Beauty-Experte Maxim Giacomo: Der Weg zum erfolgreichen Creator

18. Mai 2026, mit Joël Kaczmarek

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Maxim-Giacomo Grund: Jetzt, wenn Du schaust, wenn Du 20, 30, 50.000 Aufrufe bekommst im Beauty-Bereich, ja, dann hast du ein Jetpack geknackt. Dann hatte ich ein Video, was völlig eskaliert ist, weil ich der Erste in Deutschland war, der diese Foundation getestet hatte, wo ich mir die Kreditkarte von meiner ehemaligen Arbeitskollegin leihen musste, Weil ich es mir aus Amerika bestellen musste. Und das Video hatte, glaube ich, 80.000 Aufrufe in zwei Tagen. Und das war so, wo man mich wahrgenommen hat, glaube ich, das erste Mal. Ich möchte auch nächstes Jahr den Job genauso gerne machen, wie ich ihn jetzt mache. Und das ist die größte Challenge, dass man schnell irgendwie demotiviert wird. Ich kann mich nicht weiter motivieren.

Intro & Outro Speaker: Gib Mir fünf oder mehr, Gib mir alles, was du mir sagen kannst und sag, was hast du gelernt? Vom Fallen und Aufstehen, suchen und versehen. Und jetzt du High Five Leute,

Joël Kaczmarek: Hier ist Joël und ihr wisst, An unserer Money Monday rede ich ja immer mit Leuten darüber, wie man im Business wächst. Und vielleicht geht es euch ja auch so, Manchmal im Leben kommt ja, so der Punkt, dass man sich fragt, mache ich das Hobby zum Beruf? Oder dass einen auch der Beruf so ein bisschen findet. Und ich habe heute einen spannenden, jungen Mann am Start, den Lieben Maxim-Giacomo Grund. Der ist Creator, Content Creator für Make-up und Skincare. So, kommt ursprünglich so aus dem ganzen YouTube-Game. Und dann habe ich gesagt, Maxim, ich fände es total spannend, mit dir mal darüber zu reden. Wie hast du eigentlich ein Business aus dem gemacht, was dich da interessiert, nämlich Hautpflege und Skincare? Weil, wie es oft so ist, Ganz viele von uns haben, glaube ich, Lust, sowas zu machen. Und manchmal ist aber, so die Hürde, noch groß. Man traut sich nicht und heute verfolgen wir das einfach mal. Also Ich glaube, wir werden ganz viel lernen. Über YouTube, über TikTok, über Instagram, über eBay Live Shopping, über Skincare, über Eigenmarken. Und da freue ich mich total drauf. LIEBER Maxim, schön, dass Du da bist.

Maxim-Giacomo Grund: Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich riesig, hier zu sein.

Joël Kaczmarek: Super spannend und ey, tut mir leid, Am Anfang darf ich einmal ganz kurz alter, weißer Mann sein. Ja. Wie bist Du dazu gekommen, dass Du ausgerechnet das Thema Make-up hast? Das ist ja für Männer in unserer Zisman geprägten 60er Jahre Geschichte hier irgendwie ungewöhnlich.

Maxim-Giacomo Grund: Ich habe echt viel Langeweile gehabt damals und habe bei meinem Onkel zu dem Zeitpunkt gelebt. Und habe das selber immer total gerne geschaut. Ich dachte mir, warum können die das alle? Ich kann das auch. Ich konnte es nicht und habe einfach so getan, als würde ich es können. Und jetzt, zehn Jahre später, sind wir hier.

Joël Kaczmarek: Fake it till you make it. sozusagen.

Maxim-Giacomo Grund: Also, ich hatte gar keine Erfahrung mit Make-up.

Joël Kaczmarek: Und wie hast du angefangen? Also, ich habe von dir schon gelernt, YouTube war so das erste Game, mit dem du eingestiegen bist.

Maxim-Giacomo Grund: Ist auch immer noch tief in meinem Herzen. Immer noch regelmäßig. Ich glaube, ich habe noch nicht ein Video ausfallen lassen. Die letzten acht Jahre auf YouTube.

Joël Kaczmarek: Also Du produzierst immer noch sozusagen mit solcher Regelmäßigkeit?

Maxim-Giacomo Grund: Drei Videos die Woche. Mindestens.

Joël Kaczmarek: Drei Videos die Woche? Was heißt bei Dir? Video?

Maxim-Giacomo Grund: Ein komplettes Longformat-Video und die Shortform-Videos, Die sind noch nicht mit drin. Drogerieneuheiten, Was gibt es neues wie... Tutorials ist heute nicht mehr so das, was gerne geschaut wird. Früher total jeden Tag ein Tutorial, irgendwie dann hochgeladen und jetzt eher, Was gibt es Neues, um so eine Guide zu lernen. Ich so, ich probiere, der beste Freund zu sein, Wir gehen gemeinsam in die Drogerie und schauen, was es Neues gibt.

Joël Kaczmarek: Ach, das ist aber schön. Ich kann es mir so ein bisschen vorstellen, dass wahrscheinlich viele, so das How-To ist, schon erklärt, Aber jetzt womit? Also was gibt es Neues? Okay. Und trotzdem, Ich brauche da nochmal einen Schritt zurück. Als du angefangen hast mit YouTube, war das so direkt, Du kamst aus der Schule, Studium, whatever? Oder hast du eigentlich in einen anderen Beruf mal gelernt und bist dann sozusagen umgesattelt?

Maxim-Giacomo Grund: Beides. Also, ich habe nach dem Abi sofort angefangen, zu arbeiten. Und habe dann erst studiert. Und habe das dann so ein bisschen nebenbei gemacht. Ich musste dann zu meinem Onkel ziehen, weil ich aus meiner Wohnung rausgeflogen bin. Und hatte dann natürlich ganz viel Zeit und hatte kein Geld mehr, musste mir einen Job suchen, konnte mir die Uni nicht mehr leisten, musste dann also aus der Uni rausgehen, Weil das eine Privatuni damals war, die ich selber bezahlen musste. Und dann dachte ich mir, was kann ich denn machen? Und dann hatte ich aber ganz viel Zeit, und ich wusste nicht, dass man mit YouTube irgendwie Geld verdienen kann. Also, das war einfach nur so, Ich beschäftige mich und dann habe ich erst verstanden, dass das funktioniert.

Joël Kaczmarek: Und der Anfang war, dass du einfach gezeigt hast, wie du dich schminkst oder hast sozusagen. Erklärungen gemacht? Wie war das?

Maxim-Giacomo Grund: Ich überlege, ich glaube, Das erste Video war ein Halloween Make-up Tutorial, weil das so um die Zeit war. Und war natürlich grauenhaft. Also, ich konnte es ja auch gar nicht und habe einfach so getan. ICH HABE mir... Dann die Schreibtischlampe von meinem Cousin auf seinen Schreibtisch gestellt und mit seiner Computerkamera gefilmt. Weil mein Handy ging damals auch nicht. Es war so ein ganz altes Ding. Und dann habe ich einfach angefangen.

Joël Kaczmarek: Und hast du sofort? Traktion gehabt? Wurde das aufgenommen? War es vielleicht auch negativ? Wie waren denn so die ersten Reaktionen?

Maxim-Giacomo Grund: Boah, das ist schon lange her. Also ich weiß noch, das zweite oder dritte Video, das war ziemlich, ziemlich gut. Da hatte ich echt... Glück, weil das eine neue Limited Edition von einer Marke aus der Drogerie war. Und das war Weihnachten. Ich glaube, es war der 25. Und nee, der 24. Ich bin nämlich dann noch schnell einkaufen gegangen, weil damals musstest du der Erste sein, der was testet und hat. Und ich habe direkt neben der Drogerie gewohnt und konnte dann direkt noch an Heiligabend die Sachen kaufen, bevor wir in den Weihnachtsurlaub gefahren sind und habe das Video auf der Fahrt geschnitten und hochgeladen. Und das Video war das Erste, was, ich sage mal, 1000 Aufrufe hatte.

Joël Kaczmarek: Und dann bist du von da aus. Quasi in so einen Rhythmus gekommen, dass du einfach immer regelmäßig produziert, hast?

Maxim-Giacomo Grund: Nichts. Zu Beginn, Weil ich das, also ich musste, mich glaube ich auch erstmal sortieren. Ich hatte auch ein bisschen Angst davor, weil das ist natürlich schon ungewohnt, wenn man das auf einmal macht. Und dann so ein Video postet und dann Kommentare von fremden Leuten bekommt, zu sich, zu seinem Aussehen. Und ich konnte es ja auch nicht. Also die größte Kritik war, was willst du mir denn da? Jetzt? erklären? Weil du kannst das nicht schminken, du kannst gar nichts, du kannst vielleicht reden, aber es wird nichts. Und sich dann zu trauen, das weiterzumachen, Das hat ein paar Monate gedauert. Und und dann hatte ich ein Video, was völlig eskaliert ist, weil ich der Erste in Deutschland war, der diese Foundation getestet hatte, wo ich mir die Kreditkarte von meiner ehemaligen Arbeitskollegin leihen musste, weil ich es mir aus Amerika bestellen musste. Und das Video hatte, glaube ich, 80.000 Aufrufe in zwei Tagen. Und das war so, wo man mich wahrgenommen hat, glaube ich, das erste Mal.

Joël Kaczmarek: Wie war so das Umfeld? War ein Mann, der sich schwingt? Damals so ein absoluter Hingucker, völlig ungewöhnlich. Oder war das ganz üblich?

Maxim-Giacomo Grund: Gar nicht. Zu dem Zeitpunkt war ich der Nachmacher. Es gab schon, also. Es gibt immer noch die zwei bekanntesten männlichen Make-up-YouTuber. Das war deren Hochphase, und ich war dann so der Nachkömmling, der dann danach gerutscht ist und so getan hat, als würde er es können und die dann auch, wurde mir das vorgeworfen, nachgemacht hat. Obwohl wir auch von der Art ganz unterschiedlich waren. Die waren viel bunter und ich war... Eher schüchtern.

Joël Kaczmarek: Und insofern du dich wohlfühlst, darüber zu reden, gab es auch viele so Anfeindungen, weil ich bin ja jemand, ich finde Sowas, ja spannend. Ich finde das ja lustig und interessant, und Neugierde wird da bei mir geweckt. Aber es gibt ja ganz viele Menschen, habe ich so den Eindruck, die dann sagen, das ist schwul, das ist unmännlich. Oder wie kann man nur? Oder das passt nicht in mein Weltbild. Also ich glaube, die Gründe, warum jemand das Doof findet, Da finden die Menschen ja leider viele.

Maxim-Giacomo Grund: Absolut, aber nicht auf YouTube. Also sehr, sehr selten. Meine Community auf YouTube ist auch deutlich älter als auf den anderen Plattformen. Diese ganzen Nachrichten, die kommen eher so von Facebook oder von Instagram. Die alten. Facebook ist mein Endgegner im Moment.

Joël Kaczmarek: Ah, okay.

Maxim-Giacomo Grund: Aber auf YouTube gar kein Problem.

Joël Kaczmarek: Schön, das freut mich ja. Das weckt ja Hoffnung in mir, weil...

Maxim-Giacomo Grund: Die Sperrworte sind natürlich auch gut, also, die man vorher eintragen kann, wie die dann nicht durchkommen.

Joël Kaczmarek: Ah, okay. Und hast du es von dort aus? ausgebaut? Also hast du quasi mit einem YouTube-Kanal angefangen und dann Facebook, Instagram, TikTok, You Name it, Einfach ausgelagert?

Maxim-Giacomo Grund: Ich habe mit YouTube begonnen, Facebook, nie wirklich. Facebook wurde jetzt erst so die letzten zwei Jahre wieder reaktiviert, dass dann die Reels von Instagram gepostet werden. Damals gab es aber auch noch keine Reels. Und das war so eine Zeit, da waren alle so richtig. Polished auf Instagram, super gefiltert. Das war alles pink und das war alles rosa und das war alles beige. Das war gar nicht meine Welt, und die haben halt immer nur Fotos gepostet. Und das war irgendwie nicht so. meins. Und als dann die Reels dazu kamen, konnte ich den Content von YouTube Abändern für Instagram. Und dann ging es bei Instagram weiter und ich habe mich lange gegen TikTok gewehrt.

Joël Kaczmarek: Ja?

Maxim-Giacomo Grund: Ja.

Joël Kaczmarek: Erfolglos dann am Ende?

Maxim-Giacomo Grund: Erfolglos am Ende ja, aber auch zu lange. Dagegen gewehrt. Ich habe immer gedacht, ich bin zu alt dafür.

Joël Kaczmarek: Ich frage dich, nicht nach deinem Alter, das ist nur 30. 30, okay. 30.

Maxim-Giacomo Grund: Nee, Ich hab... Aber damals war es ja noch eher viel mit Tanzen und so Lip-Syncing und so. Und da habe ich mich echt gar nicht gesehen. Und jetzt rückblickend weiß ich, alle, die das damals gemacht haben, sind auch sehr erfolgreich. Heute auf der Plattform, weil sie natürlich eine super Reichweite damit aufbauen konnten. Das war aber nicht so fürs Branding, was ich für mich gesehen hatte. Weil ich wollte halt nicht dieser klassische Influencer sein, dass die Leute mir folgen für meine Person, sondern eigentlich nur für meine Tipps.

Joël Kaczmarek: Ich meine, ich könnte jetzt nach den ganzen Plattformen fragen, das machen wir mal gleich, Aber vielleicht ist es spannender zu verstehen, was war denn dein Konzept? Also Mit welchem Ansatz bist Du an den Start gegangen? Weil am Anfang war es, glaube ich, hast du erzählt, so hey, recht hemmsärmelig, einfach mal was machen wollen, Was probieren. Und dann wirst du ja so ein Momentum, aber gehabt haben, wo du an einen Punkt gekommen bist, wo du gesagt hast, okay, wofür stehe ich eigentlich, was will ich erreichen, was ist meine Markenstrategie? Wie sah denn das aus, Wie hat sich das entwickelt?

Maxim-Giacomo Grund: Das hat echt lange gedauert, bis das so Klick gemacht hat, weil ich nie verstanden habe. Dass man daraus wirklich ein Unternehmen bauen kann. Ich habe angefangen aus langer Weile und habe dann eine andere YouTuberin kennengelernt, mit der ich zusammen das erste Video gedreht habe, und das war natürlich für mich der, Ich mag das Wort Durchbruch nicht, aber das hat mir sehr viel Aufmerksamkeit gegeben, das Video und bin dann durch sie an jemanden gekommen, der mit mir meine erste Make-up-Kollektion gemacht hat, die da sind 20.000 Abonnenten rausgekommen. Das war für mich das Erste, wo ich sagte, ich kann damit Geld verdienen, mit dem, Was mir Spaß macht. Für mich war Schminke immer so, 2 Euro in der Drogerie. Das hat für mich keine Möglichkeit gegeben, dass man damit Geld verdienen kann. Dann habe ich damit aber Geld verdient, weil ich mein eigenes Produkt rausbringen konnte. Da habe ich verstanden, Es funktioniert. Ist das auch, wie du heute? Geld? verdienst? Dass du eigene Produkte verkaufst?

Joël Kaczmarek: Oder wirst du einfach für dich? Als Marke bezahlt? Was ist so der Art?

Maxim-Giacomo Grund: Das sind verschiedene Wege. Also, ich probiere natürlich dieses klassische, Ich mag das Wort Influencer nicht, Aber dieses klassische Content Creation, Produktplatzierungen von Firmen, die dafür bezahlen, dass man ein Produkt nutzt oder bewirbt. Oder heutzutage ist auch viel mit Ads, womit Geld verdient wird. Also Firmen, die explizit nur das Video haben wollen und das dann für ihre eigene Werbung nutzen. Aber auch natürlich meine Eigenmarke und in Zusammenarbeit mit Rossmann zum Beispiel bringe ich regelmäßig Kollektionen raus.

Joël Kaczmarek: Was heißt das dann? Das heißt dann Rossmann hat sozusagen eine Eigenmarke und die steht unter deinem Namen. Und du wirst dafür provisioniert oder kriegst einen Anteil an den Umsätzen dieser Produkte?

Maxim-Giacomo Grund: Genau, Sie haben eine Eigenmarke, und mit denen entwickeln wir dann eine Reihe. Also In der Drogerie wird viel im Make-Up-Bereich mit limitierten Editionen gearbeitet, Die reinkommen und dann auch wieder weg sind. Und das war ja mein Start. Also, ich habe mit dem Test von diesen Limited Editions angefangen. Und wir haben die erste dann, glaube ich, 2021 rausgebracht, einfach so als Test, weil ich natürlich auch gar keine Reichweite hatte. Im Vergleich zu den Make-up-Creatoren, die es damals schon gab. Und die erste war, Wir haben alte Favoriten von mir und der Community zusammengetragen. Und ich glaube, es waren zwei neue Produkte. Im Jahr darauf haben wir komplett neue Produkte gemacht. Das dritte Jahr war, durfte ich alles alleine machen. Und jetzt, im vierten oder fünften Jahr, kann ich noch nicht sagen, aber es ist bei so weit, Es war alles meins.

Joël Kaczmarek: Also, du bist quasi richtig reingewachsen, höre ich da auch aus. Sowohl was Konzept angeht, Aber dann wahrscheinlich auch, so die Traktion, die du aufgebaut hast, über die Zeit. Und gab es so eine logische Reihenfolge? Also war es so, dass du gemerkt hast, okay, Ich fange an eher mit Advertising oder war Eigenmarke sehr früh dabei? Also gab es da so, dass sich das alles aufgebaut hat oder war es relativ parallel?

Maxim-Giacomo Grund: Die Eigenmarke kam eigentlich eher aus Zwang. So ein bisschen, weil ich überlegt habe, wie kann ich... Ich habe nie wirklich unternehmerisch zu Beginn gedacht, weil das war ja mein Hobby und mein Hobby ist dann zum Beruf geworden. Und dann hatte ich irgendwie kein Hobby mehr und war voll in meinem Film mit drin, dass ich eigentlich den ganzen Tag nur noch vor der Kamera sitze. Und Content raushaue, Hauptsache, dass Content da ist. Dann kam Corona und dann ist natürlich alles total eingebrochen. Also viele Firmen haben keine Werbung mehr platziert, Weil alle, Das war eine super unsichere Zeit. Und dann dachte ich mir, okay, jetzt muss ich. Mich aber ein bisschen unabhängiger von anderen Firmen machen, meine eigene Firma machen, bin voll auf die Nase gefallen. 2020 und dann hat es echt ein paar Jahre gedauert, bis ich wieder angefangen habe.

Joël Kaczmarek: Was heißt denn deine eigene Firma machen, mit der du auf die Nase gefallen bist? Was hast du da gemacht?

Maxim-Giacomo Grund: Also die Firma, die gibt es selber noch, Aber ich hatte einen dicken fetten. Patentstreit, Markenrechtsstreit für den Namen der Firma, weil... Damals hieß es wie Giacomo Cosmetics, Weil das natürlich mein Name ist und wir haben einfach nur Cosmetics mit drangehauen. Aber Maxim mit 23 kannte sich noch nicht ganz so gut mit Markenrecht aus und war auch ein bisschen, Rückblickend habe ich es immer noch nicht ganz verstanden, Aber es gab eine Marke in Frankreich, die auch nicht mal ähnlich war und auch ganz andere Produkte gemacht hatte, Aber wir hatten dieselben Nitzerklassen, und das war deren Argument, dass ich es nicht nutzen darf. Sie waren freundlich, weil wir hatten das ganze Lager schon voll. Was heißt Lager? Es war meine Wohnung und es war alles voll mit Produkten. Und zwar zwei Wochen vor dem geplanten Launch, Dass das reinkam, und wir konnten uns dann gerade so noch ein bisschen einigen, Dass das, was an Ware da ist, verkauft werden darf, aber mehr nicht. Und dann musste ich natürlich eigentlich komplett von vorne anfangen.

Joël Kaczmarek: Aber ich finde es spannend, weil da steckt ja einfach wirklich ein Unternehmer in dir, merke ich. Also solche Erfahrungen zu machen, daraus zu lernen, das Ganze zu iterieren, eine Strategie zu bauen. Wie hast du auch so deine Banden gefunden? Weil ich sage mal so, wenn du jetzt Kosmetik machst, da kommen ja viele auf dich zu und wollen, was machen. Je mehr Reichweite du hast und du brauchst doch irgendwie wahrscheinlich. was, wo du sagst, okay, was sind so meine roten Linien? Mit wem arbeite ich, mit wem arbeite ich nicht? Worauf lege ich Wert? Wie hast du das für dich? gefunden? Und was ist das?

Maxim-Giacomo Grund: Boah, schwierig. Ich glaube, das ist so ein bisschen Bauchgefühl, weil ich natürlich auch, weil ich den Content ja auch selber konsumiert habe, auch immer gesehen habe bei anderen. Was gefällt mir und was gefällt mir nicht, wenn meine Kolleginnen Werbung für eine Marke oder ein Produkt gemacht haben, wo ich gesagt habe, boah, das hätte ich jetzt echt nicht gemacht. Natürlich, das ist natürlich auch super persönlich, wofür man Werbung machen möchte oder nicht, Aber bei mir ist zum Beispiel so eine Grenze. Nahrungsergänzungsmittel. Ich kenne mich damit halt auch nicht aus. Also ich probiere nur das oder nur mit den Firmen zusammenzuarbeiten. Über die ich auch wirklich was erzählen könnte. Ohne Briefing. Gab damals, war so die Zeit, Diese ganzen Influencer-Brands, Diese klassischen, wo am selben Tag alle dasselbe Briefing bekommen, haben, Wir sollten alle dieselben GIFS benutzen, Dieselbe Farbe in der Story. Und das fand ich doof. Und dann habe ich irgendwann gesagt, da habe ich keine Lust mehr drauf. Und ich habe halt auch nie ein Management gehabt, ich mache das selber, sodass ich dann natürlich auch direkt mit der Firma zusammenarbeiten kann, sagen kann, hey, das gefällt mir nicht, Ich muss da nicht noch jemanden irgendwie vorschicken, der dann für mich redet, sondern die sind sehr dankbar, Die Firmen, dass ich dann auch offen sein kann. Und dann sind die auch offen, dass man in diesen Austausch geht.

Joël Kaczmarek: Spannend. Und jetzt hast du ja eben, erzählt, du hast im Prinzip Instagram so richtig für dich entdeckt, als du quasi mit den Storys deine Videoprodukte zweitverwerten konntest und daraus was bauen. Wie erlebst Du die Plattformen? Wir haben jetzt dreimal besprochen, wir haben jetzt über TikTok geredet, Wir haben über Instagram geredet, Facebook So ein bisschen am Rande und YouTube. Wie sind die so unterschiedlich? Was erlebst du da?

Maxim-Giacomo Grund: Voll, das sind wirklich Welten. Also ich sage immer bei YouTube, das sind so meine Muttis, die haben richtig Lust, Die sind von Anfang bis Ende dabei. Wir haben viele in der Community, die sind so 70 bis 85. Das ist ein großer Teil meiner Community auf YouTube, die ein bisschen älter sind, aber Halt Beauty für sich gerne mögen. Die sind natürlich aber auch aufgrund der Plattform schon natürlich interessiert an den Videos. Die müssen selbstständig auf das Video klicken. Die schauen sich das ganze Video an, und das ist so der harte Kern der Community. Dann geht es weiter zu Instagram. Da ist es dann natürlich schon wieder ein bisschen jünger, Aber der Algorithmus streut natürlich auch ein bisschen mehr als der bei YouTube.

Joël Kaczmarek: Und TikTok ist ein Würfelspiel. Du weißt nicht, was passiert. Okay, da ist es sozusagen bunt gemischt, oder wie?

Maxim-Giacomo Grund: Ja.

Joël Kaczmarek: Weil, also, ich glaube, der Klassiker, den, Wenn man über TikTok redet, hat man ja immer, Das sind ja nur 14-jährige Tanzvideos. Also, ich finde das immer ein bisschen ermüdend, weil... Ich bin plötzlich mal mit einem Geschäftsführer von einer Top-Firma gefahren. Und der guckte sich dann die ganze Zeit auf der Fahrt. Nur irgendwelche TikToks an, wo ich so dachte, du guckst doch gerade selber, Da muss doch klar sein, dass du da deine Zielgruppe auch erreichst. Aber das ist doch das Vorteil, ne?

Maxim-Giacomo Grund: Naja, Ich glaube bei TikTok, Der Algorithmus ist halt einfach wirklich Spot on für dich. Du musst nur zwei Sekunden, so lange dir das Katzenvideo angeschaut haben und du kriegst die nächsten 20 Minuten. Erstmal nur noch. Katzenvideos. Bis du aktiv, dann irgendwas daran änderst, ist ein Vorteil, aber ist für Creator dann auch ein absoluter Nachteil. Wenn deine Community oder deine Follower, die du dann hast, gar nicht mehr deinen Content sehen. Und das im Vergleich dann zu YouTube ist dann immer manchmal so ein bisschen demotivierend, weil bei YouTube weiß ich ganz genau, wie viele Leute erreiche ich, Wie viel verdiene ich im Monat mit der Plattform, wenn ich so und so viele Videos mache. Bei TikTok, Du kannst damit nicht rechnen.

Joël Kaczmarek: Das war nämlich gerade das Nächste, was mich so beschäftigt. Man sagt ja immer, baue nicht dein Haus auf fremden Grund. Genau. Und alles, was ein Algorithmus hat, ist fremder Grund, weil wenn Sie den ändern, kann halt deine Reichweite sofort erodieren. Also, YouTube erlebst du als sozusagen sehr stetig und sowas wie TikTok als sehr unstetig?

Maxim-Giacomo Grund: Bei YouTube habe ich das Grundstück zumindest gekauft. Bei TikTok ist das Grundstück, Darf ich es betreten.

Joël Kaczmarek: Noch nicht mal gemietet.

Maxim-Giacomo Grund: Nee, das ist noch nicht mal gemietet. Du weißt halt nicht, was passiert. Und das ist das größte Problem, was ich habe. Gerade wenn man überlegt, okay, Viele meiner Kollegen machen dann auch immer so fünf Jahrespläne oder so. Der Algorithmus gerade auf TikTok oder auf Instagram ist so. Schnelllebig und auch manchmal sehr undankbar, dass ich mit den Plattformen selber gar nicht planen kann. Ich kann für mich planen, wo möchte ich hin, Was meine Entwicklung angeht, aber nicht, Wie viele Follower will ich haben. Das ist mir auch mittlerweile egal.

Joël Kaczmarek: Worauf optimierst du denn dann? Was ist Dir dann wichtig?

Maxim-Giacomo Grund: Inhalt. Also, ich probiere schon, Gerade, weil die Beauty-Welt auf den sozialen Netzwerken super klein geworden ist, also im Vergleich zu 2016, das kannst du nicht mehr vergleichen. Also damals war... Jedes Video hatte so gefühlt. 200.000, 300.000 Aufrufe, wenn Du Glück hattest. Bei den anderen, Ich war viel zu klein. Zu dem Zeitpunkt. Jetzt, wenn du schaust, wenn du. 20.000, 30.000, 50.000 Aufrufe bekommst im Beauty-Bereich, Dann hast du einen Jackpot geknackt.

Joël Kaczmarek: Weil der Wettbewerb so groß ist oder wo?

Maxim-Giacomo Grund: Gar nicht. Es gibt keinen Wettbewerb mehr im Beauty-Feld wirklich, so, wie es den früher gab. Aber das Interesse der Leute ist einfach komplett geschifftet. Und viele sind, die früher nur YouTube konsumiert haben. Dann zu TikTok gegangen, weil es natürlich viel schneller geht und du viel mehr Content konsumieren kannst in viel kürzerer Zeit. Du musst nicht mehr 20 Minuten aufbringen, um zu wissen, wie ist diese eine Lidschattenpalette? Und vor allem die Meinung von einer Person, sondern Du kannst 20 Meinungen in 20 Sekunden haben.

Joël Kaczmarek: Ah, okay. Also Das Beauty-Interesse ist von YouTube rübergeschriftet zu TikTok. Boah, Das ist ja aber undankbar, wenn du da viel Wettbewerb hast und dann viel Geschwindigkeit und dann viel Algorithmenänderung. Dann hol mich nochmal ein bisschen tiefer ab, weil du gerade gesagt hast, die Inhalte sind dir wichtig. Also, wie gehst du denn an so einen TikTok zum Beispiel? Dann ran, wenn du weißt, da sind die Leute, Aber ich kann es überhaupt nicht berechnen?

Maxim-Giacomo Grund: Also mir wurde immer gesagt, ja, du musst noch viel lauter und viel bunter sein. Das bin ich aber nicht. Also, ich finde das gut. Jeder kann irgendwie so sein, wie er will. Und dafür finde ich auch das Internet ganz toll. Aber das passt halt auch nicht zu meiner Person. Ich probiere da, so ein bisschen Langweiliger ranzugehen und ruhiger ranzugehen, weil ich weiß, Wenn jemand sich für ein Produkt interessiert, dann wollen die nicht mich sehen, sondern die wollen das Produkt sehen. Also gerade bei TikTok probiere ich dann erst mit... Irgendwas schönem anzufangen, Wie ist das Ergebnis, Weil Die Leute wollen eine Meinung zu dem Produkt haben, wie das Produkt funktioniert und nicht, wie ich mich inszeniere zu diesem Produkt. Und dann probiere ich so, einen Schritt weiter zu gehen und zu schauen, okay, wir haben erst was Schönes gezeigt, dann muss ich natürlich auch so ein bisschen in diese Edutainment-Richtung gehen, dass es halt nicht nur Entertainment ist, aber auch nicht, hallo, Mein Name ist Maxim, und so schminkt ihr euch jetzt, weil das interessiert auch keinen mehr. Ich probiere das, so ein bisschen zu schichten. Auch das Vertrauen der Leute dann natürlich zu bekommen, weil Vertrauen entsteht. nur, wenn du Wissen vermitteln, kannst.

Joël Kaczmarek: Und wie schaffst du es, dass wenn wieder so ein neuer Trend einzieht, und das ist ja gefühlt, ich hätte jetzt gesagt, im Drei-Monats-Rhythmus, vielleicht sogar noch schneller, dass du dann verstehst, ah, alles klar, Jetzt muss ich die Foundation hier nicht in so einem Supermarkt-Video machen, wo ich in der Drogerie stehe und das Sozusagen kaufe, sondern jetzt ist irgendwie was ganz anderes. Wie findest du das, dass Du da MAL up-to-date bleibst?

Maxim-Giacomo Grund: Also, ich schaue mir das an und manchmal fasse ich mir auch so ein bisschen an den Kopf. Also, ich habe jetzt eine neue Reihe gestartet, um diese ganzen Trends, DIE ja... Ich habe ein großes Problem. damit, dass Make-up mittlerweile Richtung TikTok optimiert wird. Und nicht wir das Make-up so benutzen, wie es eigentlich gemacht wurde. Also viele Produkte werden nur noch für Viralität entwickelt? Und viele Videos sind auch eigentlich nur noch so gemacht, dass sie viral gehen. Super Ragebait, Super Triggering, Dass Du da völlig eskalierst eigentlich, wenn du das siehst, das will ich nicht. Und ich probiere das so ein bisschen, da so einen Gegenpol zu schaffen, um die Leute abzuholen, die davon selber genervt sind, weil es nervt mich auch.

Joël Kaczmarek: Aber das finde ich schön, dass du da dir so eine Banden setzt, weil es ist, so eine gemeine Verführung. Die Menschen verwechseln ja oft Reichweite mit Relevanz. Und wenn du natürlich, dann rückwärts, so reverse-engineerst und sagst, was muss ich tun, um reich zu werden? Ich muss möglichst laut sein, möglichst bunt, möglichst aggressiv, möglichst dies, möglichst das. Das ist, glaube ich, So eine Einbahnstraße. Also irgendwann kommst du in so eine Sackgasse rein und hast ein Problem. War das so eine Lernkurve, die du hattest? Oder hattest du sozusagen immer schon so ein Set für dich, wo du sagtest, nee, das mache ich mit und das nicht?

Maxim-Giacomo Grund: Nee, gar nicht. Das ist jetzt erst die letzten zwei, Drei Jahre passiert. Also, natürlich hat man sich immer so ein bisschen auch verglichen mit anderen. Und boah, Warum haben die... Warum haben die zwei Millionen Follower? Und das werde ich niemals erreichen, aber das hat mich damals immer, Warum auch immer, traurig gemacht, dass ich gesagt habe, okay, wenn du zwei Millionen Follower hast, dann hast du es geschafft. Wenn du 20.000 Follower hast, dann hast du es geschafft. Aber es funktioniert ja auch mit den Followern, die ich habe. Also die Anzahl der Leute, die dir folgen, sind gerade auf TikTok und Instagram. heute, meiner Meinung nach, völlig irrelevant. Und diesen shift so ein bisschen hinzubekommen, dass die Zahl, die da steht, die dir folgt, nichts oder nichts, damit zu tun hat, wie viel du oder dein Unternehmen verdienst. Das hat gedauert, aber es war sehr erleichternd.

Joël Kaczmarek: Und hast du für dich so Wege gefunden, wie Discovery funktioniert, also wie du entdeckt, wirst? Weil ich komme ja, zum Beispiel so aus dem Podcast Und wenn du jetzt einen Podcast mal deswegen bei Apple Podcasts oder Spotify abonniert, hast, dann weiß ich, das ist ein Feed-Geschäft. Also ich habe einen Abonnenten und der kriegt immer tack, tack, Tack oben wieder, was raufgestapelt. Bei YouTube ist es ja völlig anders. Da ist ja so die Startseite irgendwie der Screen, und dann ist ja der Algorithmus, der bestimmt. Gibt es so einen Pfad, wie Menschen dich finden und wo du darauf optimierst?

Maxim-Giacomo Grund: Also auch komplett unterschiedlich, je nach Plattform. Ich habe aufgehört, bei YouTube nach Reichweite zu streben, um neue Leute zu bekommen. Das passiert bei YouTube eigentlich nur noch durch Shorts. Also Du kannst mit Longform-Content meiner Meinung nach niemanden mehr erreichen. Neue Leute zumindest. Das ist ja eine Bestands-Community, ja, und YouTube selber ist der Meinung, dass... Du, Die Leute, die die Shorts konsumieren, dann auch die langen Videos konsumieren. Weiß ich jetzt nicht. Ich glaube nicht. Vielleicht 10, aber die Shorts-Aufrufe sind super. Du erreichst damit auch viele neue Leute und die Folgen dir dann auch vielleicht. Die schauen sich aber die langen Videos nicht an, weil die einfach so konditioniert auf diese kurzen Videos sind und dann gar keine Lust auf die Langen haben. Da probiere ich einfach, die Community, die ich habe, zu füttern mit dem, was Sie wollen. INSTAGRAM und... TikTok dann eher ein bisschen ähnlicher. Ich weiß ja, welche Produkte rauskommen, und ich weiß, wonach die Leute suchen. Also so, wie ich es vor acht, neun Jahren gemacht habe, die neuesten Dinge zu zeigen und auch zu testen, Weil das ist der Content, den die Leute suchen. Und dann finden die mich und vielleicht gefalle ich denen, und dann folgen Sie mir.

Joël Kaczmarek: Was macht es mit dir, wenn Du so realisierst, Dass die Leute irgendwie nur noch so eine Aufmerksamkeitsspanne wie ein Hamster haben. Und dass lange Videos gar nicht mehr funktionieren? Mich macht das immer so ein bisschen traurig, und ich überlege dann immer, was mache ich? draus? Bei mir geht es so, so ein Gespräch Wie mit dir jetzt, das ist reiner Egoismus, Dass ich davon lerne und das genieße, mit einem Menschen zusammen zu sein und eine neue Perspektive zu bekommen. Und wenn ich aber weiß, das rechnet sich am Markt nicht, weil der Konsum nicht mehr da ist, frage ich mich immer, was ich damit anstelle. Weißt du, wie ich meine?

Maxim-Giacomo Grund: Super schwierig. Ich merke selbst bei mir, dass meine Aufmerksamkeit spannet, die ist im Keller. Also, ich kann mich, ich habe jetzt nie gerne gelesen, auch als Kind und Jugendlicher nicht. Und jetzt probiere ich natürlich, um so einen Ausgleich irgendwie zum Job zu kriegen, weil ich weiß nicht, wie es dir geht, Aber ich bin den ganzen Tag am Handy, Ich bin die ganze Zeit in irgendwelchen Gesprächen mit Leuten oder in irgendwelchen Meetings. digital, dass ich dann auch so einen kleinen Ausgleich brauche. Und dann habe ich gedacht, komm, fängst du an zu lesen. Jetzt bist du 30, jetzt kannst du anfangen, mal, was für dein Gehirn wieder zu tun, weil man muss ja sagen, Beauty ist ja super oberflächlich und da ist intellektuell nichts drin, wenn man es von außen betrachtet. Und wenn du das Halt so lange machst, und der Job ist ja schon sehr isolierend, du bist sehr einsam, du bist den ganzen Tag eigentlich nur zu Hause. Also ich sage immer, Ich sitze im Keller und drehe meine Videos, Ich sitze wirklich im Keller und drehe meine Videos, Wir stehen früh auf und dann fangen wir an. Und dann komme ich dann irgendwann hoch, dann ist es hell. Und dann denke ich mir, okay, was machst du jetzt? Dann habe ich angefangen, zu lesen. Und nach zwei Seiten, Ich merke die ganze Zeit, mein Kopf macht immer irgendwas anderes. Er will irgendwie sofort eine Ablenkung. HANDY vibriert, okay, Was ist passiert? Ganz furchtbar. Aber wenn du das Spiel nicht liebst, dann sei das Spielbrett oder so. Ich weiß nicht, wie das Sprichwort da ist.

Joël Kaczmarek: Also, ich suche gerade auch, da habe ich jetzt mal ein egoistisches Motiv zu lernen, weil ich glaube, auch an diesem Punkt gerade bin, dass ich merke, ich mag. Gerne lange Inhalte erstellen, so wie mit dir jetzt, Aber der Markt nimmt sie nicht an. Deine Antwort Darauf ist, du spielst sozusagen noch das, was da ist, also die Community, die du hast, den gibst du was. Und ansonsten optimierst du aber auf dieses Aktualitätsgeschäft? Ja,

Maxim-Giacomo Grund: schon. Und ich glaube, man kann auch beides so ein bisschen kombinieren. Also gerade YouTube, Das Video wird hier auf YouTube wahrscheinlich dann online kommen. Und daraus kann ich super kurze Clips schneiden. Die sind dann vielleicht noch ein bisschen... Da ist noch ein kleiner Trigger mit dabei, Da ist ein Cliffhanger mit dabei und das Video ist dann kürzer. Ich habe noch ein paar Probleme. damit, die Leute dann von TikTok wieder zu YouTube zu kriegen, Aber das ist egal. Hauptsache, alle Leute, die Content von mir konsumieren wollen, Kriegen da, wo Sie ihn konsumieren wollen. Die kommen nicht um mich drum herum, wenn Sie es wollen. Und so probiere ich offen, daran zu gehen. Ich kann es eh nicht ändern, ich muss einfach mitspielen.

Joël Kaczmarek: Hast Du so eine KPI pro Plattform, auf, die du optimierst? Also ist das zum Beispiel Reichweite oder? Verweildauer oder Klicks auf einen Shop von dir?

Maxim-Giacomo Grund: Ich würde jetzt gerne eine richtig professionelle Antwort sagen, aber also ich sehe, YouTube hat es uns sehr einfach gemacht. Die haben ein Pfeilsystem, grün nach oben, ein Strich oder es geht nach unten. Wenn der Pfeil nach oben geht, bin ich glücklich. Bei Insta und YouTube, Ich will mich davon nicht mehr so abhängig machen, weil ich voll gemerkt habe. In den letzten Jahren, dass man... Auch ganz schnell demotiviert wird. Und ich liebe ja den Job, den ich habe. Aber wenn ich mich so verrückt, mache, okay, und jetzt habe ich, Das Video hat nur 5 Dinge mit 20 Aufrufe bekommen. Wie furchtbar. Das sind 5 Dinge mit 20 Leute, die sich das Video angeschaut haben. Das ist eine Menge. Und mir geht es genauso gut mit 50.000 Aufrufen wie mit 1.00.000. Aufrufen. Nicht nur mir, sondern meiner Firma finanziell. Das ist egal. Aber meinem Kopf geht es besser, wenn ich mich davon einfach löse.

Joël Kaczmarek: Er fühle ich total. Ich frage mich gerade so, worauf du planerisch optimierst? Also, wenn du ein Geschäft planst, ich habe jetzt eben bei dir zugehört, du hast? glaube ich gesagt, fünf Jahre in die Zukunft kannst Du gar nicht, willst du auch gar nicht. Und trotzdem wirst du ja, glaube ich so einen Pfad haben, den du für dich beschreiten willst. Worauf planst du denn?

Maxim-Giacomo Grund: Naja, Wir haben jetzt mit dem Relaunch der Eigenmarke uns natürlich auch so ein bisschen an den Markt angepasst. Also gerade durch TikTok Shop, das jetzt gekommen ist. Und ich als Creator, als TikTok Shop Creator gearbeitet habe und gesehen habe. Wie gut das funktioniert, nicht nur für die Creator natürlich, aber auch für die Marken. Du hast einfach eine Super Smooth Möglichkeit, Produkte umzusetzen. Und das fehlte so ein bisschen, gerade bei kleinen Marken, die sowieso keine Reichweite hatten. Das war mein Glück. Ich hatte ja schon eine Reichweite und konnte an die Community verkaufen. Aber wenn du auch noch keine Reichweite hast, ist das eine super Möglichkeit, um Produkte an den Mann zu bringen. Das probiere ich jetzt so ein bisschen zu forcieren. Ich muss halt immer so ein bisschen aufpassen, weil ich kann nicht überall immer 100% reingeben. Ich muss die Kapazitäten in... Die Produktplatzierungen in YouTube, in TikTok, in TikTok Shop irgendwie gleichmäßig verteilen. Und ich glaube, wenn ich 100% nur in Eins geben könnte, würde es mir wahrscheinlich besser gehen. Aber das funktioniert nicht, gerade wenn man kein Team dahinter hat.

Joël Kaczmarek: An dem Punkt bin ich auch gerade, dass ich teilweise darüber nachdenke, dass ich manche Plattformen vielleicht nicht mehr bespiele, als dass ich sie schlecht bespiele. Welche Plattform würdest du? Ich habe nie ein Handle auf Instagram gekriegt. Also, ich habe da irgendwie, weiß ich nicht, 1000 Follower oder sowas. Bei mir geht es auch viel um Relevanz. Ich muss ja, also meine Aufgabe ist ja, Top-Business-Leute zu treffen. Die treffe ich zum Beispiel auf LinkedIn. So, da habe ich dann irgendwie meine 11.000, 12.,000 Follower.

Maxim-Giacomo Grund: Das ist super bei LinkedIn, ne?

Joël Kaczmarek: So, glaub ich auch. Und dann sitze ich halt da und denke mir so, okay, krepelst Du Dir da jetzt einen Ab mit 900 Leuten auf Instagram, wo du auch, Du merkst, Du verstehst die Bildsprache nicht, Du verstehst die Hooks nicht, Du verstehst die Captions nicht, die Themenauswahl und so weiter und so fort. Erlaube ich mir das? Oder sollte ich einfach sagen, nee, okay, vielleicht sollte ich einfach mal anfangen, Eine Plattform nach der anderen so richtig die Welt zu verstehen und dann daraufhin zu pushen. So wie ich dich verstehe, bist du gerade eher, so der Tellerdreher, Du hältst drei Teller am Drehen und hast die einzelnen Merkmale verstanden. Ich bin derjenige, der überlegt, ob ich die Teller fallen, lasse.

Maxim-Giacomo Grund: Ja, ich sehe das total. Ich würde auch gerne am liebsten die Küche anzünden und sofort das Grundstück verlassen. manchmal. Ich glaube, wichtig ist, Es ist natürlich auch von Beruf zu Beruf unterschiedlich. Ich muss. Alle Plattformen bedienen, Sonst funktioniert das Berufsbild von mir nicht. Du sitzt auf der anderen Seite des Tisches und redest mit anderen Leuten über das Business. Ich bin in dem Business mit drin und muss dann natürlich alle Plattformen irgendwie bespielen. Aber ich bin auch der Meinung, lieber eine Plattform richtig, richtig gut, für die man dann auch brennt und wo man auch die Zeit und Lust hat, das zu machen, als alles irgendwie nicht so richtig.

Joël Kaczmarek: Jetzt hast du eben TikTok Shop erzählt. Also, ich habe jetzt schon mal verstanden, wenn ich auf TikTok Shop agiere, Dann gibt es natürlich die Käuferseite, Die Leute, die was kaufen. Und dann gibt es den Seller, und es gibt den Creator. Also Der Seller ist derjenige, der die Produkte anbietet und verkauft, quasi die Marke. Und der Creator ist jemand, der sie empfiehlt. In welchem Eck bist du jetzt angeholt? In allen.

Maxim-Giacomo Grund: Ich bin in allen mit drin. Also angefangen habe ich als Creator für andere Marken, weil das natürlich... Am nächsten an meinem ursprünglichen Job mit dran ist. Ich teste ein Produkt und wenn mir das gefällt, mache ich dazu ein Video. Das habe ich vorher auch immer gemacht. Also, das war ja mein Berufsbild. Ich empfehle Produkte, und wenn es jemandem gefällt, dann kann er das nachkaufen. Jetzt kam durch diese Funktion, dass man das natürlich auch direkt kaufen kann, Noch eine ganz andere Möglichkeit, auch für die Konsumenten, die ohne Umwege das Produkt natürlich direkt kaufen konnten. Und das funktionierte gut. Ich hatte einen Riesen Shitstorm im Sommer letztes Jahr. Genau deswegen, weil ich, sagen wir es so, ich muss ein bisschen vorsichtig sein, Viele haben nicht mehr verstanden, dass das, also. Ich habe ja nie was anderes gemacht, Aber jetzt haben Leute gesehen, dass man damit Geld verdient. Also, ich weiß nicht, ob das irgendwie logisch ist, Aber sobald dieser Warenkorb da war und man aktiv, dann diesen Call to Action mit drin ist, Wenn Ihr jetzt hier mit draufklickt, dann kommt ihr direkt zu dem Produkt. Das habe ich vorher auch gemacht, Nur vorher musstet ihr in die Drogerie dafür gehen. Jetzt müsst ihr nur raufklicken und das völlig eskaliert. Ich dachte wirklich, es ist vorbei, jetzt. Dann dachte ich mir, es kann es nicht sein, weil es hat sich ja für mich nichts geändert. Und dann dachte ich mir, okay, Holen wir die Eigenmarke wieder raus, weil es funktioniert für alle Beteiligten super. Die Kunden sind happy, dass sie nicht mehr das Haus verlassen müssen. Der Creator ist happy, dass er Geld damit verdienen kann. Und die Firma ist happy, weil sie einfach viel mehr Produkte verkaufen kann. Für deutlich weniger Werbung. Das ist ein kleines Problem.

Joël Kaczmarek: Klingt sehr deutsch, was du gerade beschrieben, hast, dass man sich darüber aufregt, dass ein Typ, der seine Lebenszeit dafür investiert, Dir, was beizubringen, dass du kostenlos konsumieren kannst, damit Geld verdienen.

Maxim-Giacomo Grund: Ich habe mich dann zwei, drei Wochen zurückgezogen, weil das hat mich auch, so Eiskalt getroffen. Klar, man kriegt immer einen Doofen. Kommentar, über den man sich ärgert, Aber das war von einer Creatorin, die mir bekannt war und die das gestört hat. Dass ich jetzt noch mehr Reichweite bekommen habe. Weil natürlich damals, als das losging, Der Algorithmus von TikTok oder TikTok hat die Videos natürlich auch gerne geboostet, Weil das, für die natürlich auch super spannend war, zu sehen, dass die Videos gut funktionieren. Und das hat mich so Eiskalt getroffen, dass ich gesagt habe, okay, jetzt bin ich erst mal raus. Und dann sich da so ein bisschen wieder ranzutasten, das war ein bisschen schwierig, aber es ist schon recht deutsch, dass man vielleicht nicht gönnt. Oder wenn man weiß, dass jemand damit Geld verdient. Und das ist ja kein Geheimnis. Also wir wissen alle, dass man als Content Creator Geld verdient. Genauso wie man in... Jedem anderen Job hoffentlich Geld verdient. Nur bei uns sieht man es. Also unser Job ist ja so exposed, du siehst sofort, Wie viel verdient er.

Joël Kaczmarek: Aber ich finde das ganz charmant. Also Eigenmarke bedeutet bei dir, du hast nicht bei dir in deinem Wohnort, jetzt irgendwie im Keller ein riesiges Lager und musst da wie so ein Wilder irgendwie Lippenstift. Hast du auch?

Maxim-Giacomo Grund: Ich mache das alle. Ich verpacke jedes einzelne Paket. Ach, okay.

Joël Kaczmarek: Ich habe gedacht, das ist sozusagen, Du gehst zu einem Rossmann hin oder einem dm und sagst, alles klar, Wir haben eine Partnership und die machen das Ganze.

Maxim-Giacomo Grund: Das ist der andere Teil. Also Ich probiere das auf zwei Wege zu teilen, weil. Ich kann natürlich nicht jede Woche mit Ross meine Kollektion rausbringen, Sondern wir sind jetzt gerade in so einem Einjahresrhythmus, dass wir ein Produkt oder eine Kollektion dann rausbringen. Die verschwindet meistens dann auch nach vier bis acht Wochen wieder, je nachdem, wie sie abverkauft wurde. Und dann sind natürlich aber noch 52 Wochen übrig, so ungefähr. Und dann musst du gucken, wie du weitermachst. Und es macht mir ja auch Spaß. Also ich liebe das dann zu schauen, wie kann man das machen. Ich verpacke die Sachen ja auch gerne. Also, das ist für mich dann so dieses, Ich lehne mich dann morgens hin und packe erstmal die Pakete. Und dann fange ich erst an mit meinem richtigen Job.

Joël Kaczmarek: So ein bisschen meditativ quasi?

Maxim-Giacomo Grund: Ja, auch so ein bisschen so Small Business Hobby mäßig.

Joël Kaczmarek: Okay, also hast Du quasi diese Editionen, wo du sozusagen Eigenmarken mit einem Partner machst, die dann zeitlich begrenzt sind, bei denen? Du hast quasi deine Creator-Sachen, dass du Sachen bewirbst und dass du quasi auch auf TikTok Shop dann für Dritte was bewirbst und du hast auch deine eigenen Produkte, die du dann von dir aus richtig Sättelle schickst. Und was ist bei den eigenen Produkten anders? Also ist es genau? Das Gleiche auch, Kosmetik. Oder machst Du da zum Beispiel, was weiß ich, einen Bartpinsel oder ein Täschchen?

Maxim-Giacomo Grund: Wir hatten Bartbürstensets, die habe ich damals schon mit meinem Mann rausgebracht, weil wir damals im ersten Launch dann natürlich auch, Wir hatten damals mit Wimpern angefangen, mit falschen Wimpern und einem Tool, mit dem man sich abschminken kann, aber auch Schminken kann. Das gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht. Und das war so ein bisschen der Start. Jetzt probiere ich eher auf Masse zu gehen. Mit Produkten, die für jedermann nutzbar sind. Also Pinsel haben wir gerade jetzt. Das nächste sind Schwämme, die rauskommen. Die sind aber eher für eine Limited Edition, bis wir dann, Toi Toi toi, Ende des Jahres Unsere Parfums endlich rausbringen können.

Joël Kaczmarek: Oh, cool.

Maxim-Giacomo Grund: Dann probieren wir, und das ist vielleicht der Jahresplan, der eigentlich schon 2023 war. Und deswegen sagte ich, ich kann das nicht so weit voraus planen, weil gerade im Kontext zwischen Online und Drogerie, Das ist halt ein bisschen schwierig, Weil der Markt ändert sich in einem halben Jahr, gerade, was Parfums angeht, war das da ein großes Thema. Wir haben mit Parfums gestartet, Dann kam Body Sprays, war das Trendding. Also alles neu gemacht, Alles auf Body Sprays. Du musst komplett neu von vorne anfangen. Also Die Düfte sind seit drei Jahren fertig. Aber das Packaging ist natürlich dann komplett anders. Und wie du an das Marketing dann mit rangehst. Jetzt sind wir wieder bei Parfums, weil Body Sprays sind vorbei. Und wenn alles gut geht, sind wir dann hoffentlich, dieses Jahr zu Weihnachten fertig und nicht 2023.

Joël Kaczmarek: Aber wie macht man das? Das ist ja voll unnackbar. Parfum Kannst du ja nicht über ein audiovisuelles Medium transportieren.

Maxim-Giacomo Grund: Doch. Richtig, richtig gut. Deswegen haben wir ja auch mit TikTok Shop dann für die Eigenmarke angefangen, weil einer der ersten Produkte, die ich... Als Creator dort beworben habe, war Parfum. Und das ging extrem gut.

Joël Kaczmarek: Obwohl man nicht weiß, wie es riecht?

Maxim-Giacomo Grund: Du kannst es ja schön beschreiben. Und das ist das, was ich probiere. Ich probiere, den Content so konsumierbar wie möglich zu machen. Also, du musst schon verstehen, was du da riechst. Du sollst es am besten Selber riechen. Ich weiß nicht, ob du das kennst, wenn du im Fernsehen einen tollen Burger siehst oder so. Und du weißt ganz genau, wie der schmeckt in dem Moment. Und das muss ich fürs Parfum nur auf TikTok machen.

Joël Kaczmarek: Ich habe manchmal dabei, dass ich manche Begriffe nicht weiß, Wie die riechen. Wenn jemand sagt, das riecht Moschusartig, dann denke ich mal, Wie riecht ein Moschus? Oh,

Maxim-Giacomo Grund: wenn du Moschus riechst, dann weißt du, wie ein Moschus riecht. Das ist auch so ein bisschen mein Problem und wofür ich glaube, meine Community, mich schätzt, gerade im Podcast. Ich bin kein Parfum-Content-Creator, Aber ich probiere das Halt, so bildlich zu beschreiben wie möglich. Also Neulich hatten wir einen Duft und der hat halt Noten von Moschus, aber auch von Baumwolle. Wie riecht denn Baumwolle? Und ich probiere das dann natürlich so ein bisschen. Und zum Schreiben ist, du hast gerade die Wäsche gewaschen und machst die Waschmaschine auf, packst es in den Trockner und dann, wenn du den Trockner anmachst und die Luft, die da rauskommt, diesen bisschen Weichspüler, der da noch mit rauskommt. Und die Waschmaschine steht im Garten. Und es ist Frühling und die Sonne scheint, dann hast du ein ganz anderes Bild.

Joël Kaczmarek: Ja, schön. Das ist anscheinend echt ein Talent von dir, das so zu verpacken. Hast du eigentlich auch mal so andere Plattformen noch ausprobiert? Weil, ich meine, eBay macht ja mittlerweile auch viel Live-Shopping, so ein Whatnot gibt's. Machst du sowas auch oder bist du erstmal, sage ich, Hokus Pokus. Keep the focus.

Maxim-Giacomo Grund: Also ich beobachte das gerade, und gerade bei eBay finde ich das auch selber schon, weil ich bin halt so eine kleine Shopping-Maus. Ich liebe Schnäppchen, machen. Meine Mutter war die eBay-Queen mein Leben lang. Also, sie hat alles immer bei eBay gekauft. Und das habe ich, glaube ich, so ein bisschen geerbt. Und verbringe selber sehr viel Zeit auf der App, weil ich viele Vintage-Sachen kaufe und dann selber restauriere. Das ist Maxim privat. Und das konsumiere ich dann schon. Und probiere natürlich schon zu überlegen, wie kann man das nutzen. Ich glaube aber, das ist dann genau der Punkt. Noch eine dritte, eine vierte, eine fünfte Plattform. Ich glaube, ich erreiche nicht die Leute, die ich erreichen muss. Auf den Plattformen. Aktuell zumindest, Aber wer weiß, was in fünf Jahren ist.

Joël Kaczmarek: Ich kann das mal ganz schwer einschätzen, weil, also Whatnot ist ja so ein internationales Phänomen, Gerade USA, auch und eBay höre ich nur in Deutschland, Das Livestreaming so richtig abgehen. Ja. So, das soll richtig gut funktionieren. Aber, also, ich gewinne auch nochmal einen anderen Respekt vor deiner Arbeit, Weil Wie schwer ist das, wenn du ein eigenes Produkt entwickelst, basierend auf deiner Marke, die du über drei Plattformen aussteuern musst, die alle anders funktionieren. Und dann dreht sich so ein Trend, und dann hast du einen Body Spray anstatt einen Parfum.

Maxim-Giacomo Grund: Aber jetzt haben wir wieder das Parfum. Also, wir konnten wieder zurück, aber jetzt sind wir halt mit, Wir hatten vorher nur Damen Düfte, Jetzt sind es drei Damen, drei Herren, Düfte. Man muss einfach, glaube ich, sehr flexibel sein.

Joël Kaczmarek: Und du so als Typ, bist du so ein Einzelkämpfer oder hast du ein richtig kleines Unternehmen? Hast du ein Team? Ist das ein Familienunternehmen? Wie darf ich mir das eigentlich vorstellen?

Maxim-Giacomo Grund: Alles. Also, ich habe mittlerweile eine GmbH, aber ich bin hundertprozentig. GmbH. ICH habe... Meine Mutter mit im Team so ein bisschen, Ich habe meinen Mann mit im Team, so ein bisschen, aber auch meinen Cousin. Und wir probieren, Es ist ein Familienbetrieb, aber eigentlich, Ich glaube, jeder Selbstständige kennt das, Eigentlich macht man alles selber irgendwie.

Joël Kaczmarek: Lass mich raten, Mama macht die Buchhaltung, oder? Nee,

Maxim-Giacomo Grund: nee, Da habe ich ein ganz tolles Büro für. Meine Mutter macht Community Management. Die hilft mir gerade, was YouTube angeht, Weil sie natürlich auch in einer ähnlichen Zielgruppe ist, wie die Mäuse, die mir auf YouTube folgen. Und sie dann auch... Ganz nah mit dran ist, Was die Leute wollen.

Joël Kaczmarek: Das ist so geil, dass du Mäuse sagst.

Maxim-Giacomo Grund: Mäuse ist das Wort, das geht immer.

Joël Kaczmarek: Ja, das ist vor allem unisex, das ist so nett. Immer,

Maxim-Giacomo Grund: immer. Shopping-Maus, YouTube-Maus.

Joël Kaczmarek: Und sag mal, arbeitest du eigentlich auch schon viel mit, so? KI, Automatisierung und Co.?

Maxim-Giacomo Grund: Ja, also, ich glaube, wenn Ki nicht da wäre, würde die so aussehen. Ich probiere mich da so ein bisschen aus. Ich sehe die Chance davon und ich habe die Chance für mich selber genutzt. Ich probiere die Prozesse, die so super ätzend sind, einfach damit zu optimieren. Es geht jetzt nicht darum, Meine Arbeit ist noch nicht ersetzbar mit KI. Ich habe es ausprobiert, weil ich dachte, das wäre ja richtig, Richtig toll, wenn ich so einen KI-Avatar von mir erstellen könnte, der dann das YouTube-Video für mich macht. So weit sind wir, glaube ich, noch nicht. Aber diese ganz langweiligen Dinge wie SEO-optimierte Produktbeschreibung für den Shopify-Shop. Super

Joël Kaczmarek: Ja, ich habe mir so ein paar Sachen angeguckt. Also, du kannst ja mittlerweile mit so ElevenLabs und so kannst du auch schon echt Videos machen.

Maxim-Giacomo Grund: ElevenLabs finde ich ziemlich gut, aber man merkt es noch. Und dafür macht es mir, glaube ich auch viel Spaß.

Joël Kaczmarek: Mich macht es auch ein bisschen traurig, ich frage mich so ein bisschen zur Zukunft von Social Media, Weil ich habe die Tage bei Johannes Kliesch einen Post gelesen. Meine Auswertung, also? Das ist der Gründer von SNOCKS, Die große Sockenflummer. Meine Auswertung zu einer Woche Fully KI. Also der hat gesagt, hier mein LinkedIn-Account ist jetzt Bilder komplett. KI generiert, Text Komplett KI generiert. Mein Impuls war, dass ich dachte, boah, wie disrespectful. Und dann habe ich mich dabei getappt und dachte, Ach, warte mal, hast du auch schon gemacht. Ich war ein Jahr vor ihm schon dran mit KI-Bildern und habe meine KI-Texte oft erstellen lassen. Und dann probiert, was besser geht. Lange Rede, kurzer Sinn, Ich verstehe genau den gleichen Drive, den er hat, aber ich finde es so einen schmalen Grad. WEIL IM Endsense-Sign-It-Muss ist ja irgendwie menscheln, ja?

Maxim-Giacomo Grund: Ja, wobei ich glaube, man kann wie bei allem so einen guten Mittelweg finden. Ich könnte ausrasten, wenn ich diese ganzen KI-Videos sehe. Meine Oma schickt mir andauernd irgendwelche Videos. Oh, guck mal, hast du das schon gesehen? Wie süß, der Wal ist über den Strand gelaufen. Also gerade die ältere Zielgruppe wird damit auch langfristig Probleme haben. Aber selbst ich habe mittlerweile teilweise Probleme, dass ich echt zweimal hingucken muss. Und sage, ist das jetzt echt oder ist das nicht echt? Sich als großes Problem, aber auch als Chance, weil es natürlich vieles einfacher machen kann. Und ich glaube, das wird... Jetzt ist das natürlich im Hype und es ist, was neues, und alle wollen es irgendwie ausprobieren. Wird sich nicht durchsetzen, so, wie wir es jetzt befürchten, aber es wird sich durchsetzen.

Joël Kaczmarek: Wie stehst du denn eigentlich zu geschriebenen Medien? Weil das andere, was ich so als Trend immer wieder höre, ist Newsletter. Und es hat genau mit dem Konzept zu tun, was wir vorhin gesagt haben, Haus nicht auf fremdem Grund bauen. Da kann halt keiner den Algorithmus ändern. Wenn Du die Adressen hast, hast du die Adressen. Ist es was, was du auch in deinem Mix betreibst? Treibst oder ist das?

Maxim-Giacomo Grund: Super spannend. Ich habe mich vorgestern, mit meinem Mann darüber unterhalten, weil. Er ist Autor und verleger und hat einen eigenen Verlag und nutzt auch Newsletter und ist damit super zufrieden, weil du natürlich super unabhängig von den Plattformen bist. Wir haben es probiert, für mich aber so ein bisschen anders. Eher auf Beauty gemünzt und eher so Post von Maxim. Und hey, Eigentlich waren das die zusammengepackten Content Pieces der letzten Wochen, in ein Newsletter gepackt, Vielleicht mit ein bisschen Text. Sehe ich, aber sehe ich nicht, dass ich das auch noch hinkriege. Aber super Sache.

Joël Kaczmarek: Ja, das ist das krasse, wenn man so ein bisschen die Angst hat, Fomo auf allen Hochzeiten tanzen zu müssen. Und eigentlich weiß, Der Tag hat aber nur 24 Stunden, und die Hälfte davon schlafe ich vielleicht.

Maxim-Giacomo Grund: Ich will es halt richtig mal schlafen. Gibt es nicht mehr. Also ich weiß nicht, wann du aufstehst, morgens, Wie sieht so dein Tagesablauf aus?

Joël Kaczmarek: 6.30 Uhr aufstehen, 22 Uhr ins Bett.

Maxim-Giacomo Grund: Okay, wir verschieben es bei mir so ein bisschen. Wir testen gerade die 4 Uhr und fangen dann um, wir trinken dann gemeinsam. Kaffee, starten um 4.30 Uhr, gehe ich runter, er geht hoch. Und dann so bis 13, 14 Uhr durch und dann wird auf dem Sofa weitergearbeitet, Aber da ist dann auch um 20 oder 30 die Schlafnuss angesagt.

Joël Kaczmarek: Aber macht dir das Spaß?

Maxim-Giacomo Grund: Ja, ich liebe das. Ich würde auch manchmal gerne bis 5 schlafen, haben wir vorher gemacht. Ich glaube, was mir am meisten fehlt, ist die Routine von meinem fixen Job von früher. Dieses, Ich weiß, Montag bis Freitag von 8 bis 18, 17 Uhr, Samstag, SONNTAG frei, 30 Tage Urlaub im Jahr. Das fehlt mir, glaube ich, am meisten. Ich kann mich auf einen Zeitplan verlassen. Ich bin super stoisch, was meinen Zeitplan angeht. Und wenn jetzt kein Urlaub geplant ist, gibt es keinen Urlaub. Also, ich kann mir dann nicht sagen, okay, Den ganzen September mache ich jetzt Urlaub. Das würde ich mir schon manchmal gerne wünschen.

Joël Kaczmarek: Aber warum ist es notwendig, dass du um vier Uhr morgens aufstehst?

Maxim-Giacomo Grund: Ehrliche Antwort oder die

Joël Kaczmarek: Kameraantwort? Natürlich die ehrliche.

Maxim-Giacomo Grund: Es nervt mich niemand. Um vier Uhr, Niemand, schreibt E-Mails. Ich kann, ich bin aber auch früh auf Sterne. Vier ist halt extrem, aber zwischen Vier und, sagen wir mal, mit dem ersten E-Mails-Trudel, dann meistens so gegen Elf ein. Es nervt niemand. Und ich habe mir das so ein bisschen zum Vorteil gemacht. Gerade, was so Freigabeschleifen mit Firmen angeht, Die schicken Dir meistens... Deren Arbeitszeiten sind halt andere als meine. Die Schicken Dir um 16 Uhr das Briefing. Da lege ich schon halb bewusstlos auf dem Sofa. Ich starte dann aber um 5 mit dem Dreh und die Brands hat das Video zu Schichtbeginn um 8 oder 9 fertig. Das heißt, im Idealfall probiere ich damit, die Freigabeschleifen und die Produktionszeiten drastisch zu kürzen.

Joël Kaczmarek: Eigentlich müsstest du in eine andere Zeitzone ziehen, denke ich gerade so.

Maxim-Giacomo Grund: Geht auch in Brandenburg. Aber ja, das wäre dann die Alternative. Aber es funktioniert auch, so. Es nervt niemand.

Joël Kaczmarek: Warst du jemals verführt, international zu arbeiten, dass du auf Englisch dein Content machst?

Maxim-Giacomo Grund: Nee. Also klar, man hat darüber nachgedacht, weil du kannst international viel mehr Leute erreichen. Ich habe das letzte Mal darüber nachgedacht, als meine erste. Make-up-Kollektion in Spanien Bestseller war. Ich war schon ein paar Mal in Spanien, aber niemand in Spanien kennt mich. Aber Sie haben diese Produkte halt gerne gekauft. Und dann habe ich überlegt, okay, vielleicht könnte ich das auf Englisch machen. Jetzt gibt es natürlich ElevenLabs, und wir probieren auch die Videos gelegentlich zu dubben, Dass also die Audiospur eine andere ist, die danach trickig reingesetzt wird. Bin ich noch nicht ganz so fein? mit, aber ist eine Möglichkeit.

Joël Kaczmarek: Ich glaube, das wird halt kommen, dass Du Content perspektivisch Multilingual konsumierst. Also, du nimmst ihn auf Deutsch auf und man hört ihn vielleicht auf polnisch oder auf Hindi oder Sowas an. Das klingt jetzt noch nicht. geil, aber gib dem Mal noch zwei Jahre. Voll. Und danach hast du ja ein ganz anderes Game. Aber deswegen, also, ich frage mich viel, was da passiert, weil wenn du den ganzen KI-Content hast, die ganze Menge an Wettbewerb, mittlerweile die Multiplattformen. Und so, das ist schon echt kompliziert. Also Ich nehme bei dir so ein bisschen mit, das ist wie in meinem Geschäft, du darfst dich eigentlich gefühlt. Alle drei Monate wahrscheinlich neu erfinden, oder?

Maxim-Giacomo Grund: Drei Monate ist schon sportlich. Ja, tatsächlich. Eigentlich irgendwie jede Woche, weil jede Woche kommt irgendwie eine andere Idee. Und ich bin halt auch super ambivalent, was meine Ideen angeht. Heute eine Idee, die will ich morgen umsetzen. Und wenn es nicht klappt, dann habe ich schon wieder die nächste Idee. Schwierig. Man müsste so ein bisschen...

Joël Kaczmarek: Bist du schon ins Loch? Vom Vibe-Coding gefallen? Was heißt Vibe-Coding? Wenn du mit Ki Sachen, programmierst. Mittlerweile ist ja so, du kannst ja mit Claude, kannst ja irgendwie was eintippen. Dann sagst du, ich möchte gerne einen Online-Shop haben, für meine neuen Pinsel. Drei Produkte, Die ist das jenes, bitte Bau mir den. Und dann hast du da Zack ein fertiges Ding. Das ist irre.

Maxim-Giacomo Grund: Ich hab's probiert, hat nicht geklappt. Also, ich hatte dann am Ende nur, Ich habe nicht Club benutzt, sondern ich glaube, es war ChatGPT, Die Webseite war grün und es stand einfach, Es war nur eine grüne Webseite. Und in der Mitte Stand VIA MAGIAMO. Mehr habe ich nicht hingekriegt. Nee, habe ich mich noch nicht herangetraut.

Joël Kaczmarek: Naja, Ich habe mich auch Late to the Party gefühlt und so, aber es ist krass.

Maxim-Giacomo Grund: Aber wie schön, das fände ich persönlich jetzt spannend, weil viele sagen Ja immer, Ki nimmt meinen Job weg. Ich glaube, dass Ki. Vielen Leuten auch eine neue Jobmöglichkeit gibt.

Joël Kaczmarek: Ja, man sagt ja immer, du wirst nicht durch. KI ersetzt, sondern durch jemanden, Der KI beherrscht. Es ist halt schon krass, Was ich halt beobachte, ist, Ich habe gerade einen Artikel dazu gelesen, manager magazin Titelartikel. So, Und dann hast du so was wie SAP oder Adobe, Diese riesigen Firmen. Und dann liest du da, dass zum Beispiel der Geschäftsführer von Klarna, ist Ja, so ein Bezahlanbieter, Der Single hat gesagt, ich habe keinen Bock mehr hier, Salesforce zu haben, baue ich selber. Und dann hat der mit seinem Team in der Woche Salesforce nachgebaut mit KI. Klingt erstmal irre, aber das macht er mit jedem Tool. Und Du kannst dir vorstellen, wenn du 300 Mitarbeitenden hast, die alle eine Lizenz zahlen. Pro Seed, Das sind halt Millionen Beträge. Also long Story short, Du bist in der Lage mit irgendwie... Und da reden wir nicht davon, dass du jetzt Python können musst oder sowas, sondern da reden wir davon, dass der Maxim da sitzt und sagt so, ich hätte gerne ein Shop-System, im Backend muss ich folgende Sachen machen können und im Frontend sollen die Leute das und das sehen, dann baut ihr dir das Ding hin. So, schon krass. Du kannst beim Design vielleicht manchmal sagen, naja, okay, Vielleicht zahlst du dann aber mal 500 Euro an einen guten Designer und sagst, hier, mach mal, bitte einen, Wie soll das Schick aussehen? Und dann ziehst du es drüber. Und dann steht das Ding. So, Und das ist halt schon sehr mächtig, weil dann machen Halt irgendwie... Zehn Leute die Arbeit von vorher 150.

Maxim-Giacomo Grund: Das ist das Problem. Aber ich glaube,

Joël Kaczmarek: es wird sich alles,

Maxim-Giacomo Grund: glaube ich, das ändert sich halt zu schnell,

Joël Kaczmarek: glaube ich. Das ist, glaube ich,

Maxim-Giacomo Grund: Das Problem, dass man gar nicht hinterherkommt.

Joël Kaczmarek: Die Drehgeschwindigkeit ist so, Viele gehen ja wie so, ich habe, das gehört von einer Freundin, die meinte, ey, Viel Business ist in meinem Umfeld, Ihr Mann ist im Hosting tätig, Das heißt, Er sieht die ganzen Unternehmen, weil die Webseiten liegen bei dem, Die Gehen Out of Business, weil die sich nicht mehr ihr Geschäftsmodell so schnell anpassen können.

Maxim-Giacomo Grund: Großes Problem.

Joël Kaczmarek: Wir sind ja fast ein bisschen sozusagen. off-topic. Was mich ja nochmal interessieren würde? Und ich überlege gerade nach einem Pfad, wie ich dir diese Frage so respektvoll stelle, dass sie für dich nicht unangenehm zu antworten, ist. Ich finde es immer, so vulgär, aber ich glaube, es interessiert viele Menschen. Was kann man mit Sowas verdienen? Also da du bestimmt viele Leute hast, die an deinen Lippen hängen aus deinem Wettbewerb, Vielleicht kannst du ja so einen Von-Biss machen und dass die Leute nochmal ein Gefühl kriegen, vielleicht auf, wie viel man auch dafür arbeiten muss.

Maxim-Giacomo Grund: Also, Ich HAsse es, wenn... Auch das Wort hasse Ich Influencer sagen, Das ist ein super anstrengender Job, und ich habe einen super anstrengenden Job. Und das ist der schwerste Job. Nein, es ist zeitweise anstrengend, Aber es steht in gar keinem Verhältnis zu der Arbeit, Was Arbeitszeit angeht, was Intensität der Arbeit angeht. Es ist von bis alles möglich. von, wenn ich nichts mache, kommt auch nichts mit rein. Wenn nicht Weihnachten oder wenn? Amazon... Prime Deals hat, Das ist dann natürlich, Da passiert dann deutlich mehr. Und damit kann man dann auch Monate so ein bisschen überbrücken, wenn man sagt, okay, Ich habe im Dezember und November das gemacht, was ich eigentlich von Januar bis März machen würde, dann kann ich ein bisschen entspannter mit rangehen. Das ist aber auch jetzt erst die letzten Jahre so gewesen, in denen ich diesen Zyklus für mich erkannt habe.

Joël Kaczmarek: Was würdest du sagen, wie viele Stunden arbeitest du in der Woche?

Maxim-Giacomo Grund: Ich glaube, es sind viele Stunden. 40 safe, safe. Eher 60. Und dann kommt halt dieses, Was ist Arbeit und was nicht. Wenn ich abends nochmal schnell ans Handy gehe und nochmal in den Austausch mit der Community gehe, Ich mag das halt nicht als Arbeit bezeichnen, weil das gehört halt irgendwie dazu. Und das ist ja mein Job, dass ich für die Community da bin. Aber dann sitzt du halt doch nochmal 30 Minuten da. Und Beantwortest, Kommentare oder Nachrichten. 60 Stunden würde ich schon sagen.

Joël Kaczmarek: Und dann versuchen wir es mal, so ein bisschen fiktiv zu machen, dass wir es nicht an deinen Zahlen festmachen. Aber wenn wir mal sagen, wenn ich jetzt auch wie Content Creator bin, arbeite ähnlich hart wie du, habe mir vielleicht eine Followerschaft aufgebaut. Was glaubst du, Verdient man damit so pro Monat mal nivelliert über das ganze Jahr gesehen? Ausreißer im Dezember, verstanden. Delle vielleicht im Sommerurlaub. In welchen von bis Dimensionen bewegt man sich da?

Maxim-Giacomo Grund: Also, ich würde mal sagen, wenn du am Ende des Monats mit 10.000 Euro rausgehst, ist ein guter Monat. Das ist das Problem, Es gibt kein Ende nach oben. Nach unten ist immer, je nachdem, wie viel du machst oder nicht, Ich bin Geschäftsführer, ich kriege mein Gehalt, egal, wie viel ich im Dezember gemacht habe, Ich kriege jeden Monat, dasselbe Gehalt und damit rechne ich. Auf der anderen Seite, klar, wenn ich weiß, Ich habe den November, Dezember extrem viel gemacht, würde ich mich natürlich auch freuen, wenn ich einen Weihnachtsbonus kriege. Mach ich nicht. Aber es ist alles möglich. Also ich denke mal sechsstellig sollte es sein.

Joël Kaczmarek: Und bremst mich, wenn es zu indiskret ist, aber wenn ich jetzt mit so einem Rossmann, einem dm, einem Müller, whatever, so eine eigene Reihe mache, was du gesagt, hast, Sechs bis acht Wochen ballern die, da die Kosmetik raus, Das ist zeitlich limitiert. Wie sind denn da so die Prozente, die man kriegt? Also ist das so ein bisschen von bis, je nachdem, Wenn du eine Rakete bist in Reichweite oder ein Follower, dann gehst du nochmal anders übers Wasser?

Maxim-Giacomo Grund: Ich arbeite nicht mit Prozenten. Also das mache ich nicht. Weil da zu viele verschiedene Dinge mit dranhängen. Ich bin einmal sehr auf die Nase gefallen. Mit Prozenten, die ich bekommen, habe, weil ich es einfach auch nicht besser wusste. Und dann, Wie hieß das Wort, der Nettoverkaufserlös. Sagt ein 20-Jähriger, was ein Nettoverkaufserlös ist. Das habe ich nicht verstanden. Und am Ende des Tages waren Produkte, wurden die an TK Maxx verkauft. Da ist natürlich der Nettoverkaufserlös ein ganz anderer, als wenn Du es im eigenen Shop mit drin hast. DA BIN ich... Dreistellig rausgegangen aus der Kollektion. Jetzt ist natürlich ein bisschen was anderes, weil ich auch als Marke natürlich dann dastehe. Und die Firmen aber auch wissen, wie viel kriegen Sie wieder rein. Und wir sind fair zueinander. Ich habe keine übertriebenen Preise, aber ich will halt auch nicht über den Tisch gezogen werden.

Joël Kaczmarek: Heißt das, Du machst es so festpreismäßig? Ah, okay. Spannend. Na gut. Ich möchte dich da nicht weiter unangenehm mit behelligen, aber... Vielleicht verstehst du, dass es viele Leute bewegt.

Maxim-Giacomo Grund: Verstehe ich auch. Ich rede auch gerne über das Thema Geld, weil ich finde, dass es wichtig ist, dass man darüber redet und man sich vor allen Dingen auch nicht über den Tisch ziehen lassen soll. Neulich habe ich jemanden kennengelernt, die mich auf, Letzte Woche war eine Messe in Düsseldorf, da hat sie mich gefragt, ja, Sie weiß nicht, wie Sie die Preise machen soll. Für Kooperationen. Ich habe gesagt, naja, machst du überhaupt? Preise? Nee, manchmal kriege ich nur ein Produkt, egal wie groß oder wie klein du bist. Am Ende des Tages machst du Werbung für Milliardenkonzerne. Das wissen die, Ich weiß das aber auch. Und ich weiß, wie viel Geld ich für euch umsetze. Und das hat sich nochmal ein bisschen geändert durch TikTok Shop, weil ich da ganz genau wirklich Zahlen sehe. Ich weiß, was mein. Video Euch reingebracht hat. Davon möchte ich ein Stück vom Kuchen abhaben.

Joël Kaczmarek: Wenn wir jetzt so zum Abschluss unseres Gesprächs mal die Zukunft blicken, was ja super undankbar ist. Dein Geschäft sich wöchentlich ändert und das Body Spray ist mir noch im Kopf geblieben. Was würdest du sagen, so heute in einem Jahr, was nimmst du dir vor?

Maxim-Giacomo Grund: Urlaub. Nein, heute in einem Jahr, Ich habe mir für dieses Jahr wirklich vorgenommen, So eine Work-Life-Balance wieder mit reinzukriegen, Weil die in den letzten Jahren natürlich gar nicht mehr mit da ist. Aber ich möchte auch nächstes Jahr den Job genauso gerne machen, wie ich ihn jetzt mache. Und das ist die größte Challenge, dass man schnell irgendwie demotiviert wird. Habe ich keine Lust drauf. Ich möchte weiterhin motiviert bleiben.

Joël Kaczmarek: Also, mich hat das heute sehr motiviert. Es hat mir sehr großen Spaß gemacht, Maxim. Vielen, vielen Dank. Was ich erst gelernt habe. Also, Bodyspray, Parfüm. Jetzt werde ich mir noch ein paar Tipps von dir abholen. So Hautpflege und dann gehe ich hier gut raus.

Maxim-Giacomo Grund: Ganz lieb, und muss nicht teuer sein. Ich liebe die Drogerie, dass sie so tolle Produkte haben. Ganz lieben Dank, dass Ihr hier seid, Dr.

Joël Kaczmarek: Wow, das war ein inspirierendes Gespräch, oder? Denk dran, Abonnier den Podcast unbedingt, damit du keine Episode verpasst. Und teile ihn auch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen. Bis zum nächsten Mal. Bleib inspiriert und neugierig. Dein Joël.