwenden. Und das ja im Thema Gesundheit eine absolute Basis darstellt. Also wir gucken auf die Ernährung, Trinkverhalten, Schlafverhalten, Bewegungsverhalten, Geht das überhaupt noch, Sport machen oder was geht nicht? Und Entspannungsverhalten, sprich Autogenes Training, Meditation, Vielleicht zehn Minuten vorm Einschlafen, wenigstens. Das heißt, Mit diesen fünf Säulen der Gesundheit gehe ich dann noch über das Justieren hinaus. Natürlich in die Peripherie und sage, hör mal, du bringst mir jede Woche deinen Halswirbel mit. Warum eigentlich? Was stimmt denn da nicht? Und dann, ja, also, irgendwie schlafe ich auch ganz schlecht. Und dann analysieren wir mal den Schlaf. Und dann habe ich natürlich Profis in meinem Netzwerk, die dann den Schlaf analysieren, die gucken können, Vielleicht liegt einer zu hart oder hat das falsche Kissen, damit man das Mal korrigieren kann. Und plötzlich bleibt die Halswirbelsäule stabil. Und dann gibt es noch andere Faktoren, wie wenn einer denkt, Ich ernähre mich gesund, Aber das passt gar nicht für den Konstitutionstypen. Schicke ich die Leute halt zu einer Dosha-Bestimmung, zu einer ayurvedischen Ernährungsberatung, Damit die einfach mal auch verstehen, Vielleicht funktioniert mein System ganz anders. Oder ich trecke mal mein Trinken, so, wie ich das selber auch mache. Also, ich muss wirklich mein Trinken trecken, damit ich auf meine Trinkmenge komme. Und jeder denkt, er trinkt genug. Aber wenn wir es mal kontrollieren, dann sieht das vielleicht ganz anders aus. Genau, die trinken wir hier aus unserem Wasserglas. Und Thema Sport, Bewegung, Stresshormone abbauen ist wichtig. Aber was das Dilemma ja immer ist, Jetzt hat jemand klemmende Gelenke, Man darf sich das wie ein rostiges Getriebe vorstellen. Und dann kriegst Du gesagt, jetzt machen wir mehr Sport. Wie soll das funktionieren? Der Körper sagt intuitiv, nee, lass mich in Ruhe, das tut weh, ich verschleiß mich. Der Verstand versteht das gar nicht, Dem Körper geht schlecht, der muss sich bewegen, dass er überhaupt funktioniert, auch vom Stoffwechsel, Aber er kann es nicht. Und so gibt es eben verschiedene Ebenen der Gesundheit. Und natürlich kommen die Leute primär mit Gelenksproblemen zu uns. Aber sie merken recht schnell, dass wir eigentlich ja, so die fünf Säulen der Gesundheit, Für mich sind sechs. Mit der Chiropraktik, natürlich damit ein ganzheitliches Konzept haben. Also, wo wir den Menschen helfen können, vielleicht noch ein paar Sachen zu optimieren, Damit die Subluxation und der Stress nicht so schnell wieder zurückkommen.
Joël Kaczmarek: Ja, ich wollte gerade sagen, weil ich habe das auch so mit dir erlebt, dass man dann irgendwie mal guckt, was für Schuhe trägst du, was für ein Kopfkissen hast du, welche Matratze, machst du? Sport, wie ernährst du dich? Weil ich will gar nicht wissen, wie viele Menschen mit Rückenschmerzen durch die Gegend laufen, was mit Ernährung zu tun hat. So, oder mit Emotionen oder mit, weiß ich nicht, in meinem Fall. Nervensystem schlägt an und man ist nachts verkrampft, ja. Und jetzt hast du eben noch eine Sache gesagt, das würde mich abschließend nochmal interessieren. Du hast gesagt, diesen Flush hast du es? glaube ich genannt, wenn man den Leuten so das Blut wieder ins Gesicht kommt. Ich habe das im Netz teilweise auch gesehen, dass Leute ja sogar anfangen zu heulen, wenn die da deblockiert werden. Ist das, was Gutes, wenn ich sozusagen, mir schon die Tränen komme? Ist dann was gelöst, was so der richtige Kracher war? Oder war es dann schon zu viel? Was sind denn so Symptome, dass ich merke, okay, wow, Hier ist gerade das Richtige losgegangen?
Oliver Mack: Es ist nicht so einfach zu sagen. Ich glaube, es ist Ansichtssache. Also wissenschaftlich gesehen ist es zu viel. Also ganz klar, wenn einer dann ein Lachflash kriegt oder ein Heulflash, sage ich jetzt mal, Dann war das natürlich ein bisschen zu viel fürs Nervensystem. So kann man das interpretieren. Naja, Ich bin jetzt seit 30 Jahren in der Körpertherapie, und ich habe eher die Erfahrung, dass die Leute unterdrücken und zurückhalten. Natürlich auch schon gesellschaftlich, weil wir schon gerne Schwäche zeigen, in der Öffentlichkeit Tränen fließen lassen oder so. Das heißt, wir sind Meister im Unterdrücken. Wir sind Meister im Funktionieren. Geht ja in der Schule schon los. Sitz still und es interessiert nicht, wie du dich fühlst, ob du jetzt traurig bist oder nicht oder ob da Emotionen hochkommen will. Das lernen wir von früh an zu unterdrücken. Und wenn ich jetzt einfach mal den Deckel aufmache. Dann ist das aus meiner Sicht jetzt, rein aus meiner persönlichen, mit meinem Yoga-Therapie-Hintergrund. Und ich kann mit solchen psychologischen Phänomenen natürlich hervorragend umgehen, weil ich da geschult bin. Ich bin kein Psychotherapeut, aber ich kann sehr gut damit umgehen, wenn Leute in so eine Erfahrung reingehen oder wenn sowas hochkommt. Dann ist es für mich, weil ich es handeln kann, natürlich, wow, ja, lass mal dieses Kilo alte Ballast, den Du da drin hast und diesen Druck, Lass den Mal raus, weil Du fühlst dich hinterher am Tonnen leichter. Okay, deswegen sage ich eher, Das ist Ansichtssache. Aber wenn du jetzt die Ausbildung machst am Campus, dann wird dir natürlich beigebracht, Justiere Nicht so intensiv, dass so eine Reaktion kommt, Weil das könnte sein, dass das Nervensystem damit überstimuliert, ist. Also, für mich ist es Betrachtungssache, weil ich weiß, dass ich nicht reinzimmere, und ich bin mir dann auch immer sicher, wenn das bei mir passiert, dass das nicht das Nervensystem ist, Was übersteuert ist, denke ich zumindest mal. Und wenn ich dann mit den Patienten spreche, und das ist es ja, was ich ja durch meinen rein persönlichen Kontakt mit den Patienten habe, ich habe ja keine Riesen Praxis, wo die Leute sich hinlegen und dann stille. Und dann wird man durchjustiert. Und Tschüss der Nächste, Sondern ich bin ja in persönlichen Kontakten mit meinen Leuten und bespreche Sowas Ja auch. Und da war bisher noch nie irgendwie das Gefühl, dass da was zu viel war. Dass der Körper mal zwickt, ja, wenn ein Gelenk hochentzündet, ist durch diesen Subluxationsstress. Und ich bewege das in dem Moment, dann zwickt das vielleicht mal, ja, aber... Aber hinterher fühlt sich dann aber sofort besser an oder freier. Und die Entzündung geht raus. Und spätestens dann lassen die autochthonen, also die ganz kleinen Muskeln auch los, die ja schützend noch festhalten, weil ja noch Stress im Gelenk drin ist. Und das zeigt mir immer, auch, wie die Leute drauf sind, ja, mir geht es so gut, okay, das kann nicht so schlecht gewesen sein. Deswegen, Für mich ist das Ansichtssache.
Joël Kaczmarek: Ja, zumindest habe ich bei dir beobachtet, also, wenn ich mal bei dir war und gesagt habe, du, Letztes Mal war mir das zu intensiv, da habe ich irgendwie, weiß ich nicht, Es hat sich zu Matsch angefühlt. Dann guckst du halt hin und sagst, alles klar, lass mal schauen, wie wir das irgendwie hinkriegen mit weniger Reiz. Was braucht der Körper gerade? Und zack, macht man nur diese Aktivator-Geschichte. Also ich glaube, das ist was, Was wichtig ist, dass man so aufs Individuum eingeht und guckt, wie es passt. Ja, du, also? Dann würde ich mal sagen, um in deinem Zitat zu bleiben, Danke fürs Schnacken übers Knacken und noch viel, viel mehr. Habe ich wieder viel gelernt bei und freut mich, weil ich so ein bisschen den Eindruck habe, hast du auch eine Berufung gefunden. Also ich glaube, das bringt viel in die Welt. Von daher drücke ich dir ganz fest die Daumen. Ich wünsche dir natürlich weiterhin alles Gute und gute Besserungen, auf, dass diese zwei Wochenrhythmen bei dir weiterhin so gut anschlagen. Bestimmt setzen wir es nochmal fort. Aber vielen Dank für den Moment. Danke schön. Wow, das war ein inspirierendes Gespräch, oder? Denk dran, Abonnier den Podcast unbedingt, damit du keine Episode verpasst. Und teile ihn auch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen. Bis zum nächsten Mal. Bleib inspiriert und neugierig. Dein Joël.
