Wie Captables aussehen sollten

25. Juli 2016, mit Joel KaczmarekFlorian Heinemann


🧠 Joëls Learnings

  1. Verwässerung pro Finanzierungsrunde: Eine grobe Daumenregel für die Verwässerung pro Finanzierungsrunde liegt bei 15-30%. Mehr als 30% Verwässerung pro Runde kann die Flexibilität für zukünftige Finanzierungen einschränken.

  2. Bedeutung des aktiven Management-Teams: Nach der Series A sollte idealerweise die Mehrheit des Unternehmens noch beim aktiven Management-Team oder den Gründerinnen liegen. Dies ist wichtig für die langfristige Motivation und den Unternehmenserfolg.

  3. Signalwirkung des Cap Tables: Ein ungünstig strukturierter Cap Table kann negative Signalwirkungen haben - sowohl in Bezug auf das Unternehmen selbst als auch auf Gründerinnen und Investorinnen. Dies kann spätere Finanzierungsrunden erschweren.

  4. Bedeutung von ESOPs (Employee Stock Option Programs): ESOPs sind ein wichtiges Instrument zur Mitarbeitermotivation und sollten möglichst früh eingerichtet werden. Ein typischer ESOP-Pool liegt bei 5-10% in frühen Phasen, kann aber in späteren Runden erweitert werden.

  5. Umgang mit suboptimalen Cap Tables: Wenn ein Cap Table bereits ungünstig strukturiert ist, gibt es Möglichkeiten zur "Reparatur". Dazu gehören die Einrichtung großer ESOPs, der Verkauf von Anteilen durch Altinvestorinnen an das Management oder Secondary-Transaktionen. Diese Maßnahmen sind jedoch oft komplex und erfordern Verhandlungsgeschick.