Gehört dir deine Zielgruppe? Warum Newsletter gerade explodieren

13. April 2026, mit Joël Kaczmarek

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Joel Kaczmarek (00:01.262) Hi five Leute, hier ist Joel und ihr wisst an unserem Money Monday reden wir fleißig über Wachstum im Business und wisst ihr was dabei immer relevanter wird? Newsletter. Also ich schreibe ja auch schon wieder seit einer Weile und ich merke von immer mehr Menschen, dass die mir sagen, ey das wird mega relevant, das kommt auf, das ist total wichtig, du brauchst eine eigene Audience und und und und dann habe ich mit dem lieben Justin Pohl mich unterhalten. Justin ist Senior Marketing Manager bei HubSpot und die Jungs und Mädels kennen sich ja nun wirklich gut aus mit Marketing. Vor allem Justin kennt ganz mehr, also international guckt er sich das Thema Marketing an.

Und vor allem ist er selber auch Herausgeber eines Newsletters, nämlich von Command Da reden wir gleich noch zu, was der genau macht. Dann habe ich zu Justin gesagt, lass uns doch mal hinsetzen und mal gesammelt fünf Thesen runterbringen, warum wir glauben, dass Newsletter gerade mit zu den wichtigsten Dingen gehören, die du machen solltest, zu wachsen. Also in Sachen Marketing, als Marketer natürlich super relevant, aber auch so, vielleicht bist du Creator, vielleicht für dein Unternehmen. Das ist unsere Maßgabe für heute. Du hast also gleich fünf Thesen, woran wir glauben, was dort passiert.

und vielleicht fangen wir mal als erstes damit an, warum das eigentlich wieder wichtig wird. Aber first of all, first things first, schön, dass du da bist, lieber Justin. Moin moin.

Justin Pohl (01:05.874) Wow, Krasses, krasses Intro. Vielen, Dank Joel. Ich freue mich absolut hier zu sein. Ich kann mich auch nochmal ganz kurz vorstellen vielleicht. Ich bin Justin, arbeite im Regionalen Marketing bei HubSpot. Joel hat es gerade schon gesagt. Mein Schwerpunkt liegt vor allem auf Demand Generation. Das bedeutet, ich beschäftige mich mit Marketing, was vor allem Pipeline generiert und Deals kreiert.

ganz ganz großer Teil unserer Arbeit dreht sich dabei Webinare, weil Webinare für unser Team tatsächlich einer der wichtigsten Treiber für Pipeline, Deals und letztlich auch Revenue sind, also MAA heißt Marketing, heißt Monthly Recruiting Revenue. Und ja, als regionaler Marketer macht man aber natürlich auch ein bisschen

Joel Kaczmarek (01:52.997) monthly recurring revenue.

Justin Pohl (02:01.981) Mehr noch, ich arbeite auch an Themen wie PR, an Social Media für den deutschsprachigen Raum, an Creator-Kooperationen, die auch ganz viel mit Newslettern zusammenhängen. Darauf kommen wir dann gleich nochmal. Und auch an Brandaktivitäten im Dachmarkt. Also die regionalen Marketer unter euch werden es sehr gut kennen, die vielleicht in ausländischen Konzernen angestellt sind. Man muss eine Menge jonglieren als regionaler Marketer. Und man darf, man darf, richtig.

Joel Kaczmarek (02:27.528) Man darf! Man darf!

Justin Pohl (02:31.693) Und ich glaube, ich bringe auf das Thema eine ganz interessante Perspektive mit, weil ich eigentlich in zwei Welten unterwegs bin. Auf der einen Seite arbeite ich bei HubSpot im Marketing und sehe sehr stark die Corporate-Perspektive, wo Marketing am Ende wirklich Ergebnisse liefern muss. Und auf der anderen Seite betreibe ich seit etwa gut einem Jahr meinen eigenen Marketing-Newsletter Command plus

den ich komplett selbst schreibe und aufbaue. Da geht es dann ganz, ganz viel ... Audience Building, Distribution, Content und Storytelling, was sich natürlich so bisschen unterscheidet ... ... dieser Markenperspektive auf Newstletter. Genau.

Joel Kaczmarek (03:14.312) Lass uns doch mal einsteigen, wie angedroht, dass wir die Leute mal in die Hand nehmen, was so unsere Hypothesen sind, warum Newsletter gerade wieder so wichtig sind. Also was macht die gerade aus?

Justin Pohl (03:25.523) Ja, erstmal freue ich mich, dass du auch schon wieder mit... Du hast gerade gemeint, hast auch mit Newseater schon wieder angefangen. Das heißt, du hast auch deinen eigenen, ist das richtig?

Joel Kaczmarek (03:32.136) Ja, in der Tat. Joel's Newsletter. Genau, werde ich verlinken, siehste? Ich werb für deine Sachen nicht für meine.

Justin Pohl (03:35.374) Ja, Bitte, bitte, bitte. Man merkt es immer mehr, dass die Leute wieder zurück zu Newslettern kommen. Viele hatten vielleicht schon mal Newsletter, haben irgendwann mal wieder aufgehört, aber viele kommen jetzt auch immer mehr zurück. Warum werden Newsletter wieder wichtiger? Wenn man sich Marketing in 2026 und nicht nur vielleicht 26, sondern auch schon 24 und 25 anschaut, dann passiert gerade was ein bisschen Ironisches.

Alle Leute reden über KI, neue Plattformen, über Algorithmen in unseren Feeds. Und genau in diesem Moment erleben jetzt gerade zwei Kanäle nicht unbedingt ein Comeback, zumindest bei einem davon nicht, aber wirklich wie so eine kleine Renaissance oder einfach sie funktionieren einfach sehr, gut. Und das sind eben genau Newsletter und Creator. Warum ist das so und warum soll das so sein?

Viele Marketer merken gerade, dass sie immer weniger Kontrolle über ihre Reichweite haben. Social Reach wird immer unberechenbarer. Google entwickelt sich durch AI-Overviews immer stärker zu einer Antwortmaschine, man fast sagen. Und Plattformen priorisieren zunehmend ihre eigenen Content. Und plötzlich stellen ganz, ganz viele Unternehmen fest, wir haben zwar Follower, aber wir haben keine echte Audience mehr.

Die Audience gehört uns nicht. Und deshalb sehen wir gerade einen Shift zurück zu Formaten, die Marken wirklich gehören. Und allen voran spielen da Newsletter eine ganz, ganz, ganz, ganz, wichtige Rolle.

Joel Kaczmarek (05:14.925) Ja, ich glaube, da kommen auch einige Sachen zusammen. hab vor kurzem gerade Elgato besucht in München und der Chef von denen hat was interessantes gesagt. meinte, ey, wir machen gerade viele Livestreams, wir ein neues Produkt rausbringen. Und ich würde am liebsten jeden Tag Livestreamen. Da meinte ich, wieso denn? Ja, weil in Zeiten von KI die Leute halt darauf Wert legen, dass ich mit was Echtem zu tun habe und das kannst du in Sachen Video eigentlich nur bei live rüberbringen. So und ich glaube, in diese Logik fällt das auch so bisschen rein zu sagen.

Justin Pohl (05:35.755) Mhm.

Joel Kaczmarek (05:39.4) Genau was du gesagt hast, dass Creator ja eigentlich für so eine Persönlichkeit stehen und vielleicht einen mit der ich mich identifizieren kann und noch so eine Realness rüberbringen. Also man kann sicherlich hier und da diskutieren, wie das umgesetzt wird. Es gibt auch viel, gerade wenn es in Richtung Influencer geht, das ist ja bogen oft überspannt. Aber in der Grundsache zahlt das ja genau auf diesen Gedanken ein. Ich möchte diese Echtheit, diese Nahbarkeit und dieses Storytelling, was die vielleicht auch mitbringen. So.

Justin Pohl (06:01.777) Ja absolut und ich glaube auch gerade bei Creatern, man muss auch so seine eigenen Creator finden. Viele sagen immer, LinkedIn das ist nichts für mich, da promotet jeder sich nur selbst. Das stimmt zu einem ganz ganz großen Teil auch, aber man ist immer so der Schmied seines eigenen Glücks. Also man kann natürlich auch, wenn man den richtigen Leuten folgt und eventuell auch den richtigen Leuten entfolgt, sein Feed so bisschen mit selbst gestalten.

Und ich glaube, das sollte man gerade auf LinkedIn unbedingt machen, damit man eben nicht in dieses Self-Promotion LinkedIn hinein gerät.

Joel Kaczmarek (06:40.609) So, und dann starten wir jetzt mal sukzessive rein in die Thesen, die du heute mitgebracht hast. Also deine erste These lautet, Newsletter sind nicht zurück, sondern sie waren nie weg. Was verbirgt sich dahinter?

Justin Pohl (06:50.556) Richtig.

Ich glaube, bin nicht der Einzige, davon spricht, dass Newsletter gerade ein Comeback feiern. Und ich würde sogar sagen ... Vielleicht stimmt das auch gar nicht. Vielleicht feiern Newsletter auch gerade gar nicht ihr Comeback, die waren eigentlich nie weg. Sie wurden nur lange extrem unterschätzt. Also, E-Mail ist einer der wenigen Kanäle im Internet, der nicht von Algorithmen kontrolliert wird, muss man ganz klar sagen.

dein Newsletter abonniert, dann hast du eine direkte Verbindung zu dieser Person. Kein Algorithmus entscheidet, ob dein Content ausgespielt wird. Und genau deshalb erleben Newsletter gerade einen Renaissance, würde ich sagen. Denn während Social Media immer stärker algorithmisch wird, wir brauchen uns nur LinkedIn, Instagram und TikTok anschauen, die Reichweiten sinken da extrem. Ich hab erst in der

heutige Newsletter-Ausgabe darüber berichtet, wie krass das Engagement auf LinkedIn und Instagram gesunken ist. Das heißt, Social Media wird immer algorithmischer und deswegen suchen Marken wieder nach direkten Beziehungen zu ihrer Audience. Und ein Satz, ich in diesem Zusammenhang gerne sage ist, Follower gehören dir nicht, aber E-Mail-Adressen am Ende des Tages schon. Und genau deswegen sind Newsletter für viele Marken heute einfach strategischen, super starker und wichtiger Kanal.

Joel Kaczmarek (08:18.639) Also erschreckenderweise war es der Kräuter, von dem ich mal diesen Satz gehört hab, bau dein Haus nicht auf fremdem Land. Und das ist ein bisschen, was bei Social so passiert, Dass wenn du sagst, ich bau mir ne Followerschaft auf LinkedIn auf oder auf anderen Plattformen wie TikTok, dann bist du halt von den Algorithmen da abhängig und hast halt keine Kontrolle, wie deine Sachen ausgespielt werden. Und man hat ja immer diese gleichen Effekte. Also diese Netzwerke, wachsen halt. Und dann hast du anfangs so Abitragen, die du ausnutzen kannst und kannst vielleicht bisschen mit Hacks irgendwie Sachen schnell machen.

Justin Pohl (08:25.005) Ja.

Joel Kaczmarek (08:47.847) Und dann verdichten die sich irgendwann und dann wird die Luft ganz dünn. Entweder passiert dann so was, was ich finde, was man gerade auf LinkedIn sehr stark sieht, die Algorithmen werden angepasst und es werden auf einmal andere Dinge bevorzugt, die wichtig sind für die Plattform. Oder du sollst es halt kaufen. So und dann bist du immer nur noch werbebasiert und dann sind die Qualität, also es gerät oft in so einen Strudel. Das ist, was ich beobachte. Und jetzt bin ich nochmal ganz kurz neugierig bei einer Sache. Wir reden jetzt natürlich viel über Newsletter im Sinne von E-Mail. Wie ist denn so deine Haltung auch? Kleiner Exkurs sozusagen, Randnotiz zu Newslettern in Sachen WhatsApp.

Also das ist ja auch was, ich erlebte es noch als relativ teuer hier und da, wenn du in große Zahlen kommst, aber das Smartphone könnte ja auch ein Ort sein, wo man die Newsletter direkt auf einem anderen, auf einem Messenger-Kanal bespielt.

Justin Pohl (09:28.365) Naja, 100 Prozent. hab mal in einer in einer meiner Newsletter-Ausgaben letztes Jahr ... hab ich am Anfang ... Ich mach am Anfang immer so kleines Intro, wo ich irgendwie was Persönliches erzähle oder auch irgendwas, was grade eher so Internet-Trends sind. Und ich hatte mal eine Frage gestellt, ähm, wer den Newsletter auf WhatsApp abonniert und nutzt. Ähm ... Es war relativ wenig Begeisterung da für WhatsApp.

Newsletter muss man sagen. Ich glaube bei vielen auch noch nicht die richtigen Touchpoints damit haben. Ich glaube das ist ein extrem guter Ort für Newsletter, weil ähnlich wie E-Mail. Wenn wir mal darüber nachdenken, was bekommt man dann noch auf die Startseite seines Handys, wenn es gesperrt ist. Das ist vielleicht WhatsApp und E-Mail. Alles andere haben viele Leute schon ausgeblendet. Wir haben keinen Bock mehr auf...

Joel Kaczmarek (10:22.578) Kalender vielleicht noch.

Justin Pohl (10:23.871) Vielleicht noch Kalender, genau. Viele Leute haben keinen Bock mehr auf Instagram, keinen Bock, TikTok oder LinkedIn-Benachrichtigungen dort zu bekommen, sondern sie versuchen sich auf das Wichtige zu konzentrieren. Und das ist zum einen wahrscheinlich WhatsApp, Kalender und E-Mail. Das heißt, du hast mit WhatsApp schon auch noch eine Chance, an einem extrem guten Ort zu landen, wo du gesehen wirst. Deswegen glaube ich, dass Newsletter auf WhatsApp schon grundsätzlich ganz gut sind. Ich selbst mache es bisher noch nicht, weil mir irgendwie der Einschieb noch nicht da so richtig gelungen ist und ...

Ich glaube aber, dass es durchaus Potenzial bringt.

Joel Kaczmarek (11:00.633) So, und wenn du sagst, Newsletter sind zurück, vielleicht sollten wir auch mal einen kurzen Satz verlieren über Tools. Also vielleicht ist ja auch für die ein oder andere hier interessant, mal mitzukriegen, was wird denn so eingesetzt. Also die beiden großen Welten, die ich so mitkriege, sind Substack und Beehive. Also das sind so die, die ich gerade gehabt erlebt. Wir sind auf Substack, ich du bist auf Beehive. können wir sozusagen ein bisschen, was denkst du so zu den Plattformen?

Justin Pohl (11:18.117) Ich bin auf BHF. Ja, Ich glaube, Ende ist die Plattform zweiträngig. Viele Leute denken immer ewig nach, welche Plattform muss ich jetzt benutzen, damit ich mit meinem Newsteller starten kann. Der wichtige Schritt ist am Ende des Tages, wie mit allen Dingen, einfach zu starten und gar nicht so sehr über die Plattform nachzudenken. Ich bin großer...

Behaif Fan, einfach das Interface extrem gut ist. Es wird einem extrem einfach gemacht. Du owns die Audience. Das ist deine E-Mail-Liste. Du kannst sie exportieren. Das Gleiche kannst du auf Substack auch machen. Substack hat noch den Vorteil, dass es ja wie so ein kleines Social-Network gleichzeitig ist. Das heißt, dein Newsletter kann auch noch mal anders gefunden werden in diesem ganzen Substack-Universum. Ich habe mich für Behaif entschieden, weil ich den Gründer mag. Ich nehme schon öfter, aber auch schon länger auf LinkedIn-Folge.

und einfach insgesamt das Interface. Das ist natürlich, und da muss man sagen, auf Creator-Ebene für Einzelpersonen ist das ganz nice. Wenn du aber natürlich irgendwie ein Unternehmen hast, dann ist das schon wieder anders. Also Beehive und Substacks sind schon klar Tools für eine Creator-Economie, also wirklich für individuelle Personen. Während du irgendwie für Marken

Auf jeden Fall natürlich ein Programm brauchst, was deutlich besser zu skalieren ist.

Joel Kaczmarek (12:42.928) Und jetzt hilf mir mal, vielleicht denke ich doch total dumm, ich habe mich gefragt, ob man nicht einfach auch auf beiden präsent sein kann. Also haben die beide auch Plattformlogiken, dass sie die Reichweite bringen per Plattform?

Justin Pohl (12:53.585) Beehive weniger. Bei Beehive hast du so System, du kannst dich gegenseitig re-commenten. Ich glaube, das geht bei Substack auch. Bei Substack hast du natürlich noch mal diesen Social Factor, wo du entdeckt werden kannst. Das heißt, könntest rein grundsätzlich, ich habe darüber auch schon nachgedacht, einfach auf beiden den gleichen Newsletter jeden Donnerstag wie bei mir veröffentlichen. Würde rein grundsätzlich, glaube ich, schon gehen. Grundsätzlich könntest es selber auch auf LinkedIn machen. Nur mit LinkedIn habe ich die Schwierigkeit,

Joel Kaczmarek (13:16.582) Hm.

Justin Pohl (13:23.967) Da sind wir wieder bei dem Thema, du owns halt diese Audience nicht. Du kriegst nicht die E-Mail-Adressen. Dafür ist es leichter, dass man dir folgt, weil man muss kein Doppel-Opt-In machen, sondern du drückst einfach nur auf Folgen mit deinem LinkedIn-Account. Das hat auch seine Vorteile. Aber du bist halt nicht der Auna der Audience, deswegen bin ich bei LinkedIn so bisschen resistent.

Joel Kaczmarek (13:28.262) Mhm.

Joel Kaczmarek (13:43.618) Abschließende Frage, was würdest du sagen, sind so die drei Funktionen, die du beim Newsletter Tool super zentral findest, wo du auch sagst, hab ich meist ein Benefit durchgezogen oder ohne das geht's nicht. Hast du da was?

Justin Pohl (13:54.03) Ich denke, wichtig ist eine einfache Bedienung an allererster Stelle. Dieser Editor ist für mich das Wichtigste. Das muss einfach zu bedienen sein. Das muss ich so bisschen wie Ken Warren für Newsletter schreiben. Das ist für mich, glaube ich, der wichtigste Punkt. Ansonsten, ich habe meinen Newsletter bisher nicht monetarisiert, was aber auf BeHive ganz praktisch ist. Du hast ein Ad-Programm im Prinzip. Das heißt,

Du bekommst Ads vorgeschlagen, die du automatisch in deinen Newsletter einbinden kannst. Das ist, glaube ich, gerade für Creator, die ihren Newsletter monetarisieren wollen, ganz praktisch. Kleiner Nachteil für deutsche Creator an der Stelle, es gibt diese Ads bisher nicht auf Deutsch. Also ihr könnt euch vorstellen, es gibt dort auch HubSpot, gibt da andere Plattformen, KI-Tools, alles Mögliche. Die laden dort im Prinzip vorgefertigte Ad-Snippets hoch. Und du brauchst sie nur in deinen Newsletter einfügen. Da gibt es dann so einen kleinen, machst einfach nur Schrägstrich, Sponsored Ads oder irgendwie so was Ähnliches.

Dann wird es automatisch eingefügt und du kannst dir auswählen, welche Ad du haben willst und wirst dann auf Clickbasis bezahlt. Also gerade für Creator, die ihr Newsletter monetarisieren wollen, ist das eine ganz geile Funktion, glaube ich. Und ein dritter Punkt.

Justin Pohl (15:09.949) Ich glaube einfach, dass es wichtig ist, dass die Audience-Owns am Ende des Tages exportieren kannst, wenn du obensteigen willst. Das sind meine drei wichtigsten Punkte.

Joel Kaczmarek (15:18.902) Beziehungsweise die Recommendations auch. Mir geht es auch so, wenn ich mal nachdenke, ich hab's wie du. find auch, die Startseite von so einem Newsletter einfach editieren zu können, dass die hochwertig aussieht, geil zu stylen zu können. Plus die Recommendations, plus du kannst ja bei HubSpot zum Beispiel so bezahlte Newsletter auch relativ schnell aufsetzen, dass du sagst, diese Ausgabe ist Teil des Bezahlfeeds. Aber okay, ist ja nicht unser Thema, wir wollen heute eher darüber reden, warum die wichtig sind. Also Punkt eins, okay, Newsletter sind nicht zurück, sondern sie waren nie weg. Eine zweite These ist ...

Justin Pohl (15:39.661) Ja.

Joel Kaczmarek (15:47.084) Social Media ist heute Distribution, nicht mehr Destination. Da steckt glaube ich ganz viel drin. Magst das mal bisschen erklären?

Justin Pohl (15:54.196) Ja, genau, ich glaube, wir müssen mal ein bisschen noch über Social Media reden und über Creator. Für mich persönlich, Creator und Newsletter gehen immer so ein bisschen einher. Wenn wir in die USA schauen, in Deutschland ist es noch ein bisschen weniger. Wenn wir in die USA schauen, sehen wir ganz oft, großer Creator auf LinkedIn hat oftmals auch einen großen Newsletter oder umgekehrt. Das heißt, das geht so ein bisschen Hand in Hand. Das heißt, wenn ich von Creatern rede, meine ich oftmals auch Newsletter oder umgekehrt. Und für mich ist gerade ein...

großer Shift wie Creator und Marken Social Media nutzen. Früher war Social Media ganz oft das Ziel. Man wollte Reichweite, man wollte Likes, Follower auf dieser Plattform gewinnen. Und heute sehen viele Creator Social Media eher als Discovery Engine, also als Ort, wo Menschen dich entdecken, aber nicht unbedingt bleiben. Und die eigentliche Strategie ist oft,

Du hast eine gute Social Media Präsenz, fütterst die vielleicht mit deinem Newsletter Content, leitest damit die Leute dann auch zu deinem Newsletter weiter und entwickelst daraus deine eigene Audience. Das heißt, du bleibst nicht nur noch auf Social Media, sondern entwickelst die Social Media Audience zu deiner eigenen Audience. Man könnte also sagen, Social Media wird so ein bisschen zu einem Top of Funnel Channel, während der Newsletter die langfristige Beziehung aufbaut und

Viele Creator versuchen heute gar nicht mehr ihre Audience auf Plattform zu halten. Sie versuchen viel mehr Menschen von Plattformen in ihre eigenen Kanäle zu bewegen. Und lustigerweise habe ich auch in meiner heutigen Ausgabe über ein neues Phänomen gesprochen, nämlich Creator Monetization Plattform. Hast du davon schon mal gehört?

Joel Kaczmarek (17:42.923) Nein, das sind mehr.

Justin Pohl (17:44.622) Das sind im Prinzip genau die Plattformen, über die wir gerade gesprochen haben. Nee, das sind eher so Plattformen wie Beehive, Substack oder Patreon, die im Prinzip Creatern helfen, Subscriptions, über Ads, keine Ahnung, Branddeals, direkt Geld zu verdienen. Und dieser Markt wächst gerade tatsächlich extrem stark an. Lass mich ganz kurz mal in die Zahlen gucken. Bis 2030 soll der Markt auf 29 Milliarden

Joel Kaczmarek (17:47.853) Oder meinst jetzt sowas wie Fanblast? Hab ich mich auch gerade dran gedacht.

Justin Pohl (18:13.997) US-Dollar wachsen und gleichzeitig steigt auch das Werbebudget ... ... von gerade von US Brands. Da soll 2026 rund ... 43,9 Milliarden in Creator-Kooperationen ... investiert werden, was zeigt wie stark ... Creator inzwischen in Marketing-Strategien ... ... eingebunden sind und ... ... zum Vergleich noch mal ... ... die gesamte Creator-Economie ist inzwischen auf ... 314 Milliarden Dollar geschätzt ... ... und soll bis 2035 ... Skyrocket-mäßig auf 2 Billionen wachsen.

zeigt also ganz gut, was für ein krasses Potential dahinter ist. Und diese Monetization-Plattforms wie ZAPStack, wie Beehive werden dabei zu einer zentralen Infrastruktur, weil sie Creatern ermöglichen, ihre eigenen Geschäftsmodelle unabhängig von Plattform-Algorithmen aufzubauen.

Joel Kaczmarek (19:02.561) Ich meine, was du gerade beschrieben hast, erinnert mich auch so ein...

Justin Pohl (19:04.167) Ganz kurz mein Telefon klingelt und natürlich auch am MacBook.

Justin Pohl (19:13.363) Wo ich es hoffentlich stören habe.

Ja, entschuldigen. Jetzt ist es weg hoffentlich.

Joel Kaczmarek (19:20.809) Was du gerade beschrieben hast, erinnert mich auch so an Phänomen, was du im klassischen Marketing und Unternehmen hast. Also wenn ich mich mit so einem Florian Heinemann unterhalte, dann hast du ja immer dieses Thema, wenn ich Marketing mache, eine Marketingquote habe in einer Firma, dann gibst du halt jedes Mal wieder Geld aus, Kunden reinzuziehen und eine der Antworten, das sozusagen zu senken ist CRM. Also dass du schaffst, die Kundendaten zu haben, die Kunden direkt anzusprechen. Und es ist in der Logik ein bisschen ähnlich, so wie du als Firma vielleicht hingehst und sagst, ich mache jetzt irgendwie SEO.

organisch auf Google gefunden zu werden und ich geb irgendwie Geld aus an Facebook, an Google und Co, mir bezahlt Reichweite zu kaufen, ist das quasi genauso wie im Creator-Markt mit Social Media. Social Media sind quasi deine Outlets, die du bezahlt oder unbezahlt nutzt für Reichweite. Und das CRM ist quasi der Newsletter, also dass du da in den Bereich kommst, die Leute anschreiben zu können. Und es ist auch komplett plausibel, weil wenn natürlich die Plattformen immer dichter werden und mit KI auch noch überspült werden durch Content,

und du gleichzeitig noch sagst, alles klar, will irgendwie verstehen, ist es jetzt ein echter Mensch, da mit redet oder ist es irgendeine Maschine, die wieder irgendwelche Triggerpunkte bei mir auf Basis meiner Kommunikation identifiziert hat. Das macht ja massiven Unterschied. Und vor dem Hintergrund ist das alles nur plausibel, was du beschrieben hast, auch mit den Creatern, weil du natürlich dieses menschlich Nahbare hast, Non-AI, Beziehungen, ich hab ein Bild von der Person und er hat owned Media sozusagen, also der hat quasi geownte Reichweite. Und vor dem Hintergrund find ich das sehr einleuchtend.

Justin Pohl (20:21.613) Ja.

Wunderbar, Appleten.

Justin Pohl (20:40.077) Ja, absolut. Ich glaube, man kann zusammenfassend sagen, dass Creator-Versuchen ...

nicht auf diesen algorithmischen Plattform zu gewinnen, ihre Audiences davon wegzulocken und sie zu instrumentalisieren.

Joel Kaczmarek (20:54.284) die zu instrumentalisieren sozusagen.

Na gut, bisher haben uns hier noch nicht widersprochen, mal gucken, ob es bei der dritten These soweit ist. Deine dritte These lautet, Creator gewinnen gerade gegen Marken.

Justin Pohl (21:05.965) Ja, ich glaube, da wirst du mir nicht widersprechen. Ich glaube, das ist auch ein guter Konsens, weil ich glaube, die meisten Leute wissen mittlerweile, wir folgen lieber Persönlichkeiten statt Marken. Ich glaube, da sind sich die meisten Leute einig. Da sieht man auch, wenn man auf LinkedIn geht und man schaut sich die Reichweite der Unternehmenskanäle an, die performen mittlerweile.

einfach deutlich schlechter, ... als es die Einzelpersonen sind. Oftmals performten ... Posts von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter von dem Unternehmen ... deutlich besser ... als der Unternehmensaccount, ... der vielleicht ... hunderttausende von Abonnenten hat. Ich merke das auch selbst, ... gesagt, ich mache ja auch Social Media ... bei HubSpot ... ... im Dachraum ... ... mit einer Freelancerin zusammen ... ... und ... wir sehen da, wir haben ...

absoluten Schwierigkeiten auch mit dem Unternehmensaccount die Reichweite zu erreichen, die wir vielleicht mit Mitarbeitenden oder auch mit Creatern zusammen haben. ja, Menschen folgen heute eher Persönlichkeiten als Marken und Creator haben halt eine ganz, ganz klare Stimme, eine Persönlichkeit und oft ein viel, viel höheres Vertrauen als es eine Marke hat. Eine Marke kommuniziert häufig sehr corporate, sie sind sehr generisch und manchmal auch ein bisschen

steril so in ihrem eigenen Kosmos. Und deshalb würde ich sagen, ... wir gerade eine Entwicklung, ... bei der Creator eine immer wichtige Rolle ... im Marketing spielen. Nicht nur im B2C, ... ... da ist es glaube ich schon lange so, ... aber vor allem auch im B2B, womit wir uns ja vor allem beschäftigen. Und ja, viele Unternehmen ... arbeiten heute einfach ... gezielt mit Creatern zusammen, um ihre Distribution zu erweitern. Und ein Satz, ... ... das ganz gut beschreibt, ist ...

Menschen abonnieren Menschen, keine Logos. Das ich, ich, das diktiere ich irgendwie alle drei Wochen in meinem Newsletter. Und die meisten Leute wissen das auch. Aber das ist ganz, ganz wichtig, einfach im Kopf zu behalten, wenn der CEO wieder zu dir kommt und sagt, hey, warum posten wir denn nicht noch mal das letzte Event vom Corporate-Account? Es würde viel besser funktionieren, wenn der CEO das von seinem Account zum Beispiel posten würde. Und auf den Newsletter noch ganz kurz den Bezug zu bringen.

Justin Pohl (23:21.469) Viele der erfolgreichsten Newsletter im Internet sind deshalb eigentlich Media Companies mit einer Person vorne dran. Das ist genau dieser Shift. Social Media nutzen, dann die Audience auf den Newsletter zu bewegen und zu einer Owned Audience zu machen.

Joel Kaczmarek (23:40.047) Ich würde interessieren, was beobachtest du so, wie Unternehmen mit Creatern arbeiten? Weil was du natürlich hast, ist so eine Art Cluster-Risiko. Wenn du jetzt einen Creator hast, der auf einmal sagt, ich finde folgende rechtsgerichtete Partei ganz toll, oder es kommt raus, hat irgendwie so ein MeToo-Skandal an der Backe, dann implodiert dir natürlich instant dein gesamter Zugang, also rightfully so, zu der Inzidenz, du aufgebaut hast. Du hast ein Risiko, dass ein Mensch auch fehleranfällig ist, so kann man es ja runterdichten.

Justin Pohl (24:01.229) Ja.

Joel Kaczmarek (24:09.898) Was ist so dein Blick wie die Marken daher mit Create and Arbeiten?

Justin Pohl (24:13.701) Ja, auf jeden Fall. Also ich mache bei HubSpot auch extrem viele Creator-Kooperationen. Wir arbeiten da mit Sarah Emmerich zusammen und bewerben vor allem auch unsere Webinare, also auf Performance-Ebene. Da habe ich auch gleich noch eine schöne These zu. Und das funktioniert natürlich extrem gut, aber ja, du bist durchaus abhängig von der Außenwirkung dieser Creator. Und wenn du auf langer Ebene mit dieser Person zusammenarbeitest und die Person sich dann

irgendwie ... in eine Richtung entwickelt, ... ... die dir als Marke vielleicht nicht zusagt, ... ... dann kann das schon schwierig werden. Aber ich glaube, dieses Risiko musst du halt ... mitnehmen. Das kann dir genauso mit Mitarbeitenden passieren. Ich glaube, damit musst du rechnen und dann auch umgehen. Recht transparent sollte es dann passieren. Und ... relativ schnell eine Schlusslinie ziehen ... und das auch ordentlich erklären. Ich glaube, das ist wichtig, wenn so was passieren sollte.

Joel Kaczmarek (25:11.268) Na gut, also bisher finde ich deine These glaubwürdig. Ich würde sagen, wir machen uns eine weiter. Deine vierte These lautet nämlich, Newsletter sind ein unterschätztes Performance Tool. Das ist ja erst mal interessant, weil Performance Tools zeigen dann ja aus, dass du sozusagen relativ berechenbar Geld investieren kannst und weißt, was du hinterher rauskriegst. Also Messbarkeit ist ein hohes Thema und Liedorientierung. Und du hast ja auch gesagt, Demand Creation ist quasi dein Beruf. So, und da höre ich jetzt bei deiner vierten These raus, dass du glaubst, dass Newsletter in dieses Eck reinfallen.

Justin Pohl (25:39.554) Ich weiß es sogar. Natürlich Newsletter abhängig am Ende des Tages. Aber ich sehe ganz oft ein Missverständnis. Newsletter werden oft nur als Brandkanal gesehen. Dabei sind sie wirklich ein super starkes Performance Tool. Newsletter schaffen etwas, das im Marketing unglaublich wertvoll ist. Nämlich kontinuierliche Aufmerksamkeit. Und wenn jemand ein Newsletter jede Woche liest, ich veröffentliche jeden Donnerstag, dann entsteht

über diese Zeit ein gewisses Vertrauen ... und Vertrauen ist gerade in B2B Marketing ... extrem wichtig, weil ... du weißt es ja, ... beiden Cylcodes können extrem lang sein, ... die können über drei Monate, über sechs Monate, ... ... über ein ganzes Jahr hinweggehen ... ... und Newsletter ... sorgen dafür, ... dass deine Marke im Prinzip regelmäßig ... im Kopf deiner Audiences präsent ist ... und das wirkt sich langfristig stark ... auf die Pipeline und auf Deals aus.

Das heißt einmal, ist eine wichtige Perspektive zu verstehen. Diese Kontinuität bringt Vertrauen. Und man muss halt ganz klar sagen, in einem Newsletter kannst du einen Link platzieren, der einfach geklickt wird. Die Newsletter sind sowieso am Handy oder am PC in ihrem Mailprogramm lesen durch diesen Newsletter durch. Und ein Klick fällt natürlich verdammt einfach. Und dann umso besser, wenn er natürlich genau zu den Themen passt, die auch im Newsletter behandelt werden.

Dementsprechend, was wir ganz oft machen bei HubSpot, paar konkrete Beispiele zu nennen, wir platzieren unsere Webinare ganz oft in Newslettern und versuchen eben Anmeldungen zu generieren. Und das funktioniert extrem gut mit den Newslettern, die auch wirklich zum Webinar passen. Oftmals versuchen wir dann auch das Ganze so zu platzieren, dass es in die Story mit eingebunden ist und nicht einfach nur mit einem Banner oder irgendwas promoted wird.

sondern wirklich schön eingebunden im Newsletter und zur Story passend, sodass es auch mehr Wetter am Ende des Tages bietet.

Joel Kaczmarek (27:40.432) Sag mal was ist so deine Beobachtung, weil wenn ich jetzt dein Newsletter zum Beispiel angucke, ich erlebe den als schon sehr dicht. Also da ist viel los. Du hast relativ viele Bilder, du hast mal GIFs drin, Fettung, also du hast auch über Formatierungen sozusagen viel wie du arbeitest, der Text ist relativ lang, da ist viel Content drin und auch viele Outbound-Links. So und ich frage mich dabei immer, ist es wirklich gut skalierbar möglich Outbound-Traffic aus dem Newsletter sehr gezielt zu erzeugen?

Justin Pohl (27:59.278) Ja.

Joel Kaczmarek (28:07.327) Oder verlieren die Leute sich da nicht einfach drin. Weil wenn die Dinger so lang sind und so viel Angebot haben, wo ich hinfliegen kann quasi, dann ist es ja schwierig da ganz gezielt zu sagen, ich lenke die jetzt mal.

Justin Pohl (28:18.189) Ja, ich glaube, da muss man einen guten Mittelweg finden. Für mich ist es aktuell noch relativ einfach, weil ich meinen einfach noch nicht monetarisiert habe. Ich habe jetzt mittlerweile 2000 Abonnenten und habe ihn noch nicht monetarisiert. Das heißt, mich interessieren nicht, viele Links ich da drin habe. Am Ende geht es mir darum, dass ich eine Mehrwert für meine Audience liefe. Und wenn dieser Link hilft, mehr Verständnis zu einem Thema zu bekommen, für dass die Leute sich noch tiefer interessieren, als wie es in meinem Newsletter steht.

Dann verlinke ich das. Ich denke, dass ich das auch in Zukunft zu machen werde, selbst wenn ich monetarisiere. Aber du hast durchaus recht. Ich glaube, man muss sich schon über die Struktur Gedanken machen. Wenn super viele Links sind, extrem viel los ist in einem Newsletter und dann einfach irgendwo eine kleine Ad auftaucht, dann fällt die vielleicht gar nicht so stark auf. Andererseits ist es natürlich auch nicht schlecht, wenn eine Ad gar nicht so stark auffällt, sondern nativ in dem Content auftaucht.

und gut dazu passt, wenn ich zum Beispiel gerade eine Story über, ich weiß es nicht, wie sich SEO im AI-Zeitalter verändert, schreibe und am Ende von dieser Story einen Hinweis auf ein kostenloses Webinar setze, dann fügt sich das ganz gut nativ ein und wird auch ganz gut geklickt. Man muss aber seine Audiences natürlich kennen, man muss wissen, wie sie die Links reagieren, wo sie am meisten klicken, was sind die besten Stellen im Newsletter.

Ich glaube, muss jeder Newsetter so bisschen für sich selbst finden und wir sehen auch in den Promos, die wir machen mit anderen Newsettern, dass das auch jeder anders macht. Manche bauen das in ihre Stories ein, manche nutzen klare Banner, damit man die ganz, ganz deutlich sieht. Das muss jeder für sich selbst rausfinden.

Joel Kaczmarek (30:04.043) Und sag mal, wie schätzt du denn die Monetarisierbarkeit von Newslettern ein? Also ab wann könntest du das starten und welche Potenziale siehst du da drin?

Justin Pohl (30:13.511) Ich glaube, du kannst grundsätzlich von Anfang an starten. gerade, wir haben ja gerade darüber gesprochen, so Plattformen wie Beehive, die eben direkt nativ anbieten, Ads in die Newsletter einzufügen und das theoretisch von ab einen Abonnenten. Heißt, so früh wie möglich starten kann durchaus Sinn machen, glaube ich.

Ich habe am Anfang darauf verzichtet, weil ich erstmal eine Audience aufbauen wollte, Mehrwert schaffen wollte, auch gar nicht das Ziel hatte, einen Monetarisierungskanal damit aufzubauen, sondern mir ging es in erster Linie darum, ich wollte mich mehr weiterbilden, ich wollte meine Schreibskills verbessern und mich einfach ein bisschen mehr mit den Tools beschäftigen. Und dafür war es super sinnvoll. Ja, ich glaube, sind so die Punkte.

Joel Kaczmarek (31:02.531) Hm.

Und wenn du gerade auch gesagt hast Zielgruppenkenntnis, wie gelingt dir das? Also woher weißt du, wie deine Zielgruppe klickt? Weil ich erlebe es bei mir bisher so, da ist jetzt nicht fleißig Kommentarschlacht angesagt. Wenn ich Umfragen mache, da klicken die Leute drauf. Kommentare finde ich schon schwierig. Meistens hast du nur eine E-Mail-Adresse, vielleicht noch ein Vornamen und ein Nachnamen, kennst Öffnungsraten, aber wie gewinnst du ein Gefühl für deine Audience?

Justin Pohl (31:28.877) Ich habe, wenn man meinen Newsletter abonniert, ... kommt man auf eine kleine Survey am Anfang, ... ... wo ich gewisse Dinge abfrage. Dadurch, dass ich ja vorher auch schon viele ... ... promoted habe, ... weiß ich, was Marken wissen wollen. Dementsprechend frage ich am Anfang auch ab, ... wie groß ist das Unternehmen, für das du arbeitest, ... in welcher Branche arbeitest du. Dann will ich natürlich wissen, ...

wie sie auf den Newsletter gekommen sind ... ... und was sie interessiert. Das sind vier einfache Fragen, die ich aber ... glaube ich, ganz charmant und ... lustig auch gestellt habe, ... sodass man auch Lust hat, ... ... diese Survey auszufüllen. Tatsächlich habe ich eine ... Completion Rate dieser Survey von, ... ich glaube, 96%. Ich habe vor ein paar Wochen mal reingeschaut. Also ich habe die wirklich so optimiert, dass sie auch wirklich ausgefüllt wird. Ich glaube, das ist extrem wichtig.

Ansonsten...

Kannst du nochmal deine Frage bitte wiederholen?

Joel Kaczmarek (32:30.339) wie du die Audienz

Justin Pohl (32:31.853) ein bisschen verloren. so, genau. Ja, also ein wichtiger Punkt. Du hast recht, sonst hast du Open Rates. Was ich gut sehen kann, ist die Klickraten auf die unterschiedlichen Links. Auch deswegen ist ein großer Vorteil, die Links überall hinzuzufügen.

weil du ganz klar sehen kannst, wer hat denn was geklickt. Und somit siehst du auch ganz gut, für was die Leute sich interessieren. Ich habe zum Beispiel so eine kleine Sektion mit KI-Snacks, die relevant fürs Marketing sind. Und am Ende ist immer nur ganz, ganz kleiner Text mit am Ende mehr hier, wo man dann weitergeleitet wird zu den weiterführenden Informationen.

Und da lässt sich ganz gut herausfinden und Gefühl entwickeln, was die Leute denn wirklich interessiert. Weil ich natürlich sehe, auf was sie jede Woche raufklicken. Ich habe dann so eine Clickmap im Prinzip und dann siehst du das ganz gut. Ich glaube, so eine Survey und diese Clickmap hilft ganz gut zu verstehen, was die Leute interessiert.

Joel Kaczmarek (33:31.107) Ja, super spannend. Ich nehme mal an, du wirst wahrscheinlich auch aussortieren regelmäßig, dass du non-opening Members quasi aussortierst, oder?

Justin Pohl (33:37.358) Ja, alle 90 Tage, wenn du meinen Newsletter nicht geöffnet hast, fliegst du leider raus. Dann gibt's noch mal eine kleine E-Mail, da steht drin, trennen wir uns an dieser Stelle. Dann gibt's sozusagen noch mal die Möglichkeit, wenn du da rauffliegst auf den Button, wieder in die Liste reinzukommen.

oder drin zu bleiben. Und ansonsten wirst du am nächsten Tag rausgekickt. glaube, ist einfach ... Also, für mich hat's keinen Mehrwert, wenn Leute mein Newsletter abonniert haben, die nicht lesen. Das drückt meine Open Rate nach unten, dafür die Follower nach oben. Das kann man selbst entscheiden, was einem wichtiger ist. Für mich ist wichtig, dass die Leute den Newsletter lesen und was mitnehmen davon. Deswegen ist für mich die Open Rate wichtiger als die Subscriber. Ich glaube, wenn ich die Leute nicht rausschmeißen würde, dann wär ich schon bei knapp 3.000. Dann wär ich in den USA

würde und kein Doppelop-Innen bräuchte, dann wäre ich wahrscheinlich schon bei über 4.000, weil das natürlich auch mal ein Faktor in Deutschland, dass die Leute ja noch mal aktiv klicken müssen, den Newsletter zu abonnieren, was ich auch grundsätzlich für gut halte, weil ich denke, das gibt auch noch mal da in einem Newsletter ein bisschen mehr Qualität, weil die Leute müssen einfach noch mal diesen aktiven Weg gehen und den zusätzlichen Klick machen. Deswegen bin ich grundsätzlich ein großer Freund von Doppelop-Innen.

Joel Kaczmarek (34:51.49) So, kurze Nachfrage noch, by the way, bevor wir zu deiner letzten These kommen. Du hast ja auch gesagt, Creator gewinnen gerade gegen Marken, Menschen folgen Menschen, keine Logos. Warum hast du deinen Newsletter dann Command-M genannt und nicht Justins Newsletter oder Justins Marketing Snacks oder irgendwas in der Art?

Justin Pohl (35:07.347) Ja, gute Frage. glaube, ich nicht aus dieser Creator-Bubble komme. Ich denke mal, wenn ich jetzt schon eine Creator-Persönlichkeit hätte auf LinkedIn, was ich unter gar keinen Umständen habe, ich glaube, dann hätte das funktionieren können. Aber ich habe mit dem Newsletter als Erstes angefangen. Deswegen wollte ich zum einen irgendwie einen coolen Namen haben. Und kein Mensch kennt halt Justin. Warum sollte ich von Justin irgendein Newsletter lesen? Deswegen wollte ich eher eine Marke aus diesem Newsletter an sich machen.

Aber wenn es natürlich um die Distribution am Ende geht, soll man schon ganz klar feststellen, ... okay, da steckt eine Person dahinter, ... die diesen Newsletter schreibt, und das kommt, ich, auch in meinem Schreibstil ganz gut raus, ... ... der sehr persönlich ist. Ich glaube, ist so der Grund, warum ich dem ... einen Namen gegeben oder einen Markennamen gegeben habe, anstatt ihn Justin zu nennen.

Joel Kaczmarek (35:57.229) Okay, gut deine letzte These würde ich mal behaupten fast ein bisschen zusammen was wir eigentlich bisher gesagt haben die Zukunft gehört Audience besitzt also das ist so bisschen die Klammer glaube ich unter dem das ganze steht

Justin Pohl (36:08.845) Ja, und ich glaube, das ist für mich auch der wichtigste Punkt. Marketing bewegt sich gerade weg von diesen ... ... Platform Audiences hin zu den Owned Audiences, haben wir es schon ganz oft gesagt. Und der Grund ist simpel. Plattformen ändern ständig ihre Regeln, ... Algorithmen verändern Reichweiten und KI verändert ... ... gerade die gesamte Discovery im Internet.

Und deshalb wird es für Marken immer wichtiger, eine Audience aufzubauen, die ihnen wirklich gehört. Es können Newsletter sein, es können Podcasts sein, ... ... es können Communities sein, ... es kann alles Mögliche sein, ... aber es geht darum, diese eigene Audience aufzubauen. Also die Grundidee bleibt immer gleich. Nicht nur Content besitzen, sondern eine Audience besitzen. Und ich glaube deshalb, dass die erfolgreichsten Marken

der nächsten zehn Jahre sich zunehmen wie Medienhäuser verhalten werden, könnte man sagen.

Joel Kaczmarek (37:02.826) Da können wir ja nochmal eine kleine Nachforschung angehen zu dem, was du davor gerade gesagt hast, dass du regelmäßig dein Newsletter bereinigst. Also, was heißt sozusagen Audience, ist ja dann die Frage. Also es ist nur eine hörende Audience, auf die du jetzt optimierst. Kannst es vielleicht auch nochmal ein bisschen ausführen, warum du glaubst, dass Open-Rate wichtiger ist als reine Reichweite? Weil viele erlebe ich immer wieder, wenn ich jetzt Marketing machen würde für mein Newsletter, würde mich wahrscheinlich mehr Leute fragen, wie viele abonnieren den versus wie viele Leute öffnen den.

Justin Pohl (37:29.529) Absolut. Ist die erste Frage meistens. Ich frage sie nicht, wenn ich ein Newsletter, welche Probe mache für ein Newsletter. Natürlich frage ich das auch. Es gibt dir am Ende des Tages gibt es dir trotzdem eine Richtung, wie groß ist der Newsletter, ist er groß genug für dein Unternehmen, damit du auch eine gewisse Reichweite bekommst. Das Ding ist, wenn du dich auf Follower statt Open Rate konzentrierst, optimierst du in die falsche Richtung meiner Meinung nach.

weil sobald du dich auf eins fest setzt, versuchst du ja auch in diese Richtung zu optimieren. Das heißt, ich versuche jede Woche mehr Leser zu bekommen, mehr Lesende.

während jemand anderes dann eher auf die Distribution geht und Hauptsache schaut, immer mehr Masse reinkommt. Ob die dann am Ende lesen, wird sicherlich auch angeschaut an zweiter Stelle, aber es ist nicht die primäre KPI. Ich glaube, deswegen ist es so bisschen Prioritäten setzen, warum ich die Open Rate 40...

Followerzahl, Sets oder Descriptionzahl. Aber am Ende des Tages ist beides natürlich wichtig, darf man nicht vergessen. Also wie gesagt, wenn ich eine Promo mache, frage ich natürlich beides ab. Am Ende des Tages macht es einen Unterschied, ob ich einen Newsletter abonniere, der wie meiner nur 2000 Abonnenten hat, aktive Abonnenten oder einen, der 50.000 hat und vielleicht nur eine Open Rate von 50 statt 70%. Das ist natürlich trotzdem super relevant.

Joel Kaczmarek (38:51.681) So und jetzt hast du gesagt, die Zukunft gehört Audienzbesitz. Ist diese Audienz an eine bestimmte Qualität für dich noch geknüpft? Also gibt es sozusagen unterschiedliche Qualitäten von Publikum, die ich bespielen kann? Wir hatten jetzt sozusagen Öffnung, Interesse war eine Maßgabe. Gibt es noch andere für dich, die du anguckst?

Justin Pohl (39:10.185) Es kommt auf die Nische an, in der du dich befindest mit deinem Newsletter. Findest du übrigens super wichtig, dass du auch überhaupt eine Nische bedienst. Weil am Ende müssen die Leute deinem Newsletter passen. Im besten Fall, wenn du ihn monitorisieren willst, ... der auch zu deinem Werbepartner passen. Und wir alle wissen, ... am besten funktionieren Führungspersönlichkeiten.

Deswegen frage ich zum Beispiel auch meiner Survey ab, ... wo stehst du in der Hierarchie deines Unternehmens? Bist du eine Führungspersönlichkeit? Bist du Founder? Bist du ein normaler Mitarbeitender? Das ist schon wichtig zu wissen ... ... und natürlich ist es von großem Vorteil, ... wenn deine Leserschaft auch größtenteils aus Führungs-, ... ... aus Personen mit Führungsverantwortung zumindest besteht. Nicht zwingend für jeden Newsetter.

Denn wenn du ein Newsletter hast über KI-Tools, die am Ende Mitarbeitende nutzen, zum Beispiel, ... und du bist ein KI-Tool, das darin Werbung machen will, ... ... dann funktioniert das sehr, gut. Wenn HubSpot in meinem Newsletter ... Werbung machen wollen würde, ... ... wollen sie natürlich Führungspersönlichkeiten, ... weil HubSpot am Ende des Tages natürlich, ... wenn du ein großes Unternehmen bist, ... eine wichtige Entscheidung ist auch preislich. Und da brauchst du Führungspersönlichkeiten.

während du vielleicht für ein kleines Kennerabonnent ... nicht unbedingt den CEO brauchst.

Joel Kaczmarek (40:38.561) Gut, also wir gehen unsere fünf Thesen, warum Newsletter gerade dein wichtigstes Werkzeug werden sollten, nochmal durch. Nummer eins, Newsletter sind nicht zurück, sondern sie waren nie weg. These Nummer zwei, Social Media ist heute Distribution, nicht mehr Destination. Nummer drei, Creator gewinnen gerade gegen Marken. Nummer vier, Newsletter sind ein unterschätztes Performance Tool. Und Nummer fünf, die Zukunft gehört Audiencebesitz.

Also ich finde es gerade der letzte, wie gesagt, der macht so eine schöne Klammer drum und es ist glaube ich sehr kongruent um diesen Gedanken gebaut Kontrolle zu haben und dann halt Relevanz abzuchecken auf dem Pfad, den du gerade gesagt hast und dann sich eigentlich zu überlegen, wie ich da Mehrwert bauen kann. Ich finde das ganz rund, würde ich sagen.

Justin Pohl (41:17.127) Ja, finde ich auch. Vielleicht zum Abschluss würde ich gerne noch eine Sache sagen, weil ich das Gefühl habe, dass viele Marketer gerade Marketing so bisschen schwer fällt. Wenn man Marketing gerade beobachtet, fühlt sich vieles super neu an. KI verändert Content extrem, AI search oder AI verändert Search vor allem, Plattformen verändern Distribution. Aber gleichzeitig sehen wir einen ziemlich spannenden Gegentrend.

Viele der erfolgreichsten Marketer investieren wieder stärker an etwas, eigentlich schon seit den 90ern existiert, nämlich E-Mail Newsletter, wo du deine Audience wirklich owning kannst. Und das Ganze nicht, weil es nostalgisch ist, sondern weil es einer letzten Kanäle ist, der dir einfach wirklich gehört. Und deshalb glaube ich, die Marken, die in den nächsten Jahren gewinnen werden, nicht die mit den meisten Followern, sondern die mit der stärksten eigenen Audience.

Joel Kaczmarek (42:15.813) sind eigentlich so abschließende Frage mal TKPs oder vielleicht auch ZPCs also tausender Kontakte preis und kost per klick die du siehst also wie werden Newsletter bezahlt typischerweise wenn wir jetzt mal auf die Businesswelt vielleicht als erstes

Justin Pohl (42:27.837) Na, ist extrem unterschiedlich von Newsletter zu Newsletter tatsächlich. Ich glaube, Newsletter sind noch nicht so ein sind noch nicht so ein Produkt geworden, wie es vielleicht andere Assets sind. Also ein Podcast zum Beispiel wird ja meistens nach 1.000er Kontaktpunkten bezahlt. Was dann relativ schnell auch teuer werden kann. Eigentlich müssten Newsletter das vermutlich ähnlich machen. Viele haben aber individuelle Preise.

muss man ganz klar sagen. Jeder hat da so seine eigenen und das ist auch tatsächlich unterschiedlich. Manche Newsletter haben irgendwie 50.000 Abonnenten und verlangen für ein Placement deutlich weniger als vielleicht einer mit 5.000 Abonnenten, aber der ist vielleicht deutlich nischiger und hat natürlich auch dadurch mehr Potenzial mit dem Preis nach oben zu gehen, wenn es denn passt für das Unternehmen.

Deswegen ist extrem unterschiedlich und lässt sich gar nicht so einfach sagen. würde mal so sagen, zwischen 500 und 5000 Euro ist alles dabei ungefähr. Aber ja, natürlich schwierige Antwort von mir, weil es ist stark abhängig vom Newsletter und von der Abonnentenzahl und Open Rate.

Joel Kaczmarek (43:32.321) Hm.

Joel Kaczmarek (43:42.977) Willst du ja auch in der nächsten Verhandlung nicht deine eigenen Preise steigern, verstehe ich auch. Von daher, Justin, vielen lieben Dank. Nein, stimmt, aber wenn du mal buchst, in einem Newsletter meine ich, und dann kommt der Newsletter und sagt, Justin, du hast gesagt, ich soll es dafür nehmen. Nein, aber Spaß bei Seite 1, komm raus, vielen, Dank, fand ich supergut und vielleicht machen wir demnächst mal eine Folge, wo wir nochmal ein paar Tricks sagen, wie man Newsletter zum Wachsen bringt. Also das wäre dann so der nächste logische Schritt.

Justin Pohl (43:46.157) Ich hab ja noch keine jetzt.

Justin Pohl (43:52.813) Stimmt. Stimmt, stimmt.

Justin Pohl (44:05.421) Ja absolut. glaube gerade so für Newsletterwachstum und was einen guten Newsletter ausmacht, habe ich glaube ich auch noch ganz gute Tipps. Also da können wir bestimmt nochmal anknüpfen.

Joel Kaczmarek (44:15.586) Cool, diesem Sinne, bis dann!

Justin Pohl (44:17.614) Sorry, danke dir.