
Amazon-Chef Rocco Bräuniger: 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte
7. Februar 2025, mit Joël Kaczmarek
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Joël Kaczmarek: Trigger-Warnung. Wenn du jetzt weiterhörst, wird sich dein Leben nachhaltig verändern.
Rocco Bräuniger: Ich glaube, dass Gen AI jetzt im Moment sehr overhyped ist, aber langfristig underhyped. Es wird so Anwendungen geben, auf die wir jetzt noch gar nicht kommen, wo wir überhaupt keine Idee haben, die aber unser Leben massiv verändern werden und die wir dann als absolut alltäglich wahrnehmen werden. Wir wissen, dass überall auf der Welt vor 20 Jahren, heute und auch noch in 20 Jahren, die Kunden das Gleiche wollen. Eine schnelle und zuverlässige Lieferung. Sie wollen eine große Auswahl, sie zahlen lieber weniger für Produkte als mehr. Und deshalb ist es relativ einfach zu sagen, okay, ich investiere in Technologie, neue Features, die genau das sicherstellen, die genau darauf gehen. Weil das werden die Kunden auch dann noch lieben.
Joël Kaczmarek: Hast du gelernt,
Rocco Bräuniger: von Fallen und Aufstehen, Suchen und Pausen? Und jetzt du! High Five,
Joël Kaczmarek: Leute! Hier ist Joël. Und wie immer habe ich eine inspirierende Person mitgebracht, die mir ihre fünf Dinge verrät, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätte. Und dieses Mal aus der Geschäftswelt. Und ich glaube, ganz, ganz oben im Regal gegriffen trifft's, wenn ich das sage. Denn heute ist der liebe Rocco Bräuniger da. Und Rocco ist der Chef von Amazon. Wo ihr alle bestimmt auch schon mal bestellt habt. Rocco ist dort Deutschlandchef, aber noch viel mehr. Also er verantwortet den ganzen DACH-Raum und auch die verschiedenen Ausbauländer. Also sowas wie Schweden zum Beispiel, Polen oder demnächst auch noch ein weiteres, nämlich Irland. Von daher, er hat einen internationalen Blick. Man sieht an seinem Shirt, falls ihr das Ding hier auch mal auf Shorts oder wie YouTube guckt auch, dass er einen gewissen Australienbezug hat. Also ein international gereister Mann, der vieles erlebt hat, viel Erfahrung. Und da bin ich total neugierig zu hören, was der gern schon mit 20 gewusst hätte. Von daher, lieber Rocco, schön, dass du da bist. Moin Moin.
Rocco Bräuniger: Hi Joël, schön, dass ich da sein darf. Ich freue mich. Mal was anderes, mal eine andere Art von Podcast. Das ist spannend. Cool.
Joël Kaczmarek: Ja, mal keine Börsenzahlen durchdeklinieren, sondern mal in den Erfahrungsschatz tauchen. Nimm uns doch mal ganz kurz an die Hand, by the way, wenn ich bei dir Australia sehe. Ich weiß, auch in deinem Büro hängt ja so das eine oder andere davon. Wie kommt die Liebe zu Australien?
Rocco Bräuniger: Aus verschiedenen Gründen, aber der Hauptgrund ist ja tatsächlich, dass ich 2017 nach Australien mit meiner Familie gegangen bin und ich damals für Amazon den Amazon Australian Store aufgemacht habe. Also wir haben da zweieinhalb Jahre auch gelebt, haben Amazon.com.au und ist dann eben auch damals als Country Manager da geleitet. Und ich bin da immer noch verbunden. Ich kenne noch viele im Team, beobachte auch immer noch, wie das Geschäft sich entwickelt. Und es ist ein tolles Land. Ich war auch erst jetzt vor kurzem mit Familie tatsächlich wieder unten zum Urlaub machen, um auch ein paar Freunde zu besuchen. Tolles Land, immer wieder gerne.
Joël Kaczmarek: Ich bin ja immer so mit Tieren so. Und ich habe immer diese Horrorgeschichten gehört von diesen Spinnen, die in den Toiletten nisten in Australien. Gibt es die wirklich oder ist das so ein Urban Legend?
Rocco Bräuniger: Nein, in Toiletten nicht so. Es gibt zwei interessante Sachen bei Spinnen. Also einmal in Sydney tatsächlich, wir haben ja in Sydney gelebt, gibt es die Sydney Funnel Web. Die ist tatsächlich eine der giftigsten Spinnen. Die ist eher so in Pools und so. Und in Australien muss man sich das vorstellen, ein bisschen anders als in Deutschland, da hat so ziemlich jeder einen Pool. Und da muss man tatsächlich ein bisschen aufpassen. Aber die Spinne, die tatsächlich für die größte, zumindest in Australien, für den größten Todesrate sorgt, die Huntsman heißt die, glaube ich, das ist so eine Riesenspinne, die ist so groß. Die ist aber gar nicht giftig, die ist überhaupt nicht schlimm. Das Problem bei der Spinne ist, dass die es tatsächlich irgendwie ins Auto schafft, da reinkriegt, wenn mal die Tür offen ist, sie dann unter diese Sonnenblende kriecht und dann die Leute fahren, bla und dann während des Fahrens die Sonnenblende runter macht und denen dann diese riesen Spinne entgegenkommt und dann in den Graben oder gegen den Baum fahren. Das ist kein Witz, das ist tatsächlich so. Also die ist für mehr Tote verantwortlich als tatsächlich giftige Spinnen. Die ist aber überhaupt nicht giftig. Ich hatte sie auch mal in einem Haus sogar. Die ist groß und scary, aber passiert normalerweise nichts. Besser fällt ihr beim Autofahren aus der Sonnenblende entgegen.
Joël Kaczmarek: Ich habe das mal aus Südafrika gehört,
Rocco Bräuniger: dass du da mit Garagentoren aufpassen musst, weil sich die Insekten... durch die Kälte. Wenn es nachts kalt wird, gehen die an die Garagentore ran und wenn du dann die hochziehst und von innen reingreifst, greifst du von innen in die Tiere rein und dann stechen oder beißen die dich. Also das ist dann Nummer zwei hinter der Spinne aus der Sonne. Ja, da braucht man einen elektrischen Öffner für den Fall dann, ja. Okay, aber um dich auch mal ein bisschen kennenzulernen, ich glaube ganz viele Menschen fragen sich ja,
Joël Kaczmarek: wie so ein Beruf wie deiner ist. Weil wenn ich jetzt alleine nochmal nachzähle, also du bist Chef für Deutschland, Österreich, Schweiz, sind schon mal drei Länder. Polen, Schweden, Niederlande, Belgien und jetzt demnächst noch Irland. Also acht Länder verantwortest du quasi den größten E-Commercler, den es in der Geschichte der Menschheit gibt, darf man ja fast sagen. Wie ist denn so ein typischer Tag von dir? Also wie arbeitest du eigentlich?
Rocco Bräuniger: Ja, also ich weiß gar nicht, ob es so einen typischen Tag gibt. Und das ist, glaube ich, auch das Spannende, weil immer wieder ein bisschen was anderes passiert. Es geht noch ein bisschen natürlich auch, wie das Jahr so verläuft. Also wir haben immer zum Beispiel jetzt im April, Mai ist immer unsere Jahresplanung, unsere Dreijahresplanung, da sieht der Tag dann ein bisschen anders aus. Aber so ist es jetzt, so ein normaler Tag, klar. Ich komme ins Büro, ich habe viele Meetings, auch europäische Meetings. Wir sind ja unabhängig jetzt mal von den Expansion oder den neueren Ländern, die du auch gerade genannt hast, auch sehr europäisch organisiert. Deshalb rede ich natürlich auch super viel mit meinen Kollegen in Frankreich, in UK über Optimierung in der Supply Chain und praktisch über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg besprechen wir Themen. Also da gibt es relativ viele Reviews, aber dann sind es natürlich auch viele Themen, die jetzt ganz speziell Deutschland zum Beispiel betreffen. Ich würde mal sagen, insgesamt verbringe ich so 60 Prozent auf Deutschland, Österreich, Schweiz, 40 Prozent auf die anderen Länder, weil da habe ich überall auch einen Country Manager, der das mitverantwortet. Für Deutschland, Österreich, Schweiz ist natürlich auch Public Policy und PR dabei, die dann nicht nur auf Deutschland beschränkt sind, sondern tatsächlich auch europäische Themen umfasst, weil die meisten Regeln oder Regularien in Deutschland sind ja eigentlich europäische und deshalb ist es immer gut, da auch am Puls der Zeit zu sein. Was würdest du schätzen? Wie viele Stunden pro Woche verbringst du mit Arbeit? Gute Frage. Weiß ich gar nicht so genau, weil das so ein bisschen fließend übergeht bei mir. Also ich checke auch abends nochmal meine E-Mails auf der Couch am Handy oder so. Da zähle ich jetzt aber nicht die Stunden. Es liegt aber auch einfach daran, dass wir natürlich viel auch mit den US-amerikanischen Teams zusammenarbeiten. Wenn bei uns 18 Uhr ist, fangen die gerade an zu arbeiten. Deshalb ist es mit der Zeitverschiebung dann günstig, dass man da noch ein bisschen mal schaut. Geht das Projekt voran? Gibt es da irgendwelche Sachen, wo ihr eventuell einen Sign-off braucht oder irgendwelche Guidance? Ich kann die Zahl jetzt nicht nennen. Ich glaube, 40 sind es nicht. Es wird ein bisschen mehr sein, aber ich habe jetzt keine genaue Zahl. Aber für mich ist es tatsächlich, wir reden ja auch nicht von Work-Life-Balance, sondern mehr Work-Life-Harmonie, weil für mich geht das alles so ein bisschen überall. Ich muss natürlich schauen, dass die Familie nicht darunter leidet. Das heißt, dass wir tatsächlich auch Zeit haben oder ich Zeit habe für meine Kinder, für die Frau und für Urlaub. Aber das funktioniert, glaube ich, ganz gut. Aber mir macht die Arbeit so viel Spaß, dass ich das jetzt nicht als Bürde oder so empfinde. Von daher funktioniert das ganz gut. Gute Harmonie bei mir sozusagen.
Joël Kaczmarek: Würdest du denn sagen, ist das ein Traumjob, den du hast?
Rocco Bräuniger: Vielleicht nicht für jeden. Ich glaube, ich kenne aber ein paar Leute, die den Job auch ganz gern hätten. Wir haben ja auch immer solche bei uns Development Plans. Also was willst du denn, wo in welche Richtung möchte ich es entwickeln? Country Manager stand bei mir tatsächlich auf der Liste, aber jetzt gar nicht so unbedingt für Deutschland. Ich bin ja dann auch erst Country Manager geworden für Australien. Von daher im Moment würde ich sagen, klar, mir macht es unglaublich viel Spaß. Man sieht auch, dass man richtig was bewegen kann. Man arbeitet mit sehr, sehr vielen verschiedenen Teams zusammen, sowohl national als auch international. Also für mich ist es ein Traumjob und ich denke für viele andere auch, aber vielleicht auch nicht für jeden.
Joël Kaczmarek: Du merkst ja, ich versuche auch, dass die Menschen dich mal so ein bisschen kennenlernen und mal verstehen, was es so bedeutet, wo du beruflich unterwegs bist. Weil ich finde, viele Menschen wissen ja auch nicht, was sich damit eigentlich verbindet. Ich weiß, ich habe mal mit einem Technikchef von einem Unternehmen geredet, der hat einen super lustigen Satz zu mir gesagt. Der hat gesagt, Joël, weißt du, wenn ich Gehalt kriege, ist es ja so. ein Drittel ist Schmerzensgeld, ein Drittel ist Schweigegeld, ein Drittel ist eigentlich nur das Gehalt. Und damit hat er so ein bisschen drauf angespielt, dass man gerade, wenn man in so einer sehr visiblen Position ist, halt auch viele Sachen hat, die nicht so angenehm sind. Also bei euch ist es wahrscheinlich immer mal, wenn irgendwie mal was im Argen ist oder Daten oder was weiß ich nicht, was seid ihr super dankbares Ziel? Also es ist auch ganz schön schwer, was du hast. Und ich ziehe jetzt noch so ein Stück weit auf die Frage ab, was ist dir denn wichtig für euch? Also was sind denn so vielleicht die zwei, drei Werte, wo du sagst, Das sind Dinge, die ich verbessert haben möchte, wenn ich mal von diesem großen Tanker hier irgendwie von Bord gehe.
Rocco Bräuniger: Die Frage nach der Legacy, an was soll man sich erinnern, wenn ich Amazon tatsächlich hier oder Amazon Deutschland verlasse? Ich glaube, ein Punkt, der mir tatsächlich am Herzen liegt, wo wir schon sehr, sehr, du hast ja zwei gefragt, also gebe ich dir auch zwei, sehr, sehr große Fortschritte gemacht haben bei beiden. Eins ist tatsächlich, dass wir als einer der besten Arbeitgeber anerkannt werden und auch gesehen werden. Wir bekommen auch Auszeichnungen, jetzt auch gerade erst wieder als Top-Employer. Aber da gibt es sicherlich noch viel, was wir verbessern können. Und da arbeiten wir eng mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Logistik, also im Operations-Bereich, aber natürlich auch im Corporate zusammen. Wie können wir denn da noch besser werden? Bei uns gibt es so ein Leadership-Prinzip, das heißt, strive to be world's best employer. So, wir wollen da tatsächlich einige Schritte nach vorne gehen. Und der andere Punkt ist, wo wir in der Transformation sind und wir große Fortschritte gemacht haben, aber noch ein ganz weiter Weg ist, ist tatsächlich die Nachhaltigkeit. Wir wollen bis 2040 karbonneutral sein. Wir sind schon der größte Abnehmer von erneuerbaren Energien. Wir investieren viel mit Parks in der Nordsee, Solaranlagen auf unseren Fulfillment-Centern, Distributions-Centern, in Elektromobilität, allein in Deutschland wieder 400 Millionen, aber natürlich auch. In E-Cargo-Bikes, weil so ein Elektroauto, ich war neulich hier beim Oberbürgermeister von München, der hat gesagt, eure Rivians oder auch die anderen Elektrofahrzeuge bringen ja nicht viel, weil die verstopfen die Straße genauso viel. Die sind zwar nicht so laut und sie machen keine Abgase, aber trotzdem ist halt die Innenstadt in München sehr dicht und genau dafür sind wir jetzt ja auch dabei, mit Cargo-Bikes zuzuliefern, um da praktisch auch noch einen Impact zu haben. Und ich glaube, das sind so Punkte, wo ich noch ein paar Jahre dann zu knabbern habe, wo es noch viele Sachen gibt, aber wo wir tatsächlich noch uns richtig, richtig verbessern können.
Joël Kaczmarek: Das finde ich cool, weil ich habe gerade gedacht, wenn ich in deiner Rolle wäre,
Rocco Bräuniger: würde ich genau auf solche Umweltthemen gucken, weil ihr braucht ja nur einen ganz kleinen Hebel umlegen und es passieren riesige Dinge. Also ihr macht ja auch extrem viel in Sachen Verpackung und, und, und. Genau, ist ja tatsächlich der Gesamtbereich Verpackung, obwohl der am Carbon Footprint, um mal ehrlich zu sein, gar nicht so viel ausmacht, ist er tatsächlich in der Perception, in der Wahrnehmung sehr, sehr wichtig und er hat natürlich auch Vorteile für Kunden. Weil mit weniger Verpackung kommt natürlich auch ein Produkt besser an und eine gute Verpackung. Wir haben jetzt die Papierpolstertaschen eingeführt. Also da gibt es auch einiges, an dem wir arbeiten. Viele Produkte versenden wir ganz ohne Umverpackung, wenn der Kunde es möchte. Also direkt in Originalverpackung zum Beispiel. Und vielleicht erlaubst du mir, bevor wir zu deinen fünf Punkten kommen, noch eine Gossip-Frage. Hast du Jeff Bezos eigentlich auch mal getroffen und wie ist der so? Den habe ich öfters getroffen tatsächlich. Jetzt allerdings, seitdem er nicht mehr CEO ist, nachdem jetzt Andy Jassy CEO ist, nicht mehr. Um ganz ehrlich zu sein, ich glaube, ich habe den Andy jetzt in den letzten drei Jahren öfter getroffen als Jeff Bezos insgesamt. Jeff Bezos habe ich das erste Mal getroffen 2006 oder 2007, also kurz nachdem ich angefangen habe bei Amazon. Da war er in Deutschland. Da gibt es auch ein paar Bilder davon noch, das ist ganz gut. Und da gibt es diese eine Geschichte, die habe ich schon mal im anderen Podcast erzählt, deshalb erzähle ich sie jetzt vielleicht nicht, aber da gibt es die lustige Geschichte, wo ich in Seattle war und mit Jeff gesprochen habe und er dann was gepostet hat, was mich betroffen hat, wo ich ein bisschen perplex war, sagen wir mal so.
Joël Kaczmarek: Das möchte ich jetzt wissen, come on.
Rocco Bräuniger: Das soll ich nochmal erzählen, aber okay. Die Geschichte war folgendermaßen, ich war in Seattle und habe auf diesem... All Hands heißt es, also wo alle Amazonier praktisch zuschauen. Da sind ein paar tausend Leute in der Audience und der Rest wird halt gestreamt. Habe ich was präsentiert? Gut. Ich habe präsentiert Australien, weil wir hatten gerade Australien gelauncht. Und ich habe präsentiert, wie haben wir das so gemacht? Welche Schwierigkeiten gab es? Und was waren auch lustige Geschichten? Und mein allerletztes Slide war ein Känguru, wo der Schwanz zu diesem Amazon Smile verfolgt war. Das Problem bei dem Ding war, das Bild war geklaut aus dem Internet. Das hat irgendjemand gemacht. Wir wussten aber nicht, wer. Wir haben es nicht rausgefunden. Ich hatte es aber vorher intern per A gesagt, eigentlich darf ich das Bild nicht verwenden, weil das gehört mir nicht. Das war nicht unsere Grafikabteilung, das hat jemand anders gemacht. Schaut aber super lustig aus. Und die haben gesagt, ach komm, vergess es nur intern, seh nicht so viel, das ist schon okay. So, jetzt bin ich dann da auf dieser Vorstellung. Backstage Jeff Bezos, mit dem kurz gesprochen. Dann gehe ich raus und nach mir war Jeff gleich dran. Also das heißt, ich war auf der Bühne, habe meine Präsentation gemacht und danach kam Jeff für die Q&A-Session dann. Vorher mit ihm gesprochen und er ist praktisch Backstage, da sind so große Fernseher, wo er praktisch das auch verfolgt. So und was macht Jeff, wenn ich da zu meinem letzten Slide komme, nimmt sein Phone raus, macht ein Bild von dem letzten Slide und postet es direkt auf Instagram. Kann man doch sehen, das müsste gewesen sein 2018, November 2018, glaube ich. Und postet und schreibt irgendwie, my Australian friends pretty clever. Und ich habe das erst gar nicht geschnallt, logischerweise. Ich bin dann raus, nochmal Jeff, hey, danke, bla bla bla. Und bin dann heim und bin dann abends, weil ich war in Seattle, dann noch nach Sydney zurückgeflogen. Bin dann raus, bin auf meinem Weg zum Flughafen, wo auf einmal macht es bing, bing, bing. An meinem Phone erstmal, hey, Glückwunsch, super Präsentation, war toll und bla bla. Und dann ging es aber los, hey, hast du gesehen, was Jeff gepostet hat? Und ich so, hä, nee. Und dann gehe ich da rauf und sehe, was der gepostet hat. Und ich, oh nein. Mist, das ist jetzt nicht gut. Wir haben da kein Ding. Und ich habe mir, toll, und dann gehe ich in den Flieger, bin dann irgendwie, ich weiß gar nicht, 12 Stunden in den Flieger nach Sydney oder sowas. Und habe jetzt nicht gewusst, okay, was passiert, wenn ich jetzt lande? Ist da inzwischen das Ding explodiert, weil wir hier irgendwie Copyright Infringement oder irgendwelches Geistiges als Eigentum verwendet haben? Ging sich dann alles gut aus, aber das war für mich so eine ein bisschen komische Situation. Vergiss mal nicht, glaube ich.
Joël Kaczmarek: Ja, cool. So. Dann kommen wir doch mal langsam zu deinen fünf Punkten. Ich finde ja immer ganz spannend, dann auch zu wissen, wie alt die Person ist. Also von wo aus schaust du denn auf die 20 zurück?
Rocco Bräuniger: Ja, da muss ich vielleicht so ein bisschen ausholen. Nicht, weil wie alt ich bin, sondern als du angefragt hattest, hast du gesagt, hey Rocco, der kennt uns ja auch schon, also hast du gesagt, hey Rocco, hast du vielleicht Bock, bei dem Podcast mal mitzumachen? Entweder habe ich deine E-Mail nicht genau gelesen oder ich habe nicht genau zugehört. Auf jeden Fall habe ich das so verstanden, was würdest du denn gerne wissen vor 20 Jahren. Aber es ist ja nicht vor 20 Jahren. Ich bin ja mittlerweile 50, bin jetzt letztes Jahr... also 24, 50 geworden, sprich bei mir sind es schon 30 Jahre her. Also hatte ich meine ersten Überlegungen eigentlich darauf abgezielt, was hätte ich gern vor 20 Jahren gewusst und nicht mit 20. Das ist bei mir dummerweise ein Unterschied von 10 Jahren. Nichtsdestotrotz, ich glaube, die Beispiele, die ich gefunden habe, gehen für beides so ein bisschen. Aber die sind jetzt nicht haarscharf auf 20. Ich glaube, mit 20 war ich wirklich so noch in meiner sehr großen Findungsphase. Wenn mir jemand mit 20 gesagt hätte, was ich heute mache oder wie sich das alles so entwickelt, hätte ich es schon unterschrieben, sagen wir mal so. Aber genau, also deshalb die Frage zu beantworten, ich bin 50, ich habe deine Anfrage bis vor drei, vier Tagen falsch interpretiert.
Joël Kaczmarek: Na gut, was ist denn dein erster Punkt?
Rocco Bräuniger: Was Sinn macht oder was ich gemacht habe, was ich vielleicht auch noch hätte, ein bisschen mehr machen sollen, ist aus der Komfortzone ausbrechen. Embrace change. Weil ich, wenn ich jetzt so zurückblicke auf die letzten, ja jetzt gar nicht so 50 Jahre, aber seitdem ich auch 20 bin, die Sachen, an die ich mich am meisten erinnere und wo ich die absolut tollsten Erinnerungen dran habe, sind im Prinzip die, wo ich tatsächlich einen großen Schnitt gemacht habe. Ein Beispiel ist ja zum Beispiel nach Australien zu gehen, also mit Familie, das ist ja schon ein Umbruch, also mit Familie, ich habe drei Kinder, drei Mädels, mit denen in ein anderes Land zu ziehen, nicht nur ein anderes Land, sondern Und tatsächlich mehrere Zeitzonen weg. Also ich glaube, zehn Stunden haben wir im Moment Zeitunterschied. Du brauchst 24 Stunden, um überhaupt da unten zu sein und wieder zurück, dann natürlich genauso. Aber im Nachhinein war es genau der richtige Schritt. Ich hatte auch bei meiner Karriere bei Amazon schon vorher Möglichkeiten, auch nach Seattle zu gehen. Und damals war ich vielleicht ein bisschen, also im Nachhinein würde man fast sagen, also das ist jetzt kein Beschweren oder so, aber im Nachhinein könnte man sagen, hey, hättest du das mal auch noch gemacht oder hättest du das mal vorher auch gemacht? Weil Diego P. Argentini, der war hier auch mal Senior Leader bei Amazon und war dann hinterher in der italienischen Regierung, hat mir mal gesagt oder hat mal gesagt, man bereut ja eigentlich immer nur die Sachen oder fast immer nur die Sachen, die man nicht gemacht hat. Man bereut ja nicht die Sachen, die man gemacht hat. Und wenn ich das mit 20 oder vor 20 Jahren so gewusst hätte, hätte ich vielleicht noch mehr in die Richtung. Es ist ja nicht so, dass ich es nicht gemacht habe, muss man ja sagen. Oder ich habe ja damals auch Indien unterstützt, als die gelauncht haben. Habe das aber mehr oder weniger von Deutschland aus gemacht. Bin da zwei, drei Mal rüber. Vielleicht wäre es gar nicht schlecht gewesen zu sagen, pass auf, ich gehe mal ein halbes Jahr rüber, da habe ich noch mehr Impact. Ist ein großer Change, aber kann ja funktionieren. Einfach nur aus der Komfortzone raus, die keine Angst vor wirklich großen Veränderungen haben. am Ende des Tages. In fast allen Fällen zahlt es sich aus und man blickt dann darauf zurück und sagt, cool, dass ich das gemacht habe. Auch übrigens alle anderen, mit denen ich gesprochen habe, jetzt in Australien oder jetzt auch woanders in meinem Schwedenteam, die aus anderen Ländern kommen, die sagen, hey, ich habe das hier als Expat gemacht. Die sagen alle, Wahnsinn, genau das Richtige.
Joël Kaczmarek: Wobei das Interessante an deinem Beispiel ist ja, das ist ja so, dass du nicht nur du aus deiner Komfortzone rausgegangen bist, sondern mit dir noch vier andere. Also das ist ja natürlich intensiv. Ich meine... Ich denke gerade immer an Kinder, das ist ja die größte Angst, die man bei sowas dann immer hat. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mir geht es so. Wie kommen die in der Schule an? Kommen die mit der Sprache? Klar, Tiere, Wilde, Spinnen, die vom Auto fallen. Nee,
Rocco Bräuniger: da muss man natürlich auch Rücksicht nehmen. Also wir hatten das damals, also Sydney war jetzt relativ einfach zu verkaufen oder Australien war damals relativ einfach zu verkaufen. Insbesondere auch, weil du sagst ja Schule, die haben eine deutsche Schule, also eine deutsche internationale Schule. Und das war mir auch wichtig. Im Nachhinein muss ich aber auch sagen, Es ist gar nicht so wichtig. Also gerade junge Kinder, wir haben auch andere Freunde in Australien, die sind nicht an diese internationale Schule gegangen, sondern ohne irgendwie Englisch zu sprechen als sechs- oder siebenjähriges Kind an die englische. Das dauert dann halt ein paar Wochen, aber das funktioniert hervorragend. Von daher, das war auch so ein Grund, warum ich nicht nach Seattle gegangen bin, weil die internationale Schule da bloß bis zu einem bestimmten Alter geht. Aber im Nachhinein muss ich sagen. Was soll's? Die Kinder kommen schon zurecht und es geht schneller, als man denkt. Don't overthink it manchmal. Also Australien war jetzt einfacher, für meine Kinder, muss ich auch sagen.
Joël Kaczmarek: Also warte mal, Strand, Sonnenschein, ja okay, gekauft. Ja, ja,
Rocco Bräuniger: ja, so ähnlich war das tatsächlich. Die haben tatsächlich dann so ein, als wir es denen gesagt haben, erst mit meiner Frau natürlich besprochen, dann bei den Kindern haben wir jetzt nicht mehr nachgefragt, muss ich sagen, dann haben wir es ihnen ja gesagt, aber dann haben wir ja gesagt, hier. Haben wir denen ein Video gezeigt, das ist Australien, so schaut es aus, da würden wir gerne hingehen. Aber wir kommen auch wieder zurück. Das war ja auch so ein Ding. Also es war ja klar für mich, dass es über zwei, eigentlich war es zwei Jahre soll es gehen. Ich habe da nochmal ein bisschen verlängert, dann sind es zweieinhalb geworden. Aber es war von vornherein klar, dass wir auch wieder zurückkommen. Hat man dann so ein Thema mit Entwurzelung eigentlich? Weil das andere ist ja so die Freundschaften. Also ich habe es bei meinen Kindern gemerkt,
Joël Kaczmarek: als wir umgezogen sind, dass sie dann, oh, meine ganzen Freunde, blablabla. Merkst du sowas auch in der Persönlichkeit der Kinder dann? Weil ich finde, du hast ein anderes Mindset. bei Kindern, die zum Beispiel so Botschafterkinder sind und immer durch die Welt jetten und jede drei Jahre neue Freundeskreise schließen versus jemand, der am gleichen Ort lebt.
Rocco Bräuniger: Ja, es ist schon so. Also insbesondere, wenn ich jetzt nochmal auf Australien zurückkommen kann, da waren ja tatsächlich, die Hauptfreunde waren natürlich an der Schule, weil das ist ja nun mal so. Und da waren ja viele Expats auch, die kommen und gehen. Also die sind alle zwei, drei Jahre da. Das heißt, die haben da, die sind da schon ein bisschen reingekommen in dieses ganze Mindset, neue Freunde finden, aber auch Freunde wieder verabschieden, die dann halt woanders hingehen. Von daher sind die, glaube ich, da schon ein bisschen offener oder ein bisschen auch entspannter, wenn jetzt auch jetzt, wenn wir wieder zurück sind in Deutschland, mal jemand aus ihrem Freundeskreis jetzt bei meiner mittleren Tochter, die ist jetzt nach Berlin gezogen. Also das ist jetzt nicht toll und nicht schön. Klar, man versucht dann immer noch in Kontakt zu bleiben. Das funktioniert meist nicht lang, klar. Aber die sehen das ein bisschen entspannter, glaube ich, dadurch auch, dass sie diese Erfahrung schon ein paar Mal da gemacht haben mit diesem ganzen Expatleben.
Joël Kaczmarek: Wenn wir jetzt nochmal zu deinem Punkt zurückkommen, also du bereust eigentlich nur das, was du nicht gemacht hast. Was waren denn bei dir so Weggründe, nicht aus der Komfortzone zu gehen? Also war das oft so etwas Rationales, Vernünftiges, dass du so an Widerstände gedacht hast oder was war es bei dir?
Rocco Bräuniger: Ich hatte nie die Not. Also deshalb sagt man ja vielleicht auch Komfortzone. Ich sehe das auch übrigens ganz oft bei mir im Team, wenn ich Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter habe, die sagen, hey, für dich, ich habe hier einen tollen Job, wäre das nicht was für dich? Würdest du das nicht vielleicht gerne machen? Und dann sagen die oft, ich bin in meinem jetzigen Job noch nicht, wir haben jetzt gerade dieses eine Projekt und das würde ich gerne noch fertigstellen, jetzt ist gerade ein dummer Zeitpunkt. Das Problem ist, gerade bei uns, bei Amazon, es ist nie ein guter Zeitpunkt, weil es ist immer irgendwas, es gibt immer das neue Ding. Und irgendwann musst du einfach da die Reißleine ziehen und sagen, egal, ich mache das jetzt und ich gehe da raus und ich glaube, jetzt bin ich da ein bisschen anders, aber dass ich gerade vor 20 Jahren oder mit 20 da noch nicht so ganz so weit war oder so vielleicht auch ein bisschen risikoavers war. Das ist auch okay. Also wir als Company, wir sind ja kein Up or Out. Das heißt, wenn jemand sich happy fühlt in seinem Job und der einen guten Job macht, dann ist es auch okay. Man muss jetzt nicht, aber es gibt schon einige, die haben Potenzial und dadurch, dass sie vielleicht ein bisschen zu risikoavers sind, verschenken sie vielleicht ab und zu ein bisschen.
Joël Kaczmarek: Es gibt ja auch diesen Satz beim Kinderkriegen, es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt, um Kinder zu kriegen. Also wenn du vielleicht gerade drei Ausbildungen parallel machst und fünf Jobs hast, okay, aber ansonsten verstehe ich das. Und ich finde das spannend, also ich glaube, du und ich sind ja beide so unternehmerisch auch ein Stück weit oder kennen auch so durch die Wirtschaft viele Risiken, aber es gibt ja ganz viele Menschen, die uns zuhören, die vielleicht dieses Mindset nicht haben, die genau diese Komfortzonen-Denke haben. Was würdest du denen denn sagen, warum ist es gar nicht so schlimm oder warum ist es so bereichern, mal aus der Komfortzone zu gehen und wie geht man damit auch um? Also was waren so deine Pfade, wie du dich mit diesen neuen Dingen dann assoziiert hast oder in so einen Flow gekommen bist?
Rocco Bräuniger: Den Tipp, den ich meistens gebe, ist, man lernt immer was Neues und es ist ja nicht für ewig. Es ist ja nicht wie der Heirat. Also da sollte man sich vielleicht schon überlegen, wen heirate ich jetzt? Also da ist zumindest die Idee dahinter, dass es tatsächlich ein bisschen länger ist. Aber wenn man jetzt mal einen neuen Job macht oder mal ins Ausland geht. hey, dann mach es halt für ein oder zwei Jahre. Und wenn es dann tatsächlich nichts war, dann war es halt nichts. Aber du nimmst mit Sicherheit was mit. Und der neue Job bringt dir mit Sicherheit mehr Erfahrung, bringt dir mit Sicherheit wieder einen anderen Blickwinkel. Und du lernst coole Sachen. Und dann gehst du halt wieder zurück, wenn es dann doch das andere besser war. Also von daher, und auch nicht nach dem Perfekten immer Ausschau halten, sondern tatsächlich dieses Learn and be curious. Versuch auch einfach mal was Neues. Und tatsächlich dieser Mindset, es ist... keine Hochzeit, du heiratest dir nicht, du machst was für einen Zeitraum, der kann länger werden, vielleicht auch ein bisschen kürzer, als du eigentlich gedacht hast, aber es ist jetzt nicht, wo du dich für ewig bindest.
Joël Kaczmarek: Euer Gründer hier, der Jeff Bezos, hat ja auch mal eine ganz coole Geschichte gesagt, dass der erzählt hat so, und ich schätze mal, es wird in eurer DNA auch drin sein, es gibt so diese One-Way-Door-Decisions und Two-Way-Door-Decisions. Also das, was du gerade beschreibst, sind ja alles Entscheidungen, die einen Rückweg haben, während so die One-Door-Decision ist ja eigentlich gar nicht so oft. Also das sind ja die großen Ströme und da kannst du dir dann Gedanken machen.
Rocco Bräuniger: Ja, um das ein bisschen vielleicht noch auszuholen. Also bei dieser Two-Way-Door-Decision, die machen wir im Prinzip im Business oder auch im Privaten. Du musst nicht alle Informationen haben. Deshalb mach es halt einfach, probiere es einfach aus. Und wenn es nicht funktioniert, dann gehst du halt wieder zurück. Dann ist es halt nicht für immer. One-Way-Door-Decisions sind tatsächlich die, wo du jetzt nicht sagen kannst, oh, jetzt überlege ich es mir anders. Du hast ja erwähnt, wir haben ja auch schon kommuniziert, wir werden jetzt Irland launchen. Also das ist was, was man sich gut überlegen muss, wo man genau einen Business Case rechnen muss. Was braucht man, um das erfolgreich zu machen? Was brauchen die irischen Kunden? Da kann man nicht nach sechs Monaten sagen oder so, ah nee, war doch nichts, ich höre wieder auf, wir gehen wieder raus aus Irland. Von daher, das ist tatsächlich so eine One-Way-Door. Aber du hast recht, die meisten sind keine One-Way-Door-Decisions. Und das ist so ein bisschen das Problem bei einigen anderen Unternehmen, dass die so jede Entscheidung so als One-Way-Door sehen. Unglaublich, da kommt da noch eine Analyse und nochmal ein... in der Consulting-Agentur und tatsächlich, dass du 100% der Informationen hast, bevor du entscheidest. Da vergeht so viel Zeit, dass es im Prinzip schon nicht mehr funktioniert. Und vielleicht im Kleinen auch noch gesprochen, einen anderen Spruch, den auch Jeff Bezos gesagt hat, wenn du vorher schon weißt, dass es funktioniert, wenn du alle Informationen hast, dann bist du nicht innovativ. Das heißt, du musst was ausprobieren und nur dann kannst du tatsächlich innovativ sein. Und das finde ich eigentlich auch was, was uns oder mich so ein bisschen antreibt. Jetzt don't overthink it, probier es auch und dann aus und dann sehen wir, ob es klappt oder nicht. Die meisten Sachen kann man wieder zurückdrehen, keiner weist ihren Kopf ab.
Joël Kaczmarek: Ja, ich denke auch gerade so ans Zurück. Ich habe ja mal ein Buch über die Samvas geschrieben. Also die haben ja so Sachen wie Jamba gegründet oder Zalando oder damals das deutsche Ebay. Und die hatten ja immer so dieses Prinzip, schnell rennen. manchmal fast egal, in welche Richtung, weil wenn es die richtige Richtung war, bist du der Erste und hast gewonnen und wenn es die falsch war, bist du auch der Erste, der versteht, dass die falsch ist und gehst in die andere und hast da auch wieder deinen Vorsprung. Also ich finde, das kannst du auf so vieles übertragen, wenn du jetzt in deinem Privatleben mal anfängst, dich mit KI auseinanderzusetzen und mal drei Tools ausprobierst. Vielleicht waren zwei Tools von denen falsch, aber du hast extrem viel gelernt und bist dann sozusagen ahead of the curve, also eigentlich der Breitmasse voraus.
Rocco Bräuniger: Genau, also ich meine, da gibt es natürlich auch entsprechende Beispiele bei Amazon. Also wer erinnert sich denn an Auctions bei Amazon? Also wir hatten ja mal Auctions. Wer erinnert sich an zShops bei Amazon? Hatten wir nicht. Aber daraus haben wir gelernt, daraus ist Amazon Marketplace entstanden und inzwischen ist Marktplatz, also der Amazon Marketplace für über 60 Prozent der verkauften Einheiten verantwortlich. Also du lernst daraus und du gehst dann auf eine neue Innovation. Da habe ich noch zwei andere Beispiele, aber ich glaube, so viel Zeit haben wir heute gar nicht.
Joël Kaczmarek: Sind sie gut? Dann hören wir sie uns gerne noch an.
Rocco Bräuniger: Vielleicht kommen wir hinterher drauf zurück. Also gut, das eine war Fire Phone. Also wir hatten ja mal ein eigenes Phone rausgebracht, das dann aus verschiedenen Gründen, da will ich jetzt gar nicht drauf eingehen, aus verschiedenen Gründen dann doch nicht so funktioniert hat. Also es gibt kein Fire Phone mehr. Aber aus der ganzen Technik, aus dem, was wir gelernt haben, wie das alles funktioniert, das ging dann mit verschiedenen Kameras auch und wie auch immer, daraus ist dann Alexa entstanden. Und Alexa ist jetzt wirklich ein Hit. Also von daher, du lernst aus allen Sachen draus. Das Gute ist ja, das muss man ja auch sagen, Tschüss. bei Amazon, dass man relativ große Bets eingehen kann. Die Company ist sehr gesund. Wir gefährden damit nicht das Weiterbestehen der Company. Das ist so ein guter Nebenaspekt natürlich, den man inzwischen hat als Unternehmen.
Joël Kaczmarek: Ja, cool. Was ist denn dein zweiter Punkt?
Rocco Bräuniger: Der zweite Punkt, der geht so ein bisschen in die gleiche Richtung, aber eher auf kleine Sachen. So ein paar Sachen habe ich bereut. Ich habe zum Beispiel nie Linkin Park live gesehen. Ich wollte die immer sehen. Ich hatte auch immer mal so ein bisschen, und ich gehe jetzt so ein bisschen auf so Event-mäßig, hatte immer die Möglichkeit, die live zu sehen, habe sie immer rausgeschoben, aber beim nächsten Mal oder da fahre ich jetzt nicht hin, weil die waren jetzt nicht gerade um die Ecke, da fahre ich jetzt nicht hin, passt jetzt gerade nicht rein. Ja, und dann hat sich da was ergeben, dass Chester Bennington dann irgendwann sich ja das Leben genommen hat. Dann ging es nicht mehr. Jetzt geht es glücklicherweise wieder, weil die kommen ja jetzt auch nach, die gibt es wieder neu, jetzt mit Emily Armstrong haben sie sich jetzt ja neu formiert, beim Champions League Finale in München spielen, sowohl in der Halbzeit, da werde ich da sein und hoffentlich werde ich da sein und werde sie sehen für drei, vier Lieder, aber ich habe mir auch Karten besorgen können, auch wenn es nicht so einfach war, in Frankfurt. Also ich werde in Frankfurt sein, die sind irgendwann im Juni, glaube ich. Aber ich wollte die immer schon mal live sehen. Vielleicht ein Beispiel, weil wir jetzt gerade mit 20, weil du ja auch 20 gesagt hast. Kurz bevor ich 20 geworden bin, tatsächlich im April 94, hat sich ja Kurt Cobain auch aus dem Leben geschossen, also leider. Und auch da hatte ich niemals live gesehen. Da hatte ich es tatsächlich vor, hat dann allerdings nicht funktioniert. Die waren ja kurz davor oder hatten Pläne für eine Europatour kurz danach. Also was wollte ich eigentlich sagen? Es gibt immer so Sachen, auf die man sich freut. Und vielleicht sollte man die eher wahrnehmen und nicht immer rausschieben, weil es kann immer mal was passieren. Es muss jetzt nicht so was Tragisches sein wie bei Chester Bennington oder bei Kurt Cobain. Aber da löst sich mal eine Band auf oder irgendwas anderes passiert. Von daher das Leben genießen und wenn sich wirklich Möglichkeiten für tolle Erlebnisse, für Events sowas bieten, einfach wahrnehmen. Hätte man vielleicht noch ein bisschen mehr machen können. Anderes Beispiel ist, ich konnte... Schon wieder eine Band. Ich weiß gar nicht, warum es so viele Bands gibt. Ich habe viel mit Bands zu tun, aber ich war in Seattle und da waren zufällig die Smashing Pumpkins da, die sich gerade wieder, dann konnte ich die sehen oder hätte ich sie sehen können. Aber ich hatte irgendwie, ich wusste das nicht und hatte schon am Abend den Flug wieder zurück. Im Nachhinein, es wäre für mich ein leichtes gewesen, auch, es hätte noch nicht mal was gekostet, weil ich so ein Flex-Ticket hatte, den Flug einfach verschieben um einen Tag und da hinzugehen. Das bereue ich jetzt tatsächlich, weil die hatte ich zwar vorher schon mal live gesehen, aber... Solche Sachen einfach da sagen, pass auf, das ist jetzt so ein Ding, das nehme ich jetzt einfach mit, egal was immer kommt.
Joël Kaczmarek: Da steckt ja eigentlich so ein Stück weit die Vergänglichkeit des Lebens dahinter. Also, weil am Ende des Tages mit deinen Kids ist ja genauso. Also, wärst du jetzt jemand gewesen, der, sag ich mal, die ersten drei Lebensjahre deiner Töchter irgendwie so Workaholic-mäßig am Start gewesen wäre, das kommt halt nie wieder, die ersten Schritte, das erste Laufen und so. Also, da gibt es ja ganz viele Dinge im Leben eigentlich. Ich finde manchmal komisch, was eigentlich den Ausschlag gibt. dass man sich dann vielleicht eher das nächste Meeting gibt oder den frühen Schlaf, anstatt zu sagen, ich nehme hier noch was. Am Ende des Tages, das Leichentuch hat keine Taschen, sagt man, aber Erinnerungen, würde ich tippen, kann man schon mitnehmen.
Rocco Bräuniger: Hast du recht und da geht es so ein bisschen auch, ich hatte noch eins von diesen fünf Sachen, vielleicht gehe ich da jetzt gleich drauf ein, was ich nie gemacht habe, was ich vielleicht so, also was heißt vielleicht, was ich so ein bisschen bereue, ist, ich habe niemals so ein Sabbatical gemacht. Also ich habe im Prinzip... Studium fertig, arbeiten, dann habe ich nochmal ein zweites Studium rangehängt, aber gleich wieder zurückarbeiten und dann bei Amazon seitdem auch durch. Viele bei Amazon und auch viele meiner Freunde jetzt gar nicht nur Amazon, nehmen tatsächlich mal so ein halbes Jahr oder so. Ich habe das nie gemacht. Jetzt ist es fast ein bisschen schwieriger, weil Kinder in der Schule und so weiter ist nicht so einfach. Aber ich habe einen sehr guten Freund von mir, der ist damals, als die Kinder noch kleiner waren, hat der gesagt, ich gehe jetzt ein halbes Jahr und mache so eine Tour durch Neuseeland. War das damals? Ich weiß nicht, ein halbes Jahr war oder drei Monate. Habe ich nie gemacht. Also im Nachhinein würde ich sagen... war immer so ein bisschen, oh, jetzt ist gerade, das ist so ähnlich, wie wir vorhin gesagt haben, ein wichtiger Schritt in der Karriere oder jetzt passt es gerade nicht so rein. Aber es immer wieder passt eigentlich nie so richtig rein. Von daher, man lebt ja nur einmal und da tatsächlich zu sagen, pass auf, jetzt nehme ich mir die Kids nochmal und die Family und jetzt nehmen wir uns einfach mal drei Monate oder sechs Monate und machen mal was Verrücktes. Da werden wir immer drauf zurückblicken und es wird immer toll sein und wir werden es auf keinen Fall bereuen. Das habe ich nie gemacht, so in dem Sinne, dass ich tatsächlich mal aufgehört habe. Ich habe immer irgendwie entweder gestudiert oder gearbeitet, seitdem ich, keine Ahnung, seitdem ich aus der Schule bin, seitdem ich 20 bin, ja. Oder Bundeswehr war noch da, aber okay.
Joël Kaczmarek: Ja, da macht man ja gefühlt auch nichts, ne? Ja, genau.
Rocco Bräuniger: Darauf gehe ich jetzt nicht ein.
Joël Kaczmarek: Nein, wird ja jetzt besser, wir investieren ja jetzt wieder. Nein, aber ich denke gerade so drüber nach, wie du das erzählt hast, habe ich überlegt, dass es ja lustig ist, dass man manchmal so eine gewisse FOMO hat, also du hast vielleicht so eine berufliche FOMO, wenn ich das nicht mache, kommt nicht der nächste Aufstieg oder Wenn ich da nicht dies mache, dann das. Und dir entgehen aber wirklich Dinge. Also you really miss out on something. Aber deswegen, also du machst die Dinge, die du vielleicht eigentlich machen wolltest, machst du gar nicht, aus der Angst, andere Dinge zu verpassen. Ich überlege gerade, ich denke gerade noch so drüber nach, was manchmal so die Triebfeder dahinter ist. Weil das haben ja ganz viele von uns Menschen. Und das zahlt ja wieder auf deinen Satz ein, dass man nur die Dinge bereut, die man nicht gemacht hat. Warum das so ist, dass wir manchmal so Dingen, eine Wertigkeit oder eine Relevanz beimessen, und eigentlich weißt du, die ist nicht so hoch.
Rocco Bräuniger: Es ist eine sehr gute Feststellung und ich stimme dir zu. Es ist vielleicht doch bei jedem ein bisschen anders, warum das so ist. Weil jeder auch ein bisschen anders gestrickt ist natürlich. Aber ich meine, der Tipp, den ich jetzt dann geben kann, oder weil ich sage, wenn ich das mit 20 gewusst hätte, wenn man mit 50 auf sein Leben zurückblickt, also zurückblickt, ich bin jetzt ja, also ich bin schon noch fit, aber wenn man so sagt, Mensch, da gab es vielleicht doch so ein paar Dinge, die hätte ich doch noch machen können. Jetzt ist vielleicht, funktioniert es jetzt nicht mehr so. Also weil jetzt meine Kids, also meine Große, die ist jetzt 17. die wird jetzt dann auch dann draußen sein, also dass man mit der ganzen Familie jetzt tatsächlich nochmal so was Größeres macht, das wird jetzt wahrscheinlich auch so nicht mehr passieren. Es kommt nie mehr wieder, da ist ja auch so eine gewisse Melancholie drin und was würdest du denn sagen, bei dir ganz persönlich, was war denn bei dir so der Grund, dass du manchmal diese Sachen nicht gemacht hast, dass du nicht auf all diese Konzerte gegangen bist, war das so Bequemlichkeit, Pflichtgefühl, was war das? Also bei den Konzerten war es tatsächlich, ja so eine Mischung und man schiebt es halt dann raus, es ist ja, wenn ich gewusst hätte, das ist die letzte Chance Linkin Park zu sehen. Dann hätte ich das doch gemacht, hey, in der Originalbesetzung jetzt oder bei Nirvana, wenn ich jetzt bei den Beispielen bleibe. Aber so ein bisschen Bequemlichkeit halt auch, weil ich hätte es wahrscheinlich gemacht, wenn sie bei mir um die Ecke damals gespielt hätten. Aber hey, da muss ich jetzt, wie zum Beispiel jetzt, gehe ich ja zu Linkin Park. Die sind aber in Frankfurt, weil die nicht nach München kommen. Die kommen komischerweise nur noch München in die Allianz Arena zur Pausenshow beim Champions League-Finale, aber geben kein richtiges Konzert. Hätte ich vielleicht vor 15, 20 Jahren noch nicht gemacht. Vielleicht tatsächlich aus Bequemlichkeit. Vielleicht auch aus finanziellen Gründen, weil ich meine, die Karten kosten ein bisschen und dann da hochfahren und wieder zurückfahren, keine Ahnung. Aber im Endeffekt ist es das Richtige zu tun, nicht jetzt damals schon machen sollen.
Joël Kaczmarek: Du hast eigentlich gerade eine ganz spannende, also ist mir jetzt klar geworden aus deiner Antwort heraus, da steckt was ganz anderes Spannendes drin. Du kennst den Benefit nicht. Also es ist sozusagen intransparent, welchen Nutzen du nimmst. Also du weißt nicht, wie das Konzert geworden wäre, du weißt nicht, welche Qualität hätte das gehabt, war das bessere investierte Zeit als das? Und du weißt halt nicht, okay, die gibt es halt in einem Jahr nicht mehr. It's now or never. Und das ist ja das Schöne, was du auf deinen ersten Punkt rekurriert. Geh aus der Komfortzone, weil das wird immer Bonus sein. Und dann ist das ja auch ein Stück Komfortzone. Von daher, das finde ich auch einen coolen Insight. Dieser Intransport, dieser Blackbox, welchen Wert wird das haben? Man versucht es ja so ein bisschen zu tarieren. Aber du kannst es nicht so richtig fühlen, glaube ich. Und dann macht man es nicht so. Fliegen weiß ich, das, das, das, das. Und wenn ich jetzt da hinfahre, dann trinke ich wieder so viel. Das nehme ich so mit draus. Na gut. So, weil ich mich nicht verzählt habe, zwei fehlen noch. Was ist denn dein vierter Punkt?
Rocco Bräuniger: Der geht so ein bisschen zurück, tatsächlich jetzt mit 20. Also wenn man sich so die Geschäftsmodelle so ein bisschen anschaut. Also wenn ich mit 20 gewusst hätte, was das Internet für einen Hype auslösen wird, hätte ich da mich viel eher darauf konzentriert und hätte da auch eine viel aktive Rolle gespielt. Ich bin ja zum Internet, also jetzt richtig, also zu Amazon bin ich 2006 gekommen. Das war schon relativ spät. In der passiven Rolle, sprich passiv jetzt eher. Also als Angestellter, wenn ich vorher gesehen hätte oder geahnt hätte, welche Dynamik das aufnimmt, dann hätte ich da wahrscheinlich eher investiert. Also jetzt geht es gar nicht um finanziell, sondern um Ressourcen, mich selber weiterbilden, mich selber da relativ früh schon, ey, was ist eigentlich dieses Internet? Wie kann man eigentlich so einen Webshop selber bauen? Wie kann man im Internet erfolgreich sein, um E-Commerce, um Sachen zu verkaufen? Ich vergleiche das auch so ein bisschen mit, jetzt sind wir in dieser ganzen Gen-AI-Geschichte. Und man kann das so ein bisschen mit den Anfangsphasen 95, 98 das Internet vergleichen. Ich glaube, dass Gen-AI jetzt im Moment sehr overhyped ist, aber langfristig underhyped. Wenn jemand Anfang der 2000er mir erzählt hätte, pass auf, in 10 Jahren, in 12 Jahren, wie auch immer, kannst du dein Handy rausnehmen. Also, und da kannst du darauf rumtippen, das an sich wäre schon mal Wahnsinn gewesen, weil damals gab es ja nur diese Knochen hier irgendwie, egal, in den 2000ern oder Anfang 2000er, kannst du auch rumtippen und dann kommt fünf Minuten später, kommt da ein Auto vorbei, begrüßt dich mit Namen, du steigst ein, der fährt dich irgendwo hin, wo du willst, fährt der dich automatisch hin, du musst gar nicht mit dem reden, musst nichts sagen, dann steigst du aus und musst noch nicht mal irgendwie dem Bargeld geben oder irgendwas. Wenn einem das jemand gesagt hätte in den 2000er, die hätten dich für verrückt geklärt, das ist ja Wahnsinn. Und genauso ist es mit Gen AI. Es wird so Anwendungen geben, auf die wir jetzt noch gar nicht kommen, wo wir überhaupt keine Idee haben, die aber unser Leben massiv verändern werden und die wir dann als absolut alltäglich wahrnehmen werden. Es ist schon ein bisschen, also vielleicht schwächt es jetzt sogar schon ein bisschen wieder ab, aber so vor einem halben Jahr noch oder vor ein paar Monaten war es noch, schmeiß die ganze AI, schmeiß alles in KI und Gen AI und dann wird der Umsatz automatisch kommen. So ist es nicht. Und da gibt es ja auch einige Firmen, die sich da vielleicht auch so ein bisschen schon mal... übernommen haben. Das ist eine Riesentechnologie, die tatsächlich uns auf den nächsten Level heben wird, auch bei Amazon, intern sowie auch in der Kundenorientierung. Andy Jassy hat, glaube ich, mal gesagt, das ist ein Marathon und wir haben jetzt mal die ersten paar Schritte gemacht. Um jetzt darauf zurückzukommen, so ähnlich war das damals auch mit dem ganzen Internet. Ich habe es bloß nicht gesehen, ich habe es nicht gewusst. Und wenn ich es gewusst hätte, hätte ich vielleicht ein paar Sachen anders gemacht.
Joël Kaczmarek: Ich denke gerade so darüber nach, das, was du jetzt in deinem vierten Punkt gesagt hast, ist ja insofern spannend. Wie geht denn ein Rocco hin und platziert Wetten auf die Zukunft? Oder analysiert auch und trifft Hypothesen? Weil in deiner Rolle kriegst du ja wahrscheinlich jeden Monat irgendwie zehn Themen, wo die sagen, hier, guck mal, das was, das sollten wir uns mal angucken, da sollten wir investieren, da sollten wir was machen. Also du hast so ganz viele Optionen. Bei eurer Größe poppen ja noch viel mehr Pilze aus dem Boden als woanders. Wie machst du das denn, wenn du dir Gedanken über die Zukunft machst? Welche Dinge, du hast schon gesagt, okay, auch mal einfach springen? Aber trotzdem hast du ja wahrscheinlich ein Vorgehen, nachdem du dir überlegst, auf welche Pferde setze ich denn?
Rocco Bräuniger: Es ist ja nicht so, also jetzt zumindest mal beruflich gesehen, dass ich da alleine bin. Also ich habe ja ein super Leadership-Team, wir sind ja auch international stark aufgestellt und wir sind da in engem Kontakt. Wir haben, da gehe ich jetzt auch so ein bisschen auf Amazon Leadership-Prinzipes so ein bisschen zurück, das eine ist I ride a lot. Also hab so oft wie möglich recht, sagen wir mal so. Was das allerdings heißt, ist, dass wir gerne Sachen ausprobieren. aber dann nicht afraid sind, also nicht diese Scheuklappen haben, tatsächlich auch eine Kurskorrektur zu machen. Entweder eine Kurskorrektur, ein bisschen mehr nach links, ein bisschen mehr nach rechts oder auch total zu stoppen. Sagt, pass auf, funktioniert so nicht. Und wenn man da den Mut hat, tatsächlich, es ist ja nicht das Ende der Welt, da was auszuprobieren. Und wenn es nicht funktioniert, dann ist es eben auch nicht das Ende der Welt. Dann kann man noch was korrigieren oder man geht wieder zurück. Und so gehen wir ja auch so ein bisschen ran und sagen, okay, das könnte eine ganz gute Idee sein. Lass uns da mal ein bisschen mehr reinschauen. Dann machen wir das. Um speziell auf Amazon nochmal zurückzublicken, wie unser Prozess hier, wo wollen wir denn rein investieren? Also vielleicht sage ich zwei Sachen dazu. Wir wissen, dass überall auf der Welt vor 20 Jahren, heute und auch noch in 20 Jahren, die Kunden das Gleiche wollen. Eine schnelle und zuverlässige Lieferung. Sie wollen eine große Auswahl, sie zahlen lieber weniger für Produkte als mehr. Und deshalb ist es relativ einfach zu sagen, okay, ich investiere in Technologie, neue Features, die genau das sicherstellen, die genau darauf gehen. Weil das werden die Kunden auch dann noch lieben. Für spezielle Features, da haben wir ja diesen Prozess der PR FAQ, also eine Press Release. Also sobald jemand eine Idee hat intern, sagen wir ihm, hey, schreib mal eine Press Release. Als wenn das Ding morgen in der New York Times steht oder halt im Münchner Merkur oder wo auch immer. Und da steht dann drin, Amazon Today launcht bla bla bla. Und dann schreibt sie genau rein, was haben wir gelauncht, was ist der Kundennutzen, welches Problem will ich eigentlich lösen. Und woher weiß ich denn, was der Kunde eigentlich will? Wie sieht der Benefit aus und wie ist die Customer Journey? Beantworte diese Fragen. Und das liest man sich durch. Und nur wenn wir denken, okay, das hat wirklich einen Mehrwert, das kann wirklich einen richtig coolen Kundennutzen stiften, nur dann machen wir den zweiten Schritt. Aber der zweite Schritt ist eigentlich erst die Financials. Der zweite Schritt ist eigentlich erst die Technology. Also immer kommt von dem Kunden raus und sagen, okay, jetzt... was könnten wir denn hier machen? Und dann schauen wir uns an, okay, wie kommen wir denn dahin? Und nicht umgedreht, erst okay, was ist die Technology, was könnte ich daraus machen? Beispiel ist ja ein größeres Beispiel jetzt, es gibt so viele, viele kleine, aber ein größeres Beispiel ist dieser Kindle. Also die Idee war, Press Release, hey, ich will ein Buch überall auf der Welt in ein paar Sekunden haben, und zwar alle Bücher, die es gibt. Und danach schauen wir uns das an, okay, wie mache ich das eigentlich? Wie funktioniert es mit den Lizenzen? Und welche Technology muss dahinterstehen? Und so funktioniert es dann tatsächlich. A, du konzentrierst dich auf die wichtigen Sachen, weil wir wissen auch nicht, was in 20 Jahren anders sein wird oder in 10. Aber wir sind relativ sicher, was noch gleich sein wird, was ich gerade gesagt habe. Daraus, aus dem Kunden heraus denken und das dann zu analysieren. So funktioniert es. Und da bin ich zumindest im Geschäftsleben, ist Amazon, also nicht jetzt ich nur, aber insgesamt Amazon schon in Deutschland jetzt seit über 26 Jahren sehr gut mitbefahren.
Joël Kaczmarek: Wie kriegt ihr die Kundenbedürfnisse raus? Fragt ihr die einfach? Also habt ihr so Labore, wo ihr die beim Klicken beobachtet? Interviewt ihr die? Macht ihr solche Geschichten?
Rocco Bräuniger: Die Antwort ist ja. Alles so ein bisschen. Also, aber, also wir haben natürlich viele Daten. Wir schauen uns natürlich die Daten an und sagen, okay, was funktioniert, was funktioniert nicht. Aber was eine super, super, super Kraft ist, sind Anekdoten. Also wirklich Kundenfeedback. Und insbesondere, wenn so ein Kundenfeedback den tatsächlichen Daten widerspricht, dann fragt man sich, irgendwas passt da nicht. Und dann da reinzugehen und sagen, okay, da könnte man was entwickeln. Aber du hast auch recht, wir haben auch bei uns das Leitbild Innovate on behalf of the customer. manchmal wissen die Kunden auch noch gar nicht, was sie wollen. Da muss man so ein bisschen reininterpretieren oder denken, okay, in welche Richtung könnte es dann gehen. Wenn es dann doch in eine andere geht, wie gesagt, immer noch eine Kurskorrektur machen. Ich habe vielleicht noch ein Beispiel, wenn du es hören willst, zu diesen Anekdoten. Ist jetzt dummerweise auch aus Australien, aber was soll's. Ich finde das bloß so spannend. Wir hatten damals in Australien, wir haben gerade gelauncht und dann hat ein Kunde, hat sich beschwert, der hat sich direkt bei Jeff Bezos beschwert. Also das machen ja manchmal Kunden. Also ich kriege ja auch viele... oder einige Kundenbeschwerden, irgendwas hat nicht funktioniert. Und der hat direkt an Jeff Bezos geschrieben, der dann an mich die berühmte Questionmark-E-Mail gesendet hat. Da gehe ich jetzt nicht drauf ein, dass wir mal eine haben mit dieser Questionmark-E-Mail. Auf jeden Fall, das Problem bei dem Kunden war, der hat was bestellt und hat immer die Ankündigung bekommen, hey, deine Lieferung kommt morgen oder kommt in zwei Tagen. Und dann kam sie aber immer nicht, stand da, nee, deine Lieferung ist verschoben. Und das ging über zwei, drei Wochen so. Und dann habe ich gesagt, okay, irgendwas passt da nicht, weil in unseren Daten steht, unsere Liefergenauigkeit ist 98,9 Prozent, also 1,2 Prozent ist immer mal ein Flat Tire und so. Aber der Kunde hat jetzt schon seit drei Wochen, kriegt ja die gleiche Message. Und das ist dann so eine Anekdote, die nimmt man und da geht man dann ganz tief rein. Das will ich jetzt genau verstehen. Okay, was ist bei dem Kunden passiert? Der Kunde hat in Australien gelebt, aber ganz oben in irgendeinem Outback, wo halt tatsächlich nicht so viele Leute liegen. Auf jeden Fall hat er eine Drohne bestellt. So, eine Drohne ist Hazmat, weil eine Drohne so eine Batterie hat. Also Hazmat. Und für Hazmat gibt es bestimmte Transportvorschriften in Deutschland, in Europa und natürlich aber auch in Australien. Und jetzt ist es so, dass in diesem Ort die Australia Post, die damals oder immer noch unser Carrier da unten war, die ist in diesen Ort nicht gefahren. mit dem Auto, sondern die sind da nur hingeflogen. Also hier gibt es so ein paar Punkte, die sind so weit weg, da fliegen die nur hin. Einmal die Woche fliegen die da hin, liefern alles ab für die drei Orte, die da sind und dann fliegen die wieder zurück. So und jetzt waren die da an diesem Verteilzentrum von der Aussie Post und die wollten rein und sagen, oh nee, es ist Hazmat, kann ich nicht fliegen und ist immer wieder rausgekickt. Wollten sie reinpacken, oh, das Hazmat geht nicht, immer wieder rausgekickt. Was so ein bisschen ironisch ist, weil es ist eine Drohne, die ist ja für's gemacht. Aber okay, das ist ein anderer Punkt. Aber das haben wir damit festgestellt, da haben wir gesagt, hey, da fliegt immer wieder das Ding raus. Das Problem festgestellt, dann tiefer rein, das waren insgesamt 272, glaube ich, wenn ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe, ZIP Codes, die davon tatsächlich betroffen waren. Also diese eine Anekdote hat uns gezeigt, dass das eigentlich mit allen Hazmat-Produkten, nicht nur Drohnen, in 272 ZIP Codes, also Postleitzahlen in Deutsch, passieren kann. Wir haben dann eine Lösung auch für den Kunden natürlich bekommen, das haben wir gemacht, wir haben die glaube ich selber irgendwie, haben wir die dann vorbeigefahren mit einem anderen Carrier, irgendwie haben wir das hingekriegt. Aber das Wichtige daran auch, auch diese Anekdote hat uns dann dazu geführt, tatsächlich das grundlegende Problem zu identifizieren, weil in den Zahlen wäre es niemals aufgefallen, das ist nur ein ganz kleiner Teil. Das grundlegende Problem zu identifizieren und dann eben auch for good, also so zu fixen, dass es halt nicht mehr vorkommt.
Joël Kaczmarek: Vielleicht abschließende Frage zu dem Punkt. Also wenn ich es mal so nochmal dekonstruiere, ist im Prinzip so, ihr sagt, also es gibt Fixpunkte, bestimmte Sachen ändern sich nicht, auf denen können wir uns auch irgendwie aufbauen. Dann geht ihr stark in Ausprobieren, in Daten, aus denen ihr auch lernt. Und eigentlich ist ja das, was ihr mit der PR macht, so ein bisschen Verkaufen schon mal üben, Value Proposition bauen und dann erst Technology und Financials. Wenn du dieses Vorgehen jetzt mal so anschaust, hast du was für dein privates Leben davon übertragen können? Also hast du auch gelernt, wie du privat... besser Entscheidungen triffst, nachdem du solche Vorgänge kennst?
Rocco Bräuniger: Ich habe jetzt kein super Beispiel, also jedenfalls fällt mir jetzt ganz ein. Ich glaube aber schon, aber dann eher unbewusst, weil dieses ganze Vorgehen ist bei mir schon intrinsisch in mir drin, dass ich da eigentlich, also es ist nicht so, dass meine Kinder daheim eine PR-FAQ schreiben oder sowas. Ich glaube schon, dass sich dieses Vorgehen bei Amazon auch sehr stark immer mal wieder im Privatleben sich widerspiegelt, oft aber total unbewusst, weil für mich... Ist das sowas von normal? Ich denke darüber gar nicht so viel nach. Ich denke am meisten darüber nach, wenn ich es dir erzähle, wie wir es eigentlich machen oder jemand anders. Aber in Wirklichkeit ist es bei uns, es läuft halt so. So funktioniert es halt. Deshalb glaube ich, dass es bei mir auch im Privatleben eigentlich so mit reingeht. Ja,
Joël Kaczmarek: war geil. Papa, ich habe hier so eine PRFAQ, warum wir einen Hund kaufen sollten.
Rocco Bräuniger: Ja, genau. Wir haben einen Hund. Da haben sie keine PRFAQ geschrieben, aber das haben sie hingekriegt. So, wenn ich mich nicht verzählt habe, ein letzter fehlt noch. Was denn der letzte Punkt? Ich finde Logistik unglaublich spannend. Ich sehe ja viel von Logistik, ich lerne viel, aber ich habe nie in der Logistik gearbeitet. So richtig mal ein Jahr oder sowas. Zwei Tage mal vor ein paar Jahren bin ich mal mit ausfahren gewesen, war ich natürlich auch mal picken und packen im Fulfillment Center, habe ja alles gemacht. Aber immer bloß so kurze Interpendenzen. Aber so richtig mal zu sagen, ich baue mal so eine Delivery Station auf. oder ich mache mal so ein AMZL, also Amazon Logistics oder die Elektrifizierung unserer europäischen Mittelmeile oder sowas. Also das sind unglaublich spannende Themen, die finde ich so toll, die finde ich so cool. Habe ich aber nie gemacht. Also ich habe das immer in meiner Karriere hier bei Amazon, also ich beschwere mich jetzt hier auf einem sehr, sehr hohen Niveau, muss man dazu sagen. Also es ging sich ja alles ganz gut aus, aber ich war immer auf der Business-Seite, auf der Retail-Seite auch mal ein bisschen makt. Marktplatz und so weiter, es war alles dabei, aber was nie so richtig tief dabei war, also ohne jetzt mal bloß, wir reden nicht über Reviews, sondern wir reden richtig anpacken und richtig was machen bei Logistik und das vermisse ich so ein bisschen. Ich glaube, dass mir das unglaublich viel Spaß gemacht hätte und ich glaube auch, dass ich da ganz gut drin gewesen wäre. Es gab nie so richtig die Gelegenheit, vielleicht auch, weil ich sie selber nicht gesucht habe, weil es gab viele Gelegenheiten, die ich ja schon erwähnt hatte. Aus der Logistik kam nie was. Aber vielleicht sollte man sich selber auch mal fragen, hey, was wäre denn was, was ich eigentlich noch mal gern sehen wollen würde oder was ich mir eigentlich gern anschauen würde.
Joël Kaczmarek: Ist es eigentlich so ein bisschen auch White-Color-Work versus Blue-Color? Also man sagt ja immer so, die mit dem weißen Kragen machen so die geistige Arbeit und die mit dem blauen Kragen so das Ding. Vermisst du das auch so ein bisschen?
Rocco Bräuniger: Ja, ja, vielleicht, vielleicht, vielleicht. Also ich bin auch, ich mache gerne viel im Garten, also ich grabe da auch um und mache mein Zeug. Wir haben unser kleines Gewächshaus da auch, wo ich dann, ich habe mal, ich habe eine Chili-Zucht daheim, wo ich dann verschiedene Chilis suche, inklusive Carolina Reaper, die du ja nicht mal, die du nur mit Handschuhen anfassen darfst und mache da auch nicht aus Carolina Reaper, aus den anderen dann mein eigenes Chili-Öl. Das ist ein Hobby, das ist Schmarrn. Also ist jetzt nichts, wo ich irgendwie, aber es macht mir einfach Spaß und so ein bisschen hands dirty, wie du sagst, Blue-Color. Auch meine Hobbys, ich habe früher mal Golf gespielt, Golf ist gar nicht so meins, ich gehe viel lieber angeln, ganz ehrlich. Keine Ahnung.
Joël Kaczmarek: Ich meine, du bist doch der Chef von dem Laden, kannst ja ein bisschen entscheiden eigentlich, was würde denn passieren, wenn du sagen würdest, ich meine, Google hat doch auch mal gesagt, hier vier Tage Core-Work und einen Tag Experimental oder Innovation. Wenn du zum Beispiel sagen würdest, weiß ich nicht, einen... eine Woche, einen Monat oder irgendeine Zahl von Tagen oder einen Prozentsatz, sollen die Leute auch mal händische Arbeit machen und nicht sowas mit Desktop, Computer und nur Nachdenken zu tun hat. Was glaubst du, würde da passieren in so einem Unternehmen wie euch?
Rocco Bräuniger: Sowas in der Art haben wir ja, also im Großen und Ganzen. Also zumindest ist jeder dafür angehalten. Wir haben so Affinity-Groups, ich habe das jetzt gerade im Review gehabt mit einer von unseren Affinity-Groups, die gehen dann. Die laden halt Leute ein, die gehen halt ins Fulfillment Center und sagen, hey, heute gehen wir mal da alle hin. Ich ermutige jeden tatsächlich mal in so ein Fulfillment Center, in so ein Standort zu gehen, sich das anzuschauen, mitzuarbeiten. Wir machen das auch. Wir ermöglichen es ja auch Kunden und Schulklassen, also als Externe sich das mal anzuschauen. Aber intern, da ist es nicht so einfach, kann man auf der Seite aber anschauen und muss dann Termine buchen. funktioniert, haben wir Führung, kann sich das jeder anschauen, ist offen für alle. Aber intern natürlich sogar noch ein Stückchen weiter, dass man tatsächlich sagt, ich gehe mal so einen Tag an die Verpackung. Wir hatten es früher sogar mal, dass wir als Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, insbesondere zu den Hochzeiten an Weihnachten, über CS mitgearbeitet haben, also Customer Service, auch ein paar E-Mails beantwortet haben oder eben auch im Logistikzentrum dann insbesondere die Giftwrap, also die Verpackungen so gemacht haben. Die wollten uns dann nicht mehr haben, weil unsere, die haben die Produktivität so sehr, wir standen bloß im Weg rum. Das ist tatsächlich so, wenn du da einmal hingehst und so weiter, du musst da schon eine Woche oder zwei an demselben Ding arbeiten, um richtig, richtig gut zu sein. Dann ist es so, okay, also ich bin da, also es ist eine super Erfahrung, aber es ist nicht unbedingt, dass es der Logistik hilft. Es hilft aber dem entsprechenden Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen da was zu machen. Ob wir das jetzt tatsächlich einmal die Woche machen müssen, glaube ich, ist ein bisschen übertrieben. Aber ja. In der Richtung. Das Gleiche gilt allerdings auch für Amazon in the Community. Also wir ermutigen jeden und unterstützen es auch voll, tatsächlich bei Aktionen mitzumachen, wie wir, wenn wir der Tafel helfen, wenn wir da mit ausgeben. Oder wenn wir Back to School Rucksäcke packen für benachteiligte Kinder. Oder wenn jemand auch eine andere coole Idee hat in seinem Umfeld, in seiner Community und würde da gerne unterstützen, dann kann er das aus Amazon-Seiten, wir unterstützen das, kann er das auch gerne machen. Bis zu einem bestimmten Grad natürlich, das kann kein Volltime-Job werden, aber da ist auch ein bisschen das, was wir sagen bei Amazon, das ist die Ownership. Also es ist nicht so, dass wir alles vorkauen und sagen, hier, mach das, sondern such dir die Dinge, die dir Spaß machen, die du glaubst, wo du glaubst, die auch einen Impact haben und die eben nicht gerade nur dein Everyday-Job sind und dann mach das, gern.
Joël Kaczmarek: Aber dann hast du ja sowas genau schon. Genau sowas finde ich cool. Ja, nice. Also Rocco, es war mir ein Vergnügen. Ich fasse nochmal zusammen. Nummer 1. Embrace Change. Brich mehr aus der Komfortzone aus. Es lohnt sich immer, wenn du bereust nur das, was du nicht getan hast. Zweitens. Nimm die Dinge, auf die du dich freust, früher wahr. Drittens. Nimm dir auch mal Zeit für dich und steig aus der Mühle aus. Viertens. Investiere früher in relevante, aufkommende Themen. Und fünftens. Frag dich, was du noch erleben möchtest und optimiere darauf hin.
Rocco Bräuniger: Das sind ja mal coole Punkte, würde ich sagen. Sehr gut zusammengefasst. Viel besser als ich auf meiner kleinen Liste hier. Ja, ich versuche das ja immer mal so zu übersetzen, dass Leute das auch in ihrem Leben irgendwie anwenden können. Und danke dir ganz herzlich für all die spaßigen Anekdoten und nochmal so den Blick hinter die Kulissen. Also mir hat das sehr viel Spaß gemacht. Vielen, vielen Dank.
Joël Kaczmarek: Mir auch. Mach's gut. Dankeschön.
Rocco Bräuniger: Wow, das war ein inspirierendes Gespräch, oder? Denk dran, jeden Freitag, dem fünften Tag der Woche, erscheint eine neue Folge.
Joël Kaczmarek: Also abonnier den Podcast unbedingt, damit du keine Episode verpasst. und teile ihn auch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen. Und wo wir schon über fünf Dinge sprechen, eine Fünf-Sterne-Bewertung auf der Podcast-Plattform deiner Wahl hilft uns sehr, damit noch mehr Menschen von diesen inspirierenden Geschichten profitieren können. Nimm dir doch kurz Zeit dafür. Genauso wie für einen Besuch auf unseren Social-Media-Kanälen, um Updates und exklusive Inhalte zu erhalten. Die Links findest du in den Shownotes. Wir freuen uns nämlich über deine Anregungen und Feedback zu zukünftigen Themen und Gästen. So, bis zum nächsten Mal. Bleib inspiriert und neugierig. Dein Joël. gelassen und holt jetzt...