
Amazon & eBay: Wie KI den Handel umkrempelt | K5-Special
6. Juli 2026, mit Joël Kaczmarek, Dominik Dommick
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Joel Kaczmarek (00:00.35) Die Nevelleuchten sind neu, wir sind schon ein bisschen hier, aber ihr Lieben, dass ihr da seid. Hallo, ich bin Joel und vielleicht habt ihr das schon mitgekriegt. Wie Reena gerade sagte, ist unsere kleine Tradition, dass wir jedes Jahr auf der K5 ein spannendes Elefantenpanel zusammenbringen und in den Podcast Dieter Kompakt verlängern. Und Dominik und ich saßen gestern zusammen und haben festgestellt, ist das siebte Mal dieses Mal, also hoffentlich nicht das verflickste siebte.
Dominik Dommick (00:23.848) Das hoffe ich auch, aber ich glaube, wir kommen gut klar miteinander. Wir freuen uns natürlich, genau wie eben schon gesagt, wen nimmt man bei E-Commerce auf die Bühne, wenn nicht euch beide. Also willkommen Saskia.
Saskia Meier-Andrae (00:35.202) Hallo, freut mich sehr hier zu sein.
Joel Kaczmarek (00:37.249) Hallo, liebe Wacom.
Rocco Bräuniger (00:37.806) Danke auch von meiner Seite.
Dominik Dommick (00:40.514) Und dann haben wir eine ganz kreative Frage als allererstes. Hat heute noch keiner darüber geredet, vermute ich. Was und insofern wirklich Hand aufs Herz, an welchen Stellen messt ihr schon konkret Veränderungen durch AI?
Rocco Bräuniger (00:44.238) AI.
Joel Kaczmarek (00:45.806) Ja.
Rocco Bräuniger (00:56.11) Ja, messen zum Beispiel überall, aber wir können auch an einigen ganz konkreten Stellen tatsächlich richtigen Mehrwert sehen. Also ich kann vielleicht auf verschiedenen Ebenen mal runtergehen. Fangen wir mit dem Kunden an. Beim Kunden Rufus, unser interaktiver Verkaufsberater, der im Prinzip mir Produkte vorschlägt, die zu meinem Problem passen. Wir haben insgesamt inzwischen über 300 Millionen Nutzer.
dreistelliges Prozentwachstum an Nutzern und auch in Interaktionen. Und was wir eben messen können, Kunden, die Rufus nutzen als in ihrer Einkaufsjourney, die haben eine 60 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie tatsächlich in in dieser Session kaufen. Das ist umgerechnet im Moment 12 Milliarden Incrementen US-Dollar pro Jahr, die einfach nur über Rufus. Dann gehen wir über
Verkaufspartner, die ja über Amazon verkaufen. wissen, über 60 Prozent aller verkaufsenden Einheiten bei Amazon laufen ja nicht über Amazon in Retailer, sondern über Verkaufspartner. Da gibt es Gen.i-Tools, die das Listing vereinfachen über 900.000 Nutzer oder 900.000 weltweit Verkaufspartner, die das nutzen. 90 Prozent.
Von denen stellen dann diese Gen.AI erstellten Detailpages, erstellten Listings ohne weiteren Eingriff nutzbar und 40 Prozent sagen, dass die Qualität sogar besser ist, als wenn sie es selber per Hand machen würden. Also ein echter Mehrwert. Dann haben wir noch den Bereich Media oder Werbung. Auch hier mit Creative Agent haben wir jetzt so eine Art Demokratisierung der Werbung. Im Prinzip kann jedes
unter jedem, jedes Unternehmen, auch jedes kleine Unternehmen, einfach ihre eigenen Werbekampagnen erstellen, ihre eigenen Werbeanzeigen erstellen, in professioneller Streamingqualität, mit Animation, mit Video, mit Bildern, ohne zusätzliche Kosten da zu haben. Des Weiteren, wo wir es natürlich auch messen und wo wir es ganz speziell nachtragen können, ist der ganze Backend. Also im Bereich AWS, im Bereich Logistik, im Bereich Placement, wo ...
Rocco Bräuniger (02:58.446) kommen welche Produkte hin, Nachfrageprognose. Da ist ganz konkrete ROI-Verbesserungen drin, weil wir ja auch messen können, wie viel schneller sind wir denn oder wie viel mehr Kundinnen und Kunden kann ich denn die Lieferungen am selben Tag oder am nächsten Tag anbieten als vorher, weil mein Placement über AI einfach besser geworden ist. Und wenn ich das kann, wissen wir natürlich, dass da auch die Conversion besser ist. Und deshalb kann man das ganz gut messen. Also da gibt es wirklich viele Bereiche, wo wir happy sind, auch wenn wir noch ganz am Anfang sind von der Journey. Dann gibt es natürlich auch so ein paar andere, wo wir
noch bisschen experimentieren, wo wir nicht so lange wissen. Wir haben jetzt ja Rufus und Alexa Plus in USA zumindest schon mal zusammengeführt. ist noch ein riesen Potenzial, ist aber noch sehr früh da tatsächlich zu sagen, okay, da können wir jetzt schon echten Mehrwert auch in Zahlen messen. Argentic Shopping an sich, gibt sie 17 Prozent aller Kundinnen und Kunden.
Nur 17 % würden sich tatsächlich wohlfühlen, den Argentic Shopping zu überlassen. Also da müssen wir mal sehen, welche Richtung das geht und was wir dann tatsächlich irgendwann an AOI messen können. Aber interessante Entwicklung und für Amazon oder für uns kann ich schon sagen, dass wir da sehr, sehr viel Positives bereits messen und auch dahin weitertreiben können.
Dominik Dommick (04:11.662) Ich meine, Stichwort Agenten vielleicht nochmal, gerade wenn man die Marktanteile hat, wie ihr beide das habt, ihr müsst Agenten ja nicht zulassen. wie ist die Perspektive, als wir vor einiger Zeit schon mal drüber sprachen, Rocco, hast du auch gleichen Vergleich gezogen, der mir auch immer in den Kopf kommt, wenn man es schon bisschen länger kennt, nämlich mit Google Shopping. War jetzt nicht so gut. Und das liegt ja auch so bisschen dran, wie spielen die dahinter mit und wie ist eure Position als Amazon? Also inwiefern möchte ich mich in
anderen Agenten darstellen lassen als Amazon oder auch nicht.
Rocco Bräuniger (04:47.802) Naja, ich weiß auch nicht, wo die Reise hingeht in zwei, drei, vier Jahren, aber was ganz wichtig ist, dass immer der Kunde Mittelpunkt steht und die beste Kundenerfahrung zu machen. Und die beste Kundenerfahrung kriege ich halt damit hin, indem ich eine gute Personalisierung mache, indem ich insbesondere berufslos eine Interaktion mache, die aus dem Kontext lernt, die weiß, was meine früheren Einköpfe waren, die weiß, welche Produkte, ob ich einen markenaffiner oder nicht.
Kunde bin, die das berücksichtigen kann. Und es kann natürlich so ein Agentshopping, zumindest Moment, jetzt noch nicht. Und deshalb sind wir darauf bedacht, dass die Kunden bei uns direkt kaufen und setzen da auch alles ran. Was nicht heißt, dass wir nicht auch im Bereich Agentshopping aktiv sind. Wir haben in den USA jetzt ja Buy for me gelauncht. Sprich, wenn es eine Firma gibt, die jetzt nicht über Amazon verkauft oder nicht verkaufen will, weil sie zu klein sind, keine Lust haben oder wie auch immer.
können wir immer noch die Produkte dann listen und kaufen dann direkt auf der Webseite für den Kunden über Amazon ein, sodass der Kunde da nicht nochmal Zahlungen oder irgendwas hinterlegen muss. Wir machen das dann für ihn und der Verkaufspartner muss auch nicht bei uns listen. Das ist natürlich in Absprache mit dem jeweiligen Verkaufspartner. Funktioniert sehr gut und werden da natürlich auch weiter investieren. Aber auf unserer Seite im Moment würden wir sehr starken Werkdauer auslegen, dass tatsächlich die Kundenerfahrung immer immer ganz oben steht.
und die ist Moment einfach besser, wenn wir direkt mit dem Kunden interagieren.
Joel Kaczmarek (06:13.358) und sag mal Saskia, ich hab ja die Tage mal die Live-Erfahrung gemacht, ich hab einen Comic verkaufen wollen, nehme eure App, mach die auf, halt ein Foto drauf und das war's ja gefühlt schon. Also er hat erkannt, für ein Produkt, zeigt mir die Rückseite, fotografiere mal ISBN und wenn du das noch knippst, dann ist die Erfahrung noch besser für Kunden. Und bei euch ist ja immer diese spannende Frage, auf welche Seite der Waage konzentriert ihr euch? Also ich habe jetzt die Kundensicht quasi gespiegelt, aber es gibt ja auch die Händlerseite, die bei euch immer ganz prädominant ist und so wie ich es mitbekommen habe, ist es ja glaube ich
Ich gucke mehr auf Händlerseite, ich gucke mehr auf Kundenseite. Wie ist das bei eurer AI-Strategie? Ist das gleich verteilt oder wo seht ihr den größeren Impact? Auf links oder rechts?
Saskia Meier-Andrae (06:52.782) Wir schauen uns beides an. glaube, wie jeder andere Player auch, nutzen wir KI überall. Das heißt, auf der Verkäuferseite, du hast gerade das Beispiel gebracht für Listings, wir machen das auch für Privatverkäufer, die machen es halt super einfach. Mit diesem Magi-Listing Tool, du machst ein Foto, das gibt dir noch ein paar Anweisungen und schwuppst, ein ganzes Angebot. Das ist gerade bei der einzigartigen Ware, eBay hat und gerade bei der Hürde, die Privatverkäufer oft haben beim Einstellen, natürlich ein totaler Mehrwert. Aber auch auf der Käuferseite nutzen wir zum Beispiel Conversational
Search, sind wir jetzt gerade in der Beta-Phase in USA, dass ich wirklich gar nicht mein Produkt angeben muss bei eBay, sondern einfach anfangen kann Unterhaltung zu haben, weil ich irgendwas für meine Omasuche und die liebt die 70er. Und da finde ich halt dann Produkte auch wieder in unserem Katalog, der halt super breit ist, die ich vielleicht gar nicht über eine bestimmte Filter- oder Attributsuche finden würde. Von daher zu einer Frage auf beiden Seiten überall. Die interessante Frage für mich bei KI ist eigentlich, und du hast eben das Thema Agents Search angesprochen,
Wenn man dran glaubt, dass in Zukunft mehr und mehr Suchen, Preisvergleiche und letztendlich auch Kaufentscheidungen über Agents stattfinden, wie stelle ich denn sicher als Marktplatz, dass ich die Kundenschnittstelle behalte? Was differenziert mich gegenüber anderen, dass sie halt zu mir kommen und ich nicht einfach Teil eines Algorithmus werde?
Joel Kaczmarek (08:11.95) Ja, das ist ganz spannend, weil genau in die Richtung wollte ich dich auch noch weiter fragen. Ihr habt ja dieses Asset der nicht standardisierten Artikel. Also das ist ja was, was bei euch relativ unik ist. Und in der Tat ist es ja so, wenn man sich den Handel anguckt, irgendwie Brands und Marktplätzen haben ja Händlers sowieso schon schwer. Und wenn ich das auf Steroide setze, dass ich eine KI habe, die einkauft, dann ist ja so ein bisschen die Frage zwischen KI-Interface und meinem Bankkonto, wer hat dazwischen eigentlich noch Platz? Ist das so ein Stück weit eure Theorie, dass ihr sozusagen diese Verbindung aus dem, wo wir auch gleichzukommen, das Live-Shopping und diese Erlebnisgeschichte mit KI
als euer SZ seht.
Saskia Meier-Andrae (08:43.022) Ich glaube, wir haben sehr viele Vorteile, wir wetten in genau dieser Frage. Wir haben nicht standardisierte Ware. Großteil unserer Ware über 40 % ist ReCommerce. Das sind einzigartige Artikel und auch beim Rest ist Sammlerware. Das heißt, wir haben einzigartige Produkte. Wir haben Produkte, bei denen oft eine ganz hohe Emotionalität mit sich spielt. Das sind keine Routinekäufe. Das sind keine Käufe, die ich irgendwie auslagern möchte. Ich möchte selber das erleben.
Das ist ReCommerce, das ist auch wieder Thema der Einzigeartigkeit und deshalb investieren wir sehr stark da rein und ein Thema, was du gerade angesprochen hast, ist Live. Ich hoffe, ihr seid alle, als ihr die Rolltreppe runtergekommen seid, an unserem tollen Live-Stand vorangekommen, aber das ist halt was, wo wir sehr, sehr stark reingehen. Komplementär oder fast schon als Gegenpol auch zu Gentic Search.
Weil das ist was, was wir auch aus dem Markt hören. Die Menschen, wollen, das war heute auch in der Speech am Anfang, die Menschen wollen Community, die wollen Leidenschaft, die wollen auch Effizienz, aber vielleicht nicht für alles. Und gerade für die Produkte, in denen wir live reingehen, für Sammelstücke, für Luxushandtaschen, für Münzen, auch für refurbished Elektronik, das sind alles Bereiche, mit denen ich mich gerne befasse, wo ich mich gerne auseinandersetze, wo ich eine Leidenschaft hinterhabe, wo auch oft das Thema Vertrauen mit sich spielt.
und wo dann live ein ganz fantastischer Kanal ist, der auch sticky ist. Das ist ja nicht so, das ist ja Anti-AI quasi, sehr menschlich.
Dominik Dommick (10:06.047) Ich hab dich ja gestern Abend so bisschen damit geärgert, dass ich gesagt habe, du bist die Einzige, Live-Shopping toll findet.
Saskia Meier-Andrae (10:10.702) Das sagen unsere Kunden nicht.
Rocco Bräuniger (10:13.966) Ja.
Dominik Dommick (10:14.126) Und ich habe es ja nicht so gemeint, dass ich irgendwie ausdrücken wollte, du hast nicht begriffen, dass es nicht gut ist, sondern ich glaube eher, dass bei eBay muss irgendetwas zusammenkommen, was nochmal besonders ist, worum es besser funktioniert und einfach nochmal beeindruckendere Ergebnisse irgendwie hat. Also was ist diese Secret Source, die bei euch das Live-Shopping so relevant, interessant macht, dass du es auch messen kannst?
Saskia Meier-Andrae (10:33.57) Also ich glaube ein paar Sachen. glaube, erstmal musst du Social Commerce und Live Shopping differenzieren. Live Shopping bei uns ist wirklich, du gehst in die App, du hast einen Händler und eine Händlerin live. Das sind oft Produkte, einzigartig sind. Das sind wie gesagt Sammelkarten, Sammelware, da ist eine Emotionalität dahinter. Und du kannst mit der Händlerin oder dem Händler direkt interagieren. Das heißt, wenn ich eine Luxushandtasche sehe, dann kann ich sagen, hey, mach mal einen Reißverschluss auf, zeig mir mal die linke Ecke. Das ist eine ganz andere Form des Einkaufens. Das heißt, das ist was, wir super stark dran glauben.
und weshalb ich auch sehr stark dran glaube. Und dann das andere Thema ist dieses Thema Emotionalität, ja, Autensität. Auch die Händler und die Händlerinnen, bei uns sind, das sind keine Creator, das sind keine Leute, die einfach versuchen, irgendwas zu verkaufen. Das sind Händler und Händlerinnen, die total hinter ihrer Ware stehen. Und das ist wie in einer Einkaufsstraße. Wenn ich bei Trading Cards, bei Sammelkarten reingehe, da ist ein Typ, der hat einen Käppi auf, der sieht vielleicht bisschen aus wie du, der verkauft mir die Sammelkarten, ist total deep drin und das ist mega.
Und wenn ich dann irgendwie zu einem Handtaschen-Live-Stream gebe, da ist eine Dame, die verkauft Louis Vuitton-Handtaschen und die sieht stylisch aus und die weiß genau, wie man das beschreibt. Und dann gehe ich zu Retourenwaren rein und da ist da vielleicht ein etwas schrulliger Händler, der irgendwie hinter sich 80 Boxen hat und das da raus holt und das sieht wirklich alles andere aus als ein Creator, aber ist so toll und so charmant. Und das ist es. Deshalb funktioniert das. Und dann glaube ich, das Dritte ist noch, das viele, du hast gesagt, ich bin die Einzige, an Live-Shopping glaubt, ich glaube ganz viele haben Live-Shopping nicht richtig gemacht.
Wenn du Live-Shopping richtig machen willst, dann musst du einen Entertainment-Kanal aufbauen. Du musst ein Programm Dichte haben. Wenn ich Sammelkarten liebe, dann muss ich bei eBay live hingehen zu jeder Tageszeit und mindestens drei Streams zu Sammelkarten sehen. Da könnt ihr euch vorstellen, was das heißt im Hintergrund, wie viel Handler ich akquirieren muss. Die müssen ja auch streamen. Das ist ja live. Das ist ja nicht in der Hinsicht skalierbar. Und ich muss diese Programm Dichte hinkriegen, wirklich Relevanz zu schaffen und diese Communities kontinuierlich anzusprechen, damit die ihre Leidenschaft bei uns ausleben können.
Und deshalb so einmal Live-Show machen und sagen, ach nee, klappt nicht, du musst da schon echt reingehen. Und das tun wir jetzt auch. Wir haben jetzt 3, 2, 1 live wiedergebracht und investieren da wirklich super stark rein und glauben da sehr fest dran.
Dominik Dommick (12:44.424) ist dann ein, ich meine, eBay hat ja auch immer so eine gewisse Quirkiness und das meine ich ganz positiv. Ist das auch so Teil dieser SQL Source dann bei diesen Live-Anbietern, dass die eben auch das verkörpern, also der Sammelkartenverkäufer mit dem blauen Cap, also dass das einfach damit eine Glaubwürdigkeit kriegt und irgendwie genau auf die zwölf wiederum der Kundschaft dann auch einzahlt an der Stelle?
Saskia Meier-Andrae (13:05.646) Total. glaube, jeder hier im Raum hat irgendwie so eine eBay-Story. Da habe ich das eine Ding gefunden, wo ich dachte, das gibt es nicht mehr, was ich ersetzen wollte, oder das habe ich einen Wahnsinnspreis bekommen, oder irgendein Leidenschafts-Item. Und genau das hast du halt auch, dieser Kitzel, das sind oft Auktionen, die für einen Euro anfangen. Das sind dann auch diese Quirkiness, sind diese Leidenschaftsthemen, auch die Community steht dahinter. Das sind all die Sachen, die Ebays ur DNA ausmachen.
Und die glaube ich jetzt relevanter sind denn je, weil die Menschen sich halt danach sehnen. Mein eBay-Erlebnis oder mein eBay-Live-Erlebnis?
Dominik Dommick (13:40.718) Das ist dein Übererlebnis?
Dominik Dommick (13:45.422) Das E-Bi-Erlebnis, wo jeder so eins wo er sagt, da habe ich mal was geschossen.
Saskia Meier-Andrae (13:49.294) viele Käufe. Mein E-Ball ist irgendwie ein Blazer, den ich gefunden habe. Oder ein Jumpsuit, den ich gestern anhatte, der kostet glaube ich 9600 Euro. Da habe ich eine Auktion, die fing bei einem Euro an und da war ein Reservepreis und bei 80 Euro war wieder Reservepreis und dann hat tatsächlich kein anderer mit geboten und ich habe das Ding für 80 Euro geschossen und ich freue mich jedes Mal, wenn ich es anhatte.
Dominik Dommick (14:12.238) Was hast du deiner Tech-Abteilung dafür gegeben, dass sie die Server, nachdem du das Gebot abgegeben hast,
Saskia Meier-Andrae (14:17.582) Wir laufen da sehr gut.
Joel Kaczmarek (14:20.398) Okay, also ich lerne schon, ich sollte wohl über einen Umsattel nachdenken von Podcast weg zu Live-Shopping. Was mich da mal interessieren würde ist, wie kriegt ihr denn mehr Basecap-tragende Verkäufer auf die Plattform? Weil dieses Sourcing, was du gerade gesagt hast, das sind ja Typen oder Typinnen auch in der Regel. Wie geht ihr da vor?
Saskia Meier-Andrae (14:37.486) Das ist richtig, Ärmel hochkrempeln und anrufen. Du musst halt scrapen. Wer hat denn, also entweder wer shoppt denn schon live, es gibt ja schon ein paar kleinere Plattformen, oder wer ist denn live affin, wer hat denn eine hohe Social-Commerce-Penetration. Und dann gehst du auf die Messen und du machst viel Werbung und wir haben unsere eBay Open, unsere Roadshow, wo wir durch die verschiedenen Städte gehen und da haben wir auch so eine Live Academy, da kommen die Händler dann rein, können auch so...
ein paar, ja so einen kleinen Kurs mitmachen über eine Stunde und so tasten sie sich daran und dann haben wir natürlich ganz, ganz viel Support. Und natürlich unsere Bestandshändler. Also das ist ja auch was, was ganz viele nicht haben. Wir haben ja Tausende und Tausende von Händlern, die wissen vielleicht noch gar nicht, dass sie die Live-Händler von morgen sein werden. Aber mit unserer Hilfe und unserer Unterstützung kriegen wir da ganz viele dazu, das als neuen Geschäftszweig aufzumachen und auch als neues Marketing-Tool für sich. Die können ja ganz anderen Kundenzugang haben. Die sprechen ja direkt, also wörtlich direkt mit ihren Kunden und Kundinnen.
Joel Kaczmarek (15:32.37) Und ich kann dich leider nicht von der Bühne lassen, es tut mir leid, ich muss dich das einmal fragen. Wie passt denn auch dieses Gerücht rein, was man über euch liest rund GameStop, dass da irgendwie eine Akquise ein Thema war? Gibt es da schon was zu vermelden? Also...
Saskia Meier-Andrae (15:44.104) Das ist kein Gerücht, das kann jeder in der Zeitung lesen. Das hat unser Board angeschaut, das Angebot hat es als nicht-kredibel und nicht-attraktiv geschätzt. Wir sind super finanziell gut aufgestellt, wir haben eine super klare Strategie nach vorne, deshalb, ich glaube, wir kriegen das ganz gut alleine hin.
Dominik Dommick (16:09.09) Rocco, du hast ja ein Hobby, das dich im Lebensmittelumfeld platziert. zwar züchtet Rocco auf seiner Garage verschiedene Chili-Arten. Den California Reaper hast du nicht dabei, weil der nur wehtut.
Rocco Bräuniger (16:24.878) Caroline Lieper.
Dominik Dommick (16:26.126) Kleiner Reaper, aber es muss auf jeden Fall auf dem Garagendach sein, weil der Hund sonst sterben würde, wenn er da hinein weiß. Lebensmittel. Es gab ja nur die verschiedensten Versuche, alle möglichen Player an den verschiedensten Stellen. meine, wir bei Päger kennen es natürlich auch rauf und runter. Lebensmittelhandel, das in digitaler Form, Lieferung und und und. Ihr hattet ja auch unterschiedliche Ansätze. Wo steht ihr jetzt und was kommt?
Rocco Bräuniger (16:50.958) Ja, wo stehen wir jetzt? Also wir haben eine super Kooperation mit Knusper. Wir wissen auch als 3P-Partnerschaft im Moment in München und Berlin, dabei das weiter auszubauen. Wir wissen auch aus intensiven Studien, dass so ziemlich alle unsere Kunden essen. Von daher ist es wirklich ein großes Marktsegment für uns, was sehr, interessant ist. Was wir aber wissen und was wir gelernt haben jetzt auch, dass tatsächlich gerade im Bereich Lebensmittel unterschiedliche Märkte auch sehr unterschiedlich
Ticken. Einmal was es von den Kunden her betrifft, aber natürlich auch was das Umfeld betrifft. haben zum Beispiel in Indien haben wir jetzt schon Lebensmittellieferung und Lieferungen innerhalb von zehn Minuten. Das haben wir jetzt hier noch nicht. Wir haben jetzt gerade zum Beispiel in England gelaunched Same Day Grocery, sodass man praktisch auch keinen getrennten Warenkorb, also Lebensmittelwarenkorb und seinen normalen Amazon Warenkorb, sondern beides zusammen noch am selben Tag in
zwei Stunden, vier Stunden Schlott zugestellt bekommt und praktisch seinen normalen Einkauf macht und sagt, da brauche ich noch paar Bananen dazu, brauche ich vielleicht noch ein Äpfel oder ein bisschen Fisch oder Steak oder eine Pizza oder ein Eis. Einfach dazunehmen. Da geht es gar nicht so sehr darum, erster Linie jetzt einen ganzen Wagen, sondern einen Wochenendeinkauf für, was es halt so ist, 120 Dollar, 120 Euro zu machen, sondern tatsächlich so mitzunehmen. Das haben wir jetzt in England gerade gelauncht, auch in USA sind wir schon länger live. Wir schauen uns natürlich auch an,
welche Möglichkeiten und wie können wir die Kundenerfahrung im Bereich Lebensmittel hier auch in Deutschland noch weiter verbessern, weil wir wie gesagt alle unsere Kunden essen. Wir haben in Deutschland natürlich auch super starke Player im Markt, die auch offline sehr, stark sind. Die Dichte in Deutschland ist auch so stark wie sonst nirgends, 88 Prozent aller Deutschen.
lebt innerhalb von fünf Minuten vom Supermarkt weg. Das ist eine ganz andere Situation als wir die in den haben, als wir die in England haben. Nichtsdestotrotz, ich kann jetzt hier keine Ankündigung machen, was jetzt da kommen wird oder nicht kommen wird, es ist ein superspannendes Thema für uns. Es hat auf jeden Fall Riesenpotenzial und deshalb schauen wir da auch weiterhin rein und überlegen uns, wie wir da die beste Kundenerfahrung in dem Bereich schaffen können.
Dominik Dommick (19:04.346) Was ist anders? Worauf muss man in der Kategorie anders eingehen in Bezug auf Kundenerfahrung?
Rocco Bräuniger (19:10.062) Eine Sache ist natürlich, wir haben hier eine Lieferkette, die darauf achten muss, dass wir auch chilled oder frozen Produkte haben. Von daher ist es auch in Deutschland rechtlich, ist es Deutschland auch gar nicht möglich, eine unattended delivery zu machen. Also man darf jetzt nicht den Einkauf mit frischen Lebensmitteln vor der Tür stehen lassen. Darf man gar nicht. Man darf auch nicht sagen, selbst wenn der Kunde unterschreibt, man darf sich diese Verantwortung nicht dem Kunden übergehen. Das geht zum Beispiel in England.
Aber das ist schon mal ganz anders. Von der Supply Chain muss man anders aufsetzen. Dann hat man natürlich auch die Supply Chain zum eigenen Lager oder zum eigenen Dissepultionscenter ist anders. In Deutschland insbesondere, ich hatte schon erwähnt, dass wir sehr starke Wettbewerber haben und sehr starke Dichte haben von Supermärkten. Die Deutschen kaufen auch super regional ein.
Das heißt, es ist auch unglaublich wichtig, die entsprechenden regionalen Produkte anzubieten. Und das macht es alle schon ein bisschen anders als in vielen anderen Ländern, was natürlich eine interessante Herausforderung ist.
Joel Kaczmarek (20:18.586) Kannst uns eigentlich in Sachen Food auch noch mal so auf den strategischen Wert abholen, den ihr vor allem seht? Weil es ist ja klar, es ist ein Frequenzdreher. Also es pusht sozusagen nach oben, Warenkörbe werden größer. Aber es gibt ja noch viele andere Dinge. Prime-Bindung erhöhen, eigene Profitabilität, mehr User-Daten haben, also Kaufverhalten besser verstehen. Was ist das, was für euch drin steckt?
Rocco Bräuniger (20:36.566) Das würde ich jetzt gar nicht so allein auf Grocerie machen. Also man kann ja so sagen, so Everyday Essentials oder Waren des täglichen Bedarfs. Und davon haben wir ja schon sehr viele. Und dafür haben wir auch schon sehr viele im Same Day, also am selben Tag noch geliefert werden. Also da gehören dann auch Zahnpasta und im Prinzip alle Sachen dazu, die jetzt eben nicht zum Bereich frische Lebensmittel gehören. Und die sind tatsächlich...
ein sehr starker Frequenzbringer, weil die Kunden immer wieder kommen, sehr starke Interaktion mit Amazon haben. Wir wissen natürlich, wenn der Kunde häufiger kommt, es wahrscheinlich auch, dass er dann auch mal Schuhe oder Fernseher oder eine DVD oder irgendwas anderes noch bei uns kauft. Von daher ist es schon ein sehr strategisches Thema für uns, unabhängig von dem Bereich Großriehe oder frische Lebensmittel, Everyday Essentials, also Waren des täglichen Bedarfs, ist tatsächlich ein großes
Investitionsthema für uns und da dann insbesondere auch Speed. Also gerade bei diesen Produkten ist es tatsächlich wichtig, dass sie im Prinzip alle am nächsten Tag da sind und eigentlich am selben Tag. Und deshalb werden wir sehr stark, haben wir schon angefangen, insbesondere in den letzten 12, 18 Monaten, jetzt noch sehr stark in diesem Jahr und nächsten Jahr noch sehr viel daran arbeiten, tatsächlich die Lieferung am selben Tag, also die Möglichkeit der Lieferung am selben Tag, wenn du nicht willst, ist okay, aber die Möglichkeit der Lieferung am selben Tag mit einem sehr späten Cutoff
tatsächlich noch auszubauen und sicherzustellen.
Dominik Dommick (21:57.742) Saskia, Rocko, ihr beide, wir haben jetzt geredet über AI, wir haben geredet über Live-Shopping, haben geredet über Lebensmittellieferungen. Was gibt es noch für eine Entwicklung, wo ihr sagen würdet, das wird im Moment von vielen vielleicht eher so als lineare Entwicklung irgendwie wahrgenommen, aber mit einer gewissen Chance ist es auch so exponentiell, dass man wirklich darauf achten muss oder in Bezug auf Risiko oder in Bezug auf Chance?
Saskia Meier-Andrae (22:24.44) Also ich glaube für mich beim Thema
Marketing, linear würde ich sagen, so klassische Suchnachfrage. Ich gebe mehr Geld aus, ich kriege mehr Visibilität, ich habe mehr Verkäufe, das ist sehr linear. Ich glaube, alles, was community-basiert ist, das ist halt eine längere Anlaufkurve. Es dauert halt, bis ich irgendwie meine 5000 Follower habe, aber dann steigt es halt auch durch word of mouth und das ist compound und dann. Und deshalb, glaube, alles, was auf community-basiert ist, würde ich als exponentiell gehen.
Thema Content und ich glaube, all die Themen werden wahnsinnig relevant sein in Zukunft für exponentielles Wachstum.
Rocco Bräuniger (23:06.286) Ja, glaube, ganze, Gesamthema AI und Shopping Experience ist was, was viele Leute noch so ein bisschen als linear betrachten. Linear im Sinne von, da wird sich da ein bisschen was verbessern und die Suche funktioniert jetzt auf einmal besser. Das mag alles sein, aber das ist es eigentlich nicht. Es ist tatsächlich eine ganz neue Kundenerfahrung. Die frühere Kundenerfahrung war, okay, ich gebe was in die Suche ein, dann kriege ich irgendwie eine Liste und diese Liste, die schaue ich mir dann an und klick drauf und dann suche ich ein Produkt raus, vergleiche das, suche das nächste Produkt und vergleiche das.
In Zukunft wird es tatsächlich mehr so eine interaktive Suche werden, wo eher eine Problemlösung. Ich suche gerade nicht mehr ein Produkt, sondern ich will ein Problem lösen. Und da kommt es dann wirklich darauf an, curated, kuratierte Lösungen, kuratierte Vorschläge zu bringen. Zum Beispiel, habe jetzt heute Frühjahrs noch, Flughafen habe ich das noch gemacht, also zum Prime Day heute. Ich brauche eine Kamera, weil ich jetzt im Sommer gehe ich auf Safari bzw. ich brauche keine Kamera, sondern brauche ein Objektiv.
Dann sag ich, ich brauch ein Objektiv und es muss passen auf meine Kamera, die kennen AF 50 oder was es ist. Und sie muss gut sein für Safari und sie muss da und da, welche Möglichkeiten gibt es da. Dann kommt eine kuratierte Lösung, die sind gut und die haben die und die Vorteile und die und die Nachteile direkt. Und dann kommen vielleicht 3, 4, 5 Vorschläge und dann kann ich das noch einlegen, welche Speicherkarten passen da oder je nachdem, wie ich es machen will. Und so ändert sich das ganze Einkaufsverhalten.
Wichtig dabei ist natürlich, und das ist auch wichtig, wie sich die Unternehmen und Verkaufspartner und Vendoren sich darauf einstellen, dass die entsprechende Datenbasis da ist. Denn nur mit Datenbasis, wirklich strukturierten Daten kann ich dann diesen Vergleich und kann ich diese Vorschläge machen. Dabei wiederum ist natürlich auch wichtig, dass man zukünftig darauf achtet, dass
wenn alle die gleichen Daten haben und die Detailseiten dann alle über AI erstellt werden, dass dann alles irgendwie auswechselbar ist und alles total vergleichbar, dass da dann tatsächlich die menschliche Komponente noch mit reinkommt. Und da, glaube ich, muss sehr viel von unserer Manpower und von unseren Gedanken da tatsächlich reinscheiden. Wie schaffe ich es tatsächlich, sehr effizient ganz tolle Angebote für die Kundinnen und Kunden zu erstellen, aber gleichzeitig mit der menschlichen Komponente
Rocco Bräuniger (25:19.03) Komponente es noch so zu machen, dass es sich vorhebt, dass alles austauschbar ist.
Joel Kaczmarek (25:24.686) Und vielleicht ist es ein bisschen deutsch, wenn wir jetzt so mit German Angst enden, aber seht ihr auch Bedrohungen, die vielleicht von klassischen Marktplätzen auch eher unterschätzt werden gerade? Also wir haben ja über Asien schon mal viel geredet, haben irgendwie Social Commerce, Verticals. Also es gibt ja so einiges, gerade los ist. Gibt es da was, wo ihr euer Augenmerk darauf richtet und sagt, okay, dagegen wappnen wir uns?
Rocco Bräuniger (25:46.946) Also die AI macht es natürlich auch leichter oder mit, es sind ja nicht nur schlaue Leute, in unseren Unternehmen und bei anderen Unternehmen arbeiten, sondern auch welche mit eher schlechten Gedankengut. Das heißt, wir sehen das auch jetzt schon, also die Angriffe, die natürlich jedes große Unternehmen heutzutage hat, Hackerangriffe, die werden schon immer ausgefeilter und immer besser. gibt es ein Beispiel vielleicht, wir hatten festgestellt, dass es so eine bestimmte
AI gab, die einen bestimmten Use Case immer, immer, immer wieder angegriffen hat, damit unsere AI darauf trainiert hat, sich genau dagegen zu wehren und wir super damit, aber da wieder eine Schwachstelle auf den anderen. Prinzip, die AI hat sich darauf trainiert, was anderes abzuwehren, dann woanders anzugreifen. Also hat nicht funktioniert. Aber wir sehen das schon, dass da tatsächlich eine Gefahr von ausgeht, dass mit immer besserer und schnellerer Technologie natürlich auch die Gefahr von Fraud und
diesen Schwarzen Schafe auch zunimmt und da müssen wir uns auch dagegen wappnen. Das tun wir auch.
Saskia Meier-Andrae (26:48.526) Für mich ist es ein, ja, ähnlich zu dem, was ich am Anfang gesagt habe. glaube, das Thema Agents commerce, ja, dass sich da vor allem weniger Händler, aber vor allem, glaube ich, Plattformen und Marktplätze
überlegen, ich glaube nicht, dass wir in einer Welt sein werden, wo nur noch Effizienz zählt. Ich glaube, in einer Welt, wo Effizienz immer Hygiene sein wird, muss man sich bei Agentshopping wirklich überlegen, wieso sollten die Kunden direkt zu mir kommen? Wieso sollte ich die Kunden Schnittstelle besitzen? Was finden Sie bei mir, was Sie nicht bei anderen finden? Sei es ein Produkt, sei es ein Erlebnis, sei es Community, du hast gesagt, der menschliche Faktor. Ich glaube, das ist wahnsinnig wichtig und im Sinne von German Angst. glaube nicht, dass
viele sich genug Gedanken darüber machen, wie sie resilient sein würden gegenüber so einer Entwicklung, vor allem wenn sie exponentieller kommt als wir denken.
Joel Kaczmarek (27:38.28) Ihr Lieben, es war auch dieses Jahr ein Fest. das achte eher, wenn man uns lässt, ist es vorstellbar oder?
Dominik Dommick (27:44.334) Es war nicht verflixt. Vielen Dank, Saskia. Danke, Rocco.